Newsblog | 14.04.2020 Halle testet alle Mitarbeiter von Pflegeheimen auf Corona

Alle Mitarbeiter in Halles Pflegeheimen sollen auf Corona getestet werden. Und: Die Leopoldina in Halle hat erste Vorschläge für schrittweise Lockerungen gemacht, sagt aber, dafür müssten erst die Bedingungen stimmen. Sie empfiehlt zudem, Kitas bis zum Sommer geschlossen zu halten. Außerdem: Im Zuge der Kontaktbeschränkungen steigt die Nachfrage nach Kleingärten. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Eine Pflegekraft kümmert sich in einem Pflegeheim um eine ältere Dame und kontrolliert den Blutdruck.
Bildrechte: MDR/dpa

Die wichtigsten Infos im Überblick:

19:00 Uhr | Blogende und bleiben Sie gesund

Wir beenden den Newsblog für heute. Morgen finden Sie die Corona-News aus Sachsen-Anhalt ab 6:30 Uhr wieder hier. Wir wünschen Ihnen noch einen schönen Abend.

18:51 Uhr | "Stendaler Engel" helfen Menschen

Ein Mann greift in ein Regal in einem Supermarkt.
Thomas Blasczyk ist ein "Stendaler Held". Er geht in der Corona-Krise für ältere Menschen einkaufen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Wir alle haben in der Corona-Krise sicher schon von Menschen gehört, die sich für andere engagieren – zum Beispiel, indem sie für ältere Menschen einkaufen gehen. In Stendal haben sich mehrere engagierte Menschen zu den "Stendaler Engeln" zusammengeschlossen. Dazu gehört auch Thomas Blasczyk. Er will, dass sogenannte Risikopatienten in der Krise zu Hause bleiben. Deshalb geht Blasczyk für sie einkaufen. Durch seine häufigen Supermarkt-Besuche setzt er sich selbst einem Risiko aus. Das Motto der Stendaler Engel ist aber „Ranklotzen statt Rummotzen“. Also helfen sie jetzt in der Krise mit.

Wer die Hilfe der "Stendaler Engel" in Anspruch nehmen oder auch selbst helfen will, kann sich unter www.engagiertemenschen.de registrieren.

18:34 Uhr | Fragen und Antworten: Kritik an Vorschlägen der Leopoldina

Gestern hat die Leopoldina in Halle Empfehlungen herausgegeben, wie unter bestimmten Bedingungen eine Rückkehr in ein normales Gesellschaftsleben aussehen könnte. Dafür gab es jedoch nicht nur Zuspruch, sondern auch Kritik. Woran sich die Kritik an der Veröffentlichung der Gelehrtengesellschaft festmacht, haben wir in einem "Fragen und Antworten"-Artikel für Sie zusammengefasst:

18:19 Uhr | Aktuelle Fallzahlen: 1.225 Infizierte, 759 Genesene

Den aktuellsten Zahlen des Sozialministeriums nach haben sich in Sachsen-Anhalt 1.225 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Schätzungen zufolge sind davon 759 Personen wieder genesen. Bis heute gab es hier im Land 26 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.

17:51 Uhr | Halle: Probleme mit der Mundschutzpflicht auf dem Wochenmarkt

Am Wochenende hatte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand eine Mundschutzpflicht für den Wochenmarkt in der Stadt angekündigt. Nach Beobachtungen von MDR SACHSEN-ANHALT wurde diese am Dienstag nur unzureichend umgesetzt. Zwar trugen nahezu alle Händler eine Maske, jedoch nicht einmal die Hälfte der Kunden. Mehr Informationen zum ersten Tag mit der Mundschutzpflicht finden Sie hier:

Unabhängig davon startet am Mittwoch in Halle die Produktion von Mundschutzmasken aus dem 3D-Drucker. Entwickelt wurde das Verfahren an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Sollte die Produktion erfolgreich anlaufen, wird die Druckanleitung öffentlich online zur Verfügung gestellt.

17:23 Uhr | Fake-News zu Ramadan-Ausnahme

In sozialen Netzwerken zirkuliert momentan das Gerücht, dass der Ramadan trotz Kontaktbeschränkungen aufgrund der Corona-Krise öffentlich gefeiert werden darf. Warum es sich dabei um "Fake-News" handelt, erläutern wir bei #MDRklärt:

#MDRklärt Deshalb gibt es keine Ramadan-Ausnahme während der Kontaktbeschränkung

Deshalb gibt es keine Ramadan-Ausnahme
Bildrechte: IMAGO
Deshalb gibt es keine Ramadan-Ausnahme
Bildrechte: IMAGO
Einige Fakenews behaupten Muslime dürften öffentlich Ramadan feiern.
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Es wird kein Unterschied bei den Religionen gemacht. Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gelten für alle.
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Zitat Gesundheit aller geht vor, egal ob Ostern, Ramadan oder Pessach.
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Texttafel: "Mehr Erklärgrafiken und -videos auf Instagram @mdrklaert"
Quelle: MDR/mx Bildrechte: MDR/Max Schörm
Alle (5) Bilder anzeigen

16:56 Uhr | Bundesliga verschiebt Entscheidung über Fortsetzung

Die Deutsche Fußball-Liga hat ihre Entscheidung über eine Fortsetzung der Bundesliga-Saison verschoben. Wie die DFL mitteilt, wird die außerordentliche Mitgliederversammlung verschoben. Sie sollte eigentlich am Freitag stattfinden. Nun ist der Donnerstag in der kommenden Wochen als Termin angepeilt. Damit soll Zeit gewonnen werden.

Weitere bundesweite und internationale Informationen zur Corona-Lage finden Sie im Ticker von MDR AKTUELL:

16:39 Uhr | Mutter-Kind-Kurklinik in Arendsee braucht Hilfe

Sachsen-Anhalts einzige Mutter-Kind-Kur-Einrichtung in Arendsee braucht laut dem Träger, dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), finanzielle Hilfe. Wie das DRK am Dienstag mitteilte, fällt die durch die Corona-Maßnahmen geschlossene Kurklinik nicht unter den Rettungsschirm der Bundesregierung. Dieser beziehe sich nur auf Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen. DRK-Landesgeschäftsführer Carlhans Uhle forderte daher, auch Einrichtungen wie die Mutter-Kind-Klinik in die Regelungen des Covid-19-Krankenhausentlastungsgesetzes aufzunehmen oder andere Unterstützung bereitzustellen.

Kurklinik Arendsee
Die DRK-Kurklinik in Arendsee braucht finanzielle Hilfe. Bildrechte: DRK Landesverband Sachsen-Anhalt

16:07 Uhr | Übersicht zu Corona-Soforthilfen

Seit 30. März können Unternehmen und Solo-Selbstständige in Sachsen-Anhalt Soforthilfen beantragen. In Sachsen-Anhalt können die Hilfen von Bund und Land nicht kombiniert werden, sondern die Antragsteller müssen sich für eine Option entscheiden. Welche Tücken es noch gibt und welche Alternativen für Unternehmen angeboten werden, haben die Kollegen der Umschau einmal zusammengefasst:

15:39 Uhr | GEW fordert ausreichenden Schutz für Kinder und Lehrer

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) appelliert an die Politik, Schüler und Lehrer ausreichend zu schützen, sollte es zu einer Wiedereröffnung der Schulen kommen. Die GEW teilte am Dienstag in Magdeburg mit, es gehe nicht nur darum, wie viele Schülerinnen und Schüler in einen Klassenraum dürften, es müssten darüber hinaus ausreichend Desinfektionsmittel und Mundschutz zur Verfügung stehen. Außerdem sollten vor allem Toiletten und Klassenräume täglich intensiv gereinigt werden.

Zusätzlich fordert die Gewerkschaft, den arbeitsmedizinischen Dienst für Lehrer einzubeziehen, um Vorerkrankungen und Gefährdungen zu beurteilen. Zwei Drittel der Unterrichtenden seien 50 Jahre oder älter, das entspreche knapp 10 000 Beschäftigten.

15:08 Uhr | Halle: Tests für alle Pflegeheim-Mitarbeiter und Vorbereitungen für Antikörper-Studie

Bernd Wiegand
Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand Bildrechte: imago/VIADATA

Bei der täglichen Pressekonferenz der Stadt Halle zur aktuellen Corona-Lage haben Oberbürgermeister Bernd Wiegand und Amtsärztin Christine Gröger bekannt gegeben, dass ab sofort alle Mitarbeiter der 56 Pflegeheime in Halle getestet werden. Zu Beginn sind demnach erst die direkten Mitarbeiter dran, später soll der Kreis aber auch auf Zulieferer und z.B. Caterer erweitert werden. Bei Verdachts- oder Positiv-Fällen sollen dann auch wieder alle Bewohner des betroffenen Heimes getestet werden. Die Tests sollen bis spätestens Anfang nächster Woche durchgeführt sein.

Außerdem wurde in der Pressekonferenz bestätigt, dass in Halle eine Corona-Antikörperstudie in der Vorbereitungsphase steckt. Nach Angaben der Verantwortlichen haben sich bisher 870 Menschen auf freiwilliger Basis für die Studie angemeldet. Gesucht würden Patienten, die eine Covid-19-Erkrankung überstanden haben. Die Forscher erhoffen sich, mehr über eine Immunität gegen das Virus zu erfahren. Damit die Studie in die heiße Phase eintreten kann, fehlt allerdings noch die Zustimmung der Ethikkommission. Deren nächste, planmäßige Sitzung findet am 5. Mai statt.

14:41 Uhr | Bestätigte Corona-Fälle auf 1.217 gestiegen

Die Zahl an bestätigten Corona-Infektionen in Sachsen-Anhalt ist im Verlauf des Tages auf 1.217 gestiegen. Das sind sieben Fälle mehr, als noch am Tag zuvor. Nach Angaben des Sozialministeriums müssen derzeit 139 Patienten in einem Krankenhaus behandelt werden. Die Zahl an wieder genesenen Corona-Patienten wird auf 660 geschätzt.

14:09 Uhr | Leere Arzt-Praxis wegen Angst vor Coronavirus

Obwohl man denken könnte, dass Arzt-Praxen im Land gerade überlaufen werden, gibt es auch gegenteilige Beispiele. In Dingelstedt im Huy z.B. bleiben die Patienten in der Praxis von Dr. Roland Hiersemann aus, weil sie Angst haben, sich in einer Praxis-Umgebung mit dem Coronavirus zu infizieren – das kann fatale Folgen für Menschen haben, die aus falscher Angst ärztliche Hilfe meiden. MDR SACHSEN-ANHALT-Reporterin Elke Kürschner war vor Ort:

13:41 Uhr | Stendaler Tafel wieder geöffnet

Seit gestern hat auch die Stendaler Tafel ihre Arbeit wieder aufgenommen. Neben Abstandsregeln müssen Kunden allerdings noch andere Hinweise beachten: So ist die Ausgabe in Gruppen eingeteilt und Kunden ab 60 Jahren und aus Risikogruppen haben Vorrang.

13:16 Uhr | Karl-Lagerfeld-Ausstellung in Halle: Museumsdirektor optimistisch

Durch die Corona-bedingten Maßnahmen musste die Karl-Lagerfeld-Retrospektive im Kunstmuseum Moritzburg in Halle nur sechs Tage nach der Eröffnung wieder schließen. Noch ist zwar unklar, wann die Ausstellung für Besucher wieder geöffnet wird, aber Museumsdirektor Thomas Bauer-Friedrich zeigte sich im Interview mit MDR KULTUR optimistisch:  

Thomas Bauer-Friedrich
Bildrechte: imago/VIADATA

Das kann es und soll es und darf es auch nicht gewesen sein. Die Ausstellung wartet ja im Prinzip nur, dass wir wieder aufmachen können.

Thomas Bauer-Friedrich | Museumsdirektor Moritzburg

Seiner Ansicht nach kann die Ausstellung entsprechend verlängert werden, wenn das Museum wieder öffnen darf und man wisse, wie die weitere Jahresplanung laufen wird. Das ganze Interview mit Bauer-Friedrich zur Situation des Kunstmuseums Moritzburg finden Sie hier:

12:48 Uhr | Kinderuni in Stendal will die Veranstaltungen online abhalten

Die Unis stehen vor der Herausforderung, Teile ihrer Lehrveranstaltungen ins Netz zu verlagern. Und das gilt auch für die Schnuppertage, die sonst jedes Jahr viel Zulauf vom potentiellen Studentennachwuchs haben. Nun geht die Stendaler Kinderuni online, um für die acht- bis zwölfjährigen Teilnehmer trotzdem da zu sein. Normalerweise können sie an mehreren Semesterwochenenden an kindgerechten Vorlesungen teilnehmen, diesmal wird es eine virtuelle Lösung geben. Wie genau, ist nicht ganz klar, doch die Macher versprechen "interessante Beiträge verschiedenster Art". Themen sind unter anderem Geschichte und Natur. Einen kleinen Vorteil hat es: Durch die Digitalisierung können erstmals Kinder im ganzen Land teilnehmen. Anmeldung unter kinderuni-stendal.de.

12:03 Uhr | Kliniken in der Corona-Krise – ein Besuch

In Sachsen-Anhalt werden nach Zahlen des Sozialministeriums vom Ostermontag mehr als 130 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 im Krankenhaus behandelt. In den Kliniken sind die Arztinnen und Ärzte derzeit stets in Habacht-Stellung. Intensivbetten werden vor-, die Schutzausrüstung bereitgehalten und immer wenn es möglich ist, werden die schmalen Vorräte dafür aufgefüllt. Alle Abläufe steuert in Stendal im Johanniterkrankenhaus zum Beispiel Krisenmanager Thomas Krössin, er ist der Klinik-Direktor. Annette Schneider-Solis hat ihn getroffen.

11:32 Uhr | Mit dem Erdmännchen durchs Museum in Halberstadt

Das Städtische Museum Halberstadt tut sich mit zwei engagierten Halberstädtern zusammen und will Entdeckertouren durch das Museum bei Youtube zeigen. Das kündigt das Museum an. Die Ehrenamtler Diana Bollmann und Florian Hartmann ziehen mit der Handpuppe Sid, ein Erdmännchen mit hoher Piepsstimme, los, um Objekte und Themen aus den Ausstellungen zu erkunden. Die Clips sollen zudem auf Facebook und Instagram zu sehen sein und später auch als QR-Code direkt in die Ausstellung hineinfinden. Monatlich soll es zwei bis sechs Clips geben, was gerade jetzt in Zeiten der Corona-Krise zumindest kleinen Einblick ins Museum gewährt. Langfristiges Ziel: "Diejenigen, die noch nicht im Museum waren, sollen über die sozialen Medien auf einen Museumsbesuch neugierig gemacht werden."

Eindrücke vom Erdmännchen Sid gibt es hier schon:

11:01 Uhr | Ein Stück Normalität – zumindest bei der Harzsparkasse

Insgesamt 19 Filialen hatte die Harzsparkasse seit dem 23. März geschlossen, um der Verbreitung des neuartigen Coronavirus keinen Vorschub zu leisten. Jetzt kehrt die für die Versorgung im Landkreis Harz zuständige Bank langsam zur Normalität zurück. So sind in Bad Suderode und Dingelstedt die Türen schon wieder auf, in Derenburg können die Kunden der Harzsparkasse ab Dienstagnachmittag wieder ihre Geldgeschäfte im Ort erledigen. Noch in dieser Woche werden unter anderem die Filialen in Hasselfelde, Ermsleben und Schwanebeck geöffnet. Jetzt werden elf von ihnen Stück für Stück wieder aufgemacht, damit ist die Harzsparkasse zumindest wieder in allen Ortschaften präsent.

10:42 Uhr | Gesicherte Klinikversorgung für psychisch erkrankte Menschen in Bernburg

Akute Probleme können gerade auch in Krisenzeiten bei psychisch erkrankten Menschen auftreten, seien es Psychosen, Angstzustände oder Krisen. Das Fachklinikum Bernburg teilte mit, dass die stationäre Behandlung von akuten oder schweren psychischen Erkrankungen auch jetzt während der Corona-Krise gesichert ist. Wie die Ärztliche Direktorin Dr. Antje Möhlig mitteilte, war es zwar notwendig viele Patienten früher zu entlassen und das Klinikum auf die mögliche Aufnahme von Covid-19-Patienten vorzubereiten. "Im Krisenfall sind Neuaufnahmen aber nach wie vor möglich." Gerade bei Menschen mit psychischen Erkrankungen kann die soziale Isolation problematisch werden.

09:55 Uhr | Leopoldina: Kitas und Horte bis Sommer geschlossen halten

Die Leopoldina empfiehlt, Kitas und Horte noch bis zum Sommer geschlossen zu lassen. In der Stellungnahme der Nationalen Akademie in Halle heißt es zur Begründung, dass kleinere Kinder sich "nicht an die Distanzregeln und Schutzmaßnahmen halten, gleichzeitig aber die Infektion weitergeben können". Daher schlagen die Experten vor, Kitas für die jüngeren Jahrgänge bis zu den Sommerferien weiterhin im Notbetrieb zu halten. Dasselbe wird für den Hortbetrieb empfohlen. Die Forscher fügen hinzu, dass damit einhergehen müsse, die Arbeitsbedingungen für berufstätige Eltern flexibel zu halten, ebenso finanzielle Unterstützung zu gewähren. Prof. Gerald Haug, Präsident der Leopoldina, sagte der ARD, am Ende müsse die Politik entscheiden, die Forscher könnten lediglich empfehlen.

Die gesamte Stellungnahme zum Download:

09:25 Uhr | Brand bei Großküche in Magdeburg

Bei der Großküche "Alex Menü" hat es an den Osterfeiertagen gebrannt. Der Anbieter im Magdeburger Norden hat damit einen geschätzten Schaden von 1,5 Millionen Euro. Wie die Polizei mitteilte, war es vermutlich eine defekte Spülmaschine, die das Feuer in der Nacht zu Montag ausgelöst hat.

Schon die Schließung von Schulen und Kindergärten hatte den Betrieb der Küche vor enorme Probleme gestellt. Denn normalerweise stellte der Lieferdienst, etwa für Mittagessen in den Kitas und Schulen, täglich rund 10.000 Portionen her. Zuletzt waren es wegen der Einschränkungen nur noch 200.

Absperrband vor einem Werkstor in einem Gewerbegebiet in Magdeburg
Das Werkstor des Mittagsversorgers im Magdeburger Norden nach dem Brand. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

08:58 Uhr | Schärfere Regeln zum Schutz von Fahrradfahrern

Das Frühlingswetter lockt viele aufs Rad – darunter viele, die wegen der Coronavirus-Epidemie in Deutschland Bus und Bahn lieber meiden. Nun sollen schärfere gesetzliche Regelungen für den Straßenverkehr kommen, um Radfahrer zu schützen. Dazu zählt der 1,50-Meter-Abstand, der bisher nur eine Empfehlung war. Auch das Parken auf Schutzstreifen soll stärker geahndet werden.

08:36 Uhr | Kleingärten steigen im Kurs

Reisen ist gerade nicht, auch Ausflüge werden nur reduziert unternommen – da erlebt der Kleingarten eine kleine Renaissance. Zumindest gibt es wieder wesentlich mehr Nachfragen zu einem Schrebergarten, wie Olaf Weber vom Landesverband der Kleingärtner dem MDR sagte. Viele Gartenvereine im Land beklagen schon seit Jahren, dass sie oftmals leere Parzellen haben und diese nicht an den Mann oder die Frau bekommen. Von den über 100.000 organisierten Gartenparzellen sind derzeit nur 87.000 verpachtet.

So sind in Mageburg ebenso diese rund zehn Prozent der Gärten den Angaben nach ungenutzt. Besonders junge Familien wollen jetzt eigenes Gemüse anbauen und fragen in den Sparten an. Constantin Neuß vom Stadt Verband Halle e.V. stellt Ähnliches fest. Da ist es allerdings so, dass die Chancen im Norden Halles größer sind, da die Plätze im Stadtzentrum rar sind. Rund um den Küttener Weg warten etwa 200 Parzellen darauf, wieder beackert zu werden.

Ein Kleingarten bietet aktuell ein Stück Freiheit. (Symbolbild) Bildrechte: MDR/Dörthe Gromes

07:51 Uhr | Videosprechstunden beim Arzt – da geht noch was

Gerade im aktuellen Modus der gesamten Gesellschaft, den persönlichen Kontakt zu anderen Menschen so weit es geht, herunterzufahren, müssten sie eigentlich Hochkonjunktur haben: Videosprechstunden beim Arzt. Denn alle anderen Krankheiten verschwinden nicht mit Auftauchen des neuartigen Coronavirus. Doch ist die digitale Arztwelt in Sachsen-Anhalt noch nicht ganz so weit. Warum Videosprechstunden noch – ja, man muss das so sagen – Neuland sind, erklären die Redakteure Karin Roxer und Heiko Kunzmann hier:

07:15 Uhr | Leopoldina-Präsident zu den Handlungsempfehlungen

Die Leopoldina in Halle hat konkrete Empfehlungen gegeben, wie der schrittweise Abbau von bestehenden Kontakbeschränkungen aussehen kann. In den Tagesthemen nahm Leopoldina-Präsident Prof. Gerald Haug dazu noch einmal ausführlich Stellung und betonte: "Wir sagen ganz bewusst nicht, wann man was öffnet, sondern wie das perspektivisch, auch als Motivation, passieren kann."

Die Experten der Nationalen Akademie der Wissenschaften sagen, es müsse eine Maskenpflicht geben, etwa in Bus und Bahn, die Hygieneregeln weiter beachtet werden und die Infektionszahlen auf niedrigem Niveau stabil sein. Wie Lockerungen aussehen könnten, wurde in einer Stellungnahme erklärt. Wobei Kitas geschlossen bleiben sollten.

Gerald Haug, Klimaforscher, informiert über die Amtsübergabe der Nationalen Akademie der ‎Wissenschaften Leopoldina.
Bildrechte: dpa

Wir werden über Monate mit der Pandemie beschäftigt sein. Eigentlich wird sie erst enden, wenn wir einen Impfstoff haben. Unser Vorschlag war, da, wo es besonders wichtig ist, dass die Gesellschaft weitermacht, zeitnah anzufangen. Das heißt natürlich nicht, morgen oder vielleicht am Montag direkt nach den Osterferien. Das muss ja alles gut vorbereitet sein. Immer wenn die Distanzregeln eingehalten werden können, mit der Hilfe von Masken und Hygiene, kann es weitergehen.

06:53 Uhr | Großteil der Magdeburger, Hallenser und Dessauer hält sich an Corona-Regeln

Ein großer Teil der Menschen in Magdeburg und Halle hat sich zu Ostern an die geltenden Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen gehalten. Das geht aus Angaben beider Städte hervor. In Magdeburg stellten Beamte des Ordnungsamtes am Ostersonntag demnach nur einzelne Verstöße fest, hieß es am Ostermontag. Nicht immer seien der nötige Abstand oder Hygienevorschriften eingehalten worden. Zudem seien mehrere kleine Gruppen in der Stadt unterwegs gewesen. Sie müssen nun ein Bußgeld zahlen. Auch in Dessau-Roßlau seien die Abstandsregeln fast überall eingehalten worden, teilte die Stadt mit.

In Halle hat das Ordnungsamt nach Angaben von Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Ostersonntag bei knapp 400 Kontrollen lediglich zwölf Verstöße festgestellt. Das seien so wenige wie nie zuvor in der Corona-Krise, lobte Wiegand. Das verlängerte Oster-Wochenende ist insgesamt ruhig verlaufen. Der Stadtordnungsdienst hat keine schweren Verstöße gegen die Auflagen zur Kontaktvermeidung festgestellt. Bis auf einige Ermahnungen mussten keine wirklichen Sanktionen ausgesprochen werden. In Halle, wo es mit 260 nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen vergleichsweise viele Fälle gibt, wurde mittlerweile der Katastrophenfall aufgehoben.

06:29 Uhr | Lichtinstallation in der Lutherstadt Wittenberg

In der Lutherstadt Wittenberg wurden die Feiertage mit wunderbaren Lichtinstallationen begleitet, und zwar gleich an vier Standorten: an der Schlosskirche, dem Marktplatz, der Exerzierhalle und im Ortsteil Pratau. Der Umsetzung der "Osterlichter 2020" ging eine weitreichende Vorbereitung mit den zuständigen Behörden, wie dem Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt, der Deutschen Flugsicherung, dem Landkreis Wittenberg und der Lutherstadt Wittenberg voraus. Ein kleiner Ersatz für die vielen ausgefallen Veranstaltungen und Osterfeuer im Land.

Gebäude der Stadt Wittenberg werden mit Lichter bestrahlt.
Bildrechte: Lutherstadt Wittenberg Marketing GmbH/Corinna Kroll

06:14 Uhr | Leopoldina macht Vorschläge für schrittweise Lockerungen

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat am Ostermontag erste, aber sehr konkrete Handlungsempfehlungen vorgelegt, wie Deutschland demnächst Schritt für Schritt zurück zu einem Stück Normalität kommen könnte. Unter dem Titel "Die Krise nachhaltig überwinden" heißt es unter anderem zu den Voraussetzungen, die Infektionen müssten auf niedrigem Niveau stabilisiert werden. Auch müssten die bekannten Hygieneregeln weiterhin eingehalten werden. Ebenso eine Maskenpflicht ist Thema. Doch wäre die Rückkehr zu einem stärkeren öffentlichen Leben bald denkbar, etwa schrittweise bei den Schulen und in einigen Wirtschaftsbereichen. Der Überblick.

Beispiel Bildungsbereich: Da empfiehlt die Leopoldina insbesondere bei den Jahrgängen, wo zentrale Abschlussprüfungen anstehen, langsam zu einem Schulbetrieb zurückzukommen, etwa bei der Sekundarstufe I oder bei den Abschlussklassen der Grundschule. Gerade im Grundschulbereich müssten allerdings unter anderem "deutlich reduzierte Gruppengrößen" beachtet werden. Auch zeitversetztes Lernen in aufgeteilten kleineren Gruppen sei dabei denkbar. Gerade die Schulen waren wegen der hohen Kontaktdichte und der damit verbundenen Ansteckungsgefahr geschlossen worden, heißt es in der Stellungnahme.

05:57 Uhr | Kurzer Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen

Der Coronavirus soll mit den bestehenden Kontaktbeschränkungen in seiner Verbreitung gebremst werden. Für Sachsen-Anhalt wurde bislang bei 1.210 Menschen eine Virusinfektion nachgewiesen. Die Genesenen sind in diesen Zahlen genauso entahlten wie die Todesfälle, die es bisher im Zusammenhang mit Covid-19 gab: Nach Schätzungen wieder gesund sind in Sachsen-Anhalt 629 Menschen, 25 Menschen sind gestorben. Stand ist Ostermontag, die Informationen kommen vom Gesundheitsministerium. Im Laufe des Dienstags werden wir Sie über die neuesten Entwicklungen dazu auf dem Laufenden halten.

05:30 Uhr | Guten Morgen!

Herzliches Willkommen im Newsblog von MDR SACHSEN-ANHALT. Das Osterwochenende liegt hinter uns und heute ist Dienstag, der 14. April 2020. In unserem Newsblog bekommen Sie bis 19 Uhr die aktuellen Meldungen rund um das Coronavirus in Sachsen-Anhalt.

Zunächst der Überblick über die Meldungen vom Wochenende:

Alle Entwicklungen vom Wochenende können Sie im Newsblog der MDR-Aktuell-Kollegen nachlesen.

Quelle: MDR/mg/fl

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 14. April 2020 | 05:00 Uhr

11 Kommentare

Denkschnecke vor 40 Wochen

Ich weiß nicht, wie Sie auf die Fantasievorstellung vom "Scheitelpunkt" kommen, wenn aktuell jeder Infizierte immer noch 1,2 andere ansteckt und die Zahl der Todesfälle noch nicht abnimmt. Bloß weil Magdeburg das Glück hat (auch durch die strikten Maßnahmen), bisher ziemlich verschont geblieben zu sein.
Aber auch hier gilt: Es dürften nur sehr wenige immun sein. Es reicht ein Funke, und es geht dort so los wie in anderen deutschen Großstädten.

faultier vor 41 Wochen

Die Krankenhäusbetten die die Coronapatienten aufnehmen sollen stehen seid Wochen grösstenteils leer so jedenfalls in Magdeburg ,Infektionszahlen in Sachsen Anhalt die sich seid Wochen kaum bewegen ,mehr genesene als Infizierte und das Bundesland liegt wie an Ketten gefesselt im Dauerschlaf ,die Wirtschaft ist am abkacken und die Politiker verstecken sich hinter Virologen ,wie lange soll hier in Sachsen Anhalt mit seinen wenigen Infizierten noch leiden ? wir sind hier in Sachsen-Anhalt mit das am wenigsten betroffene Bundesland mit der so oft komunizierten ungesundesten und ältesten Bevölkerung Deutschlands und doch mit den fast wenigsten Infizierten nicht eigentlich schon über den Scheitelpunkt der Coronakrise und nichts passiert ,naja die politiker und Virologen haben ja ihr Schäfchen im trockenem der Rest kann bleiben wo er will.

Chemnitzer vor 41 Wochen

Wenn ich bedenke, dass ich schon mit 16 als Helfer ins Ferienlager gefahren bin zu DDR- Zeiten.Natürlich hatte ich auch einen erwachsenen Gruppenleiter an meiner Seite.Manchmal einen 18/19 Jährigen Pädagogik- Studenten. Wenn ich bedenke, dass es volljährige Abiturienten gibt, die einen pädagogischen Beruf ergreifen möchten und die jetzt untätig zu Hause sitzen.....Wenn die Bestimmungen gelockert sind.....Die Antwort sollten Sie selbst ....

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