Kurzzeitgeschäft Was hinter dem Osterburger "Jemüschtwarenladen" steckt

In Osterburg haben eine Handvoll Freunde mit regionalen Partnern den "Jemüschtwarenladen" eröffnet. Das Besondere: Das Geschäft existierte nur zwei Wochen. Es soll neues Leben in die Innenstadt von Osterburg bringen. Ein Besuch

Leute stehen in einem Laden vor vollen Regalen
Lektüre, Gebasteltes und vieles mehr – das Kurzzeitgeschäft "Jemüschtwarenladen" in Osterburg fand kurz vor Weihnachten reges Interesse. Bildrechte: MDR/Alexander Klos

Kurz vor Weihnachten hat rund um Osterburg das Projekt "Jemüschtwarenladen" für Aufmerksamkeit gesorgt. Dabei handelt es sich um ein zweiwöchiges Experiment, für das sich eine Gruppe aus Rückkehrern, Zugezogenen und Daheimgebliebenen mit mehr als 20 regionalen Partnern zusammengeschlossen hatte. Die Idee: Mit dem "Jemüschtwarenladen" soll Osterburgs Innenstadt belebt werden.

Im Angebot: Jemüschtes aus der Region

Der "Jemüschtwarenladen" hatte für nahezu jeden Bedarf etwas im Angebot. So gab es dort regionale Lektüre, Klamotten, Kunsthandwerk aus Holz und Stein und sogar einheimisches Bier für kurze Zeit zu kaufen.

Lars Henning und Mario Wellner sind zwei der Freunde, die hinter dem Projekt stehen. Ihre Motivation: Mal etwas Neues ausprobieren und schauen, ob es funktioniert – eben auch mit regionalen Produkten. Vorbild sei die Aktion "Kunststück" in Seehausen gewesen. Auch dort hatte es im vergangenen Jahr zu Weihnachten ein Kurzzeitgeschäft gegeben, und die Resonanz war großartig. Deshalb habe man gedacht, warum nicht auch in Osterburg?

Wenn es in Seehausen funktioniert, kann es in Osterburg auch funktionieren.

Mario Wellner

Das Geschäft ganzjährig zu betreiben, ist für die Gruppe jedoch undenkbar. Schließlich sei das Projekt für alle neben der regulären Arbeit gelaufen. Zudem würde man dann gar nicht mit der Produktion hinterherkommen, und auch das Besondere an dem Laden würde verloren gehen, fürchtet Wellner, der eigentlich eine Baufirma hat.

Jemüschtes in der Osterburger Innenstadt

Leute stehen in einem Laden vor vollen Regalen
Das Kurzzeitgeschäft "Jemüschtwarenladen" fand kurz vor Weihnachten in Osterburg reges Interesse. Bildrechte: MDR/Alexander Klos
Leute stehen in einem Laden vor vollen Regalen
Das Kurzzeitgeschäft "Jemüschtwarenladen" fand kurz vor Weihnachten in Osterburg reges Interesse. Bildrechte: MDR/Alexander Klos
Kind steht an Tisch mit Steinen und Gebasteltem
Bei der jungen Kundschaft kam besonders Gebasteltes gut an ... Bildrechte: MDR/Alexander Klos
Uhr aus Holz steht neben roter Schreibtischlampe
... aber auch Kunsthandwerk ... Bildrechte: MDR/Alexander Klos
Mann steht in Raum mit regalen voll Bücher und Deko
... und regionale Lektüre gingen über den Ladentisch des Kurzzeitgeschäfts. Bildrechte: MDR/Alexander Klos
Frau steht an Tisch und lächelt
Sabrina Beyer und ihre Freunde hatten die Idee für das Projekt. Bildrechte: MDR/Alexander Klos
Mann steht in Laden mit Herrenhuther Sternen
Der "Jemüschtwarenladen" soll die Innenstadt von Osterburg nachhaltig beleben.

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 27. Dezember 2019 | 19:00 Uhr

Quelle: MDR/agz
Bildrechte: MDR/Alexander Klos
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Positiver Effekt für umliegende Geschäfte

Von dem Interesse an dem Pop-Up-Store scheinen die umliegende Geschäfte jedenfalls profitiert zu haben. Und Osterburgerin Jana Henning hofft auf Nachahmer: Sie könne jeder Kommune nur nahelegen, Kunsthandwerkern oder anderen Kreativen einen Laden für begrenzte Zeit zur Verfügung zu stellen. Unter Umständen würde so ein ganz anderer Kundenkreis angezogen.

Pop-Up-Store

Kleines Geschäft, das plötzlich existiert und nur wenige Tage geöffnet hat.

In Osterburg wurde die Idee von dem "Jemüschtwarenladen" gut angenommen. Der Plan ist, ihn zu Ostern wieder zu eröffnen. Idealerweise an anderer Stelle – weil in den Laden in der Breiten Straße schon neues Leben eingezogen ist.

Quelle: MDR/agz

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 27. Dezember 2019 | 19:00 Uhr

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