Zwischen Colbitz und Dolle Weiterbau der Autobahn 14 im Zeitplan

Trotz der extremen Hitze der vergangenen Tage geht der Ausbau der A14-Nordverlängerung voran. Auf dem achteinhalb Kilometer langen Teilstück zwischen Colbitz und Dolle liegt eine erste Tragschicht. Ab August wird dann die eigentliche Fahrbahn aus Beton aufgetragen.

A14-Baustelle zwischen Colbitz und Dolle
Die Fahrbahn der neuen A14 bei Colbitz ist seit kurzem mit einer Bitumenschicht versehen. Bildrechte: MDR/Andreas Müller

Der Weiterbau der Autobahn 14 in der Altmark liegt im Zeitplan. Das sagte Projektleiter Steffen Kauert am Dienstag MDR SACHSEN-ANHALT. Danach haben zwar Hitze und Trockenheit die Arbeiten zwischen Colbitz und Dolle/Tangerhütte erschwert, aber nicht verzögert.

Auf dem achteinhalb Kilometer langen Teilstück haben Bauleute begonnen, die Autobahn zu asphaltieren. Allerdings handele es sich dabei noch nicht um die eigentliche Straßendecke, sondern zunächst um eine etwa zehn Zentimeter starke Tragschicht aus Kies und Bitumen, sagte Kauert. Normalerweise nehme man dafür groben Schotter. Weil es den aber in der Altmark nicht gibt, habe man sich aus wirtschaftlichen Gründen für das Gemisch entschieden.

Neuartiges Verfahren zum Betonieren

Ab Anfang August soll dann die eigentliche Fahrbahn, eine Decke aus 26 Zentimeter starkem Beton, aufgetragen werden. Diese Kombination ist nach Angaben des Verkehrsministeriums noch nicht oft angewandt worden. Die riesigen Fertigungsmaschinen, die zwei Fahrspuren und den Standstreifen in einem Zug betonieren, stehen bei Colbitz schon in den Startlöchern. Im November 2020 soll dieser Autobahnabschnitt freigegeben werden.

Währenddessen sind die beiden großen Wildbrücken auf dem Abschnitt mit ihren Doppelröhren so gut wie fertig. Durch eine der Röhren wird bereits der Verkehr der B189 geleitet. In den nächsten Wochen würden die Brücken nun mit Erde abgedeckt. So sollen Tiere, wenn sie aus dem Wald kommen, fast unmerklich über die Autobahn geleitet werden, erklärt Projektleiter Kauert.

Brückenbau zwischen Dolle und Lüderitz

Auch auf dem knapp 15 Kilometer langen Nachbarabschnitt zwischen Dolle und Lüderitz gehen die Arbeiten voran. Dort soll in Kürze mit dem Bau der ersten von 18 Brücken und Querungen begonnen werden. Der eigentliche Streckenbau ist für kommendes Jahr vorgesehen. Die Schneise ist bereits geräumt, doch derzeit sind dort noch die Archäologen zugange.

Sachsen-Anhalt baut für die Nordverlängerung der A14 in Richtung Ostsee knapp 100 Kilometer Trasse. Bisher sind 5,6 Kilometer bei Colbitz fertig.

Quelle: MDR/agz

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 02. Juli 2019 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. Juli 2019, 14:08 Uhr

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4 Kommentare

05.07.2019 12:56 Andrea Alt 4

Die Bauzeiten sind durch die Grünen nur in die Länge gezogen worden ,letztlich wird ja doch gebaut Bliss viel teurer,aber gegen geistige Kleinrentner kämpfen selbst die Götter vergebens.110545

04.07.2019 09:44 Diethelm 3

Was hat man nur 63 Jahre ohne diese Autobahn gemacht?

03.07.2019 23:28 Enrico Pelocke 2

Schade um das viele Geld, was für diesen Unsinn verplempert wird. Besser wäre, dies für Verkehrswege auszugeben, die Strecke Magdeburg - Stendal - Wittenberge für 160 km/h auszubauen und dort stündlich Fernzüge anzubieten.

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