Entschärfung geplant Fliegerbombe in Salzwedel: 2.000 Menschen müssen Wohnungen verlassen

In Salzwedel ist bei Bauarbeiten eine Fliegerbombe entdeckt worden. Sie soll am Freitag entschärft werden. Rund 2.000 Menschen müssen dann ihre Wohnungen verlassen. Auch Schüler, Kita-Kinder und Bahnreisende sind betroffen.

Polizei-Absperrband
In Salzwedel ist am Donnerstag eine Fliegerbombe gefunden worden. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Eibner

Nach dem Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg müssen am Freitag rund 2.000 Menschen in Salzwedel ihre Wohnungen verlassen. Das hat die Stadtverwaltung am Donnerstagabend mitgeteilt. Nach Angaben eines Sprechers war die Bombe am Donnerstag bei Bauarbeiten im Gewerbegebiet Nord gefunden worden – und zwar im Kristallweg. Sie ist nach ersten Erkenntnissen rund fünf Zentner schwer und soll am Freitag entschärft werden.

Anwohner mehrerer Straßen sollen ihre Wohnungen bis 13:30 Uhr verlassen, hieß es.

Diese Straßen sind von der Evakuierung am Freitag betroffen

  • Am Bleichwall
  • Am Eichwall
  • An der Katharinenkirche
  • Bahnhofsstraße
  • Ernst-Thälmann-Straße (Einfahrt Schule bis zur Kreuzung Netto)
  • Feldstraße
  • Gaswerksweg
  • Goethestraße (Bereich "Durchgang" bis zur Ecke Ernst-Thälmann-Straße)
  • Hoyersburger Straße
  • Kleinbahnstraße
  • Kleiner Stegel
  • Kristallweg
  • Tuchmacherstraße (nördliche Straßenseite entlang Umgehungsstraße bis An der Flora)
  • Vor dem Lüchower Tor
  • Wollweberstraße (von An der Katharinenkirche bis Ecke Mittelstraße)

Betroffene Anwohner können nach Angaben der Stadt ab 10 Uhr zum Beispiel ins Kulturhaus, die Comenius-Schule sowie die Jenny-Marx-Schule kommen. Als Sammelpunkte stehen außerdem das Freizeitcenter, die Lessing-Sekundarschule, die Perver-Grundschule (Mehrzweckhalle) sowie die Berufsbildenden Schulen Altmarkkreis Salzwedel bereit.

Für betroffene Anwohner wurden demnach Notrufnummern eingerichtet. Die Stadt bittet darum, nur das Nötigste mitzunehmen.

Auch Auswirkungen auf Schüler, Kleinkinder und Bahnreisende

Wegen der Bombenentschärfung haben mehrere Schulen den Unterricht für heute abgesagt. Das betrifft das Jahn-Gymnasium, die Jeetze-Schule und die Lessing-Ganztagsschule. An der Comenius-Schule läuft der Unterricht bis 12 Uhr.

An folgenden Schulen findet der Unterricht wie gewohnt statt: Berufsbildende Schulen, Lessing-Grundschule und Perver-Grundschule.

Änderungen gibt es auch für die Kinder der Kita Max & Moritz, die im Evakuierungsgebiet liegt. Kinder, die bis 13:30 Uhr nicht abgeholt wurden, werden zur Kita Kronsberg gebracht. Dort werden sie betreut und können abgeholt werden.

Von der Entschärfung ist zudem der Zugverkehr betroffen. Laut Bahn wird der Streckenabschnitt Stendal – Uelzen ab ca. 8 Uhr gesperrt. Hier informiert die Bahn über den Ersatzverkehr.

Notrufnummern für betroffene Anwohner

  • 03901 / 65320
  • 03901 / 65321
  • 03901 / 6322
  • 03901 / 65329

Die Bombe wurde nach Angaben der Stadt wahrscheinlich während der Bombardierung des Bahnhofs in Salzwedel 1945 abgeworfen.

Quelle: MDR/ld,kb

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 30. Januar 2020 | 21:00 Uhr

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