Bienen am Eingang eines Bienenstocks.
Für möglicherweise infizierte Bienenvölker gelten strenge Regeln. Bildrechte: dpa

Amerikanische Faulbrut Bienenseuche auch im Landkreis Stendal ausgebrochen

Die Bienenseuche Amerikanische Faulbrut ist jetzt auch im Landkreis Stendal angekommen. Laut zuständigem Veterinäramt ist ein Bienenstand in Berkau bei Bismark betroffen. Es wird ein Sperrbezirk eingerichtet. Unterdessen soll der Sperrbezirk rund um Klötze im Altmarkkreis Salzwedel wieder verkleinert werden. Für Menschen ist die Bienenseuche ungefährlich.

Bienen am Eingang eines Bienenstocks.
Für möglicherweise infizierte Bienenvölker gelten strenge Regeln. Bildrechte: dpa

Im Norden des Landes gibt es einen weiteren Fall der Amerikanischen Faulbrut. Wie das zuständige Veterinäramt mitteilte, betrifft das einen Bienenstand in Berkau, einem Ortsteil der Stadt Bismark. Zur Bekämpfung der Seuche muss ein Sperrbezirk gebildet werden. Er umfasst den Bereich südwestlich von Bismark mit den Ortsteilen Berkau, Kremkau und Wartenberg und reicht bis in den Altmarkkreis Salzwedel.

Test im Labor
Die Amerikanische Faulbrut bei Nachweis im Labor Bildrechte: MDR/Doreen Jonas

Wie es weiter hieß, sollen sich alle Imker in diesem Bereich beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Stendal melden, damit ihre Bienenvölker untersucht werden können. Bienen und genutzte Gerätschaften müssen im Sperrbezirk bleiben. Der im Sperrbezirk gewonnene Honig könne allerdings uneingeschränkt genutzt werden.

Menschen seien für den Erreger nicht empfänglich, so das Amt. Eventuelle Fragen können an veterinaeramt@landkreis-stendal.de oder die Telefonnummer 03931 60 - 7712 gerichtet werden.

Amerikanische Faulbrut

Die Amerikanische Faulbrut ist eine Erkrankung der Bienenbrut und führt zum Absterben der Brut. Die Übertragung des Erregers erfolgt durch sehr widerstandsfähige und jahrelang überlebensfähige Sporen beim Kontakt zwischen Bienen oder beim Verbringen von Bienenvölkern sowie beim Austausch von Gerätschaften und Bienenprodukten.

Weiterer Sperrbezirk rund um Klötze

Erst Ende 2018 war die Bienenseuche auch im Altmarkkreis Salzwedel ausgebrochen. Mehr als 20 Bienenvölker mussten in Klötze und Umgebung getötet werden. Rund um die Stadt war zunächst ein Sperrbezirk von drei Kilometern gebildet worden, kurze Zeit später wurde dieser auf zehn Kilometer erweitert.

Auf Anfrage von MDR SACHSEN-ANHALT sagte die Sprecherin des Landkreises, Amanda Hasenfusz, der Sperrbezirk von zehn Kilometern solle noch vor Ostern aufgehoben werden – die drei Kilometer rund um Klötze würden allerdings weiterhin gelten.

Quelle: MDR/agz

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 17. April 2019 | 12:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. April 2019, 13:44 Uhr

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