Hochwasser oder große Unglücke Stendal hat neue Zentrale für den Katastrophenfall

Für den Fall eines großen Unglücks oder Hochwasser hat der Landkreis Stendal eine neue Kommandozentrale. Dort laufen im Ernstfall alle Fäden zusammen. Der Stab umfasst 200 Mitarbeiter, weitere sollen folgen.

Zentrale mit Einsatzkräften an Pulten mit vielen Monitoren
Mit der neuen Kommandozentrale ist der Krisenstab im Ernstfall in wenigen Minuten einsatzbereit. Bildrechte: MDR/Flora Hallmann

In Stendal ist am Montag eine neue Zentrale für den Katastrophenschutz eingeweiht worden. Der Raum für die Einsatzleitung bei Hochwasser oder großen Unglücken ist mit allen notwendigen Anschlüssen für die Kommunikation ausgerüstet. Im Einsatzfall werden dort die Experten der Hilfsorganisationen zusammengezogen, um das Geschehen zu koordinieren – von Feuerwehren bis Sandsäcken oder Straßensperrungen.

Menschen in Uniform und Schutzwesten sitzen bei einer Präsentation zusammen
Das Interesse bei der Einweihung war groß. Bildrechte: MDR/Flora Hallmann

Derzeit sind 200 Mitarbeiter des Landkreises Stendal zur Mitarbeit in diesem Stab berufen, weitere 80 sollen 2020 ausgebildet werden. Sie werden künftig in den neuen Räumlichkeiten in der Wendstraße realitätsnah trainieren und den Umgang mit der Technik erlernen.

Letzter Katastrophenfall beim Hochwasser 2013

Umfangreiche Erfahrungen auf diesem Gebiet hatte der Landkreis beim Hochwasser 2013 gesammelt. Damals war der Elbdeich in Fischbeck gebrochen und hatte mehr als 200 Quadratkilometer Land unter Wasser gesetzt. Daraufhin musste der Katastrophenfall ausgerufen werden. Bundeswehr, technisches Hilfswerk und diverse Rettungsdienste waren vor Ort im Einsatz.

Quelle: MDR/agz

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 24. Februar 2020 | 12:30 Uhr

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