Autobahn-Weiterbau Verkehrsminister: A14 wird bis 2022 fertig

Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel hat Aussagen über jahrelange Verzögerungen bei der Fertigstellung der A14-Nordverlängerung zurückgewiesen. Der Autobahnabschnitt soll 2022 fertig werden. Vor wenigen Wochen hatte das Bundesverkehrsministerium nicht ausgeschlossen, dass die A14 erst 2030 fertig gestellt werden könnte.

Thomas Webel steht vor Autobahnhinweisschildern
Verkehrsminister Webel hält an der Fertigstellung der A14 im Jahr 2022 fest. Bildrechte: dpa

Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel hält daran fest, dass die A14-Nordverlängerung bis 2022 fertig sein wird. Der CDU-Politiker wies im Interview mit MDR SACHSEN-ANHALT Aussagen über jahrelange Verzögerungen vehement zurück. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), hatte Mitte Dezember gesagt, dass die Autobahn möglicherweise erst 2030 von Magdeburg bis an die Ostsee durchgängig befahrbar sei. Webel zufolge ist das vom Bundesverkehrsministerium bereits richtig gestellt worden. Die Aussage des Staatssekretärs sei nicht korrekt.

Derzeit laufen die Bauarbeiten an dem A14-Abschnitt zwischen Colbitz und Dolle. Nach Angaben des Verkehrsministeriums sollen ab Sommer dann weitere 14 Kilometer bis nach Lüderitz entstehen. Insgesamt sollen in diesem Jahr etwas mehr als 22 Kilometer der A14-Nordverlängerung in Sachsen-Anhalt gebaut werden.

Bauarbeiten auch auf bestehender A14

Auch auf der bestehenden A14 stehen in Kürze neue Bauarbeiten an. Das sagte der Präsident der Landesstraßenbaubehörde, Uwe Langkammer, MDR SACHSEN-ANHALT. Noch im Januar werde damit begonnen, die Rastanlage Sülzegrund zwischen Magdeburg-Reform und Magdeburg-Sudenburg komplett umzubauen und zu erweitern. Die Kapazität werde verdoppelt.

Im April drohen Autofahrern neue Behinderungen. Laut Langkammer wird in Richtung Dresden zwischen Plötzkau und Könnern auf acht Kilometern die Fahrbahn erneuert. Zugleich starten dem Behördenchef zufolge Bauarbeiten in Richtung Magdeburg. Zwischen Tornau und Löbejün werde auch der Straßenbelag saniert.

Mehr zum Thema

Quelle: MDR/mh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 04. Januar 2018 | 12:00 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

2 Kommentare

05.01.2018 00:46 Enrico Pelocke 2

Die A14 ist das beste Beispiel, wie Politiker mit irgendwelchen Unsinn Zeit+Geld vertrödeln. Die wichtigen Dinge bleiben auf der Strecke: sichere Renten, gute leistungsfähige Verkehrswege, genug Schulen mit genug Lehrern. In dieser Relation gibt es keinen Bedarf für Fernreiseverkehr. Das beweist, daß seit 2002 die IR-Linie zwischen Magdeburg und Rostock eingestellt wurde und kurz danach nur an wenigen Tagen ein einziges IC-Zugpaar zwischen Leipzig und Rostock fährt. Mehr rentiert sich für die DB nicht. Für Güterzüge hätte diese Strecke auch genug freie Kapazitäten. Die Güter müssen nur in die Waggons geladen werden. Und da wollen die Quertreiber eine Autobahn bauen. Dafür gibt es keinen Bedarf. Die A14 beweist, daß die Verkehrtpolitik von Unfähigen gemacht wird. In Thüringen war es genauso: Die Thüringerwaldautobahn war längst fertig, als bei der Eisenbahn nach langem Baustopp entdlich weiter gebaut wurde.

04.01.2018 12:39 Otto Normal 1

Sachsen Anhalt und die A14:
Die A14 ist ein gutes Beispiel für das Leistungsgefälle eines Landes.
Der Süden ab A2 hat Autobahnen und der platte Norden braucht keine.
Da ist ja eh nichts außer Wiesen und Wälder und das gilt nicht nur für Autobahnen.
Übrigens sind auch die Bundesländer nördlich von SA und deren Industrie davon betroffen.

Mehr aus Sachsen-Anhalt