Ein Straßenschild der Autobahn 14.
Um die Nordverlängerung der A14 gibt es seit Jahren Streit. Bildrechte: dpa

Streit um Nordverlängerung Verbandsgemeinde Seehausen will Klage zum A14-Bau zurückziehen

Die Verbandsgemeinde Seehausen will ihre Klage zur Nordverlängerung der A14 zurückziehen. Man habe sich mit dem Land geeinigt. Somit ist im Streit um das Bauvorhaben nur noch eine Klage der Hansestadt Seehausen offen.

Ein Straßenschild der Autobahn 14.
Um die Nordverlängerung der A14 gibt es seit Jahren Streit. Bildrechte: dpa

Im Streit um die Nordverlängerung der Autobahn 14 hat es einen weiteren Kompromiss gegeben. Die Verbandsgemeinde Seehausen hat sich nach eigenen Angaben mit dem Land geeinigt und will nun ihre Klage zurückziehen. Hintergrund der Einigung sei, so die Gemeinde, dass das Verkehrsministerium mehr Lärmschutz und mehr Radwege zugesagt habe.

BUND zieht Klage ebenfalls zurück

Der Kompromiss kommt knapp eine Woche, nachdem bereits die Umwelt- und Naturschutzorganisation BUND angekündigt hat, ihre Klage gegen den Weiterbau zurückzuziehen und auf weitere Klagen zu verzichten. Dafür will das Land zusätzliche 8,6 Millionen Euro für Arten- und Lärmschutz bereitstellen.

Die Einigung führte jedoch innerhalb des BUND zu Streit, da sich der Kreisverband Stendal vom Landesverband nach dessen Deal übergangen gefühlt hat. Die Sprecherin der Stendaler BUND-Gruppe, Susanne Bohlander, sagte MDR SACHSEN-ANHALT damals, dass man sich vom Landesverband im Stich gelassen fühle.

Noch eine Klage anhängig

Durch die Ankündigung der Verbandsgemeinde Seehausen ist beim Bundesverwaltungsgericht Leipzig derzeit somit nur noch eine Klage gegen das Bauvorhaben anhängig. Sie stammt von der Hansestadt Seehausen. Allerdings liegt auch hier bereits ein Entwurf für eine Einigung mit dem Land vor.

Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) hofft unter den derzeitigen Entwicklungen auf eine Fertigstellung der A14 bis 2025.

Quelle: MDR/fl

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 14. August 2019 | 05:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. August 2019, 10:37 Uhr

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1 Kommentar

14.08.2019 11:30 Purzel 1

Die A14 wird bei Fertigstellung 2025 für viele Menschen uninteressant sein. Bis dahin ist das Autofahren ( Benzin und Diesel) so teuer, dass nur noch Besserverdienende über Autos nachdenken. Den sie können sich die E-Mobilität ja leisten. Aber der Wähler ( besonders im Westteil von D) möchte ja unbedingt die Grünen an der Macht und dann einen grünen Bundeskanzler.

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