Urlaubsregion rund um Magdeburg Fünf Dinge, die Sie in Elbe, Börde und Heide kennen sollten

"Urlaub zu Hause" – seit kurzem steht dem nichts mehr im Wege. Jetzt dürfen Urlauber aus ganz Deutschland wieder in Sachsen-Anhalt gastieren. Wir zeigen, wo Sie sich am besten erholen können. Heute sind wir für Sie an der Elbe rund um Magdeburg, in der Börde und der Heide unterwegs und geben ein paar ausgewählte Tipps.

Urlaub zuhause: Das Ringheiligtum Pömmelte im Vollmondlicht
Ringheiligtum Pömmelte – die wohl mystischste Sehenswürdigkeit rund um Magdeburg Bildrechte: Klaus Degen | Grafik: MDR Annalise Batista/Pixabay

Glasklare Steinbrüche, endlose Radwege entlang der Elbe, die höchste Erhebung zwischen Magdeburg und der Ostsee – die Region um Magdeburg, Börde und die Heide bietet alles, was das Herz begehrt. Wir haben uns in der Region umgesehen und haben ein paar Tipps für Sie zusammengestellt, wo Sie im Sommer Erholung finden können.

Wo Sie Informationen finden

Einen Überblick über alle touristischen Ziele Sachsen-Anhalts in ihrer gesamten Facettenbreite finden Sie auf Seiten des Landes und zwar hier.

Die besten Tipps aus der Colbitz-Letztlinger-Heide gibt es hier. Ausflugsziele rund um Elbe, Börde und Heide finden Sie auf Seiten des Magdeburger Tourismusverbandes.

Wo Sie baden gehen können

Zum Sommer gehört das Baden dazu wie die Tanne zu Weihnachten. Möglichkeiten dazu finden sich in der Elbe-Heide-Region viele. Zum Beispiel rund um Plötzky und Gommern. Vor den Toren Magdeburgs erstrecken sich 24 ehemalige Steinbrüche, die heute mit Wasser gefüllt sind und zum Baden einladen. In einigen dieser Seen kann man sogar sehr gut tauchen.

Wer's eher entspannend mag, kommt im Solebad in Schönebeck auf seine Kosten. Im ältesten Soleheilbad Deutschlands können Sie die heilende Kraft der Natursole in Form von Badekuren erleben. Im anliegenden Park kann man bei einem anschließenden Spaziergang zur Ruhe kommen.

Ein Solebad gibt es auch in Staßfurt. Es ist sogar das einzige Binnensolfreibad in Mitteleuropa. Neben dem hohen Salzgehalt bietet es auch noch klares Wasser und einen Strand. Die Schwimmplattform mit Rutsche und der Spielplatz sind besonders für Kinder ein Anziehungspunkt. Auf der Sommerterrasse mit Seeblick kann man in aller Ruhe die Sonne genießen.

Wo Sie mit dem Rad unterwegs sein können

Ein Mann sitzt im Freilichtmuseum in Magdeburg-Randau vor einem Pfostenhaus.
Bildrechte: dpa

Immer eine Reise wert und definitiv kein Geheimtipp ist der Elberadweg. Ein paar der Standorte entlang des Weges, wollen wir aber vorstellen. Rechtselbisch zwischen Magdeburg und Schönebeck findet sich das Steinzeitdorf Randau. In dem Freilichtmuseum werden die Besucher in die Steinzeit zurückversetzt.

Elbaufwärts am anderen Ende von Magdeburg kann man die weltgrößte Trogbrücke besichtigen. Am Wasserstraßenkreuz treffen Elbe und der Mittellandkanal aufeinander inmitten naturbelassener Auen-Urwälder. Bei Führungen kann man mehr über die Technik der gigantischen Hebewerks- und Schleusen-Konstruktionen erfahren.

Hier können Sie entspannen

Erlebnisdorf Parey
Der Blick vom Seehotel im Erlebnisdorf Parey Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel

Ein Urlaubsparadies der besonderen Art ist das Erlebnisdorf Elbe-Parey im Jerichower Land. Direkt an einem See gelegen, umgeben von Elbauen, bietet das Erlebnisdorf mehrere Aktivitäten für die ganze Familie. Neben Tretbooten, einem Floß, Radtouren, Angeln und einem Erlebnisbad werden auch Entdeckungstouren in der Umgebung und durch die Tierwelt angeboten. Entspannung kann man hier auf einer der Terassen des Seehotels finden.

Wer insbesondere die Tierwelt in ruhiger Umgebung genießen will, wird im Naturpark Drömling in der Börde fündig. In dem Biosphärenreservat können Sie inmitten weiter Landschaften Blütenprachten, Insektenvölker und insbesondere Vögel beobachten.

Was Sie nicht verpassen dürfen

Schon aus Magdeburg ist er zu sehen: der Kalimandscharo. Die höchste Erhebung zwischen Magdeburg und der Ostsee kennen zwar viele vom Sehen und Hören, dass man ihn aber besuchen kann, nicht. Ab Anfang Juli sind wieder Wanderungen auf den 120 Meter hohen Kaliberg in Zieltitz möglich. Von hier aus sieht man nicht nur die Heide, sondern bei klarem Wetter sogar den Brocken.

Sachsen-Anhalt

So schön ist der Blick vom Kalimandscharo

Kalimandscharo - Eine Reise zum Kalibergwerk in Zielitz
Sachsen–Anhalt hat im Bereich Tourismus einiges zu bieten. Eines der Schätze ist zum Beispiel das Kalisalz. Das ist ein wichtiger Rohstoff, der in der Lebensmittelindustrie als Düngemittel eingesetzt wird. Bildrechte: MDR/Vesile Özcan
Kalimandscharo - Eine Reise zum Kalibergwerk in Zielitz
Sachsen–Anhalt hat im Bereich Tourismus einiges zu bieten. Eines der Schätze ist zum Beispiel das Kalisalz. Das ist ein wichtiger Rohstoff, der in der Lebensmittelindustrie als Düngemittel eingesetzt wird. Bildrechte: MDR/Vesile Özcan
Kalimandscharo - Eine Reise zum Kalibergwerk in Zielitz
Das Kalibergwerk in Zielitz ist nicht nur interessant für die Lebensmittelindustrie, sondern tatsächlich auch für Touristen. Es gibt nämlich die Kalimandscharo–Tour. Bei der Bergtour kann man den 120 Meter hohen Kalihügel besteigen und einen einzigartigen Ausblick genießen. Bildrechte: MDR/Vesile Özcan
Kalimandscharo - Eine Reise zum Kalibergwerk in Zielitz
Beim Rundgang über den Kalimandscharo gibt es neben dem schönen Ausblick auch Informationen von fachkundigen Bergführern über das Salz. Die Bergbauer geben Informationen weiter vom unter Tage Bau bis hin zu dem fertigen Produkt, was durch das Rohsalz gewonnen wird. Bildrechte: MDR/Vesile Özcan
Kalimandscharo - Eine Reise zum Kalibergwerk in Zielitz
Zu den Lieferregionen vom Kalisalz aus Zielitz gehören neben Europa auch Südamerika und Südostasien. Bildrechte: MDR/Vesile Özcan
Kalimandscharo - Eine Reise zum Kalibergwerk in Zielitz
Wer die Tour mitmachen möchte, sollte an Sonnenbrille und festes Schuhwerk denken. Alternativ kann man nach Absprache mit einem privaten Bus hinauffahren. Bildrechte: MDR/Vesile Özcan
Kalimandscharo - Eine Reise zum Kalibergwerk in Zielitz
Ob zu Fuß oder mit dem Bus, oben angekommen lohnt sich die Aussicht für alle Besucherinnen und Besucher. Bildrechte: MDR/Vesile Özcan
Kalimandscharo - Eine Reise zum Kalibergwerk in Zielitz
Jährlich werden 12 Millionen Tonnen Rohsalz gefördert. Bildrechte: MDR/Vesile Özcan
Kalimandscharo - Eine Reise zum Kalibergwerk in Zielitz
Zwei Millionen werden für die tatsächliche Produktion genutzt und die restlichen zehn Millionen Tonnen ergeben den Rückstand. Bildrechte: MDR/Vesile Özcan
Kalimandscharo - Eine Reise zum Kalibergwerk in Zielitz
Die gesamt Tour, inklusive Informationen zum Werk und der Landschaft in der Umgebung, dauert rund drei Stunden. Bildrechte: MDR/Vesile Özcan
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Wessen Herz nach besonderen Sehenswürdigkeiten schreit, der kommt außerdem in Pömmelte auf seine Kosten. Südlich von Magdeburg befindet sich nämlich das deutsche "Stonehenge". Das Ringheiligtum ist eine prähistorische Kreisanlage, die 300 Jahre lang als Kultstätte diente.

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Quelle: MDR/pat

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 08. Juni 2020 | 08:40 Uhr

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