Beobachtungstum bei Tangermünde Neue Aussicht auf Elbe und mehr

Drei Jahre, nachdem der Beobachtungsturm des Nabu in der Elbaue bei Tangermünde durch Brandstiftung vernichtet worden war, wurde er wieder aufgebaut. Aus sieben Metern Höhe können nun Seeadler, Wiesen und Auenwälder bestaunt werden. Eine der ersten, die das genoss, war Umweltministerin Claudia Dalbert. Auch Schulklassen haben auf der Plattform Platz.

Dr. Peter Neuhäuser vom Nabu und Umweltministerin Claudia Dalbert stehen am Fuß eines Holzturmes und halten Seile in der Hand
Dr. Peter Neuhäuser vom Nabu und Umweltministerin Claudia Dalbert schwärmen von der faszinierenden Aussicht, die sich vom Beobachtungsturm aus bietet. Bildrechte: MDR/Andreas Müller

In der Elbaue bei Tangermünde können Naturfreunde jetzt wieder Seeadler und andere seltene Tiere beobachten, ohne sie zu stören. Der abgebrannte Beobachtungsturm des Nabu am sogenannten Bölsdorfer Haken ist neu aufgebaut worden. Aus fast sieben Metern Höhe bietet sich über den schützenden Deich hinweg ein faszinierendes Bild über Wiesen, Wasserlöcher und Auenwald.

Eine der ersten, die das Bild genoss, war Umweltministerin Claudia Dalbert. Sie sagte, dass sie den freien Himmel über der Altmark liebe. Sie finde es wichtig, den Menschen die Natur im Elbe Biosphärenreservat erlebbar zu machen. Mit dieser Erfahrung entwickle sich auch das Verständnis für die Sensibilität der Flussaue. Der Turm sei zugleich für den Tourismus in der Region eine Attraktion.

Frau schaut von Turm aus durch Fernglas in die Natur
Bildrechte: MDR/Andreas Müller

Das ist ja wirklich ein wildromantischer Platz. Das steckt voller Leben.

Umweltministerin Claudia Dalbert beim Blick durch das Fernrohr

Der Turm war 2016 durch Brandstiftung vernichtet worden. Er wurde von einer Zimmerei aus der Region mit 16 Festmetern Lärchenholz wieder aufgebaut. Die Plattform ist so groß, dass dort Schulklassen Platz finden. Sie werden vom Nabu-Elbezentrum in Buch betreut. Der Nabu hat im Rahmen eines Leader-Förderprojektes im Revier auch zwei Hektar Auenwald neu angepflanzt und schwimmende Inseln als Rastplatz für Flussseeschwalben angelegt.

Tiere in ihrem Lebensraum beobachten

Aussicht auf Elbaue bei Tangermünde
Auf dem neuen Turm haben auch Schulklassen Platz. Bildrechte: MDR/Andreas Müller

Dr. Peter Neuhäuser vom Nabu, sagte, der Turm sei ein Glanzpunkt in der abwechslungsreichen Natur- und Kulturlandschaft zwischen dem Kloster Jerichow, der Hansestadt Tangermünde und dem Dörfchen Buch mit dem Zentrum für Ökologie, Natur und Umwelt. Wer ein wenig Zeit mitbringe, könne Kormorane, See- und Fischadler vielleicht auch Biber und sogar Fischotter beobachten, ohne sie zu stören.

Der Turm wurde mit zahlreichen Informationstafeln zu den einzelnen Arten ausgestattet. Er kann mit dem Fahrrad von Tangermünde aus gut erreicht werden. Dort verläuft der Elberadweg teils sogar auf dem Deich. Von Buch aus wird eine Wanderung empfohlen.

Aussicht auf Elbaue bei Tangermünde
Blick auf die Elbaue bei Tangermünde Bildrechte: MDR/Andreas Müller

Quelle: MDR/agz

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 19. März 2019 | 09:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. März 2019, 18:24 Uhr

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2 Kommentare

20.03.2019 07:04 Anmerkor 2

Warum baut man den gleichen Turm wieder aus Holz?

Nach der Brandstiftung hätte man doch den selben Turm aus Stahl errichten können.

Zum eimen muss Holz dauerhaft gepflegt werden zum anderen kommt die Feuerwehr niemals zeitnah an den Turm zum löschen ran.

Aus Holz sieht nett aus ist aber rausgeworfenes Geld.

19.03.2019 16:13 Eckhard Jahn 1

Der Blick geht nicht auf die Elbaue bei Tangermünde sonder geht in Richtung Schelldorf über die überschwemmten Wiesen hinter dem Deich am Bölsdorfer Haken