Dicke Rauchwolken über einem Waldgebiet.
In der Altmark mussten Feuerwehren zu Bränden an Gleisanlagen ausrücken. Bildrechte: MDR/Hanns-Georg Unger

Funkenflug Feuerwehr kämpft weiterhin gegen Großbrand bei Stendal

In der Altmark kämpft die Feuerwehr seit Dienstagvormittag gegen einen größeren Waldbrand. An der Bahnstrecke Stendal – Wittenberge waren mehrer Brände ausgebrochen. Die Löscharbeiten sollen noch bis in die Nacht dauern.

Dicke Rauchwolken über einem Waldgebiet.
In der Altmark mussten Feuerwehren zu Bränden an Gleisanlagen ausrücken. Bildrechte: MDR/Hanns-Georg Unger

An der Bahnlinie von Stendal nach Wittenberge kämpft die Feuerwehr weiterhin gegen einen Waldbrand. Nach Angaben der Leitstelle werden die Löscharbeiten noch bis in die Nacht dauern. Die Feuerwehrkräfte vor Ort wurden am Dienstagabend ausgewechselt.

Am Dienstagvormittag sind mehrere Brände ausgebrochen. Auf vier Kilometern Länge brennen zwischen Behrend und Seehausen mehrere Feuer. Rüdiger Kloth, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Seehausen, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, schätzte die betroffene Fläche auf rund 20 Hektar. Die Zugstrecke zwischen Osterburg und Wittenberge musste voll gesperrt werden. Die Bahn hat einen Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die ICE-Schnellstrecke bei Stendal ist laut Bahn von den Löscharbeiten nicht betroffen. Auch die Kreisstraße 1020 ist gesperrt.

Zum Problem wurde das Wetter: Der Wind hat stärker geweht. Vorsorglich wurden einige Bewohner des Ortsteils Behrend auf eine Evakuierung vorbereitet. Ob eine solche nötig werde, hänge davon ab, wie der Wind sich dreht, sagte der Bürgermeister. Laut behördlicher Gefahrenmeldung gibt es durch den Brand Sichtbehinderung und Geruchsbelästigung zwischen Osterburg und Seehausen.

Etwa 100 Kameraden im Einsatz

Feuerwehrleute in einem Wald bei Seehausen.
Etwa 100 Kameraden der Feuerwehr sind an den Löscharbeiten beteiligt. Bildrechte: MDR/Hanns-Georg Unger

Insgesamt sind zur Stunde 21 Feuerwehren in der Nähe von Seehausen mit insgesamt etwa 100 Kameraden und 30 Fahrzeugen im Einsatz. Vor allem Tanklöschfahrzeuge wurden angefordert, die aus Stendal und auch aus dem brandenburgischen Wittenberge zum Löschen des Brandes zur Bahnstrecke geschickt wurden. Auch Hubschrauber und ein Wasserwerfer der Landesbereitschaftspolizei kamen bei den Löscharbeiten zum Einsatz. Die Einsatzleitung hatte zudem eine Drone angefordert.

Nach Informationen der Leitstelle Altmark hatte die defekte Bremsanlage eines Güterzugs nahezu gleichzeitig mehrere Brände entlang der Bahnstrecke ausgelöst. Der Funkenflug setzte die Böschungen in Brand, von dort dehnten sich die Flammen in den Wald aus.

Quelle: MDR/ru,mh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 18. September 2018 | 13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. September 2018, 21:21 Uhr

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11 Kommentare

19.09.2018 22:34 Mirko von Ju 11

Liebe Leute!
Erstmal vielen Dank den Einsatzkräften.
Euch möchte ich nicht suchen!
Wer sich aufregt sollte sich die frage aller Fragen stellen,wer hilft mir oder wer Löscht mein Eigenheim,oder ,oder,oder.

19.09.2018 21:45 Guido Theek 10

Für die Zukunft man weiß nie vorher wo es in Waldgebieten mal brennt deshalb schlage ich vor dass vermehrt im Zusammenhang mit dem Neuaufforsten nicht Vergessen werden darf genügend Hydranten pro Forma für die Zukunft zu bohren und zu Setzen.

19.09.2018 05:23 David 9

Wie ist denn die Lage da im Moment?

Anmerkung MDR SACHSEN-ANHALT: Die Feuerwehr ist noch immer im Einsatz, große Brände gibt es aber nicht mehr. Weitere Infos findest du in unserem Morgenticker: https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/morgenticker-nachrichtenueberblick-mittwoch136.html