Müll-Sammel-Aktion Wie ein Neunjähriger die Altmark aufräumt

Wo andere Schüler ihre Ferien genießen, ist der neunjährige Pepe auf besonderer Mission unterwegs. In der Altmark sammelt er gemeinsam mit seiner Familie Müll und wird so zum Vorbild.

Pepes Herz schlägt für eine saubere Umwelt. Der Neunjährige, der eigentlich Juan Pierre Malinke heißt, organisiert bereits seit drei Jahren Müllsammelaktionen in den Winterferien. "Ich liebe es, Müll zu sammeln", sagt der Junge, der ein Vorbild für viele Erwachsene sein könnte. Und ärgert sich zugleich: Es gibt Dreckschweine, die überall ihren Müll hinschmeißen." Ein weiterer Antrieb für Pepes Engagement sind die Tiere. Er sorgt sich, dass sie beim Verzehr von Plastikmüll ersticken können.

Seine Familie ist bei den Aufsammelaktionen immer dabei. Sie hilft, Freunde und Freiwillige über die sozialen Netzwerke mit ins Boot zu holen. Bei den Aktionen kommen schnell einige Anhänger voll Unrat zusammen. Pepe ist noch in der ganzen Ferienwoche zum Müll sammeln unterwegs. Die Aktion endet am 15. Februar am Haus der Flüsse in Havelberg. Dort wird dann ab 9 Uhr Müll gesammelt.

Müllsammelaktionen in den Winterferien "Müllengel": Aktion gegen Umweltsünder

Der neunjährige Pepe ist ein Vorbild: Wenn es darum geht, sich nicht nur über achtlos weggeworfenen Müll zu ärger, packt er stattdessen an. Er mobilisiert Freunde und Verwandten, mit ihm in den Ferien Müll zu sammeln.

Zwei Jungen auf einem Feldweg
Pepe (l.) und sein Kumpel Alexander haben zusammen mit den anderen Helfern vor allem an der Bundesstraße 189 viel Müll gefunden. Dort führen kleine Wege zu Kleingärten und Pferdekoppeln nahe Osterburg. Bildrechte: MDR/Alexander Klos
Zwei Jungen auf einem Feldweg
Pepe (l.) und sein Kumpel Alexander haben zusammen mit den anderen Helfern vor allem an der Bundesstraße 189 viel Müll gefunden. Dort führen kleine Wege zu Kleingärten und Pferdekoppeln nahe Osterburg. Bildrechte: MDR/Alexander Klos
Eine Frau sammelt mit einer Mülltüte Müll aus der Landschaft.
Die Mutter von Pepe, Bärbel Malinke, hat im hohen Gras nahe der B189 bei Osterburg eine Ladung Styropor gefunden. Das brüchige Material in den Müllsack zu bekommen, ist nicht einfach. Bildrechte: MDR/Alexander Klos
Ein Junge hält einen verrotteten Lampenschirm in der Hand.
Unglaublich, was manche Menschen in der Natur entsorgen: auch Lampen samt Leuchtmittel, deren Inhaltsstoffe gefährkich sein können. Bildrechte: MDR/Alexander Klos
Drei Menschen laden Müll auf einen Anhänger.
Es waren zwar nicht so viele Helfer wie sich angekündigt hatten: trotzdem wurde der Anhänger schnell voll. Er musste glücklicherweise in diesem Jahr nicht mehr so oft voll beladen zur Mülldeponie gefahren werden. Bildrechte: MDR/Alexander Klos
Ein Mann lädt Müll auf einen Anhänger.
Mit Schubkarre, Eimern und Handschuhen machten sich die Helfer an die Arbeit. In den Vorjahren sei die Verschmutzung stärker gewesen. Bildrechte: MDR/Alexander Klos
Zwei Jungen tragen eine Mülltüte und alte Kanister
Zwei leere Kanister schleppt Pepe zur Sammelstelle. Im vergangenen Jahr habe er an der selbe Stelle ein großes Ölfass gefunden. Bildrechte: MDR/Alexander Klos
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Quelle: MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 09. Februar 2020 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Februar 2020, 13:28 Uhr

1 Kommentar

seaking vor 8 Wochen

Klasse, was Pepe macht. Ich bin echt stolz auf ihn und sage schon mal, Daumen hoch. Ich tue es ihm fast gleich. Ich gehe nach der Arbeit Flaschen jeglicher Art sammeln.
Das hier die Länder und Kommunen einfach wegschauen, versteh wer will. Es gibt genügend Harz 4 Empfänger. Warum nicht diese verpflichten, den Müll einzusammeln?! Geld haben doch die Ämter allemal. Gleichzeitig durch Werbung dass Bewusstsein in den Köpfen der Menschen stärken, auf eine saubere Umwelt zu achten...

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