Newsblog | 05.05.2020 Tourismus und Gastronomie können im Mai wieder starten

Nach wochenlanger coronabedingter Pause lässt Sachsen-Anhalts Landesregierung Tourismus und Gastronomie wieder anlaufen. Vom 15. Mai an dürfen Ferienhäuser und -wohnungen wieder an "Einheimische" vermietet werden. Restaurants sollen ab 22. Mai öffnen dürfen. Außerdem: Kurklinik in Arendsee dank finanzieller Hilfe vom Bund erst einmal gerettet. Diese und weitere Entwicklungen im Newsblog.

Camping
Bildrechte: MDR-Grafik | Colourbox.de

Die wichtigsten Infos im Überblick:

19:00 Uhr | Newsblog schließt

Das war der Newsblog am Dienstag mit aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Sachsen-Anhalt. Morgen geht es hier ab 06:30 Uhr weiter. Das Online-Team von MDR SACHSEN-ANHALT wünscht einen angenehmen Abend.

18:35 Uhr | Dehoga reagiert verhalten auf Lockerungspläne

Die von Sachsen-Anhalts Landesregierung angekündigte Lockerung der Corona-Beschränkungen für Gastronomie und Tourismusbranche gehen dem Gastgewerbeverband Dehoga nicht weit und schnell genug. Landeschef Michael Schmidt kritisierte "man geht den spätestmöglichen Weg". Ihm fehle außerdem ein konkretes Datum für die Hotels. Für die Gastronomen sei die Perspektive aber grundsätzlich zu begrüßen.

Das Kabinett hatte heute beschlossen, dass Ferienhäuser und Restaurants im Mai ihren Betrieb unter Auflagen wiederaufnehmen dürfen. In einer zweiten Stufe sollen dann auch Hotels wieder öffnen dürfen – ein konkretes Datum gibt es dafür allerdings noch nicht. Wirtschaftsminister Armin Willingmann begründete die Unterscheidung zwischen Ferienwohnungen und Hotels mit der Möglichkeit der autarken Versorgung in Ferienwohnungen.

Das findet Schmidt jedoch nicht plausibel: "Wenn ich das Restaurant nicht öffne und den Gästen das Frühstück auf's Zimmer bringe, wo ist dann der Unterschied zwischen Hotel und Ferienwohnung?" Ebenso kritisch sieht der Dehoga-Chef die Unterschiede der Regelungen in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, wo die Gaststätten schon ab kommendem Montag öffnen dürfen. Er fürchte einen riesigen Spagat, gerade für den Harz. Die Region sei für die Branche äußerst wichtig. Wirte würden nun befürchten, Gäste an die niedersächsische Seite zu verlieren.

Panorama-Ausblick im Harz zum Sonnenuntergang
Dehoga-Chef Schmidt fürchtet durch die aktuellen Corona-Regelungen Einbußen für den Ost-Harz. Bildrechte: Daniel French

18:19 Uhr | Den regionalen Gegebenheiten Rechnung tragen – RKI zur Kritik an Lockerungen

Ist die Kritik an den Lockerungen, die Sachsen-Anhalt beschlossen hat, berechtigt? Dazu hat sich heute der Präsident des Robert-Kochs-Instituts (RKI), Lothar Wieler, auf der Pressekonferenz zur aktuellen Lage Corona-Situation in Deutschland geäußert.

Wieler antwortete auf die Frage, ob sich die Lockerungen, beispielsweise in Sachsen-Anhalt,  negativ auf die Infektionsentwicklung auswirken könne: "Ich kann die Begebenheiten vor Ort von hier aus nicht betrachten. Prinzipiell ist es so: Wenn wir lockern, steigt die Chance, dass es wieder Neuinfektionen gibt."

Man müsse aber auch den regionalen Kapazitäten und Gegebenheiten immer weiter Rechnung tragen. "Das ist aus meiner Sicht eine der großen Stärken eines föderalen Systems. Die Menschen vor Ort müssen die Infektionen beherrschen und sie wissen sicher am besten, wie sie es tun können", so Wieler. Man müsse regional aber sensibel genug sein, um schnell reagieren zu können, wenn es wieder Ausbrüche der Infektionen gebe. Das Robert Koch-Institut veröffentlicht täglich Situationsberichte zur Entwicklung der Corona-Infektionen.

Lothar Wieler
RKI-Präsident Lothar Wieler vertraut den Experten vor Ort. Bildrechte: dpa

17:58 Uhr | Ärzte rufen zum Tragen von Masken in ihren Praxen auf

Die niedergelassenen Ärzte in Sachsen-Anhalt haben zum Maskentragen in ihren Praxen aufgerufen. In einer Mitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung heißt es, das Tragen von Mund- und Nasenschutz sollte auch beim Betreten von medizinischen Einrichtungen, insbesondere von Arztpraxen, zur "neuen Normalität" gehören. Damit könnten Patienten dabei helfen, Infektionen in Arztpraxen zu verhindern. Nach Darstellung der Kassenärztlichen Vereinigung werden sechs von sieben Patienten in ambulanten Praxen behandelt. Sie seien ein Schutzwall vor den Krankenhäusern, um dort einen Kollaps zu vermeiden.

17:26 Uhr | 1.592 bestätigte Corona-Infektionen in Sachsen-Anhalt

Zahlenupdate am Dienstag: Hierzulande werden weiterhin nur wenige Neuinfektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen. Laut Sozialministerium waren bis zum Dienstagmittag 1.592 Fälle registriert und damit fünf mehr als am Vortag. Demnach kamen im Saalekreis vier Infektionen hinzu, in Halle eine. Die landesweite Zahl der gestorbenen Infizierten blieb konstant bei 46. Schätzungen zufolge sind schon 1.250 Sachsen-Anhalter genesen, bei denen zuvor der Erreger Sars-CoV-2 festgestellt wurde.

17:02 Uhr | Spielbetrieb am Theater der Altmark bis Ende Mai eingestellt

Wir hatten heute Morgen bereits im Newsblog gemeldet, dass das Magdeburger Theater seine aktuelle Spielzeit aufgrund der Corona-Einschränkungen vorzeitig beendet hat – nun hat auch das Theater der Altmark Stendal (TdA) seinen Spielbetrieb bis zum 27. Mai eingestellt.

Schild an Tür des Theaters der Altmark
Anfangs galt die Schließung des Theaters noch bis 19. April, nun wurde bis Ende Mai verlängert. Bildrechte: MDR/Anne Gehn-Zeller

Wie das Haus mitteilt, sind sämtliche Vorstellungen und öffentliche Veranstaltungen in allen Spielstätten und Veranstaltungsorten des Theaters sowie Veranstaltungen an anderen Spielorten und in Schulen betroffen. Das betrifft die Inszenierungen "Roland rettet die Hanse" sowie das Sommertheater "Shakespeares sämtliche Werke", das Ende Mai Premiere feiern sollte. Für den Fall, dass die Behörden im Sommer doch noch Theateraufführungen, z.B. unter freiem Himmel, zulassen, hat das TdA einen Ersatzspielplan aufgestellt. Bereits gekaufte Eintrittskarten für abgesagte Veranstaltungen können in einen Gutschein umgewandelt bzw. kann das Eintrittsgeld erstattet werden.

16:34 Uhr | Luftfahrtmuseum Wernigerode öffnet Freitag wieder

Seit gestern dürfen Museen landesweit wieder öffnen. So auch das Luftfahrtmuseum in Wernigerode. Es öffnet ab Freitag wieder seine Ausstellung für Besucher. Wie die Macher heute mitteilten, haben sie die Corona-Auszeit für eine Überarbeitung der Schau genutzt. Allerdings könnten aufgrund der Abstandsregeln die Simulator-Flüge vorerst nicht genutzt werden – dafür könnten Besucher in Hangar 1 einen Flug interaktiv miterleben. Vom kommenden Montag an legt das Museum laut Mitteilung erneut eine kurze Pause ein, bevor es dann ab dem 15. Mai wieder Interessierten offen steht.

Eine Übersicht, welche Einrichtungen wann wieder geöffnet sind, haben unsere Kollegen von MDR-Kultur zusammengetragen:

15:54 Uhr | Nutzung von Sportanlagen erst nach Genehmigung

Mit der fünften Eindämmungsverordnung zur Ausbreitung des Coronavirus ist in Sachsen-Anhalt nach wochenlanger Pause wieder Sport im Freien möglich. Allerdings weist der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) noch einmal darauf hin, dass damit Auflagen verbunden sind. Und dass der Träger der Sportanlage die Nutzung erst genehmigen muss.

Verhaltensregeln des DOSB
Die "zehn Leitplanken des DOSB zur schrittweisen Wiederaufnahme des Sporttreibens" Bildrechte: DOSB

Wernigerode ist eine der Städte, die der Nutzung ab Mittwoch zustimmt und seine Sportplätze öffnet. Laut Mitteilung der Stadt werden das Sportforum, die Sportplätze in Silstedt und Reddeber, die Schanzenanlage im Zwölfmorgental und der Reitplatz am Ziegenberg geöffnet. Sportler müssten allerdings mehrere Auflagen wie Personenabstand und das Training in kleinen Gruppen bis maximal fünf Personen beachten. Ebenso dürfe es keine Wettkämpfe und Zuschauer auf den Sportplätzen geben.

15:21 Uhr | Falsche Polizisten kassieren erneut Corona-Bußgeld

An der Landesgrenze zwischen Sachsen und Sachsen-Anhalt haben offenbar erneut falsche Polizisten im Zusammenhang mit den Corona-Schutzbestimmungen Beute gemacht. Wie es von der Bundespolizei am Dienstag hieß, gaben sich Unbekannte Ende April in der S-Bahn von Leipzig nach Halle als zivile Beamte aus. Dabei hätten sie nach Informationen des Opferschutz-Vereins "Weisser Ring" von einer Reisenden ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro kassiert – mit der Begründung, dass die Frau kein Berechtigungsschreiben dafür mitführe, um das Land Sachsen verlassen zu dürfen.

Das ist kein Einzelfall: Bereits Anfang April hatten in Leipzig zwei Männer in Polizeiuniform von einem 28-Jährigen an dessen Wohnungstür 100 Euro kassiert, weil er gegen die Allgemeinverfügung zum Schutz vor Corona verstoßen haben soll. Nach Polizeiangaben hatten die falschen Polizisten dem Mann sogar eine Quittung für das angebliche Bußgeld ausgestellt und eine Visitenkarte des Polizeireviers Leipzig-Nord hinterlassen.

14:58 Uhr | Übernachtungstourismus ab 15. Mai möglich

Sachsen-Anhalts Landesregierung hat am Dienstag weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen beschlossen. So dürfen vom 15. Mai an wieder Ferienhäuser und -wohnungen an Einheimische vermietet werden. Das Gleiche gilt für Campingplätze. Diese sollen dann nicht nur für Dauercamper, sondern auch für Reisemobile und Wohnwagen mit selbständiger Versorgung geöffnet werden.

Das Kabinett entschied außerdem, dass Restaurants ab dem 22. Mai wieder öffnen dürfen. Dabei werde auf eine Unterscheidung zwischen Außen- und Innengastronomie verzichtet sowie auf eine maximale Gästezahl. Allerdings müssten bestehende Kontaktbeschränkungen (nicht mehr als fünf Personen pro Tisch), Abstandsgebote und Hygienemaßnahmen eingehalten werden.

Wirtschaftsminister Armin Willingmann kündigte an, dass sich die Regierung bei den weiteren stufenweisen Lockerungen in Gastronomie und Tourismuswirtschaft mit den mitteldeutschen Bundesländern abstimmen werde. Gleichzeitig wies Willingmann darauf hin, dass diese nur dann erfolgreich gelingen könne, wenn sich alle an die Abstandsgebote und Hygienebestimmungen hielten. Sollte es zu einem Anstieg der Infektionszahlen kommen, müssten die Lockerungen zurückgenommen werden.

Welche Stufen der Lockerungen in nächster Zeit noch geplant sind, lesen Sie hier:

14:18 Uhr | Robert-Koch-Institut: positive Entwicklung der Infektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) beurteilt die Entwicklung des Infektionsgeschehens in Deutschland positiv. RKI-Präsident Lothar Wieler sagte, die Zahl der übermittelten Infektionsfälle sinke weiter. Umfangreiche Tests seien jedoch weiterhin wichtig. Bis Ende April seien in Deutschland insgesamt rund 2,4 Millionen Corona-Labortests durchgeführt worden, davon seien etwa sieben Prozent positiv ausgefallen. Inzwischen liege die Kapazität der Labore bei rund 142.000 Tests pro Tag. Zudem werde daran gearbeitet, diese Kapazitäten noch weiter zu erhöhen. Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung erwartet das RKI keine Probleme mehr bei der Behandlung von Covid-19-Patienten.

13:47 Uhr | Landespressekonferenz ab 14 Uhr im Livestream

Wann dürfen Restaurants, Bars und Cafés in Sachsen-Anhalt wieder öffnen? Und welche Perspektiven gibt es für den Tourismus im Land? Darüber hat heute die Landesregierung beraten. Ab 14 Uhr informieren Ministerpräsident Reiner Haseloff und weitere Kabinettsmitglieder im Livestream über die Ergebnisse. Sachsen-Anhalt hatte zuletzt eine schrittweise Öffnung der Gastronomie ab dem 22. Mai in Aussicht gestellt.

13:13 Uhr | Landeselternrat warnt vor zu viel Eile bei Schulöffnungen

Der Landeselternrat in Sachsen-Anhalt hat vor übertriebener Eile bei der Öffnung der Schulen gewarnt. Viele Eltern hätten Sorge, dass bei steigenden Infektionszahlen die Schulen wieder komplett dicht gemacht werden könnten. Vorsitzender Matthias Rose sagte MDR SACHSEN-ANHALT, auf den geplanten tageweisen Präsenzunterricht nach Pfingsten seien die Schulen höchst unterschiedlich vorbereitet. Auch eine mögliche Verkürzung der Sommerferien sei keine Option.

12:49 Uhr | Tiergehege in Klötze wieder geöffnet

Das Tiergehege in Klötze im Altmarkkreis Salzwedel ist wieder für Besucher geöffnet – wegen der Coronavirus-Pandemie allerdings mit Einschränkungen. Besucher dürfen beispielsweise nicht kreuz und quer über das Gelände laufen. Stattdessen wurde für einen Rundkurs gesorgt. Mitglieder des Fördervereins werden darauf achten, dass dieser Kurs auch eingehalten wird. Außerdem gelten – na klar – auch im Tiergehege Klötze die gängigen Abstandsregeln.

12:16 Uhr | Buchverlage in Existenznot: Schnelle Soforthilfe nötig

Die rund 50 Buchverlage in Sachsen-Anhalt sehen sich wegen der Corona-Krise in ihrer Existenz gefährdet. Roman Pliske vom Mitteldeutschen Buchverlag in Halle sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Buchhandlungen hätten fast alle Bestellungen storniert. Die Auszahlung staatlicher Soforthilfe komme zu langsam. "Es ist ein bisschen frustrierend, wenn man vier Wochen nach der Beantragung lediglich die Eingangsbestätigung im Postkasten findet", sagte Pliske. Die meisten Buchverlage in Sachsen-Anhalt gehören zum Mittelstand.

11:47 Uhr | Fragen und Antworten: Alles Wichtige zum Sport in Corona-Zeiten

Sport im Freien ist in Sachsen-Anhalt seit gestern wieder erlaubt. Endlich, sagt sicher manch einer von Ihnen. Was verboten bleibt, ist Sport auf Trainingsplätzen oder in Turnhallen. Wir haben dazu einige Nachfragen bekommen, was denn in der Praxis nun erlaubt ist und was weiter verboten bleibt. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Sport im Freien gibt es hier für Sie.

11:31 Uhr | Aufatmen: Kurklinik in Arendsee bekommt finanzielle Hilfe

Gute Nachrichten für die DRK-Kurklinik in Arendsee: Sie steht seit heute unter einem Rettungsschirm des Bundes. Die einzige Mutter-Kind-Kureinrichtung in Sachsen-Anhalt kann damit auch finanziell aufatmen. Der Präsident des DRK-Landesverbandes, Roland Halang, sagte, die Klinik sei arbeitsfähig. Der Bedarf von Mutter- und Vater-Kind-Kuren werde nach der Coronavirus-Pandmie sicher steigen. Dank gelte den Politikern im Land und im Bund, die die Unterstützung möglich gemacht hätten.

Die Klinik hatte wegen der Corona-Krise schließen müssen und keine neuen Kurgäste aufnehmen dürfen. Damit fehlten Einnahmen.

Kurklinik Arendsee
Die Kurklinik in Arendsee wird nun vom Bund finanziell unterstützt. (Archivfoto) Bildrechte: DRK Landesverband Sachsen-Anhalt

11:02 Uhr | Tag gegen den Schlaganfall: Auch in Corona-Zeiten nicht vergessen

Heute ist bundesweiter Tag gegen den Schlaganfall. Das hat zwar nicht direkt etwas mit dem Coronavirus zu tun – aber indirekt dann doch. Denn schon seit einigen Wochen warnen Ärzte davor, bei ernsthaften Krankheiten nicht in Kliniken zu gehen. Viele Patienten hatten zum Beispiel ohne Rücksprache mit ihrem Arzt Operationen abgesagt – offenbar aus Sorge vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Davon raten Mediziner dringend ab. Das gilt auch für mögliche Schlaganfälle. Bei Anzeichen sollte der Notarzt gerufen werden, rät unter anderem die Krankenkasse AOK.

Wie ich einen Schlaganfall erkenne – den "FAST-Test" laut Krankenkasse AOK:

  • Face (Gesicht): Bitten Sie die Person, zu lächeln. Wird das Gesicht der Person einseitig verzogen, kann dies auf eine Halbseitenlähmung hinweisen.
  • Arms (Arme): Lassen Sie die Person die Arme nach vorne strecken, Handflächen zeigen nach oben. Hat die Person Schwierigkeiten beide Arme zu heben, kann dies ein Hinweis auf eine Lähmung sein. 
  • Speech (Sprache): Fordern Sie die Person auf, einen einfachen Satz nachzusprechen. "Heute ist schönes Wetter", zum Beispiel. Klingt der Satz bei der Person undeutlich/verwaschen oder kann sie gar nicht sprechen, weist dies auf eine Sprachstörung hin. 
  • Time (Zeit): Setzen Sie sofort den Notruf 112 ab. Schildern Sie die Symptome und äußern Sie Ihren Verdacht auf einen Schlaganfall.

Blaulicht auf einem Notarztwagen.
Bei einem Schlaganfall kommt es auf schnelle Hilfe an. Bildrechte: André März

10:41 Uhr | Tiergarten Halberstadt punktet als willkommene Abwechslung

Schon seit einiger Zeit dürfen Tierparks und Zoos in Sachsen-Anhalt wieder öffnen. Bei den Besucherinnen und Besuchern kommt das als gelungene Abwechslung offenbar an. Allein im Tiergarten Halberstadt haben sich seit Wiedereröffnung am 23. April mehr als 3.000 Menschen die Tiere angesehen. Laut Stadtverwaltung kamen allein am langen Wochenende nach dem 1. Mai knapp 1.300 Menschen. Der Tiergarten wird in diesem Jahr 60 Jahre alt.

10:27 Uhr | Klassische Musikfestivals wollen Hilfe

Von vielen Seiten wird in diesen Tagen finanzielle Hilfe gefordert – nun auch von mehreren klassischen Musikfestivals im Süden von Sachsen-Anhalt. Die Händel-Festspiele und das Women in Jazz in Halle sowie das Heinrich-Schütz-Musikfest in Weißenfels und Zeitz haben ein Positionspapier unterschrieben. Darin regen sie bei Bund und Ländern einen Fonds an, aus dem Festivals gefördert werden – mit bis zu zehn Prozent ihres Jahresumsatzes, maximal aber 250.000 Euro pro Festival.

10:03 Uhr | Wann dürfen Restaurants wieder öffnen?

Wann geht es weiter für die Restaurants und Cafés? Bundesländer wie Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern haben dazu schon konkrete Fahrpläne veröffentlicht – in Sachsen-Anhalt könnte so ein Fahrplan heute kommen. Jedenfalls will die Landesregierung heute über die Frage beraten, wann die Restaurants wieder öffnen dürfen. Zuletzt war vom 22. Mai die Rede. Die Pressekonferenz im Anschluss an die Beratung übertragen wir live – hier kommt schon mal der Link zum Vormerken.

09:42 Uhr | Mehrere Museen ab heute wieder geöffnet

In Sachsen-Anhalt öffnen heute mehrere Museen wieder für Besucher. Alle eint, dass strenge Abstands- und Hygieneregeln gelten. Mancherorts wurden außerdem die Öffnungszeiten verkürzt.

Hier ein Überblick – ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Lutherhaus Wittenberg
Das Lutherhaus in Wittenberg ist ab heute wieder geöffnet. (Archivfoto) Bildrechte: IMAGO

09:19 Uhr | Öffnung der Schulen hat gut geklappt

Die Wiedereröffnung vieler Schulen gestern hat nach Ansicht des Deutschen Lehrerverbands gut geklappt. An den meisten Grundschulen seien die Regeln zum Infektionsschutz gut eingehalten worden, sagte Verbandschef Meidinger der Passauer Neuen Presse. Auch in Sachsen-Anhalt gehen Viertklässler und die Abschlussklassen des kommenden Jahres seit gestern wieder zur Schule.

Mehr Corona-Nachrichten aus Deutschland und der Welt gibt es rund um die Uhr im Ticker von MDR AKTUELL für Sie.

08:57 Uhr | Betrieb in den Franckeschen Stiftungen läuft wieder an

In den Franckeschen Stiftungen in Halle soll der Betrieb ab Donnerstag wieder anlaufen. Wie die Stiftungen jetzt mitteilten, wurden die Ausstellungsbereiche überarbeitet – unter Berücksichtigung des Hygieneschutzes. Es gebe nun Abstandsmarkierungen, Plexiglas und Spender mit Desinfektionsmittel. Eintrittskarten müssen vorerst kontaktlos und damit ohne Bargeld gezahlt werden. Auch müssten Besucher einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

08:29 Uhr | Autokino in Magdeburg soll am 15. Mai öffnen

Magdeburg bekommt ein Autokino. Darüber wurde schon seit einigen Tagen auf Facebook gesprochen, nun ist offiziell: Das Autokino kommt. Ab 15. Mai sollen täglich Filme gezeigt werden, Tickets werden ab morgen verkauft. Laut Volksstimme soll das Autokino auf dem Max-Wille-Platz entstehen – mit einer 100 Quadratmeter großen Leinwand und Platz für 350 Autos.

Pläne für Autokinos gibt es auch in anderen Städten in Sachsen-Anhalt, etwa in Gardelegen oder Stendal.

08:07 Uhr | Sozialarbeiter arbeiten unter erschwerten Bedingungen

Was macht die Corona-Krise eigentlich mit den rund 7.000 Sozialarbeitern in Sachsen-Anhalt? Solchen Menschen also, die sich um Jugendliche, Obdachlose oder Menschen kümmern, die süchtig sind? Sie arbeiten aktuell unter schwierigen Bedingungen. Darauf hat jetzt die Gewerkschaft GEW hingewiesen – und betont, dass für den Job meist physische Anwesenheit nötig ist, zum Beispiel in Wohngruppen. Zudem seien wegen der Schulschließungen Arbeits- und Schichtzeiten verlängert worden. Wichtig ist nach Ansicht der Gewerkschaft deshalb, dass die finanzielle Förderung durch Land und Kommunen ohne Abstriche weiterläuft.

07:48 Uhr | Kreativwirtschaft: Kultur langsam wieder hochfahren

Die Kreativwirtschaft in Sachsen-Anhalt verlangt in der Corona-Krise mehr Unterstützung. Landesvorsitzender Mirko Kisser sagte MDR SACHSEN-ANHALT, Zahnärzte bekämen 90 Prozent ihres letzten Jahresgehaltes, während die Kultur- und Kreativbranche leer ausgehe. Wichtig sei, die kulturellen Angebote im Land allmählich wieder hochzufahren. In der Kreativwirtschaft in Sachsen-Anhalt sind rund 16.000 Menschen beschäftigt. Sie arbeiten in Werbe- und Designfirmen, in der Musikbranche, als Fotografen oder als Schauspieler.

07:26 Uhr | Linke und AfD begrüßen Lockerungen der Corona-Beschränkungen

Die deutlichen Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Sachsen-Anhalt kommen bei der Opposition insgesamt gut an. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Linken im Landtag, Stefan Gebhardt, sagte dem MDR, angesichts der guten Entwicklung der Infektionszahlen sei es durchaus gestattet, andere Wege zu gehen. Auch die AfD hält die Lockerungen für richtig – findet allerdings, dass sie nicht weit genug gehen. Schriftlich teilte die Fraktion mit, man fordere auch die Öffnung für Gastronomiebetriebe und das Touristikgewerbe.

07:09 Uhr | Nothilfe für Studentinnen und Studenten: Schon 13.000 Euro gesammelt

"Guericke Hilft" – das ist der Name eines Nothilfefonds, der jetzt Studentinnen und Studenten in Magdeburg schnell und unbürokratisch helfen soll. Spenden gingen an Studentinnen und Studenten in finanziellen und existenziellen Notlagen, teilte die Uni jetzt mit. Rektor Jens Strackeljan sagte, viele Studierende hätten wegen der Corona-Krise ihre Nebenjobs verloren. Also breche eine Stütze weg, mit denen sie Lebensunterhalt und Miete finanzierten. Schon nach drei Tagen seien 13.000 Euro eingegangen, unter anderem von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Otto-von-Guericke-Universität.

06:55 Uhr | Reisen zu Pfingsten: Urlaub an der Ostsee vermutlich möglich

Das sind gute Nachrichten für alle, die die eigenen vier Wände mal wieder verlassen möchten: Mecklenburg-Vorpommern will Touristen aus anderen Bundesländern einen Urlaub an der Ostsee erlauben. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte am Abend, man habe einen Stufenplan beschlossen. Er sieht unter anderem vor, dass Hotels, Ferienwohnungen und Pensionen ab 18. Mai zunächst für Einheimische wieder öffnen dürfen. Eine Woche später – am 25. Mai und damit kurz vor Pfingsten (dieses Jahr am 31. Mai) – soll das Einreiseverbot für Touristen aus anderen Bundesländern aufgehoben werden. Grund seien die niedrigen Infektionszahlen in Mecklenburg-Vorpommern.

Leere Strandkörbe in Bansin (Ostsee, Mecklenburg-Vorpommern)
Noch sind die Strandkörbe an der Ostsee leer: Zu Pfingsten könnte sich das aber ändern. Bildrechte: imago/fossiphoto

06:38 Uhr | Junge Mütter sollen Milch spenden

Die Uniklinik Halle und das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara rufen Frauen auf, Muttermilch zu spenden. Beide Häuser seien vor allem jetzt in der Corona-Krise auf die Spenden angewiesen. Die Milch schütze Frühgeborene weit besser vor schweren Erkrankungen als Fertignahrung. Das nötige Equipment für die Spende wird von beiden Krankenhäusern zur Verfügung gestellt, hieß es jetzt. Ein "Milchtaxi" hole die Spende ab. Möglich seien Spenden aber nur, wenn das eigene Kind ausreichend Muttermilch habe und jünger als sechs Monate sei.

06:24 Uhr | Landesregierung berät über Öffnung von Restaurants und Cafés

Niedersachsen ist schon vorgeprescht: Dort soll das Geschäft von Restaurants und der Gastronomie ab 11. Mai schrittweise wieder anlaufen dürfen. In Mecklenburg-Vorpommern sollen die Gaststätten für Einheimische sogar schon diesen Sonnabend öffnen dürfen. Ganz so schnell wird es in Sachsen-Anhalt vermutlich nicht gehen. Aber: Die Landesregierung um Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) will heute zumindest entscheiden, ob Restaurants, Bars und Cafés noch diesen Monat öffnen dürfen. Dazu will Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) einen Plan vorlegen. In der Sitzung des Kabinetts soll es auch um die Perspektiven für den Tourismus gehen.

Die anschließende Pressekonferenz im Stream Im Anschluss an ihre Sitzung wird das Kabinett in einer Pressekonferenz über seine Entscheidung informieren. MDR SACHSEN-ANHALT streamt die Pressekonferenz ab 14 Uhr live.

Aktuell dürfen Restaurants im Land nur ein To-Go-Geschäft anbieten. Zuletzt hatte die Landesregierung aber eine Öffnung ab 22. Mai in Aussicht gestellt – dem Tag nach Christi Himmelfahrt.

06:11 Uhr | Nur acht neue Infektionen

Kurz nach 6 Uhr – und damit Zeit für einen Blick auf die aktuellen Corona-Fallzahlen in Sachsen-Anhalt. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist demnach weitgehend stabil. Von Sonntag auf Montag wurden nur acht zusätzliche Infektionen gemeldet. Seit Ausbruch des Coronavirus hat es in Sachsen-Anhalt damit 1.587 Infektionen gegeben. 1.232 Menschen sind nach Schätzungen wieder gesund.

46 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

05:59 Uhr | Grenzkontrollen bis Mitte Mai verlängert

An einem Grenzübergang finden Grenzkontrollen statt
(Vorerst) kein Europa der offenen Grenzen: Die Grenzkontrollen wurden von deutscher Seite bis 15. Mai verlängert. (Archivfoto) Bildrechte: dpa

Die Kontrollen an den deutschen Grenzen bleiben bis mindestens 15. Mai. Das hat das Bundesinnenministerium jetzt mitgeteilt. Beamte der Bundespolizei kontrollieren demnach an den Grenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark. Wer keinen triftigen Grund hat, darf nicht nach Deutschland einreisen. Das gilt auch für Flüge aus Spanien und Italien. Die Grenzkontrollen waren wegen der Coronavirus-Pandemie im März eingeführt worden.

05:40 Uhr | Spielzeit am Theater Magdeburg vorzeitig beendet

Das Theater Magdeburg hat wegen der Corona-Auflagen alle Vorstellungen und Premieren der laufenden Spielzeit endgültig abgesagt. Selbst Proben seien mit den geltenden Hygiene- und Abstandsregeln nur sehr eingeschränkt möglich, hieß es. Die Gesundheit aller gehe vor. Das Theater plant aber mehrere Kleinformate – wenn es dafür die Erlaubnis von Stadt, Land und Bund gibt. Aktuell werde an einem "Ersatzprogramm" gearbeitet.

05:28 Uhr | Die Entwicklungen bisher

Einen schönen Dienstagmorgen wünscht Ihnen das Team von MDR SACHSEN-ANHALT! Heute ist der 5. Mai 2020. Und auch heute gibt es sicher viel über das Coronavirus und seine Folgen in Sachsen-Anhalt zu berichten. In unserem Newsblog bringen wir Sie bis 19 Uhr auf den aktuellen Stand.

Alle wichtigen Meldungen von gestern können Sie hier noch einmal nachlesen.

Quelle: MDR/ld/agz

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 05. Mai 2020 | 06:00 Uhr

3 Kommentare

Sachsen-Anhaltinerin vor 9 Wochen

Unglaublich! Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen haben bereits ab kommende Woche konkrete Fahrpläne für Gastronomie und Tourismus vorgelegt - sehr vernünftig unter strengen hygienischen Auflagen. Sachsen-Anhalt hingegen nicht, die "Gespräche" werden wie immer noch dauern! So schnell geht es in Sachsen-Anhalt nicht! Sachsen-Anhalt hat jedoch die Kontaktbeschränkungen erweitert. Wo, sehr geehrter Herr Haselhoff, ist hier eine Logik, geschweige dann eine Strategie zu erkennen? In der großen Hoffnung, dass Sie sich zumindest am morgigen Tage unmissverständlich gegen die Herren Söder, Laschet, Spahn u.a. positionieren und politisch unabhängig Stärke zeigen , um den Einfluss der Lobbyisten des Bundesligafußballs nicht unendlich werden zu lassen, wünsche ich ein bisschen Zeit zum Nachdenken!

Mini Job vor 9 Wochen

Wann werden in Sachsen Anhalt der Mundschutz abgeschafft hat doch gar kein Zweck im Geschäft tragen die Leute Mundschutz und wenn sie raus gehen machen sie. Ihn und unterhalten sich

jackblack vor 9 Wochen

Im Prinzip guter Weg, aber vieles wäre auch schon ab 15.05. möglich, immerhin 9 Tage Vorlauf !!

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