Windstärke 12 Wenig Schäden nach Orkantief "Eberhard" in Sachsen-Anhalt

Der Deutsche Wetterdienst hatte vor Sturm und Glätte im südlichen Sachsen-Anhalt gewarnt. Tief "Eberhard" sollte schwere Sturmböen und orkanartige Böen bringen. Sachsen-Anhalt kam glimpflich davon. Der Wetterdienst hatte die zweithöchste Unwetterwarnung herausgegeben. Die Feuerwehren im Burgendlandkreis und im Harz mussten mehrfach wegen entwurzelter Bäume ausrücken.

Wolken über Calbe
Mammatuswolken, am Sonnabend beobachtet von Lena Klatt über Calbe Bildrechte: Lena Klatt

Der Deutsche Wetterdienst hatte vor einem neuen Sturm im südlichen Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen gewarnt. Das Orkantief "Eberhard" sorgte seit dem späten Sonntagnachmittag für Sturmböen und sogar orkanartige Böen. Für Lagen über 600 Meter wurde eine Unwetterwarnung vor Orkanböen herausgegeben. Außerdem soll es deutlich kälter werden. Im Harz werde es bis auf 300 Meter herab schneien, so DWD-Meteorologe Thomas Hain: "Erst der Sturm, dann die Kälte."

In Sachsen-Anhalt wurde bis zum Sonntagabend vergleichsweise wenig Schaden angerichtet. Die Feuerwehr-Leitstelle im Harz sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Kameraden seien zu 35 Einsätzen wegen entwurzelter Bäume ausgerückt. Auch die Leistelle im Burgenlandkreis sagte, es sei bei Baumschäden geblieben. Personenschäden gab es nicht. Wegen des Sturmes hatte die Brockenbahn am Sonntagnachmittag ihren Betrieb eingestellt.

Bilder: Orkantief "Eberhard" und "Dragi"

Mammatuswolken im Salzland
Sturm im Doppelpack: "Eberhard" und "Dragi" fegten am Wochenende über Sachsen-Anhalt. Diese beeindruckenden Mammatuswolken hat Jens Hasse in Welsleben im Salzland fotografiert Bildrechte: Jens Hasse
Mammatuswolken im Salzland
Sturm im Doppelpack: "Eberhard" und "Dragi" fegten am Wochenende über Sachsen-Anhalt. Diese beeindruckenden Mammatuswolken hat Jens Hasse in Welsleben im Salzland fotografiert Bildrechte: Jens Hasse
Wulferstedter Mühle während des Unwetters
Die Wulferstedter Mühle während des Unwetters am Sonnabend – aufgenommen von Frank Hinke Bildrechte: Frank Hinke
Wolken über Calbe
Mammatuswolken über Calbe – aufgenommen von Lena Klatt am Sonnabend Bildrechte: Lena Klatt
Ein durch starken Wind zerstörtes Windrad bei Freckleben im Salzlandkreis
Bei Freckleben in der Nähe von Aschersleben im Salzlandkreis hat Sturmtief "Dragi ein Windrad zerstört. Bildrechte: MDR/Hanns-Georg Unger
Ein durch starken Wind zerstörtes Windrad bei Freckleben im Salzlandkreis
Zerstörtes Windrad bei Freckleben im Salzlandkreis Bildrechte: MDR/Hanns-Georg Unger
Ein durch starken Wind zerstörtes Windrad bei Freckleben im Salzlandkreis
Zerstörtes Windrad bei Freckleben im Salzlandkreis Bildrechte: MDR/Hanns-Georg Unger
Ein durch starken Wind zerstörtes Windrad bei Freckleben im Salzlandkreis
Zerstörtes Windrad bei Freckleben im Salzlandkreis Bildrechte: MDR/Hanns-Georg Unger
Schnee und Strum auf dem Brocken
Heftiger Schneefall und die Unwetterwarnung vor Orkanböen haben den Tourismus auf dem Brocken am Sonntag lahmgelegt. Bildrechte: MDR/Matthias Strauss
Schnee und Strum auf dem Brocken
Den Harzer Gipfel steuert auch die Brockenbahn nicht an. Bildrechte: MDR/Matthias Strauss
Schnee und Strum auf dem Brocken
Der Grund sind meterhohe Schneeverwehungen auf der Strecke und ein eingeschneiter Brockenbahnhof. Bildrechte: MDR/Matthias Strauss
Schnee und Strum auf dem Brocken
Die Harzer Schmalspurbahnen teilten auf ihrer Internetseite mit: "Aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen ist die Betriebsaufnahme auf der Strecke zwischen Schierke und Brocken derzeit unbestimmt." Bildrechte: MDR/Matthias Strauss
Schnee und Strum auf dem Brocken
Auch die Wanderwege und Straßen sind wie leergefegt. Bildrechte: MDR/Matthias Strauss
Schnee und Strum auf dem Brocken
Zu den wenigen Wagemutigen die am Sonntag trotzdem unterwegs waren, gehörten zwei junge Frauen aus Kassel und Berlin. Bildrechte: MDR/Matthias Strauss
Schnee und Strum auf dem Brocken
Sie hatten im Brockenhotel übernachtet: "Es hatte gehagelt, gewittert und es tobte ein Orkan mit 160 km/h. Es hat ordentlich gekracht heute Nacht , erzählten sie. Und auch für die nächsten Stunden sieht es nicht besser aus. Bildrechte: MDR/Matthias Strauss
Schnee und Strum auf dem Brocken
Der Deutsche Wetterdienst hatte ausdrücklich vor dem Unwetter gewarnt. Bildrechte: MDR/Matthias Strauss
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Bergzoo schließt, Bahn erwartet Störungen

"Eberhard" erinnere an das Sturmtief "Friederike", das im Januar 2018 in der Region schwere Schäden angerichtet hatte, so Hain. Das Tief sei etwa gleich stark, habe eine ähnliche Ausdehnung und Zugbahn.

Schwere Gewitter und Sturmböen am Sonnabend

Ein durch starken Wind zerstörtes Windrad bei Freckleben im Salzlandkreis
Ein durch den Sturm zerstörtes Windrad in Freckleben im Salzlandkreis Bildrechte: MDR/Hanns-Georg Unger

Bereits am Sonnabend waren schwere Gewitter und Sturmböen über Teile Mitteldeutschlands gezogen. Sachsen-Anhalt kam dabei vergleichsweise glimpflich davon. Wie MDR SACHSEN-ANHALT von den Rettungsleitstellen erfuhr, hatten die Feuerwehren im Süden des Landes und im Harz einige Einsätze. Bei Schierke musste eine Straße wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden.

In Freckleben bei Aschersleben im Salzlandkreis wurde ein Windrad beschädigt.

In einigen Orten Sachsens und Thüringens fiel der Strom aus. Nach Polizeiangaben wurden im Südwesten Sachsens Bäume, Telefonmasten und Verkehrsschilder umgeworfen. Auf der Bahnstrecke Leipzig-Hof kam der Verkehr zeitweise zum Erliegen, nachdem ein Baum auf eine Oberleitung gestürzt war. In der Erfurter Innenstadt wurden Dächer teilweise abgedeckt.

Quelle: dpa,MDR/mp/dg

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – das Radio wie wir | 10. März 2019 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. März 2019, 06:51 Uhr

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