Statistik Zahl der Pflegebedürftigen deutlich angestiegen

In Sachsen-Anhalt gibt es immer mehr ältere Menschen. Eine Folge: Die Zahl derjenigen, die Pflege in Anspruch nehmen, steigt – und zwar deutlich. Innerhalb von zehn Jahren hat das Statistische Bundesamt allein in Sachsen-Anhalt einen Anstieg um fast 30.000 Pflegebedürftige festgestellt.

Zwei ältere Frauen und ihre Pflegeschwester im Altersheim.
In Sachsen-Anhalt sind mehr Menschen als noch vor zehn Jahren auf Pflege angewiesen. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl pflegebedürftiger Menschen seit 2007 gestiegen – um fast 30.000. Das zeigt eine Veröffentlichung der Techniker Krankenkasse (TK) mit Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Demnach waren in Sachsen-Anhalt am Ende des Jahres 2017 insgesamt 110.624 Frauen und Männer auf Leistungen der Pflegeversicherung angewiesen. Zehn Jahre zuvor waren es noch knapp 81.000 Menschen.

In Sachsen-Anhalt sind der Statistik zufolge ohnehin mehr Menschen pflegebedürftig als im bundesweiten Durchschnitt. Demnach sind fünf Prozent aller Menschen in Sachsen-Anhalt auf Pflege angewiesen, bundesweit sind es 4,1 Prozent.

Meiste Pflegebedürftige in Mecklenburg-Vorpommern

Trotz überdurchschnittlicher Werte ist Sachsen-Anhalt bei der Zahl der Pflegebedürftigen nicht Spitzenreiter. Auf dem ersten Platz der Rangliste steht Mecklenburg-Vorpommern mit einem Anteil von 5,7 Prozent aller Einwohner. Danach folgen Thüringen und Brandenburg. Bundesweit waren den Zahlen zufolge mehr als 3,4 Millionen Menschen auf Pflege angewiesen. Zehn Jahre zuvor waren es noch 2,25 Millionen Frauen und Männer.

Welche Leistungen zur Pflegeversicherung gehören Zur Pflegeversicherung gehören nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums unter anderem Leistungen wie Pflegegeld, Kurzzeitpflege oder vollstationäre Pflege, Hilfsmittel und Sachleistungen für Pflege sowie die Pflege in Einrichtungen für behinderte Menschen.

Quelle: MDR, dpa/ld

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 23. Februar 2019 | 14:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. Februar 2019, 09:31 Uhr

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5 Kommentare

24.02.2019 18:04 Friede, Aufschwung, Eierkuchen 5

@4 Kein Wunder nach dem verlorenen Krieg.
Altersvorsorge im Arsch, wie man hier lesen kann.
Sonja habe ich früher, als wir zu Gast in der Ostzone waren, gesehen. In der Kömbüse. Da wurde der Hund in der Pfanne verrückt. Hatten dort leider nichts zu beißen, nach dem Krieg. Hundekeule schien dort ein Renner gewesen zu sein. Vom Parteibuch lesen ist ja auch keiner satt geworden!

24.02.2019 17:31 Sonja 4

@ 3 Kapitalismus pur !!! Deutschl. würd kaputt gemacht und dies s. Jahren , so gewollt !!!!

24.02.2019 15:13 Leser 3

@1. Vom erwähnten Taschengeld werden im Heim Fußpflege, Friseur Zuzahlungen für Medikamente und Inkontinenzmaterial bezahlt. Da reichen im Monat keine 50 Euro. Der Eigenanteil für einen Platz liegt im Moment bei rund 1.250 Euro. Diese Rente haben die wenigsten. Und sollte der andere Partner noch leben, muss er sein Leben mit Miete, Ernährung usw. finanzieren. Nun mal nachrechnen, wer sich das alles zusammen leisten kann.

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