Newsblog | 01.04.2020 Halle will italienische Intensivpatienten betreuen

Um den Coronavirus weiter einzudämmen, soll in Sachsen-Anhalt das Kontaktverbot verlängert werden. Zudem wird in Halle die Betreuung italienischer Intensivpatienten vorbereitet. Das und mehr im Newsblog.

Klinikum Bergmannstrost, Halle
Bildrechte: imago images / Steffen Schellhorn

Die Entwicklungen vom Donnerstag:

Die wichtigsten Infos im Überblick:

20:40 Uhr | Blogende

An dieser Stelle machen wir Feierabend für heute. Morgen entscheidet der Landtag über eine Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen. Weitere Themen sind der coronabedingte Nachtragshaushalt und ein landesweiter Bußgeldkatalog. Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut durch die Nacht.

20:00 Uhr | Alle ZASt-Bewohner sollen getestet werden

Nach Corona-Fällen werden nun alle Migranten in der Erstaufnahme-Einrichtung in Halberstadt auf das Virus getestet. Das teilte das Landesverwaltungsamt MDR SACHSEN-ANHALT mit. Um die Ausbreitung des Erregers zu erschweren, dürften sich die Bewohner auch nicht mehr zwischen den drei Wohnblocks bewegen. Die Asylbewerber zeigten sich verständnisvoll. In der Zentralen Aufnahmestelle (ZASt) in Halberstadt ist inzwischen bei drei Migranten das Virus nachgewiesen worden. Seit dem Corona-Fall vergangene Woche steht die Flüchtlingsunterkunft unter Quarantäne.

19:30 Uhr | 806 Infizierte, 257 wieder genesen

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen bis Mittwochnachmittag (Stand 15.45 Uhr) laut Sozialministerium auf 806 Fälle gestiegen. Das waren 30 mehr als am Vormittag, wie das Ministerium in Magdeburg mitteilte. Acht infizierte Menschen sind der Übersicht zufolge bislang gestorben, 73 Patienten würden im Krankenhaus behandelt. Außerdem sind nach Schätzungen bisher 257 Infizierte im Land wieder genesen.

19:10 Uhr | Sachsen-Anhalt zahlt 43 Millionen Euro an Kliniken

Sachsen-Anhalt zahlt die Krankenhaus-Fördermittel für das gesamte Jahr als Gesamtbetrag im April aus. Das hat das Sozialministerium angekündigt. Mit den 43 Millionen Euro soll die Liquidität der Kliniken sichergestellt werden. Das Land kommt damit einer Bitte der Krankenhausgesellschaft nach. Sachsen-Anhalt ist nach Nordrhein-Westfalen das zweite Bundesland, das die Gelder in einem Mal auszahlt. Den Kliniken fehlen Einnahmen, weil sie planbare Operationen absagen, um die Betten für Corona-Patienten frei zu halten.

Hintereingang zum Universitätsklinikum Magdeburg.
Fördermittel an Sachsen-Anhalts Krankenhäuser sollen vorzeitig ausgezahlt werden. Bildrechte: imago/Christian Schroedter

18:51 Uhr | Magdeburg: Kaiser-Otto-Preis und Software-Konferenz verschoben

Die Corona-Krise bringt weitere Veränderungen in den Veranstaltungskalendern. Wie Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper am Mittwoch mitteilte, wird die diesjährige Verleihung des Kaiser-Otto-Preises „bis auf Weiteres“ ausgesetzt. Der Preis sollte ursprünglich am 25. Mai an den rumänischen Staatspräsidenten Klaus Johannis verliehen werden. Nun wurde die Organisation abgebrochen.

Auch die Magdeburger Developer Days, eine der größten Konferenzen für Softwareentwickler, kann nicht wie geplant stattfinden. Den Organisatoren zufolge wurde die Veranstaltung von Mai auf den Spätsommer verschoben. Außerdem kündigten sie eine zusätzliche Konferenz an: Sie soll bereits am 18. und 19. April stattfinden – und zwar per Live-Video. Organisator Michael Blume sagte MDR SACHSEN-ANHALT: "Die Sprecher sitzen zu Hause, das Auditorium sitzt zu Hause. Deswegen Corona-sicher."

18:20 Uhr | Nur noch einzelne Verstöße gegen Corona-Verordnung

Die jüngsten Kontrollen der Polizei und Ordnungsämter haben nur noch wenige Verstöße gegen die Corona-Landesverordnung ergeben.

  • Die Landeshauptstadt Magdeburg sprach in einer Mitteilung von "wenigen Einzelfällen", die die rund 400 Kontrollen am Dienstag hervorgebracht hätten. So habe sich etwa an einem Kiosk eine Gruppe von elf Personen versammelt. Diese müssten nun mit einer Anzeige rechnen.
  • Laut der Stadt Halle wurden dort am Dienstag 14 Strafanzeigen gestellt. Die gut 700 Kontrollen hätten vor allem unerlaubte Personenansammlungen gezeigt.

Rathaus in Halle, im Vordergrund ist eine Flagge mit dem Stadtwappen.
In Halle wurden am Dienstag 14 Strafanzeigen gestellt. Bildrechte: dpa

18:00 Uhr | Vier italienische Patienten sollen nach Halle kommen

Die Aufnahme von italienischen Corona-Patienten in Sachsen-Anhalt steht offenbar kurz bevor. Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand sagte am Mittag, die Kliniken Bergmannstrost und das Elisabethkrankenhaus hätten bereits am 27. März eine Anfrage der Gesundheitsbehörde der Lombardei erhalten – und dieser zugestimmt. Es gehe um vier Intensivpatienten. Auch der Katastrophenschutzstab der Stadt erhob demnach keine Einwände. Laut Wiegand laufen aktuell Gespräche zwischen den Kliniken und dem Land, wie die Patienten transportiert werden sollen.

17:45 Uhr | Jessen und Schweinitz: Kritik an zu vielen Quarantäne-Ausnahmen

Im Landkreis Wittenberg gibt es Kritik an der für die Orte Jessen und Schweinitz angeordneten Quarantäne. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT bemängeln Einwohner, dass es zu viele Ausnahmeregelungen gibt. Landkreis-Sprecher Ronald Gauert sagte dazu MDR SACHSEN-ANHALT am Mittwoch, die Ausnahmen seien im Krisenstab gemeinschaftlich entschieden worden, um in Jessen ein bisschen Normalität zu erhalten. So gebe es Firmen im Ort, die wichtige Arbeitgeber in der Region seien. Hinzu kämen Sonderregelungen für Pflegekräfte, Kurier-und Paketdienste sowie Handwerker-Notdienste. Außerdem erteile man auch im Einzelfall Ausnahmegenehmigungen.

Der Landkeis Wittenberg kündigte an, dass die Polizei die Einhaltung der Quarantäne stärker kontrolliert. Damit solle beispielsweise verhindert werden, dass Leute von außerhalb nach Jessen zum Einkaufen fahren. Am Mittwoch vor einer Woche wurde für Jessen und Schweinitz im Landkreis Wittenberg eine Quarantäne verhängt bis zum 10. April. Die betroffenen 8000 Einwohner können seit Donnerstag ihre Stadt nicht mehr verlassen.

17:30 Uhr | Halle warnt vor verdächtigen SMS vom Ordnungsamt

In Halle sorgen vermeintliche SMS-Nachrichten vom Ordnungsamt für Verunsicherung. Oberbürgermeister Bernd Wiegand erklärte, dass es am Dienstag erstmals Hinweise von Bürgern auf verdächtige Nachrichten gegeben hätte. Sie seien an Personen in Quarantäne gegangen und sollen im Namen des Ordnungsamtes mit Strafen gedroht haben. Wiegand stellte klar:

Das Ordnungsamt kommuniziert niemals per SMS und fordert auch nicht zu Geldzahlungen auf.

Bernd Wiegand, Oberbürgermeister

16:32 Uhr | Landesregierung: Kontaktbeschränkung mindestens bis 19. April

Die aktuell geltende Kontaktbeschränkung wird bis zum 19. April verlängert – soll also über Ostern und weit darüber hinaus gelten. Die Sachsen-Anhalter müssen sich wegen des Corona-Virus damit weiter an die bestehenden Kontakt- und Ausgangsregelungen halten. Das teilte die Landesregierung am Mittwoch mit. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) habe sich darauf mit seinen Amtskollegen der Länder und der Bundesregierung geeinigt. Morgen will die Landesregierung die Verlängerung beschließen. Bisher galt die Kontaktbeschränkung vorläufig bis Sonntag.

Hier die geltenden Regeln noch einmal im Überblick:

16:11 Uhr | So viele Krankschreibungen wie noch nie?

Vergangene Woche sorgte Klemens Gutmann für Aufsehen. In Sachsen-Anhalt seien momentan so viele Arbeitnehmer krankgeschrieben wie nie zu vor, hatte der Präsident des Arbeitgeberverbandes behauptet und den Bund aufgefordert, die Lohnfortzahlung teilweise zu übernehmen. Andernfalls würden viele Unternehmen in weitere Schwierigkeiten geraten. Doch wie drastisch ist der Anstieg von Krankschreibungen tatsächlich, wie lässt er sich in Zahlen belegen? Stephan Schulz hat für MDR SACHSEN-ANHALT bei den großen Krankenkassen nachgefragt – und da relativiert sich das Bild.

Demnach hat die AOK von ihren Versicherten für den Monat März rund 33.300 Krankenscheine zugeschickt bekommen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus an Krankschreibungen von rund 20 Prozent. Die Zahlen könnten sich noch verändern, weil Arbeitnehmer sieben Tage Zeit haben, ihre Krankenscheine einzureichen. Allerdings verzeichnete zum Beispiel die IKK Gesund plus im ersten Quartal sogar 10 Prozent weniger Krankschreibungen. Die Technikerkrankenkasse hat mitgeteilt, dass es derzeit die normale Phase grippaler Infekte gibt. Ein Allzeithoch an Krankschreibungen sei nicht erkennbar. Die Barmer hat noch keine Zahlen vorliegen.

15:51 Uhr | Covid-19-Fälle - wie werden die Zahlen halbwegs vergleichbar?

Bei den Fallzahlen der Corona-Erkrankungen werden die wieder genesenen Patienten nicht ausgeklammert. Vor allem in den sozialen Medien wird das kritisiert. Doch für die Zählweise gibt es einen wichtigen Grund. Das erklärt unsere Grafik hier.

#MDRklärt Deshalb werden auch genesene Patienten bei den Corona-Fällen mitgezählt

Deshalb werden auch genesene Patienten bei den Corona-Fällen mitgezählt
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Deshalb werden auch genesene Patienten bei den Corona-Fällen mitgezählt
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Die Anzahl gibt nicht die Menschen an, die aktuell infiziert sind, sondern alle, die das Coronavirus haben oder gehabt haben.
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Eine Infizierung muss gemeldet werden, eine Genesung nicht.
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Deshalb kann die Zahl der Menschen, die wieder gesund sind, nur geschätzt werden.
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Würde man die geschätzte Zahl der Genesungen von der bestätigten Zahl der Erkrankungen abziehen, wäre das Ergebnis nicht zuverlässig und vergleichbar.
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Eine mögliche Lösung: Beide Zahlen angeben und darauf verweisen, dass eine Zahl eine Schätzung ist.
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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 01. April 2020 | 06:00 Uhr

Quelle: MDR/mx
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15:32 Uhr | Halle: Nach Covid-19-Fall im Pflegeheim alle Bewohner negativ

In Halle befinden sich nach Covid-19-Fällen weiterhin zwei Pflegeheime in Quarantäne. Jedoch konnte Oberbürgermeister Bernd Wiegand am Mittwoch auch eine hoffnungsvolle Nachricht verkünden: Die Tests der 24 Bewohner der Einrichtung "Haus am Theater" seien allesamt negativ ausgefallen. In der Einrichtung hatte sich ein Pflege-Mitarbeiter infiziert.

Unter Quarantäne steht nach Angaben der Stadt auch weiterhin das Heim im Johannes-Jänicke-Haus. Wiegand nannte die Lage dort "angespannt, aber stabil". Auch dort war bei einer Pflegerin Covid-19 festgestellt worden. Hier fielen die anschließenden Tests bei 22 Bewohnern und neun Mitarbeitern ebenfalls positiv aus. In der Einrichtung gebe es zwei Mal täglich ärztliche Visiten, so der Oberbürgermeister.

Derweil gab es nach Stadtangaben auch im Diakoniekrankenhaus Halle einen Covid-19-Fall. Ein Arzt der Geriatrie sei positiv getestet worden. Bei allen Bewohnern und Mitarbeitern der Station, die nun unter Quarantäne steht, wurden daraufhin Abstriche genommen. Die Ergebnisse stünden aber noch aus.

14:56 Uhr | "Haltet durch, wir halten auch durch"

Und zwar im Kleiderschrank. Da hat unser Radio-Politikreporter Stephan Schulz seinen neuen Lieblingsort gefunden, weil es so ziemlich der einzige Platz in seiner Wohnung ist, der für seine Aufnahmen annähernd Studio-Akustik gewährleistet. Denn aktuell sind auch viele Reporter von MDR SACHSEN-ANHALT im Homeoffice, um unnötige Kontakte im Funkhaus zu vermeiden. Also Schrank zu und Aufnahme starten.

14:39 Uhr | Medizinstudenten sollen in Kliniken einspringen können

Seit Montag ist es möglich, auch Medizinstudenten während der Corona-Pandemie für den Einsatz in Kliniken heranzuziehen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte eine entsprechende Verordnung unterzeichnet. Für Sachsen-Anhalt hat das Sozialmiministerium nun den Weg frei gemacht, dies auch zu ermöglichen. So können Medizinstudenten mit erstem Staatsexamen zu diesem Zweck ihr Praktisches Jahr (PJ) vorziehen und das zweite Examen erst im April 2021 ablegen. Pressesprecher Andreas Pinkert sagte MDR SACHSEN-ANHALT am Mittwoch, die Prüfungen fänden zwar wie geplant auch jetzt im April statt. Wer aber erst im kommenden Jahr geprüft werden wolle, könne sofort ins Praktische Jahr. Das zweite Staatsexamen müsse dann 2021 nachgeholt werden.

14:21 Uhr | Tracking-App soll helfen – mit Datenschutz

In anderen Ländern ist die Überwachung per Smartphone eine Möglichkeit, schnell zu erfassen, wo sich Infizierte aufgehalten haben und mit wem sie sehr wahrscheinlich Kontakt hatten – so etwa in Südkorea. Solche Bewegungsdaten für die Corona-Eindämmung auszuwerten, bringt jedoch gewaltige Datenschutzprobleme mit sich. Eine App, die datenschutz-konform funktioniert, soll hier helfen. Gestern hatten wir es bereits kurz erwähnt, und wir wissen bislang, dass 130 Forscher aus acht Ländern, darunter aus Deutschland, seit März an einer solchen Tracking-App arbeiten.

Die App soll messen, wie nahe sich Smartphones kommen. Stellt sich dann heraus, dass ein Smartphone-Besitzer nachweislich infiziert ist, werden alle Smartphones benachrichtigt, die so nah und so lange Kontakt hatten, dass eine Ansteckung wahrscheinlich ist. Die Experten schätzen, dass 60 Prozent der Bevölkerung die App nutzen sollten, damit die Ausbreitung eingedämmt werden kann. Infektionsketten sollen damit schneller als bisher aufgedeckt werden.

13:58 Uhr | Vereine bieten Sport-Tipps für daheim

Bei vielen Kindern im Land geht es wöchentlich normalerweise mehrmals zum Sport, sei es zum Fußball, Handball oder zur Gymnastik-AG. Doch wegen des Corona-Virus ist auch dabei alles anders. Ausgleich schaffen mittlerweile einige Vereine, die Anleitungen per Video auf Youtube liefern oder per Videochat zum Bewegungstraining animieren. Kollege Daniel George hat sich angeschaut, wer dahinter steht und was sich die Trainer verschiedener Vereine haben einfallen lassen. Hier geht es zum Artikel.

Und so sieht das Training in den eigenen vier Wänden oder im Garten bei vielen Kindern und Jugendlichen aus.

13:30 Uhr | Börde-Gemeinde sendet Dank an alle Kinder-Betreuer

Die Gemeinde Hohe Börde hat sich am Mittwoch mit einem Dankesschreiben an die Öffentlichkeit gewandt. Es richtet sich an alle Erzieherinnen und Erzieher, die derzeit die Notbetreuung in den Kitas und Horten stemmen. Bürgermeisterin Steffi Trittel erklärt darin, der Dank sei wichtig, da die Mitarbeiter durch den engen Kontakt mit den Kindern große Verantwortung tragen. Einige hätten zu Hause ältere Verwandte oder Menschen anderer Risikogruppen. 

Kaum eine andere Berufsgruppe ist täglich ohne Mundschutz, ohne Handschuhe im Körperkontakt mit so vielen anderen Menschen wie unsere Erzieher bei ihrer Arbeit mit den Kindern. Es ist nachvollziehbar, dass dabei auch die Angst vor einer Infektion täglich mit im Dienst ist.

Steffi Trittel, Bürgermeisterin Gemeinde Hohe Börde

Erzieher sitzen in einem Kreis auf Stühlen bei einer Fortbildung.
Dieses Erinnerungsbild hat die Bürgermeisterin ins Dankesschreiben an die Erzieher der Gemeinde gepackt: Es zeigt die Kollegen bei einer Fortbildung im Frühjahr. Bildrechte: Gemeinde Hohe Börde

12:56 Uhr | Insgesamt 776 bestätigte Infektionen im Land

Die Zahl der am Corona-Virus Infizierten in Sachsen-Anhalt liegt aktuell bei 776. Davon werden 65 Menschen im Krankenhaus behandelt. Acht Infizierte sind bisher im Land an Covid-19 gestorben. Die Zahlen für die Landkreise und Städte hat Ihnen unser Datenspezialist Manuel Mohr anschaulich in einer Grafik zusammengefasst.

12:22 Uhr | Übermittlung von Corona-Daten lückenhaft

Bei der Übermittlung der Corona-Daten aus Sachsen-Anhalt an das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin gibt es Pannen. Wie die Pressesprecherin des Gesundheitsministeriums in Magdeburg, Ute Albersmann, MDR SACHSEN-ANHALT am Mittwoch mitteilte, sind die Daten bisher zwei Mal nicht angekommen. Der Fehler liege in Berlin und nicht beim Landesamt für Verbraucherschutz, das die Daten in ein System einpflege. Das RKI versuche, das Problem zu lösen. Das Ministerium sichert sich bis dahin ab und will die Daten in der Zwischenzeit auch per Email nach Berlin senden.

11:57 Uhr | Nach Kritik: Harzsparkassen-Mobile fahren wieder

Wegen des Coronavirus hatte die Harzsparkasse ihre beiden mobilen Geschäftsstellen zuletzt in der Garage gelassen. Wie Pressesprecher Sascha Neuhäuser MDR SACHSEN-ANHALT erklärte, wollte das Unternehmen verhindern, "dass wir Corona-Viren von einer Haltestelle in die andere übertragen". Der Schutz sei das vorrangige Ziel gewesen.

Es gibt eben Serviceunternehmen wie zum Beispiel eine Bank, oder eine Sparkasse, von denen erwartet werden kann, dass das Leben weiterläuft, auch unter diesen erschwerten Bedingungen.

Ute Pesselt, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Vorharz

Dagegen regte sich Widerstand. Bürgermeisterin Pesselt sagte, es müsse auch in dieser Situation den Bürgern auf dem Land möglich gemacht werden, ihre Geldgeschäfte höchstpersönlich zu regeln. Nach Gesprächen zwischen den Bürgermeistern aus dem Landkreis, dem Harzsparkassenvorstand und dem Landrat wurde nun entschieden, die mobilen Sparkassen-Automaten wieder durch den Harz fahren zu lassen. Nach jedem Halt soll desinfiziert werden. "Wir versuchen, alles Mögliche zu tun", so Sparkassen-Sprecher Neuhäuser.

Hier gibt es eine Übersicht, wann die weiß-roten Mobile der Harzsparkasse in den einzelnen Orten Station machen.

Warteraum im Inneren des Sparkassenbusses Mansfeld-Südharz mit Überweisungsträgern und einem Briefkasten
Hier können Sparkassenkunden ihre Geldgeschäfte erledigen – auch in der Corona-Krise. Bildrechte: MDR/Maria Hendrischke

11:35 Uhr | Fischer beklagen Umsatzrückgang

Auch den Fischern im Land bereitet die Corona-Krise Sorgen. Sie hatten bisher eigentlich selten Absatzprobleme. Doch der Verkauf von Frischfisch ist in Tagen des Abstandhaltens erschwert. Es kämen weniger Kunden. Und das hat Folgen, weil die Kosten trotzdem entstehen. "Die fixen Kosten laufen ja weiter, die Pacht muss gezahlt werden und die Fische müssen gefüttert werden, sonst sterben die Fische und am Ende bleibt gar nichts", sagte Detlef Thiele, Geschäftsführer des Landesfischereiverbands Sachsen-Anhalt (Kabelsketal/Saalekreis).

Derzeit breche die Hälfte, wenn nicht zwei Drittel der Erlöse weg. "Und das wird in absehbarer Zeit nicht besser, eher noch schlechter werden." Zum Verband in Sachsen-Anhalt gehören 22 hauptberufliche Fischereibetriebe.

11:10 Uhr | Handballfestival in Aschersleben abgesagt

Das Open-Air-Handballfestival "Megawoodstock" in Aschersleben ist wegen der Coronavirus-Krise vorerst abgesagt worden. Das Turnier war eigentlich für den 17. bis 19. Juli geplant – mit Teilnehmern vom Profi- bis in den Amateur-Bereich. Nach Angaben der Veranstalter soll das Event zu einem späteren Termin nachgeholt werden. Da aktuell weder trainiert noch ein Festival organisiert werden könne, sei dies die einzige Alternative gewesen.

10:28 Uhr | Sorgentelefon des Klinikums Uchtspringe

So mancher fühlt sich in der aktuellen Situation einsam und isoliert. Diesen Menschen möchte das Salus-Fachklinikum Uchtspringe ab heute mit einem Sorgentelefon helfen. Als Gesprächspartner stehen der Klinik zufolge Psychologen zur Verfügung, die sonst in der Tagesklinik tätig sind. In den vergangenen Tagen haben den Angaben zufolge vermehrt Menschen ohne akute Erkrankung in der Fachklinik angerufen, weil sie einfach reden wollten. Soziale Kontakte seien im Normalfall ein Schutzfaktor gegen psychische Probleme, so eine Ärztin des Klinikums Uchtspringe.

So erreichen Sie das Sorgentelefon Das Sorgentelefon wird von Montag bis Freitag zwischen 8:00 und 15:00 Uhr angeboten. Die Nummer lautet: 039325 70-6795.

Hilfe gibt es außerdem auch bei der Telefonseelsorge. Die Mitarbeiter haben momentan deutlich mehr zu tun als sonst. Welche Fragen aufkommen und wie die Mitarbeiter helfen, lesen Sie hier:

10:18 Uhr | Polizeibulli zum Selberbasteln

Falls Sie und Ihre Kinder mal eine kreative Pause vom Homeschooling brauchen – die Polizei Halle hat da etwas Passendes. Einen Polizeibulli zum Selberbasteln:

09:56 Uhr | Wo Kreative Hilfe bekommen

Musiker, Veranstalter oder Autoren: Sie alle leiden aktuell unter abgesagten Konzerten, Messen oder Lesungen. Der Bund rechnet in der Kreativwirtschaft mit Ausfällen von insgesamt bis zu 28 Milliarden Euro. Doch es gibt auch Hilfe vom Bund, den Ländern und von einzelnen Kommunen und Institutionen. Eine Übersicht dazu finden Sie hier:

09:32 Uhr | Haseloff: Ostdeutsche besser für Corona-Krise gewappnet

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sieht Ostdeutsche besser für den Umgang mit der Corona-Krise gewappnet als die Menschen in Westdeutschland. Haseloff sagte der Zeitung "Die Welt", ältere Ostdeutsche seien "sturmerprobt, was Ausnahmesituationen betrifft". Zudem sei der Osten besser darin, zu improvisieren. Man habe bereits viele Krisen bewältigt.

Dazu, dass es gegen die Kontaktbeschränkungen bisher im Osten weniger Verstöße gibt als im Westen, sagte Haseloff:

Reiner Haseloff
Bildrechte: CDU Sachsen-Anhalt

Staatliche Autorität wird auf dem Gebiet der ehemaligen DDR offenbar stärker akzeptiert als im Westen. In der alten Bundesrepublik wurden die Individualrechte aus gutem Grund immer hochgehalten und auch stark gelebt. Aber im Moment dienen die Freiheitsbeschränkungen ja der Rettung von Menschenleben.

Ministerpräsident Reiner Haseloff

09:10 Uhr | Weiter Diskussion um Fahrplan für Abi-Prüfungen

Auf unserer Website und in sozialen Netzwerken wird seit Anfang der Woche ein Thema viel diskutiert: Das Bildungsministerium hat erlaubt, dass Zwölftklässler in Sachsen-Anhalt in dieser Woche das sogenannte Vorabi schreiben können – also die letzten Klausuren vor dem Abitur. Manche Lehrer finden das angesichts der Corona-Krise unverantwortlich, auch die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) übt Kritik.

Matthias Rose vom Landeselternrat hat ebenfalls kritische Nachfragen zum Vorabi: Vieles sei nicht geklärt. So sei zum Beispiel offen, wie viele Schüler in einem Raum sitzen dürften. Für Rose ist klar: "Die Klausuren zu diesem Zeitpunkt bedeuten eine Durchbrechung der Schutzmaßnahmen". Unklar sei aber auch, ob ein späterer Zeitpunkt wirklich günstiger gewesen wäre.

Das ganze Gespräch mit Matthias Rose hören Sie im Podcast "Was bleibt":

08:47 Uhr | #HarzHerz in der Corona-Krise

Auch im Harz bangen Unterkünfte, Restaurants und Tourismus-Attraktionen um ihre Zukunft. Denn touristische Reisen nach Sachsen-Anhalt sind wegen des Coronavirus aktuell verboten. Wie Sie Betroffene in der Branche unterstützen können, ist jetzt auf einer neuen Internetseite zusammengefasst. Alle Infos dazu finden Sie hier.

08:19 Uhr | Wie die Pandemie die Mibrag trifft

In der Braunkohle-Industrie im Süden Sachsen-Anhalts sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie ebenfalls angekommen. Die Entwicklungen treffen damit eine Branche, die ohnehin schon vor einem gewaltigen Strukturwandel steht. Wie viele andere Unternehmen will die Mibrag ebenfalls die Kurzarbeitergeld-Regelungen nutzen. Nach Angaben eines Sprechers ist zuletzt der Strombedarf der Wirtschaft ringsum die Mibrag gesunken. Zudem machen Niedrigpreise bei Erdöl und Erdgas der Braunkohle Konkurrenz. Die Kohle solle aber weiterhin in den beiden Tagebaue Profen und Schleenhain gefördert werden.

07:46 Uhr | Volkswagen verlängert Produktionspause

Bei Volkswagen wird die Produktionspause um einige weitere Tage verlängert. Wie der Autobauer mitteilte, soll die Pause nun mit der Nachtschicht auf den 20. April enden. VW hatte die Produktion am 20. März gestoppt, der Fertigungsstopp sollte ursprünglich bis zum 9. April dauern. Außerdem wurde für Zehntausende Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet. Grund sind die anhaltend sinkende Nachfrage sowie Probleme in der Lieferkette.

Ein Volkswagen-Mitarbeiter schraubt an einer Karosserie
Die Produktionspause trifft auch viele Arbeitnehmer, die von Sachsen-Anhalt aus zum VW-Werk in Wolfsburg pendeln. Bildrechte: dpa

07:27 Uhr | Was sich zum April verändert

Mit dem neuen Monat treten neue Regelungen in Kraft – und auch hier hat einiges mit dem Coronavirus zu tun. Die Übersicht finden Sie hier:

06:54 Uhr | IG Metall kritisiert Regeln für Kurzarbeit

In Sachsen-Anhalt haben wegen der Corona-Pandemie bisher rund 9.700 Unternehmen Kurzarbeit angemeldet – und damit etwa jede fünfte Firma. Das hat die Arbeitsagentur bekannt gegeben.

Von der IG Metall Niedersachsen/Sachsen-Anhalt kommt derweil Kritik an der Corona-Regelung zur Kurzarbeit. Bezirksleiter Thorsten Gröger spricht von einem "schwerwiegenden Konstruktionsfehler". Demnach werden Arbeitgebern mit Kurzarbeit rückwirkend zum 1. März die Beiträge zur Sozialversicherung zurückerstattet – inklusive dem Anteil der Beschäftigten. Dies sei ungerecht, das Geld müsse an die Beschäftigten weitergegeben werden.

60 Prozent des Nettolohns reichen nicht für Miete und Lebenshaltungskosten.

IG Metall Niedersachsen/Sachsen-Anhalt

06:36 Uhr | Keine Maskenpflicht in Sachsen-Anhalt

Deutschland diskutiert momentan über Sinn und Unsinn einer Mundschutzpflicht. Thüringen war in der Frage gestern vorgeprescht. Denn während die Bundespolitik eine deutschlandweite Mundschutzpflicht bislang ablehnt, sieht es in Teilen des Freistaats anders aus. Die Stadt Jena und der Landkreis Nordhausen wollen das Tragen einer Schutzmaske in vielen öffentlichen Bereichen ab der kommenden Woche zur Pflicht machen. In Sachsen-Anhalt ist eine solche Regelung derzeit allerdings kein Thema. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hält eine solche Verordnung für nicht umsetzbar.

Wir haben Pro und Contra zum Thema aufbereitet. In Kurzform: Je mehr Menschen Masken tragen, desto mehr Schutz gibt es. Das große Problem dabei: Es sind aktuell viel zu wenige Masken in Deutschland vorhanden – und sie werden vor allem in den Kliniken und Arztpraxen dringend gebraucht.

#MDRklärt Pro/Contra Mundschutz

Mundschutzmasken werden zur Pflicht in einigen Regionen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das große Missverständnis ist, dass die meisten Masken den Träger nicht schützen. Trotzdem gibt es Vorteile.

Pro/Contra Mundschutz
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Pro/Contra Mundschutz
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Masken schützen andere vor dem Virus.
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Die meisten Masken schützen nicht den Träger. So kann ein falsches Gefühl von Sicherheit entstehen.
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Je mehr Menschen Masken tragen, desto mehr Menschen sind geschützt
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Mundschutzmasken sind Mangelware und werden von Medizinern benötigt.
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Texttafel: "Mehr Erklärgrafiken und -videos auf Instagram @mdrklaert"
Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 31. März 2020 | 14:00 Uhr

Quelle: MDR/mx
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Mehr regionale Hintergründe, Analysen und Fakten finden Sie auf unserem Erklärkanal #mdrklärt drüben bei Instagram.

06:20 Uhr | Drei weitere Corona-Fälle in ZASt Halberstadt

In der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber (ZASt) in Halberstadt gibt es drei weitere bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Das berichten Volksstimme und Mitteldeutsche Zeitung und berufen sich auf das Landesverwaltungsamt in Halle. Demnach sind drei Männer aus Kamerun positiv auf das Virus getestet worden. Sie hätten Kontakt zu dem Mann gehabt, bei dem das Virus vergangene Woche nachgewiesen worden war.

Die Männer wurden den Angaben zufolge in eine Corona-Quarantänestation nach Quedlinburg gebracht. Als Reaktion auf die weiteren Infektionen sollen nun alle Bewohner der ZASt auf das Virus getestet werden.

ZAST Halberstadt
Vergangene Woche war die ZASt nach der ersten bekannt gewordenen Infektion unter Quarantäne gestellt worden. Das betrifft rund 850 Menschen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

05:56 Uhr | Baubranche bisher von Corona-Krise verschont

Sachsen-Anhalts Baubranche ist von den Auswirkungen der Corona-Krise bislang verschont geblieben. Der Präsident der Landesstraßenbaubehörde, Uwe Langkammer, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, Sanierungsarbeiten an Autobahnen hätten pünktlich begonnen. Auch von der Gewerkschaft IG Bau heißt es, bisher seien keine Ausfälle auf Sachsen-Anhalts Baustellen bekannt. Der Bauindustrieverband Ost warnt allerdings vor späteren Folgen – möglich seien Lieferverzögerungen und Engpässe.

05:38 Uhr | Haseloff erwartet Verlängerung des Corona-Kontaktverbots

Grillfeste und Shoppingtouren bleiben voraussichtlich noch länger verboten. Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Merkel (CDU) wollen sich heute darüber abstimmen, wie es mit den Kontakteinschränkungen weitergeht. Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) geht von einer Verlängerung aus. Es gebe war erste Anzeichen, dass die Beschränkungen wirken. Sie verfrüht zu lockern, wäre aber "fatal", so Haseloff. Die Beschränkungen gelten seit etwas mehr als einer Woche und enden eigentlich am kommenden Sonntag.

Die Anzahl bestätigter Infektionen ist in Sachsen-Anhalt nach wie vor vergleichsweise gering. Sie liegt bei 752 Fällen. Das entspricht rund 34 Infizierten pro 100.000 Einwohnern. Das ist eine der geringsten Quoten aller Bundesländer.

05:29 Uhr | Corona bringt Zeitplan für Stadtwache in Magdeburg durcheinander

Eigentlich sollte heute die gemeinsame Stadtwache von Polizei und Ordnungsamt in Magdeburg so richtig starten. Durch die Corona-Pandemie verzögert sich dies nun allerdings. Nach Angaben eines Stadtsprechers wurde der Eröffnungstermin für die gemeinsame Anlaufstelle verschoben – auf zunächst unbekannte Zeit. Allerdings sind Polizei und Ordnungsamt bereits zusammen auf den Straßen unterwegs. Sie kontrollieren, ob die Corona-Ausgangsbeschränkungen eingehalten werden. Mit den gemeinsamen Streifen soll die Sicherheit in Magdeburg erhöht werden.

05:18 Uhr | Bahnhof Köthen wieder am Netz

Seit dem frühen Morgen ist der Bahnknoten Köthen im Kreis Anhalt-Bitterfeld wieder am Netz – nach mehr als neun Monaten Sperrung und Bauarbeiten. Nun ist nicht nur die Stadt selbst wieder direkt an den Bahnverkehr angeschlossen. Auch die Intercity-Züge zwischen Hannover, Magdeburg, Halle und Leipzig können wieder ohne Umleitungen rollen und sind somit kürzer unterwegs. Zudem gibt es wieder regelmäßige Direktverbindungen zwischen Halle und Magdeburg.

Allerdings wirkt sich die Corona-Krise auch auf dieses Projekt aus: Denn zunächst gilt ein ausgedünnter Fahrplan im Nah- und Regionalverkehr. Wie das Verkehrsministerium mitteilte, soll auf den Bahnstrecken in Sachsen-Anhalt planmäßig in der Regel nur noch jeder zweite Zug fahren. Bis auf Weiteres gilt der Wochenendfahrplan.

Bahnexperte André Plaul hat hier noch mal alles im Detail aufgeschrieben:

05:10 Uhr | Sachsen-Anhalt will Italien helfen

Petra Grimm Benne
Sozialministerin Petra Grimm-Benne Bildrechte: IMAGO

Auch in Sachsen-Anhalt könnten bald schwer erkrankte Corona-Patienten aus Italien behandelt werden. Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sagte, dass der Pandemiestab der Landesregierung das aktuell prüft. Konkret gehe es um Intensivpatienten aus Mailand, die mit Hilfe der Bundeswehr in das Spezialkrankenhaus Bergmannstrost in Halle geflogen werden sollen. Um wie viele Menschen es sich handeln könnte, sagte Grimm-Benne nicht. Zuletzt hatten schon mehrere andere Bundesländer Corona-Kranke aus besonders betroffenen EU-Staaten wie Italien oder Spanien aufgenommen – zum Beispiel Sachsen.

05:01 Uhr | Die Entwicklungen des Dienstags

Schönen guten Morgen! Heute ist Mittwoch, der 01. April 2020. Auch heute halten wir Sie in unserem Newsblog über das Neueste in Sachsen-Anhalt zur Corona-Pandemie auf dem Laufenden.

Die Entwicklungen vom Dienstag können Sie in unserem Newsblog von gestern nachlesen:

Quelle: MDR/kb

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 01. April 2020 | 05:00 Uhr

4 Kommentare

konstanze vor 8 Wochen

Geh ich jetzt recht in der Annahme, dass ich mir nun unbedingt eine FFP 2 oder FFP 3 Maske besorgen muss, um mich maximal zu schützen ?
Schließlich ist mein Gegenüber, nach dem heutigen Beschluss, nicht dazu verpflichtet einen Mund-und Nasen-Schutz zu tragen, um mich zu schützen.

Denkschnecke vor 8 Wochen

Erstens: Davon können Sie ausgehen, dass schwerkranke italienische Patienten nur auf freie Kapazitäten untergebracht werden. Wem unterstellen Sie, anderes vorzuhaben?
Zweitens: Der von Ihnen geschilderte Fall ist tragisch, aber leider vielleicht gar kein Schwachsinn, wenn so verhindert wird, dass in die Reha-Klinik der SARS-CoV-2-Erreger eingeschleppt wird und unkontrolliert ausbricht. Auch in der Reha-Klinik sind keine gesunden, sonderen eventuell anfälligere Personen untergebracht. Schauen Sie sich doch an, was in Seniorenheimen in Würzburg und Wolfsburg passiert ist.

harzer vor 8 Wochen

Hilfe ist gut; Hauptsache , dass für die eigene Bevölkerung auch noch Platz in den KH. ist.
Von mir ein Kumpel seine Frau hatte einen schweren Schlaganfall, Lag in der Uni in MD,jetzt ist sie zur Reha, er kann nicht telefonieren,da sie nicht sprechen kann! Er durfte sie nicht einmal sehen! In meinen Augen abartig, das hilft nicht bei der Genesung der Frau. Mein Kumpel ist fix und fertig. Muss so ein Schwachsinn sein?

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