Corona-Schutzimpfung Diese Impfzentren sind schon in Betrieb

Nach und nach nehmen immer mehr Impfzentren in Sachsen-Anhalt ihren Betrieb auf – abhängig davon, ob Impfstoff zur Verfügung steht. Denn das ist von Landkreis zu Landkreis unterschiedlich. Aktuell sind von insgesamt 14 Impfzentren vier noch nicht bereit.

Ärzte helfen alten Menschen beim Ausfüllen von Formularen
Die ersten 36 Personen, die in Stendal geimpft wurden, kommen nicht alle aus dem Landkreis Stendal. Bildrechte: MDR/Alexander Klos

Mit Wittenberg und Stendal haben am Montag zwei weitere Impfzentren die Arbeit aufgenommen. In der Hansestadt sollen am ersten Tag 36 Personen ihre Erstimpfung gegen das Corona-Virus erhalten. Dafür kommen sie teils auch aus anderen Bundesländern. Die Online-Terminvergabe macht das möglich.

In Wittenberg können laut Amtsarzt Michael Hable aktuell nur 50 Menschen pro Tag geimpft werden, obwohl das Impfzentrum für 180 Impfungen täglich ausgelegt ist. Grund sei der Mangel an Serum.

Aus diesem Grund sind bisher auch nur zehn von 14 Impfzentren am Start – obwohl die meisten Einrichtungen schon seit Ende 2020 einsatzbereit sind. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums steht zu wenig Impfstoff zur Verfügung, um alle Zentren zeitgleich ausreichend zu beliefern.

Burg, Magdeburg, Dessau: Warten auf den Impfstoff

So sollte ursprünglich auch das Impfzentrum des Jerichower Lands in Burg am Montag öffnen. Doch der Start musste verschoben werden, da noch nicht genug Serum zur Verfügung steht.

Auch in Dessau-Roßlau und Magdeburg wird noch nicht geimpft. In der Landeshauptstadt rechnet man allerdings ab Dienstag mit regelmäßigen Lieferungen des Impfstoffes. Noch in dieser Woche könne die Terminvergabe beginnen, so die Stadt.

In Dessau-Roßlau habe man bislang darauf verzichtet, mit dem Impfzentrum an den Start zu gehen, weil man erst Altenheime und Pflegeeinrichtungen komplett durchimpfen wolle, heißt es von Seiten der Stadt.

EIne Karte mit den aktiven Impfzentren
Bildrechte: MDRklärt/Max Schörm

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Halle beginnt mit Zweitimpfungen

Dagegen können sich Einwohner anderer Landkreise bereits impfen lassen. Im Burgenlandkreis ist das seit dem 11. Januar möglich. Zusätzlich werden auch dezentrale Impftermine in den Verbands- und Einheitsgemeinden stattfinden. Der Start soll im Februar in der Verbandsgemeinde Wethautal erfolgen.

In Halle wurde am Montag mit den Zweitimpfungen begonnen. Mobile Teams waren in sechs Senioren-Einrichtungen unterwegs. Am Dienstag beginnen dann im Impfzentrum die Impfungen aller, die das 90. Lebensjahr vollendet haben und zuvor einen Termin vereinbart hatten. Das trifft laut Stadt auf etwa 800 Personen zu.

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) sagte, 300 von rund 800 Impfinteressierten über 90 Jahre habe bisher ein Termin gegeben werden können. Für die weiteren Senioren gebe es bisher keinen Impfstoff. Sie sollen aber von der Stadt angerufen werden.

Bis Sonntag wurden in Sachsen-Anhalt bereits mehr als 33.000 Menschen geimpft. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Plus von rund 11.000 Geimpften. Die täglich aktualisierten Zahlen finden Sie hier.

Quelle: MDR/mx,tml,ak

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 18. Januar 2021 | 10:00 Uhr

1 Kommentar

Zweifachmami vor 6 Wochen

Wie kann das sein? Der Impfstoff wird den einzelnen Landkreisen (vermutlich) entsprechend ihrer Einwohnerzahl zugewiesen. Warum werden dann in manchen Impfzentren Leute aus anderen Kreisen oder sogar Bundesländern geimpft, während in anderen Teilen Sachsen-Anhalts die Imofberechtigten, die nicht im Altersheim wohnen/arbeiten vergeblich auf einen Impftermin warten? Da sieht man auch mal wieder den Egoismus, den leider viele Menschen an den Tag legen und nicht darauf warten können bis sie bei sich zu Hause an der Reihe sind. Wenn man mal nicht nur an sich denken würde, sondern such die Konsequenzen betrachten würde sähe das vielleicht etwas anders aus.

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