Newsblog | 06.05.2020 Bei Anstieg von Infektionszahlen: Halle und Magdeburg wollen frühzeitig eingreifen

Sollten die Corona-Infektionen in Magdeburg und Halle wieder ansteigen, wollen beide Städte schnell darauf reagieren. Und: Die Öffnung der Gastronomie erst nach Himmelfahrt sorgt für Kritik. Diese und weitere Entwicklungen im Newsblog.

Die vier Türme der Marktkirche und das Denkmal für Georg Friedrich Händel auf dem Marktplatz von Halle
Bildrechte: dpa, IMAGO / imageBROKER/Andreas Vitting

Die Entwicklungen am Donnerstag

Die wichtigsten Infos im Überblick:

19:00 Uhr | Feierabend für heute

Das war der Corona-Newsblog für heute. Auch morgen halten wir Sie ab 6:30 Uhr wieder mit einem Newsblog auf dem Laufenden. Bis dahin lesen Sie alles Wichtige hier.

Gerne können Sie in der Zwischenzeit auch durch unsere Bildergalerie mit emotionalen, kuriosen oder einfach nur bildstarken Fotos aus der Corona-Krise klicken.

Die Krise in Bildern Sachsen-Anhalt in Zeiten von Corona

Trainingsbereich im Fitnessstudio mit Absperrband gesperrt
Viele Fitnesscenter im Land dürfen wieder öffnen. Das erfolgt unter Auflagen: Jedes zweite Fitnessgerät ist abgesperrt und darf nicht genutzt werden. Einige Trainingszirkel sind eingezäunt, um die Wege der Sportler zu lenken. Bildrechte: MDR/Mario Köhne
Trainingsbereich im Fitnessstudio mit Absperrband gesperrt
Viele Fitnesscenter im Land dürfen wieder öffnen. Das erfolgt unter Auflagen: Jedes zweite Fitnessgerät ist abgesperrt und darf nicht genutzt werden. Einige Trainingszirkel sind eingezäunt, um die Wege der Sportler zu lenken. Bildrechte: MDR/Mario Köhne
Teilnehmer einer Demonstration des Bündnisses Freier Kunst- und Kulturakteure protestieren vor dem Landtag von Sachsen-Anhalt
Kulturschaffende haben am 27. Mai in Magdeburg eine Kunstaktion veranstaltet. Sie fordern finanzielle Unterstützung für freischaffende Künstler. Bildrechte: dpa
Ein Schild kurz hinter der Landesgrenze von Sachsen zu Sachsen-Anhalt, am Ortseingang Lützen, weist darauf hin: "Reisen aus touristischen Anlässen ins Land Sachsen-Anhalt sind untersagt!".
Während Ferienhäuser und -wohnungen seit dem 15. Mai wieder öffnen dürfen, bleibt das Einreiseverbot nach Sachsen-Anhalt aus touristischen Gründen weiter verboten. Spätestens mit der Fortschreibung der 6. Eindämmungsverordnung, die am 26.05.2020 im Kabinett beschlossen werden soll, wird es weitere Informationen geben, ab welchem Zeitpunkt wieder Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet nach Sachsen-Anhalt reisen können. Bildrechte: dpa
Mitarbeiterinnen des Burgenlandkreises bereiten sich in einem Zelt auf den Start des Corona-Screenings vor.
In einem eigens dafür aufgestellten Testzentrum in Weißenfels haben am 14. Mai Mitarbeiter des Burgenlandkreises mit Corona-Tests in der Belegschaft des Fleischkonzerns Tönnies begonnen. Bis zu 2.500 Mitarbeiter der drei Tönnies-Standorte in Weißenfels sollen in den kommenden Tagen auf das neuartige Virus getestet werden. Anlass der prophylaktischen Untersuchung waren Ausbrüche in Betrieben der Fleischwirtschaft in anderen Bundesländern. Bildrechte: dpa
 Zwei Schülerinnen aus dem Harz sitzen mit Mundschutz in einer Kabinengondel der Seilbahn in Thale.
Ein Stück Normalität ist in den Harz zurückgekehrt: Seit dem 10. Mai fahren die Kabinenbahn zum Hexentanzplatz und der Sessellift zur Rosstrappe wieder. In den Kabinen der Kabinenbahn müssen allerdings Mund-Nase-Masken getragen werden. Bildrechte: dpa
Vor einem geschlossenen Kino hängt eine leere Schautafel.
Heute kein Film: Dieses Kino am Stadtrand von Magdeburg bleibt wie viele andere in der Corona-Krise erst einmal noch geschlossen. Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer
Plakat in Halle, das auf die Notlage der Gastronomen in der Corona-Krise aufmerksam macht
Gastronomen in Not: Dieses Banner hängt in Halle. Bildrechte: MDR/Fabian Brenner
Ballonfahrer Winfried Borchert aus Wernigerode (r) legt nach der Landung im Vorharzort Hessen seinen Heiߟluftballon vorsichtig auf die Seite.
Auch Ballonfahren ist – unter Einhaltung der Hygieneregeln – wieder gestattet. Diese Truppe im Harz war sicherlich eine der ersten nach der Lockerung des Kontaktverbots. Bildrechte: dpa
Besucher des Garteinreiches fahren im Wörlitzer Park auf Gondeln.
Am ersten Wochenende nach der Corona-Lockerung sind auch wieder viele Menschen ins Gartenreich Dessau-Wörlitz gekommen. Neben historischen Gebäuden wie dem Schloss Wörlitz und dem Schloss Oranienbaum sind auch die Gondeln auf den Kanälen in der Parkanlage wieder für Besucher geöffnet. Bildrechte: dpa
Ein Mitarbeiter der Bootsverleihstation am Wendefurther Stausee reinigt Boote, die aneinandergereiht auf dem Wasser liegen.
Sachsen-Anhalt bereitet sich auf die geplanten Lockerungen vor: Ab Mitte Mai darf der Tourismus für Einheimische wieder starten. Am Wendefurther Stausee im Harz werden schon mal die Boote für Ausflügler hergerichtet. Bildrechte: dpa
Ein Mann sitzt an einem Schreibtisch
Auch für Fahrschullehrer Jens-Uwe Simonsen aus Magdeburg läuft der Betrieb wieder an. Nach Wochen Corona-bedingter Schließung darf er wieder Fahrschüler empfangen – jedoch nicht, ohne die geltenden Hygiene-Regeln zu beachten. Bildrechte: MDR/Hanna Lohoff
Anleger für Elbfähre
Weil sich Überfahrten wegen der Corona-Krise nicht rechnen, liegen seit Wochen viele Fähren an Land. So auch in Pretzsch im Landkreis Wittenberg. Ab 17. Mai soll der Fährbetrieb hier aber wieder aufgenommen werden. Bildrechte: MDR/André Damm
Spielplatz in Magdeburg
Absperrbänder adé: Landesweit dürfen Spielplätze wieder genutzt werden. Allerdings entscheiden die einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte, welche Spielplkätze öffnen. Die Stadt Magdeburg zum Beispiel hat alle 128 Spielfächen wieder zur Nutzung freigegeben. Bildrechte: MDR/Frank Rugullis
Eine Infotafel vor einem grünen Gassthof.
 "Heinrichs" in Walternienburg (Anhalt) fiebert dem Ende der Gastronomie und Beherbergungssperre entgegen. Sie betreiben Café, Wirtschaft, Biergarten und Ferienwohnung am Elberadweg. Bildrechte: MDR/André Plaul
Ein gelbes Infoblatt hängt an einem Eingangstor.
Doch bislang ist wegen der Corona-Auflagen alles geschlossen. Bildrechte: MDR/André Plaul
Mitarbeiterinnen der Vereinigten Domstifter tragen im Dom St. Peter und Paul in Naumburg Mundschutz unter der weltbekannten Stifterfigur Uta von Ballenstedt neben ihrem Gemahl Ekkehard II. Markgraf von Meißen.
Nach achtwöchiger Schließung öffnet auch der Naumburger Dom wieder seine Tore. Allerdings sind für Besucher nun das Tragen von Mundschutz und die Angabe ihrer Kontaktdaten Pflicht. Bildrechte: dpa
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Leere Straßen und Plätze wegen des Coronavirus in Magdeburg.
Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

18:32 Uhr | Naumburg: Welterbe-Besuch nur mit Mundschutz möglich

Der Naumburger Dom darf künftig nur noch mit Mundschutz und unter Angabe der Kontaktdaten betreten werden. Damit sollen Infektionen mit dem Coronavirus begrenzt werden und mögliche Kontaktwege nachvollzogen werden können, falls es doch zu einer Übertragung des Virus kommt. Das teilten die Vereinigten Domstifter am Mittwoch mit. Demnach sind zudem Menschen mit Symptomen einer Covid-19-Erkrankung vom Besuch der Welterbestätte ausgeschlossen. Das trifft auch auf Gäste zu, die innerhalb von 14 Tagen vor ihrem Besuch im Ausland waren.

Nach einer knapp achtwöchigen Schließung wird der Dom von Freitag bis Sonntag wieder geöffnet sein. Ab kommender Woche Freitag soll er dann wieder dauerhaft zugänglich sein. Der Naumburger Dom ist seit 2018 UNESCO-Welterbestätte.

Mitarbeiterinnen der Vereinigten Domstifter tragen im Dom St. Peter und Paul in Naumburg Mundschutz unter der weltbekannten Stifterfigur Uta von Ballenstedt neben ihrem Gemahl Ekkehard II. Markgraf von Meißen.
So soll der Besuch im Naumburger Dom aussehen. Bildrechte: dpa

18:11 Uhr | Überblick: Welche Bundesländer besucht werden dürfen

Darf ich meine Mutter zum Muttertag in Sachsen besuchen? Können wir an Pfingsten an die Ostsee fahren? Weil jedes Bundesland andere Regeln hat, ist es manchmal schwer, den Überblick zu behalten. Wir zeigen, welche Regeln wo gelten:

17:50 Uhr | Haseloff fordert Finanzkonzept für 3. Liga

Reiner Haseloff
Fordert Gleichberechtigung zwischen 1., 2. und 3. Liga: Ministerpräsident Reiner Haseloff. Bildrechte: imago images / Susanne Hübner

Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) fordert den Deutschen Fußball-Bund (DFB) sowie Bund und Länder auf, auch für die 3. Liga ein tragfähiges Finanzkonzept zu erstellen. Im Anschluss an die Sitzung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte Haseloff: "Es kann beim Fußball nicht nur um 1. und 2. Liga gehen." Am Mittwoch hatten Merkel und die Ministerpräsidenten in einer Videokonferenz den Weg für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der ersten beiden Profiligen ab Mitte Mai freigemacht.

Am 25. Mai soll auf einem Außerordentlichen Bundestag des DFB über das weitere Vorgehen in der 3. Liga sowie der Frauen-Bundesliga entschieden werden.

17:36 Uhr | Autokinos erleben Renaissance

Kulturelle Veranstaltungen haben es wegen Corona zurzeit schwer. Doch es gibt eine Ausnahme: Autokinos. Bereits tot geglaubt, erleben sie jetzt einen zweiten Frühling und schießen auch in Mitteldeutschland wie Pilze aus dem Boden.

Eine Übersicht über die Autokinos in Sachsen-Anhalt finden Sie hier:

17:13 Uhr | Zwölf neue Corona-Fälle seit gestern

Zwölf Menschen haben sich seit gestern in Sachsen-Anhalt mit dem Coronavirus infiziert. Das zeigen die aktuellen Daten des Sozialministeriums. Insgesamt gab es seit Ausbruch der Pandemie 1.604 bestätigte Fälle in Sachsen-Anhalt.

Die Zahlen im Überblick:

16:51 Uhr | Kaum Preisanstiege bei Hotelübernachtungen erwartet

Preise für Hotelübernachtungen werden nach Ansicht des Hotel- und Gaststättenverbandes Sachsen-Anhalt in diesem Jahr kaum steigen. DEHOGA-Chef Michael Schmidt sagte MDR SACHSEN-ANHALT, der Konkurrenzkampf unter den Hotels werde dazu führen, dass die Preise beibehalten würden. Allerdings könnten die Preise für Übernachtungen an den Wochenenden steigen oder auch für Reisen an die Ost- und Nordsee. Hinzu komme, dass die Zimmer schnell ausgebucht sein würden.

16:30 Uhr | Trotz Corona: Keine höhere Sterberate in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sind trotz der Corona-Pandemie wöchentlich weniger Menschen in den ersten 14 Kalenderwochen 2020 gestorben als im vergleichbaren Zeitraum der vergangenen vier Jahre. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes hervor.

Demnach starben in unserem Bundesland bis zum 5. Mai nach vorläufiger Auswertung wöchentlich im Durchschnitt 664 Personen. In den Jahren 2016 bis 2019 lag die durchschnittliche Sterberate pro Woche in den ersten 14 Kalenderwochen bei 696 – also sogar noch etwas darüber.

Von einer Übersterblichkeit spricht man, wenn ein langjähriger Durchschnittswert überschritten wird. In Zusammenhang mit Covid-19 wurden in Sachsen-Anhalt sowohl vom Statistischen Landesamt als auch vom Robert-Koch-Institut 45 Todesfälle bis zum 4. Mai registriert.

Grafik Sterbefälle Sachsen-Anhalt
Die Grafik zeigt die durchschnittlichen Sterbefälle der letzten Jahre. Bildrechte: Statitisches Landesamt Sachsen-Anhalt

16:12 Uhr | Mundschutz eine Zusatzbelastung für Rettungskräfte

Die körperliche Anstrengung für Rettungskräfte ist während der Corona-Krise gestiegen. So müssen die Einsatzkräfte zum Beispiel bei einem Unfall mit einer engeklemmten Person Mundschutz tragen. Der Ortswehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Möser, Johannes Heinrich, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, für die Rettungskräfte sei es eine enorme Belastung, unter den dichten FFP-3-Masken das schwere Rettungsgerät zu führen. Man müsse sich mehr mit den Kameraden abwechseln. Nach Angaben von Heinrich läuft der Einsatz dann auch routinemäßig.

15:55 Uhr | Halle und Magdeburg wollen frühzeitig eingreifen, falls Infektionszahlen erneut steigen

Die beiden Städte Halle und Magdeburg wollen im Fall einer erneuten Corona-Infektionswelle eher mit Beschränkungen reagieren als von Bund und Ländern verabredet. Das kündigten die Stadtchefs von Magdeburg und Halle am Mittwoch an.

Halle würde eingreifen, wenn es in einer Woche 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gäbe, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos). Diese Anzahl sei in den vergangenen Wochen der Spitzenwert gewesen. Mit Blick auf die Einwohnerzahl der Stadt wäre dieses Verhältnis bei etwa 85 neuen Fällen pro Woche erreicht.

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper bei einer Veranstaltung in der Staatskanzlei in Magdeburg, 2016.
Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper wolle im Fall der Fälle frühzeitig reagieren, aber nicht die ganze Stadt lahmlegen. Bildrechte: IMAGO

Auch Magdeburg würde frühzeitig eingreifen, sagte Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD). "Aber nicht, indem wir die ganze Stadt lahmlegen." Vielmehr müsse lokal entschieden werden, wie die Situation eingedämmt werden könne.

Bei Beratungen von Bund und Ländern einigten sich die Vertreter nach Medienberichten am Mittwoch darauf, dass die Länder bei größeren Ausbrüchen konsequente Verschärfungen der Corona-Regeln garantieren sollen. Entsprechende Beschränkungen sollen demnach ab einem Anstieg von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche greifen.

15:34 Uhr | "Widerstand2020" auch in Sachsen-Anhalt aktiv

Die neue Gruppierung "Widerstand2020" versucht gerade, die Unzufriedenheit über die Corona-Politik für sich zu nutzen. Die Bewegung ist im Internet gestartet und hat in den letzten Tagen einige Demonstrationen organisiert, darunter auch in Halle und Magdeburg.

Der Extremismusforscher Matthias Quent macht dort starke rechte Tendenzen aus. Im Interview mit MDR SACHSEN-ANHALT erklärt er die Hintergründe.

15:17 Uhr | FCM und HFC haben bei Saisonabbruch Anspruch auf Kurzarbeitergeld

Die Clubs der 3. Fußball-Liga haben bei einem freiwilligen Saisonabbruch weiterhin Anspruch auf Kurzarbeitergeld für ihre Spieler und Angestellten. "Auch wenn die rechtliche Möglichkeit besteht, das Geschäft wieder zu öffnen oder in diesem Fall den Spielbetrieb in der 3. Liga mit Geisterspielen fortzusetzen, ist das ohne Belang", sagte Arbeitsmarktexperte Holger Schäfer vom Institut der Deutschen Wirtschaft der Sport Bild am Mittwoch.

Entscheidend sei einzig, ob eine vorübergehende, wirtschaftlich begründete Notwendigkeit auf Kurzarbeit besteht. "Wenn das in der 3. Liga der Fall ist, weil zum Beispiel die Zuschauer-Einnahmen fehlen, und die Vereine deshalb freiwillig auf Abbruch entscheiden, verfällt damit nicht ihr Anspruch auf Kurzarbeitergeld für ihre Angestellten", erklärte Schäfer.

Mehrere Drittligisten, darunter der 1. FC Magdeburg, der Hallesche FC und der FSV Zwickau, haben aufgrund der Corona-Krise ihre Profis in Kurzarbeit geschickt. Laut "Sport Bild" tagt am Donnerstag der für die 3. Liga zuständige DFB-Ausschuss, um über weitere Schritte zu beraten. Ein Saisonabbruch kann allerdings ausschließlich durch einen Außerordentlichen Bundestag des DFB beschlossen werden. Dieser wurde für den 25. Mai einberufen.

14:53 Uhr | Mehrwertsteuer soll bei Speisen auf sieben Prozent sinken

Restaurants und Cafés sollen wegen der Corona-Krise vorübergehend weniger Steuern zahlen. Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf beschlossen, nach dem die Mehrwertsteuer auf Speisen von 19 auf 7 Prozent gesenkt wird. Die Regelung soll zum 1. Juli in Kraft treten und bis Ende kommenden Jahres gelten. Für Getränke gilt die Steuersenkung nicht. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen.

14:29 Uhr | Klinikum Magdeburg dankt freiwilligen Pandemie-Helfern

In diesen Wochen geht es kaum ohne freiwillige Helfer. So auch im Klinikum Magdeburg. Dort ist man nach einem Freiwilligenaufruf überwältigt von der Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung. "Damit stärken sie unseren Kolleginnen und Kollegen in Medizin und Pflege den Rücken und machen uns allen Mut", sagt Personalleiterin Beate Vock. Zu den Helfern gehören zum Beispiel Medizinstudent Dariush Henning, Silke Luding, die früher selbst als Krankenschwester gearbeitet hat, und Raphael Müller-Griehl, der Medizinprodukte vertreibt.

Dabei sind laut Vock Erfahrungen im medizinischen Bereich nicht zwingend notwendig. Vielmehr hoffe sie, dass das freiwillige Engagement auch nach der Pandemie anhält. Dabei sieht sie nicht nur die Klinik im Fokus, auch andere Einrichtungen seien auf die Hilfe von Freiwilligen angewiesen.

Raphael Müller-Griehl, Dariush Henning, Silke Luding
Nur einige der freiwilligen Helfer am Klinikum Magdeburg: Raphael Müller-Griehl, Dariush Henning, Silke Luding. Bildrechte: Klinikum Magdeburg

14:05 Uhr | Gesundheitsämter in Mitteldeutschland nur unzureichend auf zweite Infektionswelle vorbereitet

Politiker und Virologen betonen immer wieder, dass eine Grundvoraussetzung für weitere Öffnungsschritte die möglichst vollständige Kontaktnachverfolgung von Corona-Infektionsketten sei. Nur so könnten die Ketten unterbrochen und der Virus unter Kontrolle bekommen werden.

Deshalb hatten Bund und Länder vor sechs Wochen Mindestpersonalstärken für Gesundheitsämter beschlossen. Doch mit der Umsetzung dieses Beschlusses hapert es in Mitteldeutschland.

Wo es genau hapert, lesen Sie hier:

13:46 Uhr | Bundesländer tragen Verantwortung für weitere Lockerungen

Die Bundesländer übernehmen die Verantwortung für weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Gleichzeitig müssen sie auf mögliche negative Folgen sofort reagieren. Darauf haben sich Bund und Länder heute geeinigt. Sollten innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100. 000 Einwohner gemeldet werden, sollen Beschränkungen wieder sofort konsequent umgesetzt werden.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen der Schalte von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder.

13:25 Uhr | Gaststättenverband mit Kritik wegen Himmelfahrt und Forderung nach Sonderrolle für Harz

Der Hotel- und Gaststättenverband in Sachsen-Anhalt bedauert, dass die Gastronomie erst nach Himmelfahrt hochgefahren werden soll. DEHOGA-Chef Michael Schmidt sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Regelung sei unglücklich gewählt. Schmidt geht davon aus, dass die Menschen Alkohol im Supermarkt kaufen und sich dann auf Rad- und Wanderwegen aufhalten. Es sei fraglich, ob dann die Abstandsregeln eingehalten würden. In der Gastronomie hätten dagegen Hygienekonzepte ausgearbeitet werden können. Schmidt sagte wörtlich: "Ich glaube, dass die Angst wohl größer war, als den Gastronomen den Tag zu schenken."

Michael Schmidt
DEHOGA-Chef Michael Schmidt Bildrechte: dpa

Außerdem fordert Schmidt einen früheren Öffnungstermin für Restaurants im Ostharz. Hintergrund sind Pläne in Niedersachsen, wonach die Gastronomie ab kommenden Montag, den 11. Mai, wieder eröffnet. In Sachsen-Anhalt sollen Restaurants und Kneipen erst am 22. Mai den Betrieb wieder hochfahren dürfen. Der DEHOGA-Chef sagte, es sei eine absolute Benachteiligung für den Ostharz, wenn es zwei verschiedene Öffnungsmodelle zwischen Niedersachen und Sachsen-Anhalt gebe. Der Harz sei dann zweigeteilt. Schmidt fordert von der Landesregierung Nachbesserungen.

12:49 Uhr | Fahrsicherheitszentrum bei Schkeuditz öffnet wieder

ADAC Fahrsicherheitstraining für Motorradfahrer. Ein Mann in schwarzer Schutzkleidung fährt auf einem silbernen Motorrad durch orangefarbene Pylonen.
Auch für Biker gibt es wieder Fahrsicherheitstrainings beim ADAC. (Archivfoto) Bildrechte: imago images / Jochen Tack

Das ADAC-Fahrsicherheitszentrum Leipzig/Halle in Dölzig bei Schkeuditz ist ab morgen wieder für Trainings geöffnet. Das hat der Automobilclub heute bekannt gegeben. Demnach werden wieder Kurse für Autofahrer, Transporter, Wohnmobilfans und Motorradfahrer angeboten. Abstands- und Hygieneregeln könnten eingehalten werden, wenn jeder sein eigenes Fahrzeug nutze. Während der Besprechungen vor und nach dem Training müsse im Gebäude ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Das Fahrsicherheitszentrum war wegen der Pandemie seit Mitte März geschlossen.

12:14 Uhr | Bikergottesdienst in der Altmark fällt in diesem Jahr aus

In diesem Newsblog haben wir heute schon thematisiert, dass die Kirchengemeinden in Sachsen-Anhalt sich auf die anstehenden Gottesdienste vorbereiten. In Lindenberg in der Altmark hieße das unter normalen Umständen, dass die Vorbereitungen für den beliebten Bikergottesdienst auf Hochtouren laufen. Doch was ist schon normal in diesen Tagen?! Auch der Bikergottesdienst mit seinen rund 100 Besuchern muss in diesem Jahr ausfallen. Das teilte Pfarrer Christian Buro heute mit. Unter den aktuellen Auflagen wäre der Gottesdienst nicht mehr derselbe gewesen, sagte Buro. Stattdessen werde es aber eine Videobotschaft und einen Segensgruß geben – auf der Website der Kirche Nordostaltmark.

11:47 Uhr | Menschenleeres Freyburger Freibad hofft auf Sommersaison

In vielen Freibädern in Sachsen-Anhalt wären diese Tage Anfang Mai die ersten der neuen Saison. Wegen der Coronavirus-Pandemie gilt aber weiterhin: Schwimmbäder müssen geschlossen bleiben – egal, ob überdacht oder im Freien. Eine Perspektive, wann die Bäder wieder öffnen dürfen, gibt es in Sachsen-Anhalt bislang nicht. Engagierten Fördervereinsmitgliedern – zum Beispiel im Freibad in Freyburg – tut das richtig weh. Unser Reporter Jonathan Doll war vor Ort.

11:20 Uhr | Zahl der Infizierten im Gesundheitswesen stark gestiegen

Im Gesundheitswesen gibt es eine Zunahme von Infektionen mit dem Coronavirus. Das schreibt heute die Augsburger Allgemeine und beruft sich auf Zahlen des Robert Koch-Instituts. Danach hat die Zahl der registrierten Fälle um ein Drittel zugenommen und liegt jetzt bei gut 10.000. Außerdem seien 16 Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben.

Mehr Corona-Meldungen aus Deutschland und der Welt bekommen Sie rund um die Uhr im Ticker von MDR AKTUELL.

10:48 Uhr | Verkehrserziehung jetzt auch digital

Eine rote Ampel
Aufpassen im Straßenverkehr: Die Verkehrserziehung gibt es erst einmal nur digital. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Future Image

Die Verkehrswacht in Sachsen-Anhalt bietet die Verkehrserziehung für Kinder und Menschen mit Behinderungen ab sofort auch digital an. Grund ist, dass wegen der Coronavirus-Pandemie keine Veranstaltungen in Schulen oder Kitas erlaubt sind. Wie die Verkehrswacht heute mitteilte, bleibt das Thema Verkehrserziehung aber dennoch wichtig. Schulen, Kitas und Einrichtungen für behinderte Menschen können sich bei der Verkehrswacht melden, wenn sie Interesse an der digitalen Verkehrserziehung haben.

10:20 Uhr | Kirchengemeinden bereiten sich auf Gottesdienste vor

Die Kirchengemeinden in Sachsen-Anhalt bereiten sich nach wochenlangem Verbot auf die ersten Gottesdienste in den Kirchen vor. Gottesdienste sind seit dieser Woche wieder erlaubt – wenn auch mit dem nötigen Abstand. Der anhaltische Kirchenpräsident Joachim Liebig sagte, die Freude sei groß, endlich wieder Gottesdienst feiern zu können. Ein digitales Angebot ersetze nicht die persönliche gemeinsame Feier in der Kirche. Ein Schutzkonzept der Kirchen soll sicherstellen, dass sich niemand ansteckt. So sind beim Gottesdienst in der Lindenhofskirche der Stiftung Neinstedt kommenden Sonntag maximal 50 Teilnehmer erlaubt. Im Magdeburger Dom sind am Wochenende drei Kurzgottesdienste geplant. Sie sollen nicht länger als 20 Minuten sein.

09:57 Uhr | Virologe Kekulé kritisiert Corona-Lockerungen

Der Virologe Alexander Kekulé von der Uni Halle hat die Corona-Lockerungen von Bund und Ländern kritisiert. In einem Gast-Beitrag für Zeit Online schrieb Kekulé, die Politik dürfe die Kontaktbeschränkungen erst lockern, wenn sie alternative Schutzmaßnahmen installiert habe. Das Konzept der Eingriffe in Intervallen sei brandgefährlich. Man setze die Bevölkerung und im Wesentlichen alte Menschen so einer Gefahr aus, sagte Kekulé.

Alexander Kekulé bespricht im Podcast von MDR AKTUELL täglich die neuesten Entwicklungen zum Coronavirus – und beantwortet Ihre Fragen. Die einzelnen Episoden finden Sie hier.

09:32 Uhr | Figurensammlung am Magdeburger Puppentheater öffnet wieder

Das gesellschaftliche Leben kehrt ein Stück weit zurück. Das macht sich auch am Magdeburger Puppentheater bemerkbar. Dort darf die Villa P. ab diesem Freitag wieder geöffnet werden. Dort ist die einzigartige Figurensammlung des Magdeburger Puppentheaters untergebracht. Wer die Ausstellung besuchen will, soll sich vorher telefonisch beim Puppentheater anmelden. Außerdem ist ein Mund-Nasen-Schutz Pflicht.

Puppe in der Sammlung des Puppentheaters Magdeburg
"Die trauernde Magdeburg" in der Sammlung der Villa P. in Magdeburg Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel

Die Öffnungszeiten der Villa P. Die Villa P. ist mittwochs bis freitags von 13 Uhr bis 18 Uhr und sonnabends und sonntags von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Der Eingang ist an der Warschauer Straße.

09:13 Uhr | Wenn ein Orchester zu Hause Musik macht

Kunst und Kultur liegen in diesen Wochen weitgehend flach. Das trifft natürlich auch die vielen Hobbymusiker, die in Ensembles gemeinsam Musik machen. Das Schalmeienorchester aus Parey hat sich gedacht: Wir machen trotzdem Musik. Und zwar von zu Hause. Also haben die Musiker sich filmen lassen. Einmal zusammengeschnitten, wirkt der Auftritt beinahe wie ein gemeinsamer Auftritt – zumindest virtuell.

Das möchten wir Ihnen nicht vorenthalten. Ton an und knapp vier Minuten genießen!

08:54 Uhr | Stärkere Nachfrage nach Touristen-Zielen in Sachsen-Anhalt

Nicht nur der Bundesaußenminister hat uns alle darauf eingestimmt, dass unser Sommerurlaub in diesem Jahr anders aussehen wird als üblich – die Corona-Krise macht es nötig. Eine logische Folge: Urlaub in der heimischen Region wird beliebter. In Sachsen-Anhalt ist das schon jetzt deutlich zu spüren. Der Landesverband der Camping- und Freizeitwirtschaft rechnet zum Beispiel damit, dass die Auslastung der rund 70 Campingplätze in Sachsen-Anhalt in diesem Jahr weiter steigen wird.

Blick auf einen Weinberg mit dem Schriftzug "Saale-Unstrut Wein"
An Saale und Unstrut rechnet der Tourismusverband mit einer steigenden Nachfrage von Touristen. (Archivfoto) Bildrechte: MDR/L. Müller

Und auch anderswo im Land ist zu spüren, dass der Sommerurlaub am Mittelmeer in diesem Jahr wohl ausfallen wird. Eine Auswahl.

  • Der Magdeburger Tourismusverband Elbe-Börde-Heide vermutet einen Ansturm auf Ferienwohnungen. Geschäftsführerin Irene Mihlan sagte MDR SACHSEN-ANHALT, es gebe schon vermehrt Anfragen rund um die Radwege. Beliebt seien die wald- und wasserreichen Regionen in Elbe-Parey.
  • Auch im Harz wächst die Nachfrage. Von der Chefin des Harzer Tourismusverbands, Carola Schmidt, hieß es, schon jetzt riefen verstärkt Leute an. "Die Leute wollen raus, sie wollen wieder reisen."
  • An Saale und Unstrut rechnen die Touristiker ebenfalls mit einer wachsenden Nachfrage – vor allem, weil Nord- und Ostsee in diesem Jahr sicher überlaufen sein werden, wie Antje Peiser von Saale-Unstrut-Tourismus prognostizierte. Der Verband arbeite aktuell an einer Sommerkampagne, sagte sie.

08:26 Uhr | Wegen der Pandemie: Gemüse ist teurer geworden

Vielleicht haben Sie es beim Einkauf schon gemerkt: Gemüse ist teurer geworden. Das gilt zum Beispiel für Kohlrabi, Tomaten oder Spargel. Dass deutscher Spargel teurer geworden ist, liegt auch an fehlenden Erntehelfern. Das MDR-Magazin Umschau hat zu dem Thema recherchiert – und verrät Ihnen hier unter anderem, ob in diesem Jahr auch die Erdbeeren teurer werden könnten.

08:02 Uhr | Ärzte: In Praxen Mund-Nasen-Schutz tragen

Die niedergelassenen Ärzte in Sachsen-Anhalt haben Patienten aufgerufen, beim Praxisbesuch einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das solle zur "neuen Normalität" gehören, schrieb die Kassenärztliche Vereinigung in Sachsen-Anhalt jetzt. Patienten könnten durch das Tragen einer Maske dabei helfen, Infektionen in Arzt-Praxen zu verhindern.

07:46 Uhr | Kanzlerin und Ministerpräsidenten beraten über weiteres Vorgehen

Angela Merkel
Bespricht sich heute wieder mit den Ministerpräsidenten: Bundeskanzlerin Angela Merkel Bildrechte: dpa

Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am Vormittag in einer Telefonschalte über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Ein Thema werde der Spielbetrieb im Profisport sein, kündigte gestern Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) an. Um Gastronomie, Tourismus und Kultur wird es heute dagegen nicht gehen. All das sind Themen, die laut Haseloff zur Ländersache erklärt worden sind. Sachsen-Anhalt hat vor, den Betrieb von Restaurants unter Auflagen ab 22. Mai wieder zu erlauben.

In den vergangenen Tagen hatte es Kritik daran gegeben, dass neben Sachsen-Anhalt immer mehr Bundesländer eigene Wege bei der Lockerung der Corona-Beschränkungen gehen. Regierungschef Haseloff hatte das verteidigt – und auf stark unterschiedliche Infektionszahlen verwiesen. Bei nur wenigen Neuinfektionen könne Sachsen-Anhalt Beschränkungen eher lockern als beispielsweise Bayern.

07:28 Uhr | Sportplätze in Wernigerode öffnen

In Wernigerode sollen heute mehrere Sportplätze geöffnet werden – darunter das Sportforum, die Schanzen-Anlage im Zwölfmorgental und der Reitplatz am Ziegenberg. Sie waren wegen der Coronavirus-Pandemie in den vergangenen Wochen geschlossen. Sportler müssten aber mehrere Auflagen beachten, teilte die Stadt mit. Es gelte der Mindestabstand von 1,5 Metern. Auch dürfe nur in Gruppen von maximal fünf Personen trainiert werden. Zuschauer sind verboten, Fußballspiele ebenfalls.

Was beim Sport im Freien erlaubt ist und was nicht – das können Sie in unseren Fragen und Antworten lesen.

07:16 Uhr | Bericht: Bundestagswahl ausschließlich per Briefwahl?

Im kommenden Jahr ist Bundestagswahl. Das ist noch lange hin – und doch will die Koalition von Union und SPD die Wahl offenbar vor möglichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie absichern. Das schreibt heute die "Rheinische Post". Danach soll die Möglichkeit geschaffen werden, dass der Bundestag ausschließlich per Briefwahl gewählt wird. Die Idee ist, dass die Bundestagswahl auch im Falle möglicher neuer Corona-Wellen wie geplant stattfinden könnte. Vor der Bundestagswahl im Herbst 2021 wird im Juni 2021 ein neuer Landtag in Sachsen-Anhalt gewählt. Über ähnliche Pläne hierzulande ist bislang nichts bekannt.

07:02 Uhr | Musik für Mieter: Wohnungsgenossenschaft plant Balkonkonzerte

Balkonmusik in Italien
In Italien haben Menschen in der Corona-Krise viel Zeit auf ihren Balkonen verbracht. Sie sangen gemeinsam, applaudierten für Ärzte und Pflegepersonal. (Archivfoto) Bildrechte: imago images/Italy Photo Press

Nun also auch bei uns in Sachsen-Anhalt: In Magdeburg soll es in diesem Monat freitags Musik für die Mieterinnen und Mieter der Magdeburger Wohnungsgenossenschaft (MWG) geben. Wie die MWG jetzt mitteilte, sind verschiedene Live-Auftritte – sogenannte Balkonkonzerte – geplant. Musiker sollen dabei aus den Höfen in Richtung der Mieter spielen. Die wiederum können die Auftritte vom Balkon oder aus dem Fenster verfolgen. Man wolle Lebensmut spenden und der lokalen Kunst- und Kulturszene signalisieren, dass man zu ihr stehe und sie in dieser schweren Zeit unterstütze, teilte die MWG mit. Auftreten sollen unter anderem die "Liederpiraten" oder "PAN". Am Ende soll das Magdeburger Lied gesungen werden.

Wo und wann genau die Konzerte stattfinden, wird laut MWG nicht veröffentlicht – aus Angst vor Verstößen gegen das Versammlungsverbot.

06:46 Uhr | Anzeigen erstattet: Dutzende Zoobesucher aus anderen Bundesländern

Im Magdeburger Zoo waren am Wochenende Dutzende Besucher aus anderen Bundesländern unterwegs – verbotenerweise. Insgesamt wurden laut Stadtverwaltung Sonnabend und Sonntag 70 Verstöße gezählt. Die meisten Gäste seien aus Niedersachsen gekommen, hieß es. Gegen sie werde nun Anzeige wegen Reisen zu Freizeit-Zwecken erstattet. Die Stadt vermutet, dass noch mehr Zoobesucher aus anderen Bundesländern nach Magdeburg eingereist sind. Darauf deuteten die vor dem Zoo abgestellten Autos mit fremden Kennzeichen hin.

06:27 Uhr | 500 Millionen Euro Einbußen: Was die Corona-Krise Kommunen kostet

Die Corona-Krise kostet Geld. Viel Geld. Kein Wunder, denken Sie nur an die unterschiedlichen Hilfsprogramme, die Bund und Länder aufgesetzt haben. Doch nicht nur dort wird es teuer. Auch die Kommunen in Sachsen-Anhalt – viele sind ohnehin klamm – klagen über hohe Verluste. Der Städte- und Gemeindebund in Sachsen-Anhalt rechnet allein für dieses Jahr mit Einbußen von 500 Millionen Euro – weil neben Steuern auch Eintrittsgeld in kommunalen Bädern und Co. wegfällt. "Ein ganz schön dicker Batzen", sagt Jürgen Leindecker vom Städte- und Gemeindebund.

Nach seinen Worten stehen die Kommunen vor großen Herausforderungen. "Wir sind ja ohnehin auf Kante genäht und müssen nun dringend mit dem Land verhandeln." Er wisse aber natürlich, dass die Krise auch der Landesregierung viel Geld kostet. Harzgerodes Bürgermeister Marcus Weise hat trotzdem einen Schutzschirm für Kommunen ins Gespräch gebracht.

Eine Auflistung für einige Städte im Landkreis Harz zeigt die hohen Einnahmeverluste recht deutlich:

  • Harzgerode: 2,2 Millionen Euro
  • Thale: 8,8 Millionen Euro
  • Wernigerode: 12,1 Millionen Euro
  • Halberstadt: 6,4 Millionen Euro
  • Quedlinburg: 5,2 Millionen Euro

Bei den oben genannten Einnahmeverlusten handelt es sich um Schätzungen der Städte.

06:15 Uhr | Segelflieger und Co. dürfen wieder in die Luft

Die Mitglieder der Luftsportvereine in Sachsen-Anhalt dürfen wieder in die Luft. Das sagte der Präsident des Luftsportverbandes Sachsen-Anhalt, Henning Schulte, jetzt. Eigentlich sei das bereits seit Montag erlaubt, so richtig werde man aber erst diesen Sonnabend starten – allerdings mit Einschränkungen. "Im Zweisitzer dürfen wir nur mit Maske fliegen", sagte Schulte. Nach der langen Winterpause seien Zweisitzer vorgeschrieben, die Flugtüchtigkeit der Piloten muss geprüft werden. Im Anschluss werde man aber wieder zu Einsitzern zurückkehren.

Gut zu wissen: 600 Mitglieder Zum Luftsportverband in Sachsen-Anhalt gehören rund 600 Mitglieder. Sie sind in verschiedenen Vereinen organisiert. Neben Segelfliegern gibt es auch etwa 80 Fallschirmspringer im Verband.

05:57 Uhr | Fünf neue bestätigte Infektionen seit Wochenbeginn

Blicken wir um kurz vor 6 auf die aktuellen Corona-Fallzahlen in Sachsen-Anhalt: Bei uns im Land hat es nach Zahlen des Gesundheitsministeriums von gestern Nachmittag bislang 1.592 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gegeben. Das sind nur fünf mehr als noch Montagnachmittag. Ein großer Teil – schätzungsweise 1.250 Patienten – sind wieder genesen.

In der aktuellen Ausgabe unseres Corona-Daten-Updates erklärt unser Redakteur Manuel Mohr, welche Faktoren entscheidend sind, wenn die Politik – wie heute – über Lockerungen der Corona-Beschränkungen berät. Dazu später auch mehr in diesem Newsblog.

05:42 Uhr | Corona-Fälle schon vor dem bekannten Ausbruch des Virus?

Hat sich das Coronavirus schon vor Januar in Europa ausgebreitet? Das will jetzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausfinden. Sie ruft Länder dazu auf, ältere Fälle von Lungenentzündungen zu überprüfen. Es sei möglich, dass diese Fälle sich als frühere Corona-Fälle entpuppten, hieß es. Behörden in China hatten die Entdeckung der neuen Lungenkrankheit zuerst am 31. Dezember an die WHO gemeldet. Aus Frankreich ist jetzt aber bekannt geworden, dass ein Patient schon vorher nachweislich mit dem Virus infiziert war. Er war am 27. Dezember behandelt worden.

05:31 Uhr | Die Entwicklungen bisher

Einen schönen guten Morgen! Heute ist Mittwoch, der 6. Mai 2020. Und Sie haben in den Newsblog von MDR SACHSEN-ANHALT geklickt. Eine gute Wahl, denn hier gibt es bis 19 Uhr alle aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Das Wichtigste von gestern können Sie hier noch einmal nachlesen.

Quelle: MDR/ld/ff

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 06. Mai 2020 | 06:00 Uhr

1 Kommentar

jackblack vor 29 Wochen

Wäre schön, die Gaststätten wieder ab dem 15. Mai zu öffnen, andere machen das AUCH und SA hat eine geringe Infektionsquote.

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