Straßenbau nach Schwerin Bund rechnet mit Verzögerung bei A14-Bau

Die A14 könnte erst 2030 fertig gestellt werden. Damit rechnet das Bundesverkehrsministerium. Sachsen-Anhalt hält dagegen an der bisherigen Planung fest: Die Arbeiten an der Autobahn zur Ostsee seien 2022 abgeschlossen.

Ein Bagger steht neben einem Baustellenschild
Das Land hält an der Fertigstellung der A14 im Jahr 2022 fest. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem

Der Bau der A14 könnte sich um weitere acht Jahre verzögern. Davon geht das Bundesverkehrsministerium aus und rechnet damit, dass die Autobahn erst im Jahr 2030 komplett fertiggestellt wird. Das sagte der Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) dem Norddeutschen Rundfunk. Damit stellt sich die Planung des Bundes gegen die aus Sachsen-Anhalt.

Der Sprecher des Verkehrsministerium in Sachsen-Anhalt, Peter Mennicke, sagte MDR SACHSEN-ANHALT am Freitag, Ziel sei weiterhin, dass der Verkehr auf der A14 im Jahr 2022 durchgehend rolle. Dann soll die Autobahn von Magdeburg nach Schwerin fertig sein. Mennicke verwies darauf, dass seit diesem Sommer an der Anschlussstelle bis Tangerhütte gebaut wird. Für den danach folgenden Abschnitt bis zur Anschlussstelle Lüderitz habe man Ende November grünes Licht vom Bundesverkehrsministerium bekommen. Seitdem liefen die Bauvorbereitungen, im Sommer 2018 soll der erste Spatenstich folgen. Auch für alle verbleibenden Anschlüsse liefen die Vorbereitungen "seit Jahren auf Hochtouren". "Wir gehen davon aus, dass im nächsten Jahr alle Planfeststellungsbeschlüsse vorliegen", so Mennicke weiter.

Auf einer Landkarte vom Norden Sachsen-Anhalts ist ein geplanter Bauabschnitt der A14 eingezeichnet
Am Abschnitt Colbitz – Tangermünde wird seit August gebaut. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Bauarbeiten seit 2011

Staatssekretär Ferlemann hatte zu bedenken gegeben, dass einige Planfeststellungsverfahren bestanden werden müssten. Auch gehe er davon aus, dass weitere Klagen von Umweltverbänden ins Haus stünden.

Der Bau der A14 von Magdeburg nach Schwerin begann 2011. Es ist derzeit eines der größten Verkehrsprojekte in Deutschland. In Zukunft soll die A 14 von Nossen über Leipzig und Magdeburg bis nach Wismar führen. Doch der Bau verzögert sich immer wieder. Grund sind Klagen und Umweltauflagen. Seit diesem Sommer wird der Abschnitt bis nach Tangermünde gebaut. Im Sommer 2018 soll der Weiterbau bis nach Lüderitz erfolgen. Für Sachsen-Anhalt geht es um 97 Kilometer zwischen Magdeburg und Wittenberge.

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Quelle: MDR/sp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 22. Dezember 2017 | 15:00 Uhr

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5 Kommentare

23.12.2017 09:25 Nordharzer 5

Die Bauzeit ist im gesamten Verfahren der kürzeste Abschnitt. Gegen Klagen, insbesondere von Umweltverbänden, kann man eh im Vorfeld wenig ausrichten.

23.12.2017 08:57 Ernst 4

Wer an eine Fertigstellung der A14 bis 2022 glaubt muss aber stark leichtgläubig sein.Bis Heute scheint ja noch nicht einmal der Verlauf über die Elbe klar zu sein .Da werden die Grünen aber noch ein gewaltiges Wort mit Reden wollen!Sie werden vermutlich wieder ein paar Frösche finden die selten sind(Sie gönnen ja den Störchen nichts).Bis die A14 komplett fertig sein wird gehen vermutlich noch Jahrzehnte ins Land.Traurig aber vermutlich war.

22.12.2017 20:51 vor Rentenantritt 3

Wäre schön, wenn ich die Autobahn nicht erst als Rentnerin nutzen könnte. Außerdem kann ich mir dann vielleicht kein Auto mehr leisten.

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