Polizeiabsperrung
Die Polizei sucht nach einem Gartenlaubenbrand in Arendsee nach dem mutmaßlichen Täter. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Hubert Jelinek

Polizei sucht Zeugen Ermittlungen wegen versuchten Mordes: Gartenlaube in Arendsee angezündet

Am Sonntag hat eine Gartenlaube in Arendsee gebrannt. In der Laube schliefen ein Mann und eine Frau, beide konnten sich unverletzt retten. Bei dem Mann handelt es sich laut Polizei um den AfD-Kreischef des Altmarkkreises Salzwedel, Sebastian Koch.

Polizeiabsperrung
Die Polizei sucht nach einem Gartenlaubenbrand in Arendsee nach dem mutmaßlichen Täter. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Hubert Jelinek

In Arendsee im Altmarkkreis Salzwedel ist am frühen Sonntagmorgen ein Feuer an einer Gartenlaube entdeckt worden. Das teilte die Polizei mit. In der Laube schliefen eine 27-jährige Frau und ein 32-jähriger Mann. Bei dem Mann handelt es sich laut Polizei um den AfD-Kreischef des Altmarkkreises Salzwedel, Sebastian Koch.

Die Frau soll der Polizei zufolge durch ungewöhnliche Geräusche aufgewacht sein. Durch das Fenster der Laube habe sie eine unbekannte Person gesehen, die davongelaufen sei. Sie bemerkte dabei außerdem ein Feuer unterhalb des Fensters. Sie und Koch konnten die Laube verlassen und den Brand selbst löschen. Beide blieben unverletzt. Der Sachschaden beträgt etwa 500 Euro.

Politische Motivation nicht ausgeschlossen

Wie die Polizei dem MDR bestätigte, hat der Zentrale Kriminaldienst Ermittlungen wegen versuchten Mordes aufgenommen. Eine politische Motivation der Tat wird nicht ausgeschlossen. Auf dem Grundstück hatte am Vortag ein Sommerfest der AfD stattgefunden. Die Polizei hat den Tatort weiträumig abgesperrt und mit einem Fährtenhund nach dem mutmaßlichen Täter gesucht. Bisher lief die Fahndung erfolglos. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

Quelle: MDR/mh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 28. Juli 2019 | 15:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2019, 18:44 Uhr

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125 Kommentare

30.07.2019 14:52 Der Matthias 125

@ Arthur Nr. 3

"na nun sind wir alles sehr gespannt ob dies auch solange in den Medien steht wie bei dem Lübcke , es ist auch versuchter Mord"

Wieso "auch"? Im Fall von Lübcke war es nicht nur versuchter Mord, es WAR bzw. IST vorsätzlich begangener Mord! Und der Täter war nachgewiesenermaßen ein Rechtsextremist! Im Fall von Arendsee sind die genauen Hintergründe aber überhaupt noch nicht einmal bekannt, man hat noch nicht einmal einen Verdächtigen gefasst! Insofern hoffe ich, dass Sie selbst den Unterschied zwischen einem kaltblütigen Mord und wilden, unbewiesenen Spekulationen selber erkennen! Sollte sich im Fall Arendsee allerdings herausstellen, dass es sich tatsächlich um einen Mordversuch handeln sollte, dann wäre dieser Fall genauso scharf zu verurteilen wie der Mord an Walter Lübcke. Ich sehe jedenfalls im Moment nicht, warum ein tatsächlicher, nachgewiesener Mord für die Medien weniger berichtenswert sein sollte als ein mutmaßlicher Mordversuch.

30.07.2019 14:14 Klarheit 124

@23:17 Mediator an DH(112) 115,
----"...Wenn Klarheit(109) unterstellt, dass die Polizei auf politische Anweisung hin nicht bei Straftaten gegen die AfD ermittelt, dann ist das auch eine Vermutung, denn eine solche Anweisung würde jedem Verantwortlichen das Genick brechen wenn sie bekannt wird...."-----,

.... werter "Mediator" und schon wieder beim lügen bzw. aufstellen falscher Behauptungen erwischt - in meinen Kommi habe ich nicht behauptet das es Anweisungen gäbe oder --nicht-- bei Straftaten gegen die AfD ermittelt wird ..... ich schrieb das kein großes pol. Interesse an der Aufklärung der Straftaten gegen die AfD zu sehen ist ....

1.Quartal 2019 - 217 Straftaten gegen Parteien & Mandatsträger : 114 gegen AfD , 21 gegen SPD, 19 gegen Grüne ..... (Quelle bundestag.de/presse/hib/644838-644838)

30.07.2019 13:46 albi 123

Zu @ 120
Ihre Ansichten und die von unserem Mediator, Fakt, Klaus usw , sind viel schlimmer als diese Unterstellungen , über die sie gerade sehr erbost sind.

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