Die gesperrte Auffahrt zur Bundesautobahn 14 in Richtung Stendal und Schwerin bei Colbitz (Sachsen-Anhalt)
Die A14 soll im Jahr 2022 durchgängig bis zur Landesgrenze nach Brandenburg befahrbar sein. Bildrechte: dpa

Baustart Weitere 15 Kilometer A14 – Schritt für Schritt Richtung Ostsee

Der lang verzögerte Bau der A14 geht wieder weiter. Bei Lüderitz in der Altmark ist der erste Spatenstich für einen weiteren Abschnitt der Autobahn von Magdeburg Richtung Ostsee gesetzt worden. Mit dabei Bundesverkehrsminister Scheuer, Landesverkehrsminister Webel und Ministerpräsident Haseloff. Die neuen 15 Autobahn-Kilometer sollen in drei Jahren befahrbar sein.

Die gesperrte Auffahrt zur Bundesautobahn 14 in Richtung Stendal und Schwerin bei Colbitz (Sachsen-Anhalt)
Die A14 soll im Jahr 2022 durchgängig bis zur Landesgrenze nach Brandenburg befahrbar sein. Bildrechte: dpa

In Lüderitz im Norden Sachsen-Anhalts hat der Bau für einen weiteren Abschnitt der Nordverlängerung der A14 vom Kreuz Magdeburg nach Schwerin begonnen.

Andreas Brohm, Thomas Webe, Andreas Scheuer, Reiner Haseloff und Edith Braun vollziehen den ersten Spatenstich für den Bau der Autobahn 14 zwischen Tangerhütte und Lüderitz.
Brohm, Webel, Scheuer, Haseloff, Braun: Lokal-, Landes- und Bundespolitiker vollziehen den ersten Spatenstich an der A14. Bildrechte: dpa

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und Landesverkehrsminister Thomas Webel (CDU) setzten am Montagmittag den ersten Spatenstich für die 14,8 Kilometer Autobahn zwischen der Anschlussstelle Tangerhütte und Lüderitz.

Die Strecke führt östlich der B 189 durch Wald. Bei Brunkau wechselt sie auf die westliche Seite. Das Teilstück bekommt 18 Brücken, drei Übergänge für Tiere. Weil die Trasse die streng geschützten Gebiete der Colbitz-Letzlinger-Heide tangiert, sind die Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen besonders aufwendig. Außerdem erhalten die Orte Lüderitz und Schleuß zusätzliche Lärmschutzanlagen. 124,5 Millionen Euro wird der Abschnitt laut Verkehrsministerium kosten.

Autobahn-Nordverlängerung A14-Spatenstich in Lüderitz

Vertreter von Land und Kommune sowie interessierte Bürger kommen zum ersten Spatenstich für die Autobahn A14 zwischen Tangerhütte und Lüderitz.
Der lange verzögerte Bau der Autobahn 14 in Richtung Ostsee geht voran. Bildrechte: dpa
Vertreter von Land und Kommune sowie interessierte Bürger kommen zum ersten Spatenstich für die Autobahn A14 zwischen Tangerhütte und Lüderitz.
Der lange verzögerte Bau der Autobahn 14 in Richtung Ostsee geht voran. Bildrechte: dpa
Kommunal-,Landes- und Bundespolitiker beim ersten Spatenstich für die A14-Nordverlängerung bei Lüderitz
In Lüderitz wurde am Montag der erste Spatenstich für den nächsten Abschnitt gesetzt. Bildrechte: MDR/Andreas Müller
Andreas Brohm, Thomas Webe, Andreas Scheuer, Reiner Haseloff und Edith Braun vollziehen den ersten Spatenstich für den Bau der Autobahn 14 zwischen Tangerhütte und Lüderitz.
An der Zeremonie nahmen Ministerpräsident Reiner Haseloff, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Landesverkehrsminister Thomas Webel und die Bürgermeister der Gemeinden Tangerhütte und Lüderitz, Andreas Brohm und Edith Braun, teil. Bildrechte: dpa
Politiker und Befürworter der Autobahn mit "A14 JA!"-Schildern
Das knapp 15 Kilometer lange Teilstück soll innerhalb von drei Jahren gebaut werden. Bildrechte: MDR/Andreas Müller
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (r.) spricht vor dem ersten Spatenstich für die A14-Nordverlängerung bei Lüderitz
Bundesverkehrsminister Scheuer sprach von einem wichtigen Infrastruktur-Projekt in der Region. Die A14 werde das größte Autobahn-Loch in Deutschland schließen. Bildrechte: MDR/Andreas Müller
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (m.) und Ministerpäsident Reiner Haseloff (r.) vor dem ersten Spatenstich für die A14-Nordverlängerung bei Lüderitz
Laut Ministerium soll der Abschnitt 2022 fertig sein. Fast 125 Millionen Euro Kosten sind veranschlagt. Bildrechte: MDR/Andreas Müller
Mitglieder der Bürgerinitiative BASTA 14 überreichen eine Brückentorte
Mitglieder der Bürgerinitiative BASTA 14 forderten auf ihre Weisen ... Bildrechte: MDR/Andreas Müller
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Ministerpäsident Reiner Haselof und Landeverkehrsminister Thomas Webel mit der Brückentorte
... mit Torten in Brückenform die schnelle Fertigstellung der Autobahn. Bildrechte: MDR/Andreas Müller
Ein Befürworter der sogenannten Hosenträgervariante mit einem Schild um den Hals: "Was wird mit dem Hosenträger? A14/A39/B190n"
Am Rande forderten Bürger, die einst ins Gespräch gebrachte sogenannte Hosenträgervariante – Verbindung der neuen A14 zur A39 in Niedersachsen – nicht zu vergessen. Bildrechte: MDR/Andreas Müller
Wald-Schneise neben der B189 auf dem Abschnitt Colbitz-Dolle
Auch die Arbeiten an dem Teilstück Colbitz nach Dolle/Tangerhütte gehen voran. Neben der B189 wurde eine 100 Meter breite Schneise in den Wald geschlagen. Bildrechte: MDR/Andreas Müller
Spatenstich A14 Lüderitz
Auf dem Abschnitt Colbitz nach Dolle/Tangerhütte wird intensiv gebaut – zum Beispiel an einer Wildbrücke. Bildrechte: MDR/Andreas Müller
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Nicht jeder ist jedoch mit dem Neubau der Autobahn einverstanden. So hat Forstwirt Wilhelm von Carlowitz aus Brunkau mit einer Bürgerinitiative gegen die Autobahn gekämpft und geklagt.

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3 Kommentare

28.08.2018 20:30 Nasowas 3

Wegen dem Bau der Autobahn wird viel tam tam gemacht, was der Bund dort mit seiner Söldnertruppe zw Colbitz und Stendal treibt ist legitim. Soviel zu umweltfreundlichem Umgang mit der Heide.

27.08.2018 16:16 Markus 2

Wenn laut Verkehrsministerium A14 bis Anfang der 2020er Jahre durchgehend befahrbar sein sollte, dann bis 2070er Jahre wird das bestimmt gemacht. Vielleicht sogar 3-5 Jahre schneller.

27.08.2018 15:16 Hallo MDR, und wann ist die 1

Autobahn dann an der Ostsee angekommen. Wäre doch mal eine Recherche wert gewesen.

ANMERKUNG MDR SACHSEN-ANHALT:
Die offizielle Planung sieht vorm dass bis Anfang der 2020er Jahre die Lücke von Magdeburg bis nach Schwerin geschlossen sein soll und ab da an die Autobahn von Dresden bis Wismar durchgehend befahrbar sein soll. So ist auf der Seite des Verkehrsministeriums des Landes nachzulesen.