Newsblog | 09.04.2020 Mehr als 15.000 Unternehmen setzen auf Kurzarbeit

Mehr als 15.000 Unternehmen in Sachsen-Anhalt haben Kurzarbeit angezeigt. Das sind deutlich mehr als in der Finanz- und Wirtschaftskrise innerhalb eines Jahres. Und: In Sachsen-Anhalt werden die Steuereinnahmen nach Einschätzung des Landesrechnungshofs in der Corona-Krise massiv einbrechen. Diese und weitere Entwicklungen im Newsblog.

Karteireiter mit der Aufschrift Kurzarbeitergeld.
Bildrechte: imago images / Jens Schicke

Das Wichtigste im Überblick:

19:00 Uhr | Blogende und schöne Feiertage

Wir beenden unseren Newsblog für heute. Wir machen morgen wieder an dieser Stelle für Sie weiter. Wir wünschen Ihnen ein paar schöne Feiertage, trotz der Einschränkungen. Machen Sie es gut!

18:53 Uhr | Wie Tierparks an den Schließungen knabbern

Alle Zoos und Tierparks haben es gerade schwer, denn sie müssen geschlossen bleiben. Die Einnahmeverluste, die daraus erwachsen, bekommt auch der Erlebnistierpark Memleben zu spüren. An Feiertagen – wie jetzt zu Ostern – zählt der Park normalerweise an die 1.500 Besucher, wie der Parkchef Uwe Gehrmann erzählt. Die monatlichen Unterhaltskosten in Höhe von 40.000 Euro laufen weiter, die Tiere müssen gefüttert werden. Parkchef Uwe Gehrmann macht sich große Sorgen:

Dann kam plötzliche die Anordnung: Zumachen. Das hat uns natürlich sehr, sehr hart getroffen, denn wir haben schon sehr viel investiert in die neue Saison und jetzt ist von heute auf morgen nichts mehr.

Uwe Gehrmann, Parkchef

Zwar komme der Park noch bis Juni klar. Doch Bauchschmerzen bereiten Gehrmann die Aussichten, dass das Virus dann nicht verschwunden ist und die Lage ungewiss bleibt.

18:42 Uhr | mdrFRAGT: Was die Krise für Unternehmen bedeutet

Miete, Versicherungen, Lebensmittel – die Ausgaben bleiben, doch die Einnahmen brechen in der Coronakrise weg. Ein Fünftel der Beschäftigten spürt laut einer mdrFRAGT-Befragung bereits finanzielle Verluste. Menschen aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen erzählen hier ihre Geschichten.

18:28 Uhr | Landräte: Auch Ostern unbedingt Corona-Regeln einhalten

Neben dem Ministerpräsidenten haben auch mehrere Landräte ihre Einwohner aufgerufen, sich auch Ostern unbedingt an die Corona-Regeln zu halten. Der Landrat des Jerichower Landes, Steffen Burchardt (SPD), sagte MDR SACHSEN-ANHALT, man merke in der Bevölkerung, dass der innige Wunsch da sei, ein Stück Normalität zurückzubekommen. Aber man dürfe die Situation nicht unterschätzen. Im Landkreis habe man geringe Fallzahlen, deswegen werde das Risiko nicht so wahrgenommen.

Markus Bauer
Markus Bauer, Landrat des Salzlandkreises Bildrechte: Markus Bauer

Der Landrat des Salzlandkreises, Markus Bauer (SPD), sagte MDR SACHSEN-ANHALT, es gehe auch darum, dass die Wirtschaft bald wieder hochgefahren werden könne. Die Landeszuweisungen würden den Kommunen entsprechend der Steuererhebungen zugeführt. Bei Kurzarbeit fließe aber weniger Lohnsteuer. Bauer: "Wir werden dann künftig Schwierigkeiten haben, die kommunalen Haushalte aufzustellen. Und wenn wir es nicht schaffen, auch die kleinsten Unternehmen zu erhaltem, werden wir Probleme haben mit dem Thema Arbeitslosigkeit. Es ist wichtig, Entscheidungen zu treffen, die nachhaltig sind." 

18:21 Uhr | Videobotschaft von Haseloff zu Ostern

Angesichts der Coronakrise wendet sich Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) mit einer Videobotschaft an Sachsen-Anhalter. Darin bittet er, auch wenn es zu Ostern besonders schwer falle, die Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Das würde auch ihm schwer fallen, sei aber notwendig im Kampf gegen die Pandemie. Der Osterspaziergang sei weiterhin möglich.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sitzt während der Landtagssitzung mit einer Gesichtsmaske auf der Regierungsbank.
Ministerpräsident Reiner Haseloff (Archivbild) Bildrechte: dpa

Ostern ist das Fest der Hoffnung und der Zuversicht. Wenn wir alle im österlichen Geist zusammenhalten, dann bin auch ich hoffnungsvoll und zuversichtlich, dass sich unser gemeinsamer Einsatz lohnen wird.

18:08 Uhr | Spargelbäuerin vermietet Feld zum Selbststechen

In Cobbel in der Altmark vermietet ein Spargelhof sein Feld an Privatleute. Damit soll der Ausfall von Erntehelfern abgefedert werden. Spargelbäuerin Carmen Kalkofen sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die ersten 30 Reihen seien bereits vergeben. Mit einem solchen Zuspruch habe man nicht gerechnet. Ein Meter Feld kostet einen Euro. Den Spargel darauf können die Mieter selbst stechen.

17:50 Uhr | Magdeburger Ärzte suchen nach Corona-Medikament

Die Universitätsklinik Magdeburg sucht nach einem Mittel gegen das neuartige Corona-Virus. Wie der Immunologe Burkart Schraven MDR SACHSEN-ANHALT sagte, durchforsten Forscher die Medikamenten-Bibliothek der Klinik. Diese umfasse mehr als 700 zugelassene Medikamente. Im Reagenzglas teste man, ob eines von ihnen die Aufnahme des Virus in menschliche Zellen verhindere oder zumindest verzögere.

17:28 Uhr | Mindestens 1.123 Corona-Infektionen, 512 genesen

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Sachsen-Anhalt ist auf 1.123 Fälle gestiegen (Stand: 15:08 Uhr). Nach Angaben des Sozialministeriums werden 121 Personen im Krankenhaus behandelt. Schätzungsweise sind bisher 512 Personen wieder genesen.

17:13 Uhr | Landesrechnungshof rechnet mit Steuererhöhungen

Kay Barthel
Rechnungshofpräsident Kay Barthel Bildrechte: imago images / Christian Schroedter

Der Landesrechnungshof Sachsen-Anhalts erwartet Steuererhöhungen infolge der Corona-Krise. Präsident Kay Barthel sagte MDR SACHSEN-ANHALT, in der Vergangenheit seien nach einer Krise immer neue Schulden geblieben. Und neue Schulden seien die Vorboten von Steuererhöhungen. Das Finanzministerium von Sachsen-Anhalt geht in diesem und im nächsten Jahr von Steuerausfällen im höheren dreistelligen Millionen-Bereich aus. Das Ministerium hatte am Mittwoch angekündigt, die fehlenden Einnahmen durch neue Schulden ausgleichen zu wollen.

16:59 Uhr | Wieder Regelbetrieb im Krankenhaus Gardelegen

Das Krankenhaus Gardelegen hat den regulären Betrieb wieder aufgenommen. Das teilte der medizinische Geschäftsführer Michael Schoof mit. Weil drei Pflegekräfte sich mit dem Coronavirus infiziert hatten, wurden 386 Klinik-Beschäftigte getestet. Bei einem weiteren Mitarbeiter wurde demnach das Virus ebenfalls nachgewiesen. Die Infizierten befinden sich in häuslicher Quarantäne. Auf der Covid-Station in Gardelegen werden regelmäßig Patienten behandelt, die in der Regel einen milden Verlauf zeigen.

16:38 Uhr | ZASt Halberstadt zwei weitere Wochen unter Quarantäne

Die Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber in Halberstadt bleibt zwei weitere Wochen unter Quarantäne. Das hat das Landesverwaltungsamt mitgeteilt. In der Einrichtung seien 44 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daher sollen die rund 800 Bewohner nun noch bis zum 21. April weiter abgeschottet bleiben.

Die positiv Getesten wurden den Angaben zufolge bereits in eine Außenstelle der ZASt gebracht, um weitere Infektionen unter den Bewohnern zu verhindern. Allerdings sorgt die Quarantäne auch zunehmend für Unmut unter den Bewohnern. Bereits am Wochenende war es in der Einrichtung in Halberstadt deshalb zu Tumulten gekommen.

16:04 Uhr | Saale-Fähre im Naumburger Blütengrund startet in Saison

Die Saalefähre im Naumburger Blütengrund startet wie geplant in die Saison. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT setzt die Fähre ab Karfreitag täglich von 10 bis 18 Uhr über. Dabei gelten bestimmte Abstandsregeln. Hinweise und Markierungen sind am Zugang und auf der Fähre angebracht.

15:43 Uhr| Geschäftsstellen von AOK weiter dicht

Zahlreiche Geschäfte, aber auch Filialen von Krankenkassen und Sparkassen sind wegen der Corona-Kontaktbeschränkungen aktuell geschlossen. Wie die AOK-Sachsen-Anhalt mitteilte, soll das bei ihren Kundencentern noch mindestens bis zum 19. April so bleiben. Ob der Betrieb danach wieder aufgenommen wird, ist offen. Das werde sich erst nächste Woche entscheiden. Bis dahin verweist die Krankenkasse auf andere Kontaktwege.

​Kontaktmöglichkeiten Kostenfreie Servicehotline 0800 226 57 26
(rund um die Uhr erreichbar)
Email service@san.aok.de oder Kontaktformular auf www.aok.de

15:18 Uhr | Katastrophenfall in Halle bleibt bestehen

In Halle bleibt der ausgerufene Katastrophenfall bis auf Weiteres bestehen. Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) sagte, der Katastophenfall könne aufgehoben werden, sobald sich die Zahl der Infektionen nur noch alle 16 Tage verdoppelt. Dann würden Lockerungen der Corona-Maßnahmen eingeleitet. Derzeit würden sich die Fallzahlen alle 13 Tage verdoppeln. Die Stadt Halle hatte vor gut drei Wochen den Katastrophenfall ausgerufen.

14:56 Uhr | Grimm-Benne fordert höheres Kurzarbeitergeld

Sachsen-Anhalts Sozialministerin Petra Grimm Benne (SPD)
Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne (Archivbild) Bildrechte: imago images / Christian Schroedter

Sachsen-Anhalts Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) macht sich für ein höheres Kurzarbeitergeld stark. Dazu hat sie mit ihren Ministerkollegen aus Berlin, Thüringen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern einen Brief an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) geschrieben. Darin heißt es, das derzeitige Kurzarbeitergeld sei für viele Betroffene zu gering. Es gehe vor allem um diejenigen, die bei Arbeitgebern tätig seien, welche finanziell nicht in der Lage seien, das Kurzarbeitergeld aufzustocken. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund hat bereits eine Erhöhung des Kurzarbeitergelds gefordert.

14:29 Uhr | Halle sagt Händel-Festspiele ab

Die Händel-Festspiele in Halle werden aufgrund der Corona-Krise abgesagt. Das sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Donnerstag. Die Festspiele hätten ab dem 29. Mai beginnen sollen, mehr als 100 Veranstaltungen waren über einen Zeitraum von zweieinhalb Wochen geplant. Die Festpiele zu Ehren des Komponisten Georg Friedrich Händel, der in Halle geboren wurde, ziehen jedes Jahr Zehntausende Klassikfans aus der ganzen Welt in die Stadt an der Saale.

14:12 Uhr | Weiterer Todesfall in Halle im Zusammenhang mit Covid-19

In Halle hat es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus gegeben. Ein 80-Jähriger ist in der Nacht zu Donnerstag in einer Klinik in Halle gestorben. Das teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) bei einer Pressekonferenz am Mittag mit. Der Mann war demnach Bewohner des Johannes-Jänicke-Hauses, einem Pflegeheim in Halle. Dort war es bereits zuvor zu einem Todesfall im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus gekommen. Insgesamt ist es der vierte Todesfall in der Saalestadt.

Zur Lage im Johannes-Jänicke-Haus sagte Amtsärztin Dr. Christine Gröger, es gebe inzwischen eine zweite Erkrankungswelle im Haus mit weiteren Infektionen. Bei 15 von 146 Heimbewohnern sei der neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Auch 13 der 96 Mitarbeiter seien betroffen. Allerdings wies sie ebenso daraufhin: "Einige Heimbewohner, die Ende März noch positiv getestet wurden, gelten als genesen." Bei einigen der Mitarbeiter soll es in der kommenden Woche Wiederholungstests geben. Das Coronavirus hat eine Inkubationszeit von zwei bis 14 Tagen.

Wiegand teilte mit, dass bezogen auf ganz Halle insgesamt 73 Menschen schätzungsweise als geheilt gelten.

13:47 Uhr | Wie es jetzt um Landwirte steht

Die Debatte über die Düngemittelverordnung, Diskussionen über den Umwelt- und Klimaschutz: Landwirte hatten in den vergangenen Monaten nicht unbedingt den besten Ruf, mancher sprach gar von Umweltverpestern. Jetzt in der Corona-Krise rückt in den Mittelpunkt, was mancher offenbar bereits vergessen hatte: Dass Landwirte essentiell für die Ernährungssicherung sind. Mancher Landwirt hofft, dass sein Beruf auch  nach Ende der Krise wieder mehr wertgeschätzt wird – zum Beispiel Martin Dippe aus der Magdeburger Börde.

Mit ihm haben wir gesprochen – von seiner Meinung berichtet Dippe hier.

13:16 Uhr | Mindestens 1.090 Corona-Fälle, 511 genesen

In Sachsen-Anhalt sind bis dato (Stand: 10:35 Uhr) insgesamt 1.090 Infektionen mit dem Sars-Cov-2-Virus nachgewiesen worden. Damit ist die Zahl der Infektionen weiter leicht gestiegen. 119 Menschen werden im Moment in Krankenhäusern behandelt. Das hat das Sozialministerium mitgeteilt. Als genesen gelten demnach schätzungsweise mittlerweile 511 Menschen.

12:54 Uhr | Erste Sparkassen-Filialen im Harz öffnen nach Ostern wieder

Im Landkreis Harz werden nach Ostern mehrere Sparkassen-Filialen wieder geöffnet. Sie waren Ende März geschlossen worden, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Wie die Harzsparkasse jetzt mitteilte, werden elf der vorübergehend geschlossenen Filialen ab Dienstag wieder geöffnet – zunächst aber mit reduzierten Öffnungszeiten. Die Zeit sei genutzt worden, um alle nötigen Sicherheitsanforderungen umzusetzen, hieß es.

12:41 Uhr | Rotes Kreuz: Bitte Kontaktbeschränkungen einhalten

Ein T-Shirt mit dem DRK-Logo.
Das Deutsche Rote Kreuz appelliert, sich mehr als bislang an die Kontaktbeschränkungen zu halten. (Archivfoto) Bildrechte: dpa

Das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen-Anhalt hat noch einmal appelliert, sich zu Ostern an die Kontaktbeschränkungen zu halten. Landesgeschäftsführer Carlhans Uhle sagte, die ambulanten Pflegedienste beobachteten, dass Angehörige von Pflegebedürftigen sich nicht ausreichend daran halten. "Das bedeutet sowohl für die Pflegebedürftigen, die aufgrund ihres Alters und möglicher Vorerkrankungen zur Risikogruppe gehören, als auch für die Mitarbeitenden der ambulanten Pflegedienste ein unnötig hohes Infektionsrisiko." Uhle rief jeden Einzelnen auf, sich an die Beschränkungen zu halten. "Sie schützen damit nicht nur die Pflegekräfte, sondern auch Ihre Lieben."

Das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen-Anhalt ist Träger von 135 Einrichtungen der Altenpflege. 44 davon sind ambulante Pflegedienste.

12:23 Uhr | Handgemachtes anstelle von Hamsterkäufen

Handgemachtes statt Hamsterkäufen: Das ist das Motto des Vereins für Tourismus an Saale und Unstrut. Auf einem Instagram-Kanal werden jetzt in der Corona-Krise Inspirationen veröffentlicht, wie die Zeit zu Hause mit Handgemachtem aus der Region herumgebracht werden kann. Dazu gibt es Bastel- und Geschenkideen.

12:09 Uhr | Flüge zur ISS starten trotz Corona

Die Flüge zur ISS müssen trotz Corona-Pandemie stattfinden. Am Donnerstagvormittag mitteleuropäischer Zeit ist deshalb die neueste Version von Russlands Trägerrakete Sojus mit drei Astronauten ins All gestartet. Beim Flug Sojus MS-16 werden die beiden russischen Kosmonauten Anatoly Ivanishin und Ivan Vagner sowie der US-Astronaut Chris Cassidy zur internationalen Raumstation gebracht. Es ist der erste Flug der Sojus 2.1a mit Menschen an Bord. Gegenüber der Vorgängerversion wurden einige technische Details der Rakete verbessert.

11:57 Uhr | 15.300 Unternehmen zeigen Kurzarbeit an

In Sachsen-Anhalt haben nach aktuellen Zahlen 15.300 Unternehmen Kurzarbeit wegen der Corona-Krise angezeigt. Seit Ende März sei die Zahl um mehr als 5.600 gestiegen, teilte die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit jetzt mit. Die Anzeigen kommen demnach aus allen Branchen. Schwerpunkte seien aber der Einzelhandel und das Gastgewerbe. Wie viele Personen von Kurzarbeit betroffen sind, lässt sich laut Agentur noch nicht feststellen. Dazu werde es Ende des Monats genaue Zahlen geben. "Wir gehen jedoch sicher davon aus, dass die Zahl der Kurzarbeiter deutlich über dem Niveau der Wirtschafts- und Finanzkrise liegen wird."

Im gesamten Jahr 2009 hatte es nur 4.000 Anzeigen gegeben. Voriges Jahr wurden in Sachsen-Anhalt 280 Anzeigen auf Kurzarbeit gestellt. Wird der Antrag bewilligt, erhalten Arbeitnehmer in Deutschland bis zu 60 Prozent des entgangenen Nettolohns. Wer Kinder hat, bekommt bis zu 67 Prozent.

Kurz erklärt: Der Weg zum Kurzarbeitergeld Wenn ein Arbeitgeber auf Kurzarbeit umstellen möchte, muss er das zunächst mit der Belegschaft regeln und dann der Bundesagentur für Arbeit anzeigen. Sie prüft dann, ob die Anforderungen erfüllt sind. Erst dann kann Kurzarbeitergeld beantragt werden.

11:36 Uhr | Bei Verstoß gegen Quarantäne für Einreisende: Hohe Strafen drohen

Bei Verstößen gegen die ab Freitag geltende verpflichtende Quarantäne für Einreisende aus dem Ausland drohen Bußgelder bis 25.000 Euro. Laut Bundesinnenministerium haben sich Bund und Länder auf eine bundeweite Musterverordnung geeinigt, die bereits zum Osterverkehr gelten soll.

Demnach müssen Ausländer und zurückkehrende Bundesbürger nach einem "mehrtägigen Auslandsaufenthalt" zunächst in eine 14-tägige häusliche Isolation gehen, um eine mögliche Infektion abzuklären. Ausnahmen gelten für Berufspendler, Geschäftsreisende, den Güterverkehr und Transitreisende. Folgende Strafen drohen:

  • Bei Nichtbeachtung der Quarantäne "auf direktem Weg" in die "eigene Häuslichkeit": 150 bis 3.000 Euro
  • Bei Verstoß gegen die Auflage, sich bei den Behörden zu melden: 150 bis 2.000 Euro
  • Bei Missachtung, dass in Quarantäne kein Besuch von außerhalb des Hausstands empfangen werden darf: 300 bis 5.000 Euro.

In Sachsen-Anhalt gilt das Freitag ab 0:00 Uhr.

11:13 Uhr | Geld für freie Restauratoren freigegeben

Die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz freut sich über 22.500 Euro für die Restaurierung von Kunstwerken. Das Geld wird laut Stiftung von der Ernst-von-Siemens-Kulturstiftung bereitgestellt und soll in der Corona-Krise freiberufliche Restauratoren unterstützen. Sie waren in Not geraten, weil Museen aktuell geschlossen sind. Im Gotischen Haus des Wörlitzer Parks können mit dem Geld neun Holztafeln erneuert werden. Im Schloss Mosigkau wird das Geld in ein Gemälde, einen Messingleuchter und einen Schmuckrahmen gesteckt. Deren Restauration werde nun vorgezogen, hieß es.

10:54 Uhr | Geistliche: "Das Osterlachen darf ansteckend sein"

Am Wochenende ist Ostern – und das Fest wird wohl anders als je zuvor. Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland hat sich jetzt zusammengetan und angesichts der außergewöhnlichen Lage ein gemeinsames Osterwort veröffentlicht. Darin heißt es, die Osterbotschaft unterliege keiner Kontaktsperre.

Wir werden uns noch lange erinnern an diese Monate im Frühjahr 2020. Und wir werden nicht dieselben sein. Diese Erfahrungen werden ihre Spuren hinterlassen. Nicht nur schlechte. Wie viel von dem vermeintlich Unaufgebbaren es gerade nicht braucht! Freilich, die Gemeinschaft von Angesicht zu Angesicht fehlt, die Leerstelle einer von Gebet und Gesang, von Posaunen und Chören erfüllten Kirche kann kein Online-Ostern füllen. Brot und Wein lassen sich nicht virtuell schmecken, das Trinken aus einem Kelch lässt sich nicht simulieren. Ostern ist dieses Jahr anders. Aber die Osterbotschaft unterliegt keiner Kontaktsperre. Das Osterlachen darf ruhig ansteckend sein.

10:42 Uhr | Betrug bei Beantragung von Corona-Soforthilfen: Bislang kein Fall in Sachsen-Anhalt

Nordrhein-Westfalen stoppt wegen mutmaßlich betrügerischer Internetseiten ab sofort die Soforthilfe-Auszahlungen für Unternehmen in der Corona-Krise. Das wurde vor wenigen Minuten bekannt. In Mitteldeutschland gab es bislang kaum Betrugsversuche bei der Beantragung von Corona-Soforthilfen, hat das MDR-Magazin Umschau recherchiert. In Thüringen habe es einige wenige Verdachtsfälle gegeben, in Sachsen-Anhalt und Sachsen nach Angaben der zuständigen Banken dagegen nicht.

10:29 Uhr | Osterhase für Kita-Kinder kommt schon Gründonnerstag

In Langenstein bei Halberstadt kommt der Osterhause schon am Gründonnerstag: Dafür sorgt Frank Pardeike, pädagogischer Leiter einer Kita in Langenstein. Er will heute, begleitet von einem Trommler des Schalmeienorchesters, mit einem Bollerwagen durch den Ort ziehen und Geschenke an seine Kita-Kinder verteilen – mit dem gebührenden Abstand natürlich. Denn: Pardeike will den Kids trotzdem schöne Ostern wünschen – obwohl er sie in der Kita aktuell nicht sieht.

10:12 Uhr | Neue Studie: Auch Katzen können sich infizieren

Einer neuen Studie zufolge können sich auch Katzen mit dem Coronavirus infizieren. Das gelte darüber hinaus auch für Frettchen, heißt es in der Untersuchung, die das Magazin "Science" jetzt veröffentlicht hat. Bei Hunden, Schweinen, Hühnern und Enten sei eine Ansteckung dagegen eher unwahrscheinlich. Vor wenigen Tagen hatte sich in New York ein Tiger mit dem Virus infiziert.

09:58 Uhr | Abiturienten verlangen in Petition Durchschnittsabitur

Abiturienten aus Sachsen-Anhalt verlangen eine Absage des Abiturs in diesem Jahr. Stattdessen wollen sie ein sogenanntes Durchschnittsabitur erreichen. Dafür würden die Leistungen der Schülerinnen und Schüler aus dem 11. und 12. Schuljahr zu einer Durchschnittsnote gerechnet. In einer an Bildungsminister Marco Tullner und Ministerpräsident Reiner Haseloff (beide CDU) gerichteten Petition heißt es, vor allem jetzt in der Corona-Krise sei das Abitur deutschlandweit nicht vergleichbar und nicht fair. Dazu komme das Risiko, sich in der Schule anzustecken.

Dass das sogenannte Vorabi unter Abiturbedingungen seit einigen Tagen geschrieben wird, hatte schon vor knapp zwei Wochen für Kritik gesorgt. Lehrer kritisierten es als "unverantwortlich", inmitten der Krise so viele Schüler in die Schule zu holen, damit sie Klausuren schreiben.

09:36 Uhr | Elbauenpark in Magdeburg öffnet für Spaziergänger

In Magdeburg soll morgen am Karfreitag der Elbauenpark wieder öffnen. Oberbürgermeister Trümper will dafür den Namen "Freizeitpark" aussetzen. Der Park hat bei freiem Eintritt geöffnet, die Freizeitangebote sind geschlossen. Man könne im Elbauenpark dann Spazieren gehen, so Trümper. Den Angaben zufolge wird das Ordnungsamt auch dort kontrollieren, ob die Corona-Regeln eingehalten werden.

09:18 Uhr | Eine Magdeburgerin erzählt: Schwanger in der Corona-Krise

Was bedeutet die Corona-Krise für schwangere Frauen? Das hat sich unsere Redakteurin Olga Patlan gefragt – und mit der werdenden Mutter Antje aus Magdeburg darüber gesprochen. Sie macht sich große Sorgen über die kommenden zwei bis drei Wochen. Dann steht nämlich der Geburtstermin an.

Warum Antje sich sorgt und wie es ihr jetzt geht, steht in unserem Artikel zum Thema.

08:57 Uhr | Rechnungshof: Steuereinnahmen werden einbrechen

Kay Barthel
Kay Barthel ist Präsident des Landesrechnungshofs in Sachsen-Anhalt. Bildrechte: imago images / Christian Schroedter

Die Corona-Krise wird nach Meinung des Landesrechnungshofes massive Einbußen bei den geplanten Steuereinnahmen mit sich bringen. Rechnungshofpräsident Kay Barthel sagte MDR SACHSEN-ANHALT, es gehe nun vor allem darum, dass die einheimische Wirtschaft schnell wieder in Gang komme. Dem müssten alle anderen Projekte untergeordnet werden.

Viele wünschenswerte Dinge aus dem Doppelhaushalt des Landes für 2020/2021 gehörten noch einmal auf den Prüfstand. Laut Finanzministerium muss Sachsen-Anhalt Steuermindereinnahmen im höheren dreistelligen Millionenbereich verkraften. Das soll durch die Aufnahme neuer Schulden ausgeglichen werden.

Neue Schulden sind nach Ansicht des Rechnungshofes immer Vorbote von Steuererhöhungen. So sei es bei vergangenen Krisen gewesen.

08:36 Uhr | Achtung beim Osterspaziergang: Waldbrandgefahr gestiegen

Der Ostersonntag soll in Sachsen-Anhalt sonnig werden bei bis zu 23 Grad. Für Spaziergänge ist das optimal. Doch aufgepasst: In Sachsen-Anhalt steigt die Waldbrandgefahr. Umweltministerin Claudia Dalbert (Grüne) hat die Menschen deshalb aufgerufen, beim Spaziergang besonders achtsam zu sein. "Jeder, der einen Osterspaziergang in der Natur plant, sollte sich vorher über die entsprechende Waldbrandgefahrenstufe erkundigen", sagte Dalbert. Wer Waldbrände verhindere, entlaste die freiwilligen Feuerwehren, die in der Corona-Krise an anderer Stelle gebraucht würden.

Aktuelle Informationen zu den Waldbrandgefahrenstufen gibt es unter anderem beim Landeszentrum Wald.

Das bedeuten die Waldbrandgefahrenstufen

Trockenheit im Wald
Waldbrandgefahrenstufe 1
Der Wald kann ohne Einschränkungen betreten werden und die Waldbrandwarnung ist aufgehoben. 
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Trockenheit im Wald
Waldbrandgefahrenstufe 1
Der Wald kann ohne Einschränkungen betreten werden und die Waldbrandwarnung ist aufgehoben. 
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Trockenheit
Waldbrandgefahrenstufe 2
Es gibt keine grundsätzliche Einschränkung beim Betreten des Waldes. Um Zündquellen zu vermeiden, ist erhöhte Vorsicht geboten. Fahrzeuge dürfen weiter auf Waldparkplätzen abgestellt werden. Wege mit trockener Bodenvegetation nur im unbedingten Notfall befahren.
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Eine Waldbrand-App auf einem Smartphone
Waldbrandgefahrenstufe 3
Es besteht eine erhöhte Waldbrandgefahr. Die zuständige Behörde darf den Wald sperren. Das Betreten des Waldes ist weiterhin erlaubt, aber bei der Nutzung von Waldparkplätzen ist erhöhte Vorsicht geboten (Stichwort: heiße Auspuffanlagen). Öffentliche Feuerstellen oder Grillplätze im und am Wald dürfen nicht mehr genutzt werden.
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von der Trockenheit bedrohte Pflanzen auf dem Waldboden
Waldbrandgefahrenstufe 4
In Waldgebieten sollten öffentliche Straßen und Wege, sowie Waldwege aller Art nicht verlassen werden. Die Forstbehörde kann ausgewiesene Parkplätze, sowie touristische Einrichtungen im Wald sperren. Die zuständigen Behörden treffen gegebenenfalls zusätzliche Brandschutzmaßnahmen.
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Feuerwehrschlauch auf Waldboden
Waldbrandgefahrenstufe 5
Die Forstbehörde und der Waldeigentümer dürfen den Wald sperren. Der Wald sollte weder betreten noch befahren werden. Ausnahmen gelten nur zu Kontrolltätigkeiten durch die Forstbehörde, sowie für Kräfte des Brandschutzes, Rettungsdienstes oder Katastrophenschutzes.

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 30.06.2018 | 07:00 Uhr

Quelle: MDR/mh
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Eine Waldbrand-App auf einem Smartphone
Waldbrandgefahrenstufe 3
Es besteht eine erhöhte Waldbrandgefahr. Die zuständige Behörde darf den Wald sperren. Das Betreten des Waldes ist weiterhin erlaubt, aber bei der Nutzung von Waldparkplätzen ist erhöhte Vorsicht geboten (Stichwort: heiße Auspuffanlagen). Öffentliche Feuerstellen oder Grillplätze im und am Wald dürfen nicht mehr genutzt werden.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

08:22 Uhr | Erste Erntehelfer aus Rumänien erwartet

Landwirte können sich in der Corona-Krise auf die ersten dringend benötigten Erntehelfer aus dem Ausland einstellen: Heute sollen rumänische Arbeiter mit Sonderflügen nach Berlin und Düsseldorf gebracht werden. Weitere Maschinen werden in den kommenden Tagen erwartet. In Sachsen-Anhalt geht der Landesbauernverband von bis zu 1.500 rumänischen Arbeitskräften aus. Die Arbeiter werden unter anderem für die Spargelernte gebraucht.

08:09 Uhr | Ab Sonnabend: Wieder Lebensmittel für Bedürftige in Stendal

Bedürftige in Stendal können sich ab Sonnabend wieder bei der Tafel mit Lebensmitteln eindecken. Wie die Tafel mitteilte, wird die Ausgabe allerdings gestaffelt. Vormittags sollen Kunden über 60 versorgt werden, mittags Familien und im Anschluss alle weiteren Kunden. Einige Tafeln hatten wegen der Corona-Krise vorübergehend ihre Arbeit eingestellt.

07:52 Uhr | Jugendherbergen: Eine Stornierung nach der anderen

Wegen der Corona-Krise geht bei den 15 Jugendherbergen in Sachsen-Anhalt eine Stornierung nach der anderen ein. Das hat der Geschäftsführer des Landesverbandes, Marc Nawrodt, MDR SACHSEN-ANHALT gesagt. Die bislang eingegangen Stornierungen machten mehr als ein Viertel des Jahresumsatzes aus. Ein Ende sei nicht in Sicht. Klassenfahrten seien bis Ende Mai per Landesverordnung ausgesetzt. Bis dahin müssten die Herbergen auf Rücklagen zurückgreifen.

07:39 Uhr | Fahrgastzahlen auch im Nahverkehr in Dessau massiv eingebrochen

Straßenbahn vor Hauptbahnhof Dessau
Die Dessauer Straßenbahnen bleiben in der Corona-Krise schon seit einigen Tagen im Depot. (Archivfoto) Bildrechte: MDR/André Plaul

Heute Morgen haben wir im Newsblog bereits berichtet, dass die Fahrgastzahlen bei den Magdeburger Verkehrsbetrieben massiv eingebrochen sind. Anderswo in Sachsen-Anhalt ist die Lage eine ähnliche: In Dessau-Roßlau etwa nutzen in normalen Zeiten 25.000 Fahrgäste am Tag Straßenbahnen und Busse. Aktuell werden nur noch etwa 2.500 Fahrgäste am Tag gezählt. Für das anstehende Wochenende erwarten die Verkehrsbetriebe nur noch 500 Fahrgäste am Tag. Bahnen bleiben deshalb schon länger im Depot. Busse fahren nur noch nach einem Notfallfahrplan. Die Einnahmen der Verkehrsbetriebe sind um 85 Prozent gesunken.

07:23 Uhr | Offenbar Ärger in ZASt-Außenstelle in Quedlinburg: Bewohner werfen Suppe auf den Boden

Nach Tumulten und Protesten in der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber in Halberstadt voriges Wochenende ist es nun offenbar wieder zu Ärger gekommen, allerdings im Quarantänelager in Quedlinburg. Das schreibt die "Volksstimme". Zu den Konflikten war es demnach Mittwochmittag bei der Ausgabe von Essen gekommen, bestätigte das Landesverwaltungsamt der Zeitung. Einige der 40 Bewohner hätten ihre Suppe zu Boden geworfen, protestiert und vorsätzlich einen Feueralarm ausgelöst.

Nahrungsmittel auf den Boden zu werfen, um sein Missfallen über die Qualität der Essensversorgung zum Ausdruck zu bringen, ist kein schönes Signal an die Öffentlichkeit und an unsere Mitarbeiter, die in der ZASt tagtäglich die Bewohner versorgen.

Denise Vopel Sprecherin Landesverwaltungsamt

Die Außenstelle steht – ebenso wie die ZASt selbst – unter Quarantäne.

07:12 Uhr | Absatz von Toilettenpapier ist zurückgegangen

Es gibt Grund zur Hoffnung: Der Verkauf von Toilettenpapier, Seife und von Mehl ist vergangene Woche stark gesunken. Der Absatz lag laut Statistischem Bundesamt unter dem Durchschnittswert der vorangegangenen sechs Monate. Zum Vergleich: Vor zwei Wochen lag die verkaufte Menge noch rund 50 Prozent über dem Durchschnitt. Wir alle kennen ja die Bilder von leeren Supermarktregalen und die Aussage von manchem, Klopapier sei das neue Gold.

Toilettenpapier
Heiß begehrt: Toilettenpapier ist in den vergangenen Wochen ohne Ende verkauft worden. Nun ist der Absatz ein bisschen zurückgegangen. (Symbolbild) Bildrechte: Colourbox.de

Übrigens: Die Nachfrage nach Desinfektionsmittel ist wieder gestiegen. In der vergangenen Woche wurde davon viermal so viel verkauft wie zu Normalzeiten.

06:56 Uhr | Statt eines Osterfeuers: Wittenberger Stadtkirche wird österlich illuminiert

Seitenansicht der Stadtkirche in Wittenberg
Die Turmhauben der Stadtkirche in Wittenberg sollen zu Ostern illuminiert werden. (Archivfoto) Bildrechte: IMAGO

Schöne Idee: Weil die Osterfeuer in Sachsen-Anhalt wegen der Coronavirus-Pandemie ausfallen, sollen in Wittenberg die Turmhauben der Stadtkirche illuminiert werden. Laut Stadtkirchengemeinde soll die Illumination in den drei Osternächten auch von weitem zu sehen sein. Sie wird Karsamstag um 22 Uhr eingeschaltet, begleitet vom Glockengeläut von Stadtkirche und Schlosskirche. Der virtuelle Osterfeuer-Ersatz sollen auch in den Nächten auf Montag und Dienstag von 22 Uhr bis 1 Uhr zu sehen sein. Ziel ist, "ein österliches Zeichen der Zuversicht und der Gemeinschaft während der Corona-Krise" auszusenden.

06:42 Uhr | Arbeit bei VW-Zulieferern soll nach Ostern wieder hochgefahren werden

Viele Sachsen-Anhalter arbeiten bei Automobil-Zulieferern. Für sie gibt es eine gute Nachricht: VW will die Produktion in seinen Zulieferwerken nach Ostern wieder stärker anlaufen lassen. Das betrifft insgesamt 1.700 Mitarbeiter an den Standorten Braunschweig, Kassel, Salzgitter, Chemnitz und Hannover. In einigen Werken der Komponenten-Fertigung soll nach Unternehmensangaben ab Dienstag der ohnehin laufende Teilbetrieb erweitert werden. So soll die Produktion in den chinesischen Werken sichergestellt werden. VW hatte – wie andere Autokonzerne auch – den größten Teil seiner Werke in Europa stillgelegt.

06:27 Uhr | Masken für Straßenbahn-Fahrgäste in Halle, Sparzwang in Magdeburg

Die Hallesche Verkehrs-AG (HAVAG) reagiert auf Beschwerden über überfüllte Straßenbahnen. In einzelnen Linien würden nun morgens und abends größere Fahrzeuge eingesetzt, sagte ein Sprecher MDR SACHSEN-ANHALT. Nach Ostern fahre zu bestimmten Zeiten außerdem eine zusätzliche Linie. Außerdem hat der Krisenstab der Stadt empfohlen, in öffentlichen Verkehrsmitteln Atemmasken zu tragen. Sie werden jeden Nachmittag in den fünf Quartierbüros der Stadt ausgegeben.

In Magdeburg dagegen kämpfen die Verkehrsbetriebe (MVB) mit den Auswirkungen der Krise: Die Fahrgastzahlen sind massiv eingebrochen. Wie die MVB mitteilten, sind allein im März 800.000 Euro weniger eingenommen worden. Bis Ende des Jahres rechne man mit Verlusten von etwa fünf Millionen Euro. Die Verkehrsbetriebe prüfen nach eigenen Angaben nun Sparmaßnahmen – und wollen auch mit der Politik ins Gespräch kommen.

06:11 Uhr | 1.077 Infektionen – warum die Reproduktionszahl so wichtig ist

Lassen Sie uns einen Blick auf die aktuellen Zahlen in Sachsen-Anhalt werfen. Laut Gesundheitsministerium in Magdeburg gibt es zwischen Arendsee und Zeitz inzwischen 1.077 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus, 53 mehr als noch am Vortag. Datenstand ist Mittwochnachmittag.

In Halle und im Landkreis Wittenberg sind jeweils drei Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

In unserem täglichen Daten-Update erklärt Ihnen Kollege Manuel Mohr, was es mit der sogenannten Reproduktionszahl auf sich hat. Die ist ganz entscheidend, wenn wir darüber diskutieren, wie und wann die bestehenden Einschränkungen wieder aufgehoben werden können. Und: Die Reproduktionszahl zeigt, ob diese Einschränkungen auch den gewünschten Erfolg bringen.

05:46 Uhr | Nach Großlieferung: Versorgung mit Masken hat sich entspannt

Nach der lang ersehnten Großlieferung am Mittwoch hat sich die Versorgung mit Atemschutzmasken in Sachsen-Anhalt leicht entspannt. Alle Landkreise und kreisfreien Städte hatten am Mittwoch mehrere zehntausend Stück erhalten. Die Behörden aus Halle, im Harz und im Burgenlandkreis teilten mit, dass das Gesundheitswesen damit für weitere zehn bis 14 Tage versorgt werden kann. In Mansfeld-Südharz, dem Saalekreis und im Altmarkkreis Salzwedel werden die Masken auch an Hausärzte, Physiotherapeuten und Bestatter verteilt.

05:30 Uhr | Willkommen im Newsblog!

Einen schönen guten Morgen! Das Team von MDR SACHSEN-ANHALT begrüßt Sie herzlich zum Newsblog rund um die Ausbreitung des Coronavirus. Heute ist Donnerstag, der 9. April 2020. Für viele von uns ist das der letzte reguläre Arbeitstag dieser Woche, morgen ist schließlich Karfreitag. Vorher haben wir bis 19 Uhr aktuelle Meldungen zum Coronavirus in Sachsen-Anhalt für Sie.

Bevor es losgeht, kurz ein Blick auf das Wichtigste von gestern:

  • Deutschland nimmt mehrere hundert Kinder aus den überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland auf. Die ersten 50 Kinder kommen nächste Woche an. Sachsen-Anhalt wird sich um eines dieser Kinder kümmern.
  • Nachdem eine Mitarbeiterin der JVA in Halle positiv auf das Coronavirus getestet wurde, gibt es leichte Entwarnung: Alle beruflichen Kontaktpersonen der Frau wurden negativ getestet. Kontakt zu Häftlingen hatte die Mitarbeiterin ohnehin nicht.

Quelle: MDR/ld,pat

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 09. April 2020 | 05:00 Uhr

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