Tipps Sturmtief "Sabine": Was Bahn-Reisende jetzt wissen sollten

Sturmtief "Sabine" wirbelt den Betrieb bei der Deutschen Bahn gehörig durcheinander. Der Fernverkehr bleibt bis Montagvormittag eingestellt, auch im Nahverkehr fallen Züge aus oder sind verspätet. MDR SACHSEN-ANHALT gibt Tipps, was Reisende jetzt wissen sollten.

'Zug fällt aus' steht auf der Anzeigetafel auf einem Bahnsteig
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  • Ich habe ein Ticket und will fahren: Dass Fernverkehrszüge fahren, ist bis zum Vormittag also unwahrscheinlich. Im Regionalverkehr kann sich die Betriebsaufnahme verzögern – frühe Züge fallen möglicherweise aus. Checken Sie unbedingt die Reiseauskunft. Die meisten Ausfälle und Verspätungen werden dort – wenn auch manchmal kurzfristig – hinterlegt. Ab einer zu erwartenden Verspätung von mindestens 20 Minuten am Ziel können auch alternative Strecken und höherwertige Züge genutzt werden.
  • Ich habe ein Ticket und will nicht fahren. Was passiert mit dem Ticket? Fernverkehrstickets können ohne extra Bescheinigung bis zum 18. Februar genutzt werden. Zugbindungen sind aufgehoben. Regionaltickets sind bei dieser Kulanzregelung nicht inbegriffen. Entweder kommt eine spätere Fahrt in Frage. Ansonsten: Erstattung prüfen.
  • Ich habe ein Ticket und möchte es zurückgeben. Was mache ich? Wenn Sie ein Ticket für den Fernverkehr gebucht haben, lassen Sie es am Schalter stornieren und berufen Sie sich auf die Kulanzregelung. Wenn Sie ein Online-Ticket haben, reichen Sie es über ein Spezial-Formular der Bahn zur Erstattung ein. Tipp: Geduld bewahren hilft. Im Nahverkehr ist eine Erstattung nur gemäß der Fahrgastrechte möglich.
  • Ich habe eine Wochen- oder Monatskarte. Und nun? Hier müssen mindestens drei Verspätungen von mindestens 60 Minuten am Ziel oder Reiserücktritte aus diesem Grund gesammelt mit Fahrgastrechte-Formularen eingeschickt werden. Dann werden je Fahrt 1,50 Euro erstattet.

MDR SACHSEN-ANHALT Autor Reporter Radio Online André Plaul
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Über den Autor Aus der Altmark in die Landeshauptstadt: André Plaul gehört seit 2010 zum Team von MDR SACHSEN-ANHALT. Zuvor konnte sich der gebürtige Stendaler bereits ein Journalistik-Studium und ein multimediales Volontariat beim MDR in Leipzig in den Lebenslauf schreiben. Bei MDR SACHSEN-ANHALT betreut André mit Leidenschaft das Frühprogramm im Radio – und die Nachrichtenseiten im Netz. Seine Freizeit widmet er mit Vorliebe dem Thema Eisenbahn. So ist er auch im Funkhaus in diesen Dingen Ansprechpartner Nummer eins.

Quelle: MDR/ap,ld

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 10. Februar 2020 | 05:10 Uhr

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