Stendal Erster Unverpacktladen der Altmark eröffnet

Einkaufen, ohne dabei viel Müll zu produzieren  – das ist jetzt auch in Stendal möglich. In der Innenstadt hat am Montag der erste Unverpacktladen der Altmark eröffnet. Müsli, Nudeln oder Süßes können hier in mitgebrachten Gefäßen gekauft werden.

Yvonne Rissmann hat am Montag den ersten sogenannten Unverpacktladen der Altmark eröffnet. Mitten in der Stendaler Innenstadt können umweltbewusste Käufer im "MY Unverpackt" nun fast wie in einem Gemischtwarenladen vor 100 Jahren einkaufen.

In dem Laden in der Breiten Straße werden Ihnen Müsli, Nudeln oder auch Süßigkeiten in Gläsern angeboten. Die Kunden füllen sich die Waren nach Bedarf in ihre mitgebrachten Gefäße. Oder sie kaufen im Laden wiederverwendbare Gläser oder Baumwollbeutel verschiedener Größen. Dann wird gewogen und bezahlt.

Unverpacktladen in Stendal Lose Lebensmittel umweltbewusst einkaufen

Eine Frau in rotem Kleid steht vor Schütten mit Müsli, Cornflakes und Nudeln.
"MY Unverpackt"-Inhaberin Yvonne Rissmann vor Schütten mit Müsli, Cornflakes und Nudeln Bildrechte: MDR/Jan-Malte Wagener
Eine Frau in rotem Kleid steht vor Schütten mit Müsli, Cornflakes und Nudeln.
"MY Unverpackt"-Inhaberin Yvonne Rissmann vor Schütten mit Müsli, Cornflakes und Nudeln Bildrechte: MDR/Jan-Malte Wagener
Mann steht an Kasse eines Geschäfts und wird von einer Frau bedient.
Im dem neuen Laden in der Stendaler Innenstadt gibt es Unverpacktes und das alte Tee- und Gewürzsortiment. Bildrechte: MDR/Jan-Malte Wagener
Gummibärchen in Gläsern.
Auch Süßigkeiten werden einzeln und unverpackt angeboten. Bildrechte: MDR/Jan-Malte Wagener
Tüten mit Gewürzen in einem Regal.
Gewürze werden nach wie vor in Tütchen abgefüllt verkauft. Bildrechte: MDR/Jan-Malte Wagener
Große Gläser mit Teesorten auf einem Regal.
Auch verschiedene Teesorten stehen für die Kunden bereit. Bildrechte: MDR/Jan-Malte Wagener
Reis, Körner und Nudeln in großen Spendern an der Wand.
Die typischen Schütten eines Unverpacktladens: Mehl, Zucker, Müsli oder Nudeln können hier nach Bedarf abgefüllt werden – direkt in die mitgebrachten Boxen der Kunden.

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 13. August 2019 | 09:30 Uhr

Quelle: MDR/agz
Bildrechte: MDR/Jan-Malte Wagener
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Gummibärchen in Gläsern.
Auch Süßigkeiten werden einzeln und unverpackt angeboten. Bildrechte: MDR/Jan-Malte Wagener

Trend zu weniger Verpackungsmüll

Auf diese Art kann Verpackungsmüll vermieden werden, erklärt Rissmann. Tee und Gewürze werden aber weiterhin abgepackt verkauft. Die 44-Jährige übernimmt das Sortiment des Teegeschäfts, das vorher in den Räumen des neuen Unverpacktladens war.

Unverpacktläden gibt es deutschlandweit in immer mehr Städten. Der erste wurde vor fünf Jahren in Kiel eröffnet. In Sachsen-Anhalt bieten bisher Läden in Magdeburg und Halle diesen Service.

Quelle: MDR/agz

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 13. August 2019 | 09:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. August 2019, 09:02 Uhr

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2 Kommentare

13.08.2019 14:55 C.T. 2

Selbst 1000 solcher Läden irgendwo in den deutschen Provinzen werden etwas ändern. Überhaupt wird nichts, was wir hier in Deutschland durch Verzicht, Verbote oder Steuern "verbessern" wollen etwas ändern... Warum? Es gibt da die USA, 1,5 Mrd Chinesen, 1,5 Mrd Inder, ... und die alle machen was sie wollen. Da juckt es nicht im Geringsten, was hier in Deutschland passiert! Also was solls... lebt und genießt das hier und jetzt!

12.08.2019 15:11 Bernd 1

ja die Behaelter erinnern mich an die Tante Emma-Laeden im meiner Kindheit. Gummifiguren gab es aus dem Behaelter entsprechend der letzten Pfennige vom Taschengeld. Zum Milchladen ging es mit einer Kanne. Also fuehren wir das ein, was unsere Vorfahren schon hatten. Mal sehen ob bei uns auch so ein Laden oeffnet.

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