Newsblog | 02.04.2020 Zehn Corona-Patienten aus dem Ausland in Sachsen-Anhalt aufgenommen

Neben Halle nimmt nun auch die Uniklinik Magdeburg schwer kranke Covid-19-Patienten aus dem Ausland auf, insgesamt zehn wurden eingeflogen. Außerdem wurde am Donnerstag ein Verwarn- und Bußgeldkatalog aufgelegt, der bei Verstößen gegen die Kontaktbeschränkungen Strafen vorsieht. Und: Ministerpräsident Haseloff hält Normalität nach Ostern für unwahrscheinlich. Diese und weitere Entwicklungen im Newsblog.

Menschen in Schutzanzügen stehen neben einem Helikopter
Bildrechte: TNN

Die Entwicklungen am Freitag

Das Wichtigste im Überblick:

20:45 | Blogende

Wieder ein Tag zu Hause geschafft. Zum Abschluss möchten wir Sie noch auf auf eine weitere Geschichte aufmerksam machen, die zeigt, wie wir miteinander stark sein können: Musikschulen in Sachsen-Anhalt bieten in Corona-Zeiten auch auch Videounterricht an und das kommt gut an. Das zeigt ein Beispiel aus Magdeburg, die "Rock : Pop : Jazz : Schule". 

Bleiben Sie gesund, und bis morgen!

20:30 Uhr | 816 Infizierte, 289 Menschen genesen

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Sachsen-Anhalt ist bis Donnerstagmittag auf 816 Fälle gestiegen. 75 Infizierte werden im Krankenhaus behandelt. Nach Schätzungen sind bisher 289 Menschen wieder genesen. Angaben zur Genesung sind allerdings nicht meldepflichtig.

20:20 Uhr | Abiturientin aus Halle findet Ersatz-Zuhause im abgeriegelten Neuseeland

Trotz strenger Isolationsauflagen nimmt die 19-jährige Backpackerin Anna Hoge aus Halle den "Lock-Down" in Neuseeland mittlerweile mit Gelassenheit. Nach dem ersten Schock über Neuseelands Entscheidung, das ganze Land binnen kürzester Zeit lahmzulegen, hatten Anna und ein Freund das große Glück, echte neuseeländische Gastfreundlichkeit zu erleben.

20:10 Uhr | Fehlerhafte Soforthilfe-Anträge

In Sachsen-Anhalt sind viele Anträge auf Corona-Soforthilfe fehlerhaft. Darauf hat Wirtschaftsminister Willingmann hingewiesen. Mehr als die Hälfte der Anträge sei unvollständig. Das führe zu Verzögerungen, weil man nachfragen und nachbearbeiten müsse. Seit Montag können Hilfsleistungen des Landes beantragt werden. Laut Willingmann gingen bereits am ersten Tag fast 15.000 Anträge ein.

19:55 Uhr | So funktioniert die Rückgabe von Kurt-Weill-Tickets

Drei Wochen nach dem sofortigen Stopp des Weill-Festes in Dessau ist nun auch die Erstattung ungenutzter Karten geregelt. Auf der Homepage der Weill-Gesellschaft gibt es jetzt ein Rückgabeformular. Damit können Kartenbesitzer die Erstattung der Ticketpreise beantragen und bekommen ihr Geld zurück, wenn sie die Originalkarten an den Ticketservice zurückschicken. Für viele dürfte es da um einige hundert Euro gehen. Denn nicht selten buchen echte Festival-Fans Tickets für mehrere Veranstaltungen und kommen selten allein.

Im Rückgabeformular können Kartenbesitzer aber auch den Verzicht aufs Geld erklären und den Betrag spenden. Mit den Spenden in Not geratene Künstler unterstützt werden. Die Veranstalter des Kurt-Weill-Festes rechnen mit Verlusten im sechsstelligen Bereich.

19:45 Uhr | Ilsenburg beklagt Tagestouristen

Die Stadt Ilsenburg im Landkreis Harz hat wegen der Corona-Verordnungen offenbar ein Problem mit Touristen aus Niedersachsen. Wie Bürgermeister Denis Loeffke MDR SACHSEN-ANHALT sagte, untersage die Corona-Eindämmverordnung Reisen aus touristischem Grund. In Niedersachsen sei das aber offenbar nicht überall bekannt.

Loeffke appellierte an die Landesregierung, das Verbot besser zu kommunizieren. Beispielsweise durch Banner an der Landesgrenze oder Anzeigen in der Zeitung. Gleichzeitig rief er die Einwohner seiner Stadt auf, nicht - so wörtlich - "eigenmächtig auf Jagd zu gehen". Wer Verstöße bemerke, sollte nicht selber Polizist spielen, sondern die Gäste höflich auf den Verstoß hinweisen.

Blick in das Ilsetal mit den Ilsefällen.
Das Ilsetal ist trotz Corona bislang ein beliebtes Ausflugsziel. (Archivbild) Bildrechte: dpa

19:20 Uhr | Sachsen-Anhalt und Halle: offenbar unzuverlässige Corona-Tests

In Sachsen-Anhalt wird derzeit geprüft, ob zahlreiche Corona-Tests keine zuverlässigen Ergebnisse liefern. Wie das Sozialministerium bestätigte, sind rund 1.700 Testsets betroffen, die vom Bund bereitgestellt wurden. Das Ministerium hat den Gesundheitsämtern nun empfohlen, diese Materialien zunächst nicht zu verwenden.

Die Tests stehen im Verdacht, für Bakterien, aber nicht für Viren geeignet zu sein. Das Landesamt für Verbraucherschutz untersuche nun, ob die Tests aussagekräftige Ergebnisse lieferten oder nicht. Wie viele dieser Tests bereits eingesetzt wurden, ist unklar.

In Halle wurde unterdessen bekannt, dass dort ebenfalls mehrere Corona-Tests fehlerhaft waren. Wie die Stadt mitteilte, habe es Fehler beim Hersteller gegeben. Betroffene Personen würden informiert. Einige Abstriche seien bereits wiederholt worden.

19:05 Uhr | Tullner verteidigt Vorprüfungen in Schulen

Der Bildungsminister von Sachsen-Anhalt, Marco Tuller (CDU), hat bei MDR SACHSEN-ANHALT Kritik an den derzeit laufenden Vorprüfungen zurückgewiesen. Er könne die Bedenken nachvollziehen. Für ihn seien aber die Aussagen der Gesundheitsbehörden relevant. Sie hätten die Vorprüfungen unter Auflagen genehmigt. Man werde alles unternehmen, dass in Sachsen-Anhalt ein Abitur abgelegt werden könne, das Wert und Bestand habe, kein Notabitur sei und es am Ende keine Anerkennungsprobleme damit gebe. Tullner: "Dieser Jahrgang soll trotz der schwierigen Rahmenbedingungen dieselben Chancen haben wie alle anderen auch."

18:40 Uhr | HFC eröffnet virtuelles Stadion

Um die finanziellen Folgen der Corona-Epidemie abzumildern, hat der Hallesche FC ein virtuelles Stadion eröffnet. Das gab der Verein am Donnerstag bekannt. Neben Eintrittskarten kann man dort digitale Pommes, Bratwurst und Bier – aber auch ein Home-Office-Autogrammkartenset der Spieler kaufen. Wer mindestens 50 Euro im virtuellen Stadion ausgibt, bekommt Freikarten für ein echtes HFC-Spiel in der kommenden Saison. Spendet man 100 Euro, gibt es zudem ein T-Shirt vom Verein.

Mit dem Erlös soll der Schaden, der dem Club durch Spielausfälle entsteht,  gelindert werden. Zugleich wollen die Rot-Weißen auf der neuen Plattform Hilfsangebote für die Stadt Halle bündeln – und ihren Fans so ebenfalls zur Seite stehen.

18:15 Uhr | Patienten aus Italien und Frankreich in Sachsen-Anhalt gelandet

Insgesamt zehn schwer kranke Covid-19-Patienten aus dem Ausland werden am Donnerstag in Kliniken in Sachsen-Anhalt aufgenommen. Neben den vier schon bekannten Erkrankten aus Italien, die ins Klinikum Bergmannstrost nach Halle kommen, wurden sechs weitere Erkrankte aus Frankreich in der Uniklinik Magdeburg aufgenommen.

Bei den vier italienischen Patienten, die in Halle behandelt werden, handelt es sich laut Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) um drei Männer und eine Frau aus der Lombardei zwischen 50 und 66 Jahren. Den Transport hat die schweizerische Rettungsflugwacht übernommen. Am Donnerstagnachmittag soll das erste Flugzeug in Leipzig/Halle bereits gelandet sein, das zweite wird für 20 Uhr erwartet. Den Transport der sechs weiteren französischen Patienten werde durch die französische Armee durchgeführt, hieß es.

Noch würden die in Sachsen-Anhalt vorgehaltenen Kapazitäten zur Versorgung von kritischen Verläufen bei Covid-19-Patienten nicht voll benötigt, so dass diese Unterstützung möglich sei. Ministerpräsident Reiner Haseloff betonte: "Es kann auch Zeiten in diesem Jahr geben, wo wir im umgedrehten Fall ebenfalls Hilfe anderer Länder der europäischen Union benötigen. Deshalb ist es gut, dass wir hier gemeinsam europäisch zusammenstehen."

Menschen in Schutzanzügen stehen neben einem Helikopter
Bildrechte: TNN

17:35 Uhr | Halle erlaubt Bio-Abendmarkt

Der Bio-Abendmarkt in Halle darf am Donnerstag öffnen. Das hat MDR SACHSEN-ANHALT von der Stadtverwaltung erfahren. Allergings gelten strenge Vorschriften. So müssen die Stände auf dem Hallmarkt weit auseinanderrücken. Die Händler tragen Mundschutz und Handschuhe und müssen zu ihren Kunden einen Mindestabstand von zwei Metern einhalten. Zehn Händler aus der Region haben sich angesagt. Sie bieten zwischen 16 und 20 Uhr unter anderem frisches Obst und Gemüse sowie Schafs-und Ziegenkäse, Honig und Straußenfleisch an.     

16:57 Uhr | #Kultur für zu Hause – täglich per Mail

Während landesweit Musik-, Film- und andere Kulturveranstaltungen ausfallen müssen, finden immer mehr Angebote den Weg ins Netz. Die Bühnen Halle etwa zeigen mit kurzen Youtube-Videos, wie Künstler und Mitarbeiter derzeit ihren Alltag meistern. Genauso macht es das Theater Magdeburg. Das Team des Anhaltischen Theaters in Dessau etwa liest täglich bei Youtube eine Geschichte aus Giovanni Boccaccios Novellensammlung Dekameron.

Da das Angebot digitaler Kulturangebote täglich wächst, bietet MDR KULTUR ab sofort einen Newsletter. Tipps zu neuen Videokonzerten oder virtuellen Museumsbesuchen werden dort gesammelt per E-Mail verschickt.

15:52 Uhr | Still, stiller, Stadion

Die Magdeburger Fußballfans müssen in Corona-Zeiten draußen bleiben: Wo normalerweise die Emotionen hochkochen, kann man nun das Gras wachsen hören. Die fast 30.000 Plätze der MDCC-Arena bleiben leer. Es fühlt sich an wie eine vorgezogene Sommerpause. MDR SACHSEN-ANHALT-Reporter Julian Mengler hat das gespenstisch stille Stadion besucht – und den Technischen Leiter Andreas Voigt beim Kontrollgang begleitet.

15:19 Uhr | Das kostet: Grillen, Spielplatz und mehr als zwei Leute beieinander

Per Erlass hat das Land am Donnerstag einen speziellen Verwarn- und Bußgeldkatalog aufgelegt. Damit können Verstöße gegen die bestehenden Kontaktbeschränkungen geahndet werden. Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sagte zur Pressekonferenz am Mittag, der Katalog solle auch signalisieren, dass der Gang auf den Spieplatz im Moment tabu ist. "Das soll im Augenblick nicht passieren." Solche – bis vor kurzem so alltägliche und selbstverständliche – Dinge können nun Verwarn- und Bußgelder nach sich ziehen. Drei Beispiele im Überblick:

Auflistung von drei Verstößen gegen die Kontakbeschränkung und den drohenden Strafen.
Bildrechte: MDR/Schörm

14:52 Uhr | Wernigeröder Kinderbuchautor rät: Fantasie statt Frust

Der Arzt und Kinderbuchautor Matthias von Bornstädt aus Wernigerode hat seine Lesetour in die alte Heimat zwar absagen müssen. MDR SACHSEN-ANHALT sagte der 34-Jährige dennoch, wie Kinder in der Corona-Krise bei Laune gehalten werden können. Sein Tipp: mit Bodenhaftung, aber auch Verrücktsein. Bei Gute-Nacht-Geschichten empfiehlt er Fantasie, die im Alltag der Kinder ansetzt. "Einfach mal ‚was wäre wenn' spielen. Dazu irgendeine Situation zu nehmen, die jeder kennt. Zum Beispiel Spiegelei essen – und dann zu überlegen, was könnte aus dieser Situation passieren? Einfach mal das Kind fragen. Zum Beispiel: Das Spiegelei wird lebendig und hüpft von Kopf zu Kopf." Von Bornstädt hat unter anderem Geschichten für "Bibi Blocksberg" geschrieben.

Matthias von Bornstädt
Bildrechte: Mika Redeligx

14:37 Uhr | Neue Hotline bei Fragen zu Soforthilfe für Kleinunternehmen

Für Anträge auf Soforthilfe für Selbständige und Kleinunternehmen bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalts gibt es Hilfe per Hotline. Sie ist Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr geschaltet unter 0391 5574 9796. Bis Donnerstag seien bereits rund 23.500 Anträge eingegangen, sagte Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) auf einer Pressekonferenz.

Das Ministerium gab außerdem zwei Hinweise für die Beantragung mit auf den Weg. Wenn Anträge per E-Mail eingereicht werden, sollen alle Seiten vollständig ausgefüllt und möglichst in einer einzelnen PDF-Datei mitgeschickt werden. Seit Montag können die Soforthilfen beantragt werden, um Geld für laufende Kosten zu erhalten. Das Geld wird von Bund und Land ausgegeben.

14:02 Uhr | Treffen in der Unitheke – bei Minecraft

Zur Zeit sind Bars und Restaurants geschlossen, doch im Universum des Digitalspiels Minecraft haben sich einige Enthusiasten die Unitheke, den Studententreff am Unicampus in Magdeburg, nachgebaut. Sie sind Teil einer größeren Community, die sich im "E-Sport Hub Sachsen-Anhalt" organisiert. Das ist ein Landesprojekt, mit dem der Wirtschaftsfaktor e-sports gefördert werden soll. In Corona-Krisenzeiten nimmt das Treffen in virtuellen Räumen, sei es zum Lernen oder Spielen, ganz allgemein viel größeren Raum ein als bisher; in sämtlichen Bereichen des Lebens erfährt die Digitalisierung einen Schub.

13:32 Uhr | Wie der Ausnahmezustand zum Alltag wird

Kaum ein Lebensbereich bleibt von der Corona-Krise unberührt. Wegen der aktuellen Regeln und der medizinischen Umstände sieht der Alltag in Sachsen-Anhalt auch anders aus als noch vor einiger Zeit. Seit drei Wochen sammeln wir bemerkenswerte Fotos und Schnappschüsse aus besonderen Blickwinkeln, die der Krise in Sachsen-Anhalt ein Gesicht geben.

Die Krise in Bildern Sachsen-Anhalt in Zeiten von Corona

Durch das Coronavirus ändern sich Leben und Alltag aller Menschen. Teils ergeben sich kuriose Szenen und Bilder. Ein Streifzug durch Sachsen-Anhalt in Zeiten der Krise.

Trainingsbereich im Fitnessstudio mit Absperrband gesperrt
Viele Fitnesscenter im Land dürfen wieder öffnen. Das erfolgt unter Auflagen: Jedes zweite Fitnessgerät ist abgesperrt und darf nicht genutzt werden. Einige Trainingszirkel sind eingezäunt, um die Wege der Sportler zu lenken. Bildrechte: MDR/Mario Köhne
Trainingsbereich im Fitnessstudio mit Absperrband gesperrt
Viele Fitnesscenter im Land dürfen wieder öffnen. Das erfolgt unter Auflagen: Jedes zweite Fitnessgerät ist abgesperrt und darf nicht genutzt werden. Einige Trainingszirkel sind eingezäunt, um die Wege der Sportler zu lenken. Bildrechte: MDR/Mario Köhne
Teilnehmer einer Demonstration des Bündnisses Freier Kunst- und Kulturakteure protestieren vor dem Landtag von Sachsen-Anhalt
Kulturschaffende haben am 27. Mai in Magdeburg eine Kunstaktion veranstaltet. Sie fordern finanzielle Unterstützung für freischaffende Künstler. Bildrechte: dpa
Ein Schild kurz hinter der Landesgrenze von Sachsen zu Sachsen-Anhalt, am Ortseingang Lützen, weist darauf hin: "Reisen aus touristischen Anlässen ins Land Sachsen-Anhalt sind untersagt!".
Während Ferienhäuser und -wohnungen seit dem 15. Mai wieder öffnen dürfen, bleibt das Einreiseverbot nach Sachsen-Anhalt aus touristischen Gründen weiter verboten. Spätestens mit der Fortschreibung der 6. Eindämmungsverordnung, die am 26.05.2020 im Kabinett beschlossen werden soll, wird es weitere Informationen geben, ab welchem Zeitpunkt wieder Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet nach Sachsen-Anhalt reisen können. Bildrechte: dpa
Mitarbeiterinnen des Burgenlandkreises bereiten sich in einem Zelt auf den Start des Corona-Screenings vor.
In einem eigens dafür aufgestellten Testzentrum in Weißenfels haben am 14. Mai Mitarbeiter des Burgenlandkreises mit Corona-Tests in der Belegschaft des Fleischkonzerns Tönnies begonnen. Bis zu 2.500 Mitarbeiter der drei Tönnies-Standorte in Weißenfels sollen in den kommenden Tagen auf das neuartige Virus getestet werden. Anlass der prophylaktischen Untersuchung waren Ausbrüche in Betrieben der Fleischwirtschaft in anderen Bundesländern. Bildrechte: dpa
 Zwei Schülerinnen aus dem Harz sitzen mit Mundschutz in einer Kabinengondel der Seilbahn in Thale.
Ein Stück Normalität ist in den Harz zurückgekehrt: Seit dem 10. Mai fahren die Kabinenbahn zum Hexentanzplatz und der Sessellift zur Rosstrappe wieder. In den Kabinen der Kabinenbahn müssen allerdings Mund-Nase-Masken getragen werden. Bildrechte: dpa
Vor einem geschlossenen Kino hängt eine leere Schautafel.
Heute kein Film: Dieses Kino am Stadtrand von Magdeburg bleibt wie viele andere in der Corona-Krise erst einmal noch geschlossen. Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer
Plakat in Halle, das auf die Notlage der Gastronomen in der Corona-Krise aufmerksam macht
Gastronomen in Not: Dieses Banner hängt in Halle. Bildrechte: MDR/Fabian Brenner
Ballonfahrer Winfried Borchert aus Wernigerode (r) legt nach der Landung im Vorharzort Hessen seinen Heiߟluftballon vorsichtig auf die Seite.
Auch Ballonfahren ist – unter Einhaltung der Hygieneregeln – wieder gestattet. Diese Truppe im Harz war sicherlich eine der ersten nach der Lockerung des Kontaktverbots. Bildrechte: dpa
Besucher des Garteinreiches fahren im Wörlitzer Park auf Gondeln.
Am ersten Wochenende nach der Corona-Lockerung sind auch wieder viele Menschen ins Gartenreich Dessau-Wörlitz gekommen. Neben historischen Gebäuden wie dem Schloss Wörlitz und dem Schloss Oranienbaum sind auch die Gondeln auf den Kanälen in der Parkanlage wieder für Besucher geöffnet. Bildrechte: dpa
Ein Mitarbeiter der Bootsverleihstation am Wendefurther Stausee reinigt Boote, die aneinandergereiht auf dem Wasser liegen.
Sachsen-Anhalt bereitet sich auf die geplanten Lockerungen vor: Ab Mitte Mai darf der Tourismus für Einheimische wieder starten. Am Wendefurther Stausee im Harz werden schon mal die Boote für Ausflügler hergerichtet. Bildrechte: dpa
Ein Mann sitzt an einem Schreibtisch
Auch für Fahrschullehrer Jens-Uwe Simonsen aus Magdeburg läuft der Betrieb wieder an. Nach Wochen Corona-bedingter Schließung darf er wieder Fahrschüler empfangen – jedoch nicht, ohne die geltenden Hygiene-Regeln zu beachten. Bildrechte: MDR/Hanna Lohoff
Anleger für Elbfähre
Weil sich Überfahrten wegen der Corona-Krise nicht rechnen, liegen seit Wochen viele Fähren an Land. So auch in Pretzsch im Landkreis Wittenberg. Ab 17. Mai soll der Fährbetrieb hier aber wieder aufgenommen werden. Bildrechte: MDR/André Damm
Spielplatz in Magdeburg
Absperrbänder adé: Landesweit dürfen Spielplätze wieder genutzt werden. Allerdings entscheiden die einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte, welche Spielplkätze öffnen. Die Stadt Magdeburg zum Beispiel hat alle 128 Spielfächen wieder zur Nutzung freigegeben. Bildrechte: MDR/Frank Rugullis
Eine Infotafel vor einem grünen Gassthof.
 "Heinrichs" in Walternienburg (Anhalt) fiebert dem Ende der Gastronomie und Beherbergungssperre entgegen. Sie betreiben Café, Wirtschaft, Biergarten und Ferienwohnung am Elberadweg. Bildrechte: MDR/André Plaul
Ein gelbes Infoblatt hängt an einem Eingangstor.
Doch bislang ist wegen der Corona-Auflagen alles geschlossen. Bildrechte: MDR/André Plaul
Mitarbeiterinnen der Vereinigten Domstifter tragen im Dom St. Peter und Paul in Naumburg Mundschutz unter der weltbekannten Stifterfigur Uta von Ballenstedt neben ihrem Gemahl Ekkehard II. Markgraf von Meißen.
Nach achtwöchiger Schließung öffnet auch der Naumburger Dom wieder seine Tore. Allerdings sind für Besucher nun das Tragen von Mundschutz und die Angabe ihrer Kontaktdaten Pflicht. Bildrechte: dpa
Alle (114) Bilder anzeigen

12:58 Uhr | Bußgeldkatalog für Corona-Eindämmung

Noch bis zum 19. April gelten in Sachsen-Anhalt Kontaktbeschränkungen, die helfen sollen, das Corona-Virus in seiner Ausbreitung zu hemmen. Die strengen Regeln können Sie hier noch einmal nachlesen. Jetzt will das Land dem mehr Nachdruck verleihen und hat einen Bußgeldkatalog aufgelegt. Der wurde auf einer Pressekonferenz am Mittag vorgestellt.

Damit droht bei künftigen Verstößen gegen die bestehenden Kontaktbeschränkungen ein Verwarn- oder Bußgeld, das in drastischen Fällen bis zu 25.000 Euro betragen kann. Auch Haftstrafen von bis zu zwei Jahren wären möglich, etwa für Teilnahme oder Durchführung von Versammlungen oder für das Beherbergen von Touristen. Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sagte, der Katalog sei angesichts der bevorstehenden Osterfeiertage und dem möglichen guten Wetter notwendig, um den Ordnungskräften und der Polizei etwas an die Hand zu geben. "Der Virus macht weder an Grenzen noch an Feiertagen Halt." Es sei wichtig, an Ostern selbst von Besuchen bei der Familie abzusehen.

12:22 Uhr | 816 bestätigte Infektionsfälle mit dem Corona-Virus

Die Zahl der mit dem Corona-Virus Infizierten ist in Sachsen-Anhalt – wie auch bundesweit – weiter angestiegen. Das Sozialministerium teilte am Mittag mit, dass im Land aktuell 816 bestätigte Fälle vorliegen. Neun Menschen sind bisher im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. 75 Personen müssen im Krankenhaus behandelt werden. Täglich gibt das Ministerium auch eine Schätzung an, wie viele der Betroffenen wieder genesen sind. Geschätzt haben 289 Menschen Covid-19 überstanden. Die Zahlen im Überblick:

11:59 Uhr | Tafeln im Krisenmodus

Die Ausgabestellen der Tafeln haben sich auf den Krisenmodus eingestellt, erhalten aber weiterhin weniger Spenden als üblich. So schätzt der Landesvorsitzende der Tafeln, Andreas Steppuhn, die Lage bei den Ausgabestellen für Bedürftige ein. Steppuhn sagte MDR SACHSEN-ANHALT, dass 20 bis 30 Prozent weniger Lebensmittel bei den Tafeln an Spenden eingingen. Doch seien mittlerweile einige der Tafel-Ausgabestellen wieder offen, die zunächst ganz hätten schließen müssen. Statt 10 seien nur noch 3 der insgesamt 32 Ausgabestellen im Land komplett dicht. Viele Tafeln hätten sich jetzt auch darauf eingestellt, die Regeln, Abstände und Hygienvorschriften einzuhalten. Steppuhn: "Sie trotzen ein Stück weit der Krise." Dazu gehöre, dass bei älteren Menschen, die nicht mehr zu den Tafeln kommen könnten, auch Not- und Lieferdienste eingerichtet worden seien.

Andreas Steppuhn
Bildrechte: dpa

Wir sind dazu übergegangen, zumindest in der Krise, älteren Menschen, die nicht mehr alleine kommen, die Lebensmittel nach Hause zu bringen.

Andreas Steppuhn, Landesvorsitzender der Tafeln in Sachsen-Anhalt

11:20 Uhr | Schlechter Schlaf durch Corona-Pandemie?

Dr. Hans-Günter Weeß arbeitet als Buchautor und leitet das Schlafzentrum des Pfalzklinikums in Klingenmünster
Weeß beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit dem Schlaf und seinen Störungen. Bildrechte: Privat

Forscher gehen davon aus, dass in der Corona-Krise die Zahl der Schlafstörungen zunimmt. Auch ohne Infektionslage würden daran bereits sechs Prozent der Bevölkerung leiden, so der Schlafforscher Hans-Günter Weeß. Diese Zahl könne momentan steigen. Weeß rät dazu, Licht- und Geräuschquellen rechtzeitig vor dem Schlafengehen möglichst abzustellen. Außerdem sollte man sich zwar regelmäßig, aber nicht ununterbrochen über die Nachrichtenlage informieren. Wer gar nicht mehr zur Ruhe kommt, dem wird empfohlen, sich Hilfe beim Arzt zu holen.

Eine Stunde vor der Schlafenszeit sollten Fernseher, Handy und Co. ausgeschaltet werden.

Schlafforscher Hans-Günter Weeß

10:55 Uhr | Flughafen Leipzig/Halle: Trotz Corona viel Verkehr

Einige Fluggesellschaften sind in der Corona-Krise weiterhin auf der Suche nach Dauerparkplätzen für ihre Maschinen. Am Flughafen Leipzig/Halle werden sie allerdings eher nicht fündig. Das Gelände wird nicht zum Flieger-Parkplatz umfunktioniert. Trotz Krise herrscht dort nämlich noch immer viel Verkehr – allerdings kein touristischer. Der Frachtverkehr läuft uneingeschränkt weiter. Über die Lage auf dem Airport hat sich Thomas Tasler schlau gemacht:

10:31 Uhr | Corona-Nachtragshaushalt einstimmig beschlossen

Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat wie geplant 500 Millionen Euro zur Bewältigung der Corona-Krise freigegeben. Der Nachtragshaushalt ist vor wenigen Minuten einstimmig beschlossen worden. Mit dem Geld sollen Corona-Hilfen finanziert werden – unter anderem für Unternehmen, Krankenhäuser, Kita-Träger, Künstler und Kommunen. Wir werden im Laufe des Tages noch ausführlicher darüber berichten.

↑ nach oben

10:10 Uhr | Wenig Hoffnung auf baldige Schulöffnung

Mindestens bis zum 19. April sind die Schulen in Deutschland geschlossen. Aber wie geht es danach weiter? Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig, hat Erwartungen an eine schnelle Wiedereröffnung gedämpft. Sie sagte der Funke Mediengruppe: "Im Moment wissen wir nicht sicher, ob die Schulen am 20. April wieder öffnen können." Die Lage sei extrem dynamisch, entscheidend sei die Empfehlung der Gesundheitsexperten. Hubig fordert in der Frage eine bundeseinheitliche Regelung.

Homeschooling
Auch in Sachsen-Anhalt sollen Kinder aktuell zu Hause lernen (Symbolbild). Bildrechte: imago images / Ritzau Scanpix / Unger Anthon

09:50 Uhr | CDU kürt Spitzenkandidaten nicht zeitnah

Sachsen-Anhalts CDU wird angesichts der Corona-Krise frühestens Anfang Juni über ihren Spitzenkandidaten für die nächste Landtagswahl entscheiden. Das sagte Generalsekretär Sven Schulze MDR SACHSEN-ANHALT. Erwägungen, die Entscheidung vorziehen, seien vom Tisch. CDU-Landeschef Holger Stahlknecht hatte Anfang März erklärt, er sei bereit für die Spitzenkandidatur. Allerdings werde er nicht antreten, sollte sich Ministerpräsident Reiner Haseloff doch für eine erneute Kandidatur entscheiden.

09:24 Uhr | 6.000 neue Infektionen in Deutschland

In Deutschland ist die Zahl der erfassten Coronavirus-Infektionen erneut deutlich gestiegen. Das Robert-Koch-Institut meldet rund 73.500 Infizierte, gut 800 davon in Sachsen-Anhalt. Das sei ein Anstieg um mehr als 6.000 im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der Toten sei um 140 auf 872 gestiegen.

Die US-amerikanische Johns-Hopkins-Universität zählt bereits fast 78.000 Infektionen und 931 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus in Deutschland. Die Unterschied kommen durch verschiedene Verfahren der Datenerfassung zustande.

09:03 Uhr | Ein virtuelles Prost

Draußen wird es frühlingshafter – traditionell ist das auch die Zeit der Jungweinproben. Der Weinbauverband Saale-Unstrut bietet seine Verkostungen nun online an, um sie nicht ausfallen zu lassen. Dabei stellt die Weinkönigin auf Facebook und Instagram aktuelle Jungweine aus 2019 vor. Wer möchte, verkostet die Weine dann parallel zu Hause.

Blick auf einen Weinberg mit dem Schriftzug "Saale-Unstrut Wein"
Die Sonne lässt die Pflanzen in den Weinbergen wieder wachsen (Archivbild).  Bildrechte: MDR/L. Müller

08:42 Uhr | Haseloff appelliert an Durchhaltevermögen

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) geht nicht davon aus, dass das Land in der Corona-Krise nach Ostern wieder zur Normalität zurückkehrt. Die Wahrscheinlichkeit, dass am 19. April ein normales Leben beginnen könne, sei sehr gering, sagte Haseloff im MDR-Interview. Man sei noch mitten in der Anstiegsphase und müsse zusammenstehen. Das ganze Interview finden Sie hier:

08:22 Uhr | Weil Tafeln schließen: Mehr Zulauf für Bahnhofsmissionen

In Halle bekommen Bedürftige auch weiterhin Unterstützung von der evangelischen Bahnhofsmission. Die Einrichtung teilte mit, man habe täglich von 9 bis 11:30 Uhr geöffnet. Spätestens mit Schließung der halleschen Tafel sei der Bedarf an Essen gestiegen. Die Ausgabe erfolge aktuell nicht mehr in den Räumen, stattdessen gebe es fertig gepackte Essensbeutel.

Ohne die vielen Spender, die uns auch in der aktuellen Situation treu zur Seite stehen, könnten wir das Angebot kaum aufrechterhalten.

Heike Müller, Evangelische Bahnhofsmission Halle

Informationen zu den Öffnungszeiten der Bahnhofsmissionen im Land finden Sie hier.

07:56 Uhr | Streit um Lohnerhöhung im Einzelhandel

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat vorgeschlagen, die anstehende Tariferhöhung im Einzelhandel wegen der Corona-Krise zu verschieben. Die Gewerkschaft Verdi hält davon allerdings nichts. Verdi-Sprecher Jörg Lauenroth-Mago sagte dem MDR, die Unternehmen im Einzelhandel könnten auf Milliarden-Förderungen der Bundesregierung zurückgreifen. Die Beschäftigten seien dagegen in ihrer Existenz bedroht. Das Kurzarbeitergeld müsse aufgestockt werden.

Der Handelsverband verteidigt den Vorstoß dagegen. Es sei nie darum gegangen, auf Lohnerhöhungen zu verzichten. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagte, mit der vorgeschlagenen Verschiebung sollten kriselnde Firmen unterstützt werden – zum Beispiel im Textil- oder Elektronikbereich.

07:43 Uhr | Corona-Fall in Gemeinschaftsunterkunft Krumpa

Die Flüchtlingsunterkunft Krumpa im Saalekreis steht unter Quarantäne. Wie das Landratsamt mitteilte, wurde dort gestern ein Asylbewerber positiv auf das Coronavirus getestet. Er gehört zu 25 Geflüchteten, die dem Landkreis vergangene Woche zugewiesen wurden. Sie waren zuvor in der Erstaufnahme in Halberstadt untergebracht gewesen. Die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft in Krumpa dürfen das Gelände nun bis zum 13. April nicht verlassen.

07:25 Uhr | Erste Soforthilfen für Künstler überwiesen

In Sachsen-Anhalt sind die ersten Soforthilfen für Künstler bewilligt und überwiesen worden. Das hat das Landesverwaltungsamt mitgeteilt. Konkrete Zahlen wurden aber noch nicht genannt. Pro Person gibt es 400 Euro im Monat. Die Anträge können alle selbstständigen Künstler mit Erstwohnsitz in Sachsen-Anhalt stellen. Unterstützt werden Schriftsteller; außerdem die Bereiche Musik, darstellende und bildende Kunst. Innerhalb einer Woche sind bereits etwa 700 Anträge eingegangen.

07:10 Uhr | Daten-Analyse: Wo die Corona-Zahlen schnell steigen

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt weiter an – je nach Region allerdings unterschiedlich schnell. Datenjournalist Manuel Mohr hat sich die Werte genauer angesehen. Dabei ist ihm besonders der Landkreis Wittenberg aufgefallen. Hier wird jetzt mit einigen Tagen Verzug sichtbar, dass in der vergangenen Woche in Jessen innerhalb kurzer Zeit zahlreiche neue Infektionen registriert wurden. Zwei Ortsteile stehen deshalb seit einer Woche unter Quarantäne.

Im Landkreis Mansfeld-Südharz hingegen wurden bislang vergleichsweise wenige Infektionen festgestellt. Wie sich die Fallzahlen in Ihrer Region entwickelt haben, können Sie hier nachlesen.

Über die Buttons "weiter" und "zurück" können Sie zwischen den Grafiken hin und her wechseln.

06:45 Uhr | Lese-Tipp: Sind die Corona-Maßnahmen zu streng?

An vielen offenen Fragen zum Coronavirus wird momentan unter Hochdruck geforscht. Nicht alle Seuchenexperten und Virologen sprechen dabei immer mit derselben Stimme und ziehen die gleichen Schlüsse aus den Daten. Diskutiert wird aktuell zum Beispiel ein offener Brief des Infektions-Experten Prof. Sucharit Bhakdi. Bhakdi kritisiert unter anderem die politisch beschlossenen Maßnahmen als zu hart und zu weitgehend. 

Der hallesche Virologe Alexander Kekulé äußert seine Position dazu im Podcast von MDR Aktuell und spricht sich für einen offeneren Diskurs der Experten zu diesem Thema aus.

Auch die #Faktenfuchs-Kolleginnen und Kollegen des Bayerischen Rundfunks haben die Argumente von Prof. Bhakdi aufgegriffen und analysiert, was an seinen Fragen dran ist. Hier können Sie diese Analyse lesen.

06:28 Uhr | UN-Klimakonferenz in Glasgow verschoben

Die Coronavirus-Pandemie wirft auch den Zeitplan der internationalen Klimaschutz-Bemühungen über den Haufen. Die für November geplante UN-Klimakonferenz in Glasgow in Schottland wird verschoben. Nach Angaben der britischen Regierung soll die Konferenz nun 2021 abgehalten werden. Zur Begründung heißt es, die Welt sei derzeit einer nie da gewesenen globalen Herausforderung ausgesetzt. Staaten würden sich zu Recht darauf fokussieren, Leben zu retten und Covid-19 zu bekämpfen.

Der nächste Klimagipfel gilt als besonders wichtig: Die Staaten sollen bis dahin ihre Klimaschutz-Pläne ehrgeiziger machen. Denn noch reichen sie in der Summe längst nicht aus, um das Ziel des Pariser Klima-Abkommens von 2015 zu erfüllen.

06:15 Uhr | Krankenhäuser bekommen Jahresgelder auf einmal

Sachsen-Anhalt zahlt die Krankenhaus-Fördermittel für das gesamte Jahr als Gesamtbetrag im April aus. Das Land kommt damit einer Bitte der Krankenhausgesellschaft nach. Wie das Sozialministerium mitteilte, soll mit den 43 Millionen Euro die Liquidität der Kliniken sichergestellt werden.

Sachsen-Anhalt ist nach Nordrhein-Westfalen das zweite Bundesland, das die Gelder in einem Mal auszahlt. Der Hintergrund: Den Kliniken fehlen Einnahmen, weil sie Betten für Corona-Patienten frei halten. Planbare Operationen werden verschoben.

06:00 Uhr | Gut jeder dritte Corona-Patient wieder gesund

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen inzwischen auf 806 gestiegen. Acht infizierte Menschen sind nach Angaben des Sozialministeriums bislang gestorben, 73 Patienten werden im Krankenhaus behandelt. Außerdem sind Schätzungen zufolge bisher 257 Infizierte im Land wieder genesen.

#MDRklärt Deshalb werden auch genesene Patienten bei den Corona-Fällen mitgezählt

Bei den Fallzahlen der Corona-Erkrankungen werden die wieder genesenen Patienten nicht ausgeklammert. Vor allem in den sozialen Medien wird das kritisiert. Doch für die Zählweise gibt es einen wichtigen Grund.

Deshalb werden auch genesene Patienten bei den Corona-Fällen mitgezählt
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Deshalb werden auch genesene Patienten bei den Corona-Fällen mitgezählt
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Die Anzahl gibt nicht die Menschen an, die aktuell infiziert sind, sondern alle, die das Coronavirus haben oder gehabt haben.
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Eine Infizierung muss gemeldet werden, eine Genesung nicht.
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Deshalb kann die Zahl der Menschen, die wieder gesund sind, nur geschätzt werden.
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Würde man die geschätzte Zahl der Genesungen von der bestätigten Zahl der Erkrankungen abziehen, wäre das Ergebnis nicht zuverlässig und vergleichbar.
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Eine mögliche Lösung: Beide Zahlen angeben und darauf verweisen, dass eine Zahl eine Schätzung ist.
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Texttafel: "Mehr Erklärgrafiken und -videos auf Instagram @mdrklaert"
Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 01. April 2020 | 06:00 Uhr

Quelle: MDR/mx
Bildrechte: MDR/Max Schörm
Alle (7) Bilder anzeigen

05:46 Uhr | Landtag stimmt über Corona-Budget ab

Die Corona-Pandemie beschäftigt heute nicht nur die Landesregierung, sondern auch das Parlament. Der Landtag will einen Nachtragshaushalt über 500 Millionen Euro beschließen. Das zusätzliche Geld soll helfen, die Krise zu bewältigen. Geplant sind unter anderem Hilfen für Unternehmen, Krankenhäuser, Kita-Träger und Künstler.

Wegen der Ansteckungsgefahr werden nicht alle Abgeordneten bei der Abstimmung dabei sein. Die Regierungsfraktionen von CDU, SPD und Grünen haben sich mit der Linken auf das Pairing-Verfahren geeinigt. Dabei bleibt für jeden verhinderten Abgeordneten der Regierungsseite ein Abgeordneter der Opposition der Abstimmung fern. So soll das parlamentarische Kräfteverhältnis gewahrt bleiben. Außerdem wird es keine Redebeiträge geben.

Abgeordnete vom Landtag Sachsen-Anhalt sitzen im Plenarsaal mit jeweils einem freien Sitzplatz zwischen sich. Der Landtag kam zusammen, um den Doppelhaushalt für dieses und das nächste Jahr zu beschließen.
Das Parlament ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind (Archivbild). Bildrechte: dpa

05:24 Uhr | Halle nimmt vier Corona-Patienten aus Italien auf

Halle wird voraussichtlich vier schwer kranke Corona-Patienten aus Italien aufnehmen. Nach Angaben von Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) sollen sie im Klinikum Bergmannstrost sowie im Elisabethkrankenhaus untergebracht werden. Erste Anfragen dazu aus der besonders betroffenen Lombardei in Norditalien habe es bereits vergangene Woche gegeben. Momentan wird Wiegand zufolge beraten, wie die Patienten nach Halle transportiert werden könnten.

In Leipzig ist unterdessen ein Corona-Kranker aus Italien gestorben. Wie das Universitätsklinikum mitteilt, soll der Leichnam des Mannes jetzt in seine Heimat überführt werden.

05:16 Uhr | Ausgehbeschränkungen werden verlängert

Die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder haben sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darauf geeinigt, die Corona-Kontakt-Beschränkungen zu verlängern. Statt bis zum Ende dieser Woche sollen sie nun bis zum 19. April gelten. Heute soll die entsprechende Verordnung von Sachsen-Anhalts Landesregierung verabschiedet werden. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sagte, der Kampf gegen das Virus sei noch lange nicht gewonnen. Kanzlerin Merkel forderte die Deutschen auf, auf Reisen und Besuche über die Ostertage zu verzichten.

05:09 Uhr | Bußgeldkatalog für Corona-Verstöße

Auch in Sachsen-Anhalt soll nun genau festgelegt werden, wie Verstöße gegen die Corona-Verordnung des Landes bestraft werden – und zwar durch einen Bußgeldkatalog. Das Sozialministerium hat nach Angaben einer Sprecherin einen Erlass dazu vorbereitet. Er solle heute von der Landesregierung beschlossen werden. Der bundesweite Gesetzes-Rahmen sieht Geldstrafen von bis zu 25.000 Euro vor. Straftaten können mit bis zu zwei Jahren Haft geahndet werden.

05:00 Uhr | Die Entwicklungen von Mittwoch

Heute ist Donnerstag, der 2. April 2020 – guten Morgen! Schön, dass Sie in unserem Newsblog vorbeischauen. Wir halten Sie hier über das Neueste zur Ausbreitung des Coronavirus in Sachsen-Anhalt auf dem Laufenden.

Die Entwicklungen der Corona-Krise am Mittwoch können Sie in unserem Newsletter und in unserem Newsblog von gestern nachlesen:

Quelle: MDR/kb

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 02. April 2020 | 05:00 Uhr

14 Kommentare

MD Mike vor 8 Wochen

Wo nimmt die Politik jetzt die Millionen her die vor Corona für das Gesundheitswesen nicht da waren . Pflegenotstand unterbezahltes Personel usw.usw. Ach ja und von Multiresitenten Keimen in KH sprich auch keiner mehr.Man muss sich immer wundern ,genau wie in der Bankenkrise auch da wurde mit dem Geld um sich geschmissen.

faultier vor 8 Wochen

Habe die Hubschrauber eben auf dem Flugplatz in Magdeburg gesehen und ich bin Stolz auf unser kleines Bundesland , bin sonst sehr kritisch aber jedes Menschenleben zählt ,das ist wichtiger als politische Streiterei und Egoismus danke.

sorglos vor 9 Wochen

Die Ausbreitung des Virus verhindern... es ist doch in der Welt. Und es fliegt ja nicht davon. Mit der Abschottung verhindern wir Immunität. Und wenn wir Patienten aus Italien behandeln, dann brauchen wir keine Intensivbetten mehr. Ich höre nur immer - es wird noch kommen, es wird noch kommen... Herr Haseloff, Sie retten nicht ein einziges Menschenleben! Sie führen Menschen in psychische Krankheiten, Sie reißen Familien auseinander - Sie sind nicht Willens auf Mediziner und Wissenschaftler zu hören. Das Ganze ist nicht mehr echt!
Wenn es nach dem 19.4. so weiter geht - und es wird weiter gehen, dann sind wir wirtschaftlich am Ende und alle, die eine große Weltwirtschaftskrise voraus sagten, werden Recht behalten.

Mehr aus Sachsen-Anhalt