Blick auf eine lange Allee mit einem Leitpfosten im Vordergrund
Die Altmark: satte Natur – aber auch weite Wege. Bildrechte: MDR/André Plaul

Mellin in der Altmark Verkehrswende auf dem Land: Nur das Brot nimmt den Bus

Mellin ist ein 170-Seelen-Dorf im Altmarkkreis Salzwedel. Kein anderer Ort in Sachsen-Anhalt liegt weiter entfernt vom öffentlichen Bahn-Netz. Busverbindungen sind selten, die Wege zu den umliegenden Städten weit. Aber: Die Bundesstraße 248 führt durch den Ort. Hat hier die Verkehrswende, die auf mehr öffentlichen und weniger individuellen Verkehr setzt, überhaupt eine Chance? Unser Reporter ist mit dem Rad angereist – sein Fazit: Ohne eigenen Pkw geht hier zwar nichts. Trotzdem gibt es Ideen mit Vorbildcharakter.

MDR SACHSEN-ANHALT Autor Reporter Radio Online André Plaul
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von André Plaul, MDR SACHSEN-ANHALT

Blick auf eine lange Allee mit einem Leitpfosten im Vordergrund
Die Altmark: satte Natur – aber auch weite Wege. Bildrechte: MDR/André Plaul

Die zwei Seiten der Mobilität auf dem Dorf:


Ein Ortsausgangsschild zeigt den durchgestrichenen Ortsnamen Buchhorst.
Nach Buchhorst kommt nur noch Natur. Bildrechte: MDR/André Plaul

Hinter Buchhorst beginnt eine neue Welt. Nach einer Doppelkurve und zwei Brücken – über die Ohre und den Steimker Graben – öffnet sich der weite, unverbaute Blick auf den Drömling. Es folgt eine Allee, deren Ende nicht zu sehen ist, mit parallel verlaufenden Wassergräben, in denen Schwäne ihre Runden ziehen und an deren Rand Graureiher durchs Schilf waten. Kühe grasen am Wegesrand, ein Schild warnt vorm freilaufenden Bullen. Hier beginnt die Altmark.

An diesem sonnigen Septembermittag ist kein Auto ist unterwegs, kein Lkw stört die Idylle – und kein Radweg erleichtert die umweltfreundliche Anreise in einen der wohl entlegensten Winkel Sachsen-Anhalts. Noch nicht. Erst ab Kunrau schlängelt sich der Altmarkrundkurs vorbei – ein in den Karten verzeichneter und gut ausgeschilderter Radweg, wenn auch weitestgehend naturbelassen: über Plattenwege, Pflastersteine und meistens Schotter geht es vorbei an Feldern und schließlich durch einen Nadelwald bis ans Ziel dieser Reise: Mellin, 29 Kilometer Rad-Strecke entfernt vom nächstgelegenen Bahnhof Oebisfelde im Landkreis Börde. 

Wo liegt Mellin?

An einem alten Trafohaus hängt das Ortswappen mit der Aufschrift «Mellin grüßt seine Gäste».
Im Zentrum des Dorfes: das alte Trafohaus. Bildrechte: MDR/André Plaul

Mellin, ein Ortsteil von Beetzendorf, liegt mittig im Westen des Altmarkkreises Salzwedel, drei Kilometer vor der Grenze zu Niedersachsen. Die nächstgelegene Autobahn ist 31 Kilometer entfernt, die A39 bei Wolfsburg. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist Mellin lediglich per Bus erreichbar. Rufbusse im 2-Stunden-Takt führen nach Beetzendorf beziehungsweise Mehmke, weitere Linienbusse verbinden das Dorf mit Rohrberg und Klötze.

Mellin selbst war nie direkt ans Bahnnetz angeschlossen. Etwa fünf Kilometer nördlich führten bis 1971 die Bahnstrecke Beetzendorf-Hanum sowie bis 1973 die Strecke Beetzendorf-Diesdorf vorbei. Zehn Kilometer östlich von Mellin verlief bis zur Stilllegung 2004 die Bahnstrecke Oebisfelde-Beetzendorf-Salzwedel. Zum Fall der Mauer waren auf der jenseits der Grenze verlaufenden Strecke Wittingen-Rühen bereits 15 Jahre keine Personenzüge mehr unterwegs. Heute sind es von Mellin aus in jede Himmelsrichtung mindestens 22 Kilometer Luftlinie bis zum nächstgelegenen Bahnhof: im Westen 22 Kilometer bis Knesebeck, im Süden 23 Kilometer bis Oebisfelde, im Norden 25 Kilometer bis Salzwedel sowie im Osten 38 Kilometer bis Meßdorf.

Unser Reporter ist mit dem Fahrrad angereist und hat den Weg vom Bahnhof Oebisfelde über den Altmarkrundkurs gewählt.

Weite Strecken: Fahrrad nur als Freizeit-Spaß

Heute ist nicht viel los auf dem Altmarkrundkurs, nur eine Hand voll gemütlicher Radler strampeln durchs Grün. Man grüßt sich. "Im Sommer, da sind das schon Einige", erklärt Martin Tessmer, der Ortsvertreter von Mellin. Der leicht untersetzte Mann Anfang 50 mit grauem Haar ist selbst mit dem Rad zum Treffen in der Dorfmitte gekommen, obwohl sein Haus nur wenige hundert Meter entfernt steht. Ihn beunruhigen Pläne, der Altmarkrundkurs könnte verlegt werden – und damit Mellin von einigen Karten verschwinden. Was fehlt, ist eine Übernachtungsmöglichkeit für Radler, aber die soll sich finden. "Wir müssen gucken, dass wir den Radweg behalten", so Tessmer kampfessicher, "sonst mache ich Rabatz im Rathaus".

In einem von Wiesen umrahmten Kanal schwimmt ein Schwan.
Der Drömling: Ein Höhepunkt am Altmarkrundkurs. Bildrechte: MDR/André Plaul

Das ist der Altmarkrundkurs

Ein Hinweisschild mit grüner Symbolik zeigt den Altmarkrundkurs.
Führt über Asphalt, Stock oder Stein: der Altmarkrundkurs. Bildrechte: MDR/André Plaul

Der Altmarkrundkurs ist ein 500 Kilometer langer Rundweg durch die Altmark und den Elb-Havel-Winkel – und verbindet etliche Ausflusgziele, wie die Hansestädte Tangermünde, Havelberg, Werben, Osterburg, Seehausen, Salzwedel, Gardelegen und Stendal. Aufgeteilt in zehn Etappen, führt er durchgängig ausgeschildert abseits der Hauptstraßen durch die Natur. Die Wege sind in der Regel naturbelassen, mitunter sandig und anspruchsvoll, aber streckenweise auch asphaltiert beziehungsweise betoniert. Entlang der Strecke befinden sich in regelmäßigen Abständen Pausen- und Übernachtungsgelegenheiten.

Es sind aber nicht die Radfahrer, die das Bild in Mellin dominieren. Es ist ein Straßendorf und die Straße ist noch dazu eine Bundesstraße, die 248. "Sie ist Fluch und Segen zugleich", fasst es der Ortsvertreter mit einem Seufzen zusammen. Mellin ohne Bundesstraße? "Dann bist du ganz tot." Doch auch mit ihr gibt es Probleme: Der Lärm nehme immer weiter zu, erklärt Tessmer. Immerhin: Eine Verkehrszählung habe Handlungsbedarf bescheinigt, insbesondere wegen zu hoher Geschwindigkeiten. Inseln an den Ortseinfahrten sollen künftig den Verkehr abbremsen helfen. 

"Ohne Führerschein biste am Arsch"

Eine Figur zeigt Bärenkopf auf einem Quader - geschnitzt mit der Kettensäge.
Vor allem Tiere gehören zu den Motiven des Kettensägenkünstlers Fred Heidenreich. Bildrechte: MDR/André Plaul

Es gibt auch Melliner, die stört die Bundesstraße nicht. Einer von ihnen ist Fred Heidenreich. "Ich bin froh, dass ich die habe". Kein Wunder, sonst würde kaum einer die zahlreichen Holzfiguren sehen, die Heidenreich mit der Kettensäge – zum Teil in wochenlanger Detailarbeit – anfertigt. Damit Haus und Garten nicht zu viel vom Straßenlärm abkriegen, denn "manchmal nervts" auch ihn, wie er zugibt, dient eine Reihe Tannen als Schallschutz. Ohne Auto geht für den 42-Jährigen nichts und ohne Führerschein noch viel weniger: "Wenn man keinen Führerschein hat, biste am Arsch", kommentiert er trocken. Heidenreich arbeitet im 24-Stunden-Dienst bei der Bundeswehr, fährt etwa 70 Kilometer pro Strecke. "Das schaffen Sie hier in einer Stunde", gibt er zu bedenken. Im Berufsverkehr in der Stadt seien solche Geschwindigkeiten undenkbar. "Hier ist das anders gestaffelt."

Apropos Führerschein. Hier hat Fred Heidenreich gleich zwei Sorgen: Seine beiden Söhne, 20 und 22 Jahre alt , wollen partout keinen Führerschein machen. "Ich hoffe, dass sie irgendwann zur Vernunft kommen", erzählt er. Er und seine Frau würden ihnen den Führerschein sogar bezahlen. Dann hätte auch das Herumkutschiere ins acht Kilometer entfernte Rohrberg ein Ende, von wo aus der nächste Bus nach Salzwedel fährt. "Das kostet jedes Mal 5,30 Euro", schimpft der Familienvater.

Die meisten Busse mit Voranmeldung

Mit der eigenen Busanbindung sind die Melliner nicht zufrieden. Beim Gang vorbei an der alten Dorfschule zeigt Martin Tessmer auf einen der Linienpläne: zwei Schulbusse pro Tag, seltene Linienbusse und sieben Rufbusse pro Tag nach Beetzendorf und Mehmke, wo weitere Anschlussbusse warten. Auch er fährt mit dem Pkw, täglich zur Arbeit nach Wolfsburg. Eine Busverbindung gibt es nicht. "Fünf Kilometer weiter endet das Bundesland", bemerkt er beinahe resigniert. Doch die Buslinien fahren nur innerhalb ihrer Kreisgrenzen, innerhalb derer sie beauftragt und bezahlt werden. Der Ortsvertreter wird nicht müde, bei Gemeinde und Kreis für bessere Verbindungen zu trommeln. "Es ist wichtig, dass die in die Gänge kommen, dass sie einen da nicht vergessen", sagt er und findet: "Statt Buslinien einzustellen, müssten sie gerade im ländlichen Raum Verbindungen anbieten, bis die Leute es annehmen". Auch wenn das im Zweifel einige Leerfahrten bedeute.

Mobilität bei uns im Dorf ist anders aufgestellt als in der Stadt. Du musst dir mehr Zeit ans Bein binden, wenn du von A nach B willst. Du musst dir mehr überlegen: Muss ich zum Arzt? Muss ich einkaufen? Kann ich beides verbinden? Und man muss noch mehr Zeit in Kauf nehmen, wenn man sich auf die öffentlichen Verkehrsmittel verlässt.

Martin Tessmer, Ortsvertreter von Mellin
Ein roter Traktor  MTS 50 stehtin einem Garten.
Für eine Dampflok im eigenen Garten hat es bei Martin Tessmer nicht gereicht – nun schmückt die "rote Petra" das Grundstück. Bildrechte: MDR/André Plaul

Tessmers letzte Reise mit der Bahn liegt sechs Jahre zurück. Mit Freunden ging es von Wolfsburg nach Berlin, natürlich mit dem ICE. "Schon schön", so der 53-Jährige. Der Illusion, sein Mellin könnte bald wieder näher ans Schienennetz gerückt werden, gibt sich der Eisenbahnfreund aber nicht hin. "Als 9-jähriger Steppke fand ich die großen Räder der alten Dampfloks interessant", erzählt er. Früher wollte er sich auch mal eine Dampflok in den Garten stellen, "so richtig mit Schotter und Schienen". Daraus wurde nichts. Nun steht ein weißrussischer Traktor MTS 50 dort. Die "rote Petra", benannt nach seiner Frau, braucht er, um die unzähligen Zitrus-Bäume aus Hof und Garten vor dem Winter in Sicherheit zu bringen. Sie stammen aus Tessmers früherer Beschäftigung: Da fuhr er Pflanzen und Lebensmittel mit dem 40-Tonner quer durch Europa. Mit Abstand betrachtet, waren viele dieser Fahrten zwar gewinnbringend für die Auftraggeber, aber unnütz aus Sicht von Umwelt und regionaler Versorgung.

Unnütze Fahrten – so etwas würde ihm heute nicht mehr passieren. Zwar ist Tessmer für die tägliche Fahrt nach Wolfsburg aufs Auto angewiesen, aber diese ist wohl organisiert. Der nächste Supermarkt liegt zehn Kilometer entfernt, da müsse man sich "meist von vornherein überlegen, was man braucht und das mitbringen". Mobilität wird geplant, in den Tagesablauf integriert, weniger spontan erledigt. Auf dem Dorf zeigt sich noch ein weiterer Effekt: Auch "für die, die nicht mehr allein fahren können, wird der Einkauf mit organisiert". Kein Wunder, dass der Zusammenhalt im Ort groß ist.

Die Bundesstraße vorm Geschäft – mehr Nerv als Nutzen

An einer Bundesstraße weist innerorts ein Schild auf einen Hofladen hin.
Zentrum des Dorfes und einziges Geschäft: Der Hofladen der Meyers. Bildrechte: MDR/André Plaul

Im Bio-Hofladen der Meyers, genau im Dorfzentrum, gießt Vera Meyer frisch aufgebrühten Kaffee in handgetöpferte Tassen. Draußen, auf der Bundesstraße, donnern in kurzem Abstand die Lkw vorbei. "Es gibt Tage, da kommt man kaum über die Straße. Das geht morgens ab 3 Uhr los", berichtet die Ur-Mellinerin, die ihren Laden seit fünf Jahren im Elternhaus betreibt. Solch eine Lage ist für ein Geschäft eigentlich ein wichtiger Faktor. "Das habe ich am Anfang auch gedacht", erzählt die 62-Jährige, doch der meiste Verkehr werde durch die Berufspendler verursacht. "Das bringt dem Laden nichts", so ihr Fazit. Es seien vor allem Urlauber und die Stammkunden, die ihr Sortiment von Obst und Gemüse über Backwaren bis zu Schokolade sowie umweltfreundlichen Haushaltsartikeln nutzen und für Umsatz sorgen. Ganz neu im Regal: Küchen-Spülschwämme aus Cellulose und recyceltem Plaste.

Es ist kurz nach vier am Nachmittag, gerade geht das letzte Brot des Tages über den Ladentisch. Es war vorbestellt. Und was alle ist, ist alle. So hält es Very Meyer sowohl privat – "wenn das Mehl alle ist, musst du wann anders backen" – als auch bei ihrem Laden: Seit acht Jahren lässt sie sich einmal pro Woche vom Bio-Großhandel beliefern. "Wir sind seine erste Station auf der Route, es muss nicht extra gefahren werden." Brot und Brötchen bezieht der Hofladen von einer Bäckerei aus Apenburg – 30 Kilometer entfernt. Sie werden mit Schuhkartons gebracht, im Schulbus. An der Haltestelle, 50 Meter vom Bio-Laden entfernt, holen Meyers dann am Morgen die Backwaren ab. Wieder eine Fahrt gespart. "Es ist eine Kopfsache", erklärt die Inhaberin, die selber gar nicht mehr woanders einkauft. Je nachdem, was benötigt wird, wird vorausschauend bestellt und kommt dann mit der wöchentlichen Lieferung. "Da merkt man erst, wie wenig man eigentlich braucht", so Meyer. Und eins braucht sie gar nicht: "Ich bestelle grundsätzlich keine Flugware."

Eine Frau sortiert Konserven und kleine Flaschen in einem Holzregal.
Vera Meyer setzt auf kurze Wege und biologische Produkte. Bildrechte: MDR/André Plaul

Es ist hier einfach notwendig: Man hat einen Führerschein, man hat einen fahrbaren Untersatz. Anders ist es nicht möglich und wir leben damit.

Vera Meyer, Hofladen-Inhaberin und Ernährungsberaterin

Elektromobilität bleibt ein Gedankenspiel

Privat ist Vera Meyer gern mit dem Rad in der Umgebung unterwegs. Sie lobt die gut ausgebaute Strecke nach Brome, ein asphaltierter Fahrrad-Streifen parallel zur Bundesstraße. An ein E-Bike denkt sie mit ihren 57 Jahren aber nicht. "Entweder strampeln oder schieben", lautet ihr Credo. Der Elektromobilität gegenüber ist sie zwar aufgeschlossen, auch was das Auto angeht, "eigentlich müsste man jetzt umsteigen", sagt sie. Doch an die Umweltverträglichkeit der Akku-Technik glaubt sie nicht. "Was ist die bessere Variante? Ich weiß es nicht." 

Blick hinab auf die gerade Ortsdurchfahrt des Ortes Mellin, im Vordergrund das Ortsschild.
Mellin ist ohne Bundesstraße undenkbar. Bildrechte: MDR/André Plaul

Ortsvertreter Martin Tessmer spielt hingegen schon mit dem Gedanken, dem Elektroauto eine Chance zu geben. "Die Diskussion findet auch hier statt. Da viele für die Autobranche arbeiten, nehmen sie das Thema mit nach Hause", berichtet er, glaubt aber die E-Mobilität wird auf dem Land "später und langsamer kommen" als in den Großstädten. "Wenn ein E-Auto eine Reichweite von 80 bis 100 Kilometern hat, wird das mit dem Pendeln nach Wolfsburg schon eng", gibt er zu bedenken. Eine Elektro-Tankstelle gibt es im Umkreis nicht, schon die nächstgelegene normale Tankstelle ist sieben Kilometer entfernt. Vielleicht müsste es hier so laufen, wie bei den Busverbindungen, glaubt Tessmer: erst den Leuten ein Angebot machen und damit dann die Nachfrage steigern. Eine photovoltaikgespeiste öffentlich Ladestation etwa wäre denkbar. "Andere Gemeinden warten da nicht lange", berichtet er, aber "die Leute warten erstmal ab und gucken". Ganz nebenbei hätte E-Mobilität für Mellin noch einen zweiten Effekt. "Es würde den Verkehr hier deutlich beruhigen. So kommt das eine zum anderen."

MDR SACHSEN-ANHALT Autor Reporter Radio Online André Plaul
Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Über den Autor Aus der Altmark in die Landeshauptstadt: André Plaul gehört seit 2010 zum Team von MDR SACHSEN-ANHALT. Zuvor konnte sich der gebürtige Stendaler bereits ein Journalistik-Studium und ein multimediales Volontariat beim MDR in Leipzig in den Lebenslauf schreiben. Bei MDR SACHSEN-ANHALT betreut André mit Leidenschaft das Frühprogramm im Radio - und die Nachrichtenseiten im Netz. Seine Freizeit widmet er mit Vorliebe dem Thema Eisenbahn. So ist er auch im Funkhaus in diesen Dingen Ansprechpartner Nummer eins.

Quelle: MDR/ap

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 23. September 2019 | 08:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. September 2019, 11:16 Uhr

3 Kommentare

part vor 3 Wochen

Der Ausverkauf der öffentlichen Infrastruktur und Kaputtsparen an der öffentlichen Daseinsvorsorge ist gewiss nicht nur im Land der Frühaufsteher, wobei ich dies bestätigen kann, vorhanden, sondern bundesweit als Folge des unaufgeklärten Wählerwillens zu beobachten. In der DDR gab es sehr wenig Taxi- Verkehr, als manchmal verfolgte Marktlücke enstanden Schwarztaxis, die den Bedarf ausfüllten. Ähnlich könnte es heute gestaltet werden, aber ganz offiziell als Mitnahmegelegenheiten, frei verhandelbar und an festen Standorten, denn die Zeiten von Vollversorgung sind Geschichte.

Fuerst Myschkin vor 3 Wochen

Das ist nicht nur in der Altmark so. Überall, in ganz Deutschland, herrschen im ländlichen Bereich die gleichen Probleme. Jahrzehntelang hatte man überall den ÖPNV herunter gefahren und ausgedünnt. Übrigens von den gleichen Politikern, die jetzt wieder alles umkehren möchten. Nur was mehrere Jahrzehnte kaputt gemacht wurde, lässt sich nicht von heute auf morgen wieder aufbauen. Selbst bei der Neubelebung des ÖPNV, bleibt ein Auto, nach wie vor, überlebenswichtig. Mit dem öffentlichen Nahverkehr, war nämlich auch die gesamte Infrastruktur des ländlichen Raums mit platt gemacht worden. Kein Arzt, keine Einkaufsmöglichkeit, keine Schulen etc. Wenn man die Grünen, mit deren abstrusen Öko- Wahn, diese weiterhin, an abwegigen Konzepten herum stümpern lässt, wird sich die Situation noch weiter verschärfen. Gerade Analena B. zeigte mit Kobolden in Autobatterien und Stromspeichern im Netz, welche Kompetenz man ihr & Robert bei derart komplexen Problemen zu zutrauen ist.

Ulli vom See vor 3 Wochen

Dieser Beitrag trift voll ins Schwarze ohne Fahrzeug ist man in der Altmark aufgeschmissen hier wird der Mond noch mit der Stange weiter geschoben

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