Neue Polizeiinspektion Stendal Mehr Personal, mehr Präsenz und höhere Erfolgsquote

In Sachsen-Anhalt nimmt die neue Polizeistruktur Formen an. Am Freitag kam Innenminister Holger Stahlknecht nach Stendal, um dort die Polizeiinspektion offiziell einzuweihen. Gemeinsam mit dem neuen Chef sprach er darüber, was die Reform für die Region bedeutet.

Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht und Stendals neuer Polizeidirektor Andreas Krautwald montieren das neue Dienststellenschild in Stendal
Teamwork: Innenminister Stahlknecht und Polizeidirektor Krautwald beim Anbringen des neuen Dienststellenschildes in Stendal Bildrechte: Alexander Klos

Innenminister Holger Stahlknecht hat sich am Freitag ein Bild von der neuen Polizeiinspektion Stendal gemacht. Bei seinem Besuch kündigte er an, vor Ort noch weiter investieren zu wollen. So solle künftig noch ein modernes Lage- und Führungszentrum entstehen. Den Angaben zufolge investiert das Land 2,3 Millionen Euro in den Standort. Insgesamt sollen bis zu 50 Mitarbeiter die Behörde mit den dazugehörigen Revieren steuern.

Perspektivisch werde man Anfang 2021 im gesamten Land 6.400 Kolleginnen und Kollegen haben. Das Ziel seien langfristig 7.000 Polizeibeamte, so Stahlknecht.

Dann haben wir wirklich genügend Polizeibeamte für ein weiterhin sicheres Land.

Holger Stahlknecht, Innenminister von Sachsen-Anhalt

Die neue Polizeistruktur in Sachsen-Anhalt umfasst statt der bisherigen drei Polizeidirektionen (Nord, Süd, Ost) künftig vier Polizeiinspektionen. Diese befinden sich in Stendal, Magdeburg, Dessau-Roßlau und Halle und orientieren sich an den Zuständigkeitsbezirken der Landgerichte. Durch die Struktur soll es mehr Personal, mehr Präsenz auf Sachsen-Anhalts Straßen und eine höhere Erfolgsquote bei Ermittlungen geben. Bis Ende 2020 soll sie schrittweise umgesetzt werden.

200 Polizisten mehr im Norden

Danach ist die neue Polizeiinspektion Stendal seit Januar 2019 für den Landkreis Stendal, den Altmarkkreis Salzwedel und das Jerichower Land zuständig. Chef der Inspektion ist Polizeidirektor Andreas Krautwald. Wenn 200 weitere Polizistinnen und Polizisten auf die Reviere verteilt sind, wird er insgesamt etwa 700 Mitarbeiter zur Verfügung haben, die zum Teil frisch von der Polizeischule Aschersleben kommen.

Krautwald sagte MDR SACHSEN-ANHALT, mit den zusätzlichen Polizisten solle die Grundversorgung verbessert und die optische Präsenz erhöht werden. So sollen Beamte nach einem Notruf möglichst innerhalb von 20 Minuten am Einsatzort sein. Zu den Schwerpunkten der polizeilichen Arbeit im Norden des Landes zählen dem Polizeidirektor zufolge Verkehrsüberwachung und Kriminalitätsbekämpfung, wie zum Beispiel das Aufdecken von Indoor-Hanfplantagen und Wohnungseinbrüchen.

Weitläufige Region

Dabei ist dem 53-Jährigen durchaus bewusst, dass sich die Altmark von den großen Städten wie Halle und Magdeburg unterscheidet: Beispielsweise rechne man bei Fußballspielen nur mit Einsätzen in begrenztem Rahmen so lange Lok Stendal noch nicht aufgestiegen sei. Auch bei Versammlungen vor Ministerien sei man außen vor.

Quelle: MDR/agz

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 18. Januar 2019 | 12:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Januar 2019, 13:39 Uhr

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15 Kommentare

20.01.2019 09:10 Ekkehard Kohfeld 15

@ Meditaor Verkaufen sie uns doch bitte nicht für dumm und tun so als ob der Ausländer generell krimineller sei als der gemeine Deutsche.##

Wissen sie Donald das sind amtliche Zahlen vom Statistisches Bundesamt,wollen sie jetzt behaupten unser Staat lügt?Und veröffentlicht bei "welt.de" doch Lügenpresse?

20.01.2019 08:47 Ekkehard Kohfelde 14

@ Meditaor 13 Verkaufen sie uns doch bitte nicht für dumm und tun so als ob der Ausländer generell krimineller sei als der gemeine Deutsche.##

Aber lieber Donald das heißt für sie sind,die Daten des Statistische Bundesamtes sind falsch?Und genau das steht doch in dem Bericht schon drin.

"Dieser Anteil ist im Vergleich zum Ausländeranteil in der Bevölkerung überproportional hoch"

sie müssen doch nicht so offensichtliche Fak - News verbreiten.Niemand kann dafür das sie es nicht wollen oder nicht verstehen.
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Ach ja: Auf meine mit Zahlen belegte Aussage, dass es so sicher wie lange nicht mehr in ST ist, sind sie wohl bewusst nicht eingegangen! Siehe Vergleich 2007 zu 2017.
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Richtig ich benutze lieber aktuelle und nicht veraltete.
siehe Bericht
"Statistisches Bundesamt Veröffentlicht am 12.12.2018"
Was sie da haben ist Schnee von vorvorgestern.

19.01.2019 18:49 Meditaor an Ekkehard (12) 13

Verkaufen sie uns doch bitte nicht für dumm und tun so als ob der Ausländer generell krimineller sei als der gemeine Deutsche.

Es ist ein rechte Milchmädchenrechnung, so zu tun, als wären alle Ausländer in deutschen Gefängnissen auch in Deutschland gemeldet, worauf ja ihre Bezugsgröße mit dem Ausländeranteil in der Bevölkerung abzielt. Millionen von Transitreisenden, kurzfristig hier tätigen, Pendlern und zum Zwecke der Kriminalität einreisenden Ausländer unterschlagen sie einfach!

Braunbären unterschlagen auch gerne, dass besonders viele Ausländer Untersuchungshäftlinge sind, was sich schlicht und ergreifend aus der angenommenen Fluchtgefahr ergibt. Weiterhin werden überproportional oft bei Ausländern für gleiche Delikte Haftstrafen ausgesprochen, die bei Deutschen mit Bewährung geahndet werden.

Ach ja: Auf meine mit Zahlen belegte Aussage, dass es so sicher wie lange nicht mehr in ST ist, sind sie wohl bewusst nicht eingegangen! Siehe Vergleich 2007 zu 2017.