Glasfaser Ultraschnelles Internet im Klassenzimmer: Erste Schulen werden angeschlossen

Das Land will digitale Projekte an Schulen vorantreiben – doch dafür müssen zunächst die Internetverbindungen verbessert werden. Deshalb beginnt am Montag ein groß angelegtes Projekt: Bis 2021 sollen alle knapp 900 Schulen über ultraschnelle Internetverbindungen verfügen.

Internetkabel und Glasfaser
Wer an das ultraschnelle Internet angeschlossen ist, soll Daten mit einem Gigabit pro Sekunde herunterladen können. Beim Hochladen soll die Rate halb so groß sein. Bildrechte: imago/Christian Ohde

Noch in diesem Jahr sollen die ersten 26 Schulen in Sachsen-Anhalt ultraschnelle Internetanschlüsse erhalten. Das kündigten Bildungsminister Marco Tullner und Finanzminister Michael Richter (beide CDU) an. Die Telekom-Tochter T-Systems startet am Montag damit, die Einrichtungen mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen.

Zunächst sollen vor allem Schulen in Magdeburg und Halle profitieren. Um das geplante Pensum in 2019 zu schaffen, müsste rechnerisch bis Weihnachten pro Werktag eine Schule angeschlossen werden. Nächstes Jahr geht der Ausbau weiter.

Diese Schulen sollen noch 2019 Glasfaseranschlüsse erhalten:

Halle: Erste Kreativitätsschule Sachsen-Anhalt, die Grundschulen "Rosa Luxemburg", am Zollrain und Kastanienallee, die Integrierte Gesamtschule am Steintor, die Gemeinschaftsschule Kastanienallee, die Förderschulen Halle-Neustadt, "Hellen Keller" und "Salzmann"

Magdeburg: die Grundschulen "An der Klosterwuhne", Stadtfeld und St. Mechthild, das Norbertusgymnasium, die Förderschule für Sprachentwicklung "Anne Frank", die Goethe-Gemeinschaftsschule und die Neue Schule

Nienburg: die Grundschule und private Sekundarschule

Oebisfelde-Weferlingen: die Grundschule "An der Aller"

Langenweddingen: die Grundschule und die Gemeinschaftsschule

Jessen: das Gymnasium

Osterburg: das Markgraf-Albrecht-Gymnasium

Staßfurt: das Dr.-Frank-Gymnasium

Reuden: Sekundarschule Elsteraue

Harzgerode: Gemeinschaftsschule

Was bedeutet ultraschnelles Internet?

Geplant ist, dass bis Ende 2021 alle knapp 900 Schulen in Sachsen-Anhalt über die ultraschnellen Internetverbindungen verfügen. Der Glasfaserausbau sei eine zwingende Grundlage für alle weiteren Bemühungen zu digitalen Projekten an Schulen, erklärte Bildungsminister Tullner. Voriges Jahr hatten die Minister noch Ende 2020 als Ziel angegeben.

Wer angeschlossen ist, soll Daten mit einem Gigabit pro Sekunde herunterladen können. Beim Hochladen soll die Rate halb so groß sein. Das sind hohe Übertragungsraten. Zum Vergleich: Bis vor Kurzem galt das Ziel der Bundesregierung, alle Haushalte in Deutschland mit 50 Megabit pro Sekunde ans Netz anzuschließen. Die Gigabitanschlüsse erlauben die zwanzigfache Geschwindigkeit.

Auch Behörden sollen neue Anschlüsse bekommen

Derzeit plant die Bundesregierung, dass ab 2025 alle in Deutschland mit dieser Bandbreite surfen können. Die Offensive des Landes gehört zu den Arbeiten am Landesdatennetz, dessen fast 30 Jahre alte Infrastruktur erneuert wird. Auch alle Behörden sollen laut Finanzminister Richter die schnellen Anschlüsse bekommen. Für das gesamte Projekt fließen 210 Millionen Euro.

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Quelle: MDR/dpa/dg

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 18. November 2019 | 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. November 2019, 14:09 Uhr

4 Kommentare

August vor 2 Wochen

Wozu noch lernen wenn mann Googleln kann die Zukünftigen Smartphon Zombies brauchen eigendlich kein Gehirn mehr dafür gibt es das Internet. Die Umwelt ist heute schon alles neben dem Display. Das Internet sollte eine Hilfe sein ist aber schon eine Droge die Innovation und Eigenständigkeit neutralisiert.
Der Film 1984 von Orson Welles indem die Menschen willenlos ihrem Führer folgen nätürlich online ist schon erschreckend real. Noch sind es Facebook Twitter Google Youtube aber das Prinzip funktioniert.

Baldur von Ascanien vor 2 Wochen

Aha, schnelles Internet bringt mehr an Lernvermögen und bessere Leistungen, echt? Alle besten Vorausetzungen nützen wenig wenn der Schüler nicht lernen will, egal ob mit Highspeed oder lahmen DSL. Ausser man konfiguriert eine Schnittstelle am Gehirn wo dann direkt die Daten eingespeist werden können. Wieder werden Millionen verbraten, aber Digitalisierung klingt ja so mega Cool.

Frido_Freimann vor 2 Wochen

Eine gute Nachricht, das bedeutet Einsparungen in zig Milliarden Höhe ! !
Jetzt können endlich die Lehrer abgeschafft werden. Aufgaben könnte man auch Zuhause erledigen, keine Busse mehr, Schulen werden nicht mehr gebraucht. Aber ob das der richtige Weg ist, den Kids alles auf die bequemster Art und Weise vor die Nase zu setzen ... ? Das Bildungsniveau ist jetzt schon mehr als bedenklich.

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