Newsblog | 04.04.2020 Zugespitzte Lage in der ZASt in Halberstadt

In der Zentralen Anlaufstelle (ZASt) in Halberstadt soll es zu Auseinandersetzungen zwischen Bewohnern und dem Sicherheitspersonal gekommen sein. Und: Strenge Kontrollen am Wochenende. Diese und weitere Entwicklungen im Newsblog.

Ein Großaufgebot der Polizei vor der ZASt in Halberstadt.
Polizeiaufgebot vor der ZASt am Sonnabend. In der Unterkunft – Proteste der Geflücheteten. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die wichtigsten Infos im Überblick:

18:35 Uhr | Rätselbriefe für Kinder

Seit mittlerweile drei Wochen sind die meisten Menschen überwiegend zuhause. Falls Ihnen da mittlerweile die Ideen ausgegangen sind, wie Sie Ihre Kinder beschäftigen können, hätten wir da einen Vorschlag: Rätselbriefe. Eine Gruppe kreativer Menschen verschickt diese – auch zu Ihnen. Darin enthalten sind eine Geschichte und zahlreiche Beschäftigungsideen, um sich die Zeit zuhause so gut wie möglich zu vertreiben.

Damit beenden wir den Newsblog zu den Entwicklungen rund um die Ausbreitung des Coronavirus und die Konsequenzen, er mit sich bringt und verabschieden uns für heute. Haben Sie noch einen guten Sonnabendabend und bleiben Sie schön gesund. Wenn Sie mögen, gern bis morgen – wir freuen uns!

18:02 Uhr | GEW fordert Verschiebung von Vorabitur-Prüfungen

Die Lehrergewerkschaft GEW fordert, alle weiteren Vorabi-Prüfungen in Sachsen-Anhalt abzusagen. Landesvorsitzende Gerth sagte MDR SACHSEN-ANHALT, es sei höchst fahrlässig, so etwas zu machen. Überall werde darauf hingewiesen, dass jeder zuhause bleiben solle. In den Schulen werde aber der Kontakt von bis zu 60 Schülerinnen und Schülern und 60 Lehrern organisiert. Dabei seien die medizinischen Hintergründe an Schulen nicht überprüfbar. Gerth forderte, dass erst in der Woche nach Ostern über das weitere Vorgehen entschieden werden solle. Sachsen-Anhalts Bildungsminister Tullner sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Vorabi-Prüfungen könnten stattfinden, wenn in den Schulen Mindestabstände und Hygienestandarts eingehalten würden. Auch diesem Abiturjahrgang müsse eine Chance auf ein gutes und qualitativ wertvolles Abitur gegeben werden. Derzeit arbeite man aber mit dem Optionsmodell, also dem verschobenen Abitur- und einem Alternativtermin.

17:20 Uhr | Polizeiaufgebot – Zugespitzte Lage in der ZASt in Halberstadt

In der Zentralen Anlaufstelle (ZASt) in Halberstadt soll es zu Auseinandersetzungen zwischen Bewohnern und dem Sicherheitspersonal gekommen sein. Von offizieller Seite, Polizei oder Landesverwaltungsamt, wurde das bisher nicht bestätigt. Beide Stellen waren für die Redaktion bislang nicht zu erreichen. Geflüchtete, die in der Unterkunft leben, berichteten MDR-SACHSEN-ANHALT-Reporterin Annette Schneider-Solis - die vor Ort ist - allerdings am Telefon, am Sonnabend sei ein Hungerstreik ausgerufen worden. Außerdem soll ein Zaun niedergerissen worden sein. Dabei habe es Verletzte gegeben. Mehrere Mannschaftswagen der Polizei seien vor der Unterkunft eingetroffen, etwa 50 Polizisten sperrten hier den Zugang ab. Zahlreiche Bewohner hatten sich zeitweise auf dem Hof versammelt.

Die Unterkunft und mit ihr alle Bewohner stehen seit mehr als einer Woche unter Quarantäne, weil es positiv getestete Fälle des Coronavirus gab. In dieser Lage hatte der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt kürzlich noch die Grundversorgung mit Hygieneartikeln als "absolut unzureichend" kritisiert. Wegen der Quarantäne bestehe keine Möglichkeit, sich selbst zu versorgen.

Helen Deffner vom Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt sagte MDR SACHSEN-ANHALT am Sonnabend, im Haus herrsche unter Bewohnern große Versunsicherung. Deffner: "Die Informationslage war katastrophal." Die Bewohner im Haus hätten bislang nicht verstehen können, welche Maßnahmen in der Isolation warum ergriffen würden. Die Quarantäne und was sie mit sich bringe, müsse ihnen besser und verstärkt erklärt werden. Die Versorgung mit sanitären Produkten habe sich seit Freitagnachmittag allerdings schon gebessert, so Deffner. Das hatte auch das Landesverwaltungsamt zuletzt mitgeteilt.

Es ist schwer für Außenstehende, Eindrücke direkt aus der Unterkunft zu erhalten und nachzuvollziehen, wie die Lage genau ist. Dieses Video soll eine Frau am Sonnabend in der ZASt zeigen, die geschlagen worden sei:

16:35 Uhr | RKI fordert mehr Platz in Verkehrsmitteln, Fahrgastzahlen brechen ein

Das Robert Koch-Institut fordert wegen der Zunahme der Corona-Fälle in Deutschland mehr Platz in den öffentlichen Verkehrsmitteln. RKI-Chef Lothar Wieler sagte, es sei sehr wichtig, dass die Menschen auch in Bussen und Bahnen Abstand halten können. Notfalls sollten die Taktung erhöht oder mehr Waggons eingesetzt werden.

In Halle gibt es dazu schon konkrete Überlegungnen: Die Halleschen Verkehrsbetriebe wollen auf Hinweise von Fahrgästen wegen überfüllter Busse und Bahnen reagieren. Das sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos). Im Zuge dieser Woche hatten sich einige Fahrgäste beschwert, weil es unmöglich sei, 1,50 Meter Abstand zum Nachbarn einzuhalten. Der Oberbürgermeister hatte anfangs empfohlen bei vollen Wagen die nächste Bahn zu nehmen. Doch nach konkreten Hinweisen sei die Buslinie zum Starpark schon verstärkt worden. Genauso soll das auch bei anderen Linien in der Stadt passieren, wenn es konkrete Hinweise der Fahrgäste gebe. Die Fahrer würden nicht durchzählen und auch die Abstandsvorschrift würde in Bahnen und Bussen so nicht gelten. Jeder Fahrgast trage auch Eigenverantwortung.

Derweil sind wegen der Corona-Pandemie die Fahrgastzahlen im Nahverkehr eingebrochen. Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Wolff, sagte, durch die Kontaktbeschränkungen habe man 80 bis 90 Prozent weniger Fahrgäste. Das setze die Verkehrsunternehmen zunehmend wirtschaftlich unter Druck. So sei der Verkauf von Einzelfahrscheinen und Monatskarten um bis zu 90 Prozent gesunken. Das mache sonst etwa die Hälfte aller Ticketeinnahmen aus. Nach Ansicht Wolffs muss dringend geklärt werden, wie die Verluste bei Busse und Straßenbahnen ausgeglichen werden.

15:45 Uhr | Digitale Angebote der Magdeburger Museen während Corona-Zwangspause

Mit zahlreichen digitalen Angeboten überbrücken die Magdeburger Museen die derzeitige Zwangspause wegen der Corona-Pandemie. Eine besonders knifflige Aufgabe hat sich dabei das Kulturhistorische Museum für Kinder und Jugendliche ausgedacht: Sie sollen in einem Brief über ihren Schulalltag in der Corona-Krise berichten, wie die Museen am Freitag mitteilte. Knifflig deshalb, weil die Briefe stilecht in alter Sütterlinschrift verfasst werden sollen.

Im Dommuseum Ottonianum heißt es dagegen "Glaskünstler gesucht!". Mit Farbe, Stift und Pinsel sollen Entwürfe für neue Glasfenster im Magdeburger Dom erstellt werden. Die eingesandten Fotos der Entwürfe werden den Angaben zufolge nach Wiedereröffnung in einer kleinen Ausstellung präsentiert. Und vom Museum für Naturkunde werden in loser Reihenfolge besondere Ausstellungsobjekte auf den Internetseiten des Museums vorgestellt. Den Anfang macht das Schnabeltier.

15:10 Uhr | Halle will sich an Forschungsprojekt zu Coronavirus beteiligen

Die Stadt Halle will sich an einem Forschungsprojekt beteiligen, in dem zur natürlichen Immunität der Bevölkerung gegenüber dem Sars-Cov-2-Virus geforscht wird. Das sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand auf einer Pressekonferenz am Sonnabend. "Die Stadt Halle will sich an einem Projekt beteiligen, in dem nach dem Zufallsprinzip Probanden ausgewählt werden – die für einen längeren Zeitraum medizinisch begleitet und analysiert werden." Als Beitrag, um mehr Erkenntnisse über die Ausbreitung des Virus zu erlangen. Zur natürlichen Immunität fehlten bislang belastbare Daten. Erste Vorgespräche mit Krankenhäusern in der Stadt habe es bereits gegeben. Auch die Stadt München forciere ein ähnliches Projekt.

Wie Wiegand sagte, gibt es in Halle aktuell 217 bestätigte Fälle von Infektionen mit dem neuartigen Corona-Virus. Der Zustand der aus Italien eingeflogenen Covid-19-Patienten, die in Halle intensivmedizinisch betreut werden, habe sich "teilweise deutlich verbessert".

14: 20 Uhr | Große Nachfrage bei Bibliotheken nach Onleihe

Die Bibliotheken in Sachsen-Anhalt sind wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossen. Sie verzeichnen aber eine gestiegene Nachfrage nach Online-Leihen. Seit März wurde bei der so genannten Onleihe ein Anstieg von zehn Prozent verzeichnet. Das hat das Landesverwaltungsamt mitgeteilt. Insgesamt stehen dort mehr als 73.000 Medien zur Verfügung. Darunter sind eBooks, Audios, ePaper, Magazine, Musik und Videos. Laut Amt sind weiterhin Anmeldungen möglich. In ganz Sachsen-Anhalt beteiligen sich 38 öffentliche Bibliotheken an der Onleihe.

13:55 Uhr | Dalbert: Müll nicht in die Landschaft kippen!

Umweltministerin Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen) warnt davor, Müll und Abfälle illegal in der freien Landschaft zu entsorgen. Das dies bereits geschehe, dafür gebe es mittlerweile Anzeichen. "Das ist nicht hinnehmbar." Momentan sind vielerorts wegen der Corona-Krise die Wertstoffhöfe geschlossen. Das Personal der geschlossenen Wertstoffhöfe werde benötigt, um während der Corona-Krise die Abholung des Haus- und Recyclingmülls sowie des Biomülls stetig zu gewährleisten, hieß es von der Ministerin. "Das ist kein Grund, den Müll in die freie Landschaft zu kippen, sondern rechtswidriges Verhalten." Sie appellierte an die Menschen, Grünschnitt oder Sperrmüll zunächst aufzubewahren und später zu entsorgen.

Claudia Dalbert
Umweltministerin Claudia Dalbert Bildrechte: IMAGO

13:30 Uhr | Wochenend-Stau vorm Wertstoffhof

Viele Wertstoffhöfe im Land haben wegen der Corona-Krise aktuell geschlossen. Der Saalekreis etwa hat die Annahmestellen in Beuna, Querfurt, Oppin und Teutschenthal Bahnhof sowie in Nauendorf (Merbitz) zunächst bis zum 18. April dicht gemacht. Wer etwa wegen Umzugs dringende Abfälle hat, soll sich telefonisch melden.

Im Landkreis Börde sind die Kleinannahmestellen ebenfalls dicht. Der Kreis weist darauf hin, in Fällen von Grünschnitt, der gerade bei vielen Schrebergärtnern anfällt, oder Bauschutt, stattdessen die Möglichkeit zu nutzen, einen Container zu bestellen.

Auch in der Landeshauptstadt hat nur noch ein Wertstoffhof geöffnet, Hängelsberge im Süden von Magdeburg. Dort kommt es deshalb in diesen Tagen immer wieder zu langen Warteschlangen, wie auch am Samstagmorgen, wenn der Hof bereits um 7 Uhr öffnet.  

Autos warten auf Einlass, es hat sich eine lange Schlanke gebildet.
Lange Schlange am Wertstoffhof. Bildrechte: MDR/Mandy Ganske-Zapf

12:40 Uhr | Zerbst mit neuen Wegen im Oster-Geschäft

Die Stadt Zerbst im Landkreis Anhalt-Bitterfeld geht im Oster-Geschäft jetzt besondere Wege. Einerseits soll Menschen ermöglicht werden, trotz Ausgangsbeschränkungen ein Oster-Präsent zu verschenken, gleichzeitig werden Zerbster Händler unterstützt. Nach Angaben der Stadtverwaltung können die Zerbster ihre Oster-Geschenke telefonisch oder per Mail bestellen. Zahlreiche Geschäfte nehmen bereits teil, darunter auch Läden, die wegen der Corona-Pandemie derzeit nicht öffnen dürfen, wie Bekleidungs- oder Bastel-Geschäfte. Anschließend bringen Mitarbeiter der Stadt die bestellten Geschenke in Zerbst ohne zusätzliche Kosten zu den Empfängern.

12:15 Uhr | Fußballtraining geht immer

Die Sportstätten sind geschlossen. Vielen Kindern fehlt Bewegung und das Miteinander im Verein. Doch manche Klubs wollen die Jüngsten trotzdem fithalten – und kümmern sich deshalb digital um Sportstunden für daheim. So wie Arminia Magdeburg. Der Klub zeigt, dass Fußball immer und überall möglich ist.

11:40 Uhr | Kein Handlungsbedarf wegen Krankenstand

Sachsen-Anhalts Landesregierung sieht derzeit keinen Handlungsbedarf, um auf den erhöhten Krankenstand zu reagieren. Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums sagte MDR SACHSEN-ANHALT, ab Montag könnten Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern über die Zuschüsse der Corona-Soforthilfe hinaus günstige Darlehen bei der Investitionsbank beangtragen. Für Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern solle das nach Ostern möglich sein. Weiteren Handlungsbedarf sehe man derzeit nicht. Das Sozialministerium verwies auf Nachfrage auf die erleichterten Voraussetzungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld. Dies reduziere auch die Höhe der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Die AOK Sachsen-Anhalt erklärte auf Anfrage von MDR SACHSEN-ANHALT, dass die Krankmeldungen wegen Erkältungskrankheiten zwischen dem 1. und dem 20. März um 121 Prozent höher liege als im Vorjahreszeitraum. Bei der DAK und der BARMER sind die Krankschreibungen wegen akuter Infektionen der oberen Atemwegen bundesweit zwischen der elften und der zwölften Kalenderwoche jeweils um mehr als 40 Prozent angestiegen.

Sachsen-Anhalts Arbeitgeberpräsident Klemens Gutmann hatte bei MDR SACHSEN-ANHALT gewarnt, der zunehmend hohe Krankenstand stelle Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten vor ein großes Problem. Die mit der Krankschreibung verbundene Lohnfortzahlung sei für viele finanziell nicht durchzuhalten. Gutmann schlug vor, die Lohnfortzahlung für Unternehmen auf eine Woche zu begrenzen. Für die verbleibenden fünf Wochen solle den Unternehmen über Rettungspakete geholfen werden.

11:15 Uhr | Einzelhändler: Keine Hamsterkäufe für Ostern

Die Einzelhändler appellieren an die Kunden, auf Hamsterkäufe für die Ostertage zu verzichten. Verbandschef Genth sagte, die Verbraucher sollten vorausschauend einkaufen und schon jetzt überlegen, was sie für die Feiertage brauchten. Wegen der Abstandregelungen und Zugangsbeschränkungen könnten aktuell nicht so viele Kunden pro Stunde bedient werden wie üblich. Es sei daher besser, allein und zügig einkaufen zu gehen. Je weniger Menschen sich gleichzeitig im Supermarkt aufhielten, desto besser.

10:40 Uhr | Grillen oder nicht grillen?

Für mich als Grillfreund gibt es bei gutem Wetter eigentlich nichts Schöneres als zu Grillen. Aber ist das in Zeiten von Corona noch erlaubt? Ja – aber mit Einschränkungen.

10:20 Uhr | Corona-Soforthilfen, Sorge um die Kultur und ein Bußgeldkatalog

Eine weitere Woche der Corona-Krise ist vorbei. Unser Wochenrückblick thematisiert die Corona-Soforthilfen für kleine und mittlere Unternehmen. Außerdem wird diskutiert, wie es um die Kulturszene Magdeburgs bestellt ist. Am Ende bespricht Gastgeber Julien Bremer im Podcast, was es mit dem Bußgeldkatalog in der Corona-Krise auf sich hat.

Geldscheine, Jörg Segler, und ein Spielplatz mit Polizisten. 53 min
Bildrechte: IMAGO, dpa, Daniela Laske, MDR

09:59 Uhr | Stahlknecht kündigt weitere strenge Kontrollen an

Polizei und Ordnungsämter in Sachsen-Anhalt haben seit Beginn der Corona-Beschränkungen mehrere tausend Kontrollen durchgeführt. Wie Innenminister Holger Stahlknecht MDR SACHSEN-ANHALT sagte, sind dabei 150 Strafverfahren eingeleitet worden. Wie bestraft wird, entscheiden die Beamten vor Ort. Zunächst wird das Gespräch gesucht. Bislang funktioniere dieses Vorgehen einwandfrei. so Stahlknecht. Die Bevölkerung halte sich an die Regeln und die Polizei gehe mit Augenmaß vor.

Derweil sollen die Ausgangsbeschränkungen auch an diesem Wochenende streng kontrolliert werden. In Magdeburg und Halle beispielsweise weisen die Stadtverwaltungen darauf hin, dass der Aufenthalt in der Öffentlichkeit, um zu grillen oder zu picknicken, untersagt ist. Der Salzlandkreis bittet unter anderem, die Dienstleistungen an Wertstoffhöfen nur in wirklich dringenden Fällen zu nutzen. Das Innenministerium appellierte an Bürger aus anderen Bundesländern, nicht nach Sachsen-Anhalt einzureisen. Wer trotz Verbots eine touristische Fahrt nach Sachsen-Anhalt unternehme, müsse mit 400 Euro Bußgeld rechnen.

09:42 Uhr | Baustelle am City-Carré MD steht zwei Wochen still

Die Coronavirus-Pandemie legt nun auch die Baustelle an einem wichtigen Verkehrsknoten in Magdeburg lahm. Das teilten die Magdeburger Verkehrsbetriebe mit. Demnach werden von Montag an die Bauarbeiten am Gleisdreieck vor dem Einkaufszentrum City Carré für mindestens zwei Wochen eingestellt. Den Angaben nach muss die Baustelle in der Tiefe auf eventuelle Blindgänger abgesucht werden. Das Land habe aber wegen der Corona-Krise solche Arbeiten derzeit untersagt.

09:25 Uhr | Erntehelfer könnten in einer Woche da sein

Die Bauern in Sachsen-Anhalt hoffen darauf, dass schon Ende nächster Woche die ersten osteuropäischen Erntehelfer eintreffen. Das hat der Präsident des Landes-Bauernverbandes, Feuerborn, MDR SACHSEN-ANHALT gesagt. Ab Montag könnten Betriebe ihren Bedarf beim Bundeslandwirtschaftsministerium anmelden. Die Lufthansa habe sich bereit erklärt, Flüge durchzuführen. Feuerborn schätzt, dass bis zu 1.500 Rumänen nach Sachsen-Anhalt kommen. Die Bauern seien froh über die Entscheidung der Bundesregierung, doch Erntehelfer ins Land zu lassen. Ohne ausländische Helfer sei die Arbeit nicht zu stemmen.

09:05 Uhr | Die Entwicklungen bisher

Guten Morgen! Heute ist Sonnabend, der 4. April 2020. Im Newsblog hält MDR SACHSEN-ANHALT Sie über alle wichtigen Entwicklungen zur Ausbreitung des Coronavirus auf dem Laufenden.

Wie sich die Lage rund um das Coronavirus am Freitag entwickelt hat, können Sie in unserem Newsblog von gestern nachlesen:

Quelle: MDR/olei,mx,mg

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 04. April 2020 | 07:00 Uhr

6 Kommentare

DER Beobachter vor 8 Wochen

Sicher wünscht sich jeder gegenwärtig unmögl. Wiederherstell. der Normalzustände. Man ahnt, dass viel nicht mehr so sein wird, wie es war. Aber wenn ich Krieg gegen Corona gewinnen will, kann ich keine Rücksicht auf gegenwärtige Befindlichk. des Jack Black et. nehmen. Aktuell statist. fast 2/3 aller weltweit bekannter Coronafälle in den finanz. u. industr. Hauptwirtschaftsnat. (China mit sinkenden Zahlen u. andern Bedingungen rausgenommen), die - manche und mitnichten nur D zu spät - mittlerw. durchweg Krise mehr oder weniger mit sich abzeichnendem Erfolg managen (müssen): USA, It. (v.a. Wirtschaftsregion Oberit. betroffen!) D, F, GB, Schweiz. Haben zusammen nicht mal 1 Mrd. EW... Akt. fast 10 % der weltweit Infizierten in D, das nur so 1% der weltbevölkerung stellt. Was denken Sie, passiert, würden dort überall jetzt die Bedingungen gelockert? Besseres Krisenmanagement scheint kaum zu gehen. Wenn Sie´s haben: Nur zu, die Regenten, Abgeordneten, Ärzte, Polizisten... brauchen Innovat.!

DER Beobachter vor 8 Wochen

Es stirbt eine wachsende Zahl von jungen Menschen ohne Vorerkrankung! Allein seit gestern hatten wir 166 Corona-Tote, eine Wende ist in D noch nicht in Sicht. Sicher nicht viel neben den durchschnittlichen sonstigen Todesfällen aller Art wie "Alterstote" und (gerade sehr gering: Verkehrstote, dabei hatten wir ohnehin nur so 8 Verkehrstote/Tag...), aktuell haben wir täglich mehr Corona-Tote als Infarkttote (in den letzten Jahren durchschnittlich 135/Tag, aber es dürften aktuell ein paar mehr sein als Sekundärfolge der Krise, die noch gar nicht benannt wurde). Ihr Geschwätz ist denn doch sehr zynisch!

CrizzleMyNizzle vor 8 Wochen

Ja und? Ihre Devise ist also alt = Pech gehabt.
oder die anderen 10%, auch Pech gehabt.

Seien Sie froh dass es scheinbar statistisch an Ihnen vorbei geht.

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