Ein Paar beim Umzug
Ein paar Jahre weg und dann wieder zurück in die Heimat: Für jeden vierten Bundesbürger ist das Realität. Bildrechte: imago/Westend61

Exklusive MDR-Umfrage Jeder Vierte kehrt nach Wegzug wieder in seine Heimat zurück

Einer von vier Bundesbürgern hat länger als drei Jahre von der Heimat entfernt gelebt und ist wieder zurückgezogen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des MDR. Der Hauptgrund für die Rückkehr war überraschenderweise nicht beruflicher Natur.

Ein Paar beim Umzug
Ein paar Jahre weg und dann wieder zurück in die Heimat: Für jeden vierten Bundesbürger ist das Realität. Bildrechte: imago/Westend61

Ob zur Ausbildung, des Jobs oder der Liebe wegen: Die ursprüngliche Herkunftsregion verlassen und für einen längeren Zeitraum woanders leben, ist für fast die Hälfte aller volljährigen Bundesbürger zur Realität geworden. Das hat eine exklusive und repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey ergeben, die von MDR SACHSEN-ANHALT in Auftrag gegen wurde:

Die Bundesbürger lassen sich der Umfrage nach in drei Gruppen teilen:

  1. 46,6 Prozent haben noch nie länger als drei Jahre entfernt von ihrer Heimat gelebt.
  2. 23,9 Prozent leben aktuell schon mindestens drei Jahre entfernt von ihrer Herkunftsregion, planen aber keine Rückkehr.
  3. 25,6 Prozent haben länger als drei Jahre von ihrer Herkunftsregion entfernt gelebt und sind wieder dorthin zurückgezogen.

Hauptgründe für eine Rückkehr sind Familie und Freunde noch vor dem Gehalt bzw. Beruf. Die Mentalität der Menschen in der Herkunftsregion, bezahlbarer Wohnraum oder eine gute Infrastruktur spielen in Bezug auf die Rückkehr nur eine untergeordnete Rolle.

Keine Unterschiede zwischen Frauen und Männern

Zwischen Frauen und Männern gibt es in der Befragung kaum Unterschiede. Im Grunde gleichen sich sowohl die Gründe für eine Rückkehr in die Herkunftsregion als auch die Entscheidung, dies nicht zu tun. Gleiches gilt für den aktuellen Wohnort, auch hier gibt es zwischen Ost und West keine nennenswerten Abweichungen.

Betrachtet man die Umfrageergebnisse in Bezug auf die Schulbildung der Befragten, so ist eine Tendenz besonders sichtbar: Je niedriger der Schulabschluss, umso größer ist auch der Anteil derjenigen, die nie länger als drei Jahre weg waren.

Während Menschen mit Abitur nur in 43,7 Prozent aller Fälle diese Antwort wählten, waren es in der Kategorie "Mittlere Reife" schon 51,5 prozent und bei "Hauptschule/kein Abschluss" sogar 57,7 Prozent.

Um das Thema "Weggehen oder Wiederkommen" geht es am Montagabend ab 20.15 Uhr im MDR-Fernsehen zunächst in einer Reportage und anschließend einem Bürgertalk live aus dem MDR Landesfunkhaus in Magdeburg.

Quelle: MDR/mm

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | MDR SACHSEN-ANHALT | 17. Juni 2019 | 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. Juli 2019, 16:57 Uhr

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8 Kommentare

18.06.2019 10:06 Günter Kromme 8

Zu#1 Wie kann man einen solchen Kommentar veröffentlichen der, im neuen Gewand, nationalsozialistische Rassentheorie verherrlicht. Gibt es den für die angebliche "politische Korrektheit", die sich fast ausnahmslos GEGEN die AfD richtet, keinerlei Hemmnisse mehr zu hetzen, zu diffamieren und in Propagandamanieren a la Goebbels zurückzufallen? Ich finde, das ist ein weiterer Tiefpunkt politischer Kultur in Deutschland, indem blanker Hass gegen Andersdenkende transportiert wird, das ist unentschuldbar!

Anmerkung MDR SACHSEN-ANHALT:
Wir haben uns bereits zu dem Kommentar geäußert.

18.06.2019 09:49 der_Silvio 7

@MDR;
Danke für die Klarstellung.
Mir persönlich fällt es schwer, bei solchen unsachlichen Kommentaren, wie in #1, ruhig zu bleiben.
Nur allzu oft lassen manche Kommentare es an gegenseitigem Respekt fehlen, was sehr schade und destruktiv ist.
In diesem Sinne einen schönen Tag.

Anmerkung MDR SACHSEN-ANHALT: Bitte und Ihnen auch einen schönen Tag. Lassen Sie sich das Kommentieren nicht durch Provozieren vermiesen.

18.06.2019 09:45 Günter Kromme 6

Ich verstehe den ganzen Artikel nicht. Wurde nicht erst neulich durch grün-rot-schwarzrot der Heimatbegriff abgeschafft, eine deutsche Leitkultur hinter der deutschen Sprache geleugnet und jeder der darauf besteht als rechter Fremdenhasser und Nazi beschimpft. Selbst der Obergrüne Robert Habeck kann mit dem Begriff Heimat nichts anfangen, aber sehr wohl mit dem Begriff Siedlungsgebiet. Er behauptet, dort wo man wohnt ist Heimat, was nichts anderes als eine weitere Steilvorlage für "Zuwanderung" aller Art ist. Also was ist nun, MDR? Hat die AfD etwa doch recht, indem sie Deutschland als die Heimat DER DEUTSCHEN erhalten will?

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