Umweltzonen Hunderte Plakettensünder zur Kasse gebeten

In Halle und Magdeburg sind im vergangenen Jahr hunderte Strafen gegen Umweltsünder verhängt worden. In Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt gab es dabei deutlich mehr Verstöße in der Umweltzone als in Halle.

Das Verkehrsschild zum Beginn einer Umweltzone.
Nur wer die grüne Plakette an der Windschutzscheibe seines Fahrzeuges hat, darf damit die Innenstädte von Halle und Magdeburg fahren. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Hunderte Autofahrer wurden im Jahr 2017 wegen Verstößen in den Umweltzonen in Halle und Magdeburg zur Kasse gebeten. In der Landeshauptstadt seien 1.482 Delikte festgestellt worden, sagte ein Stadtsprecher auf Nachfrage. Demnach mussten die Plakettensünder in mehr als 1.270 Fällen ein Bußgeld zahlen. Rund 180 Verfahren sind eingestellt worden. In Halle lag die Zahl der Umweltsünder deutlich darunter. Dort wurden laut Angaben der Stadt im vergangenen Jahr 212 Bußgeldverfahren eingeleitet.

Kontrollen gibt es durch die Mitarbeiter der Ordnungsämter an geparkten Fahrzeugen. Auch die Polizei prüft, ob Autofahrer sich an die Umweltzonen in Sachsen-Anhalt halten. Landesweit wurden dabei laut Innenministerium zwischen Januar und November vergangenes Jahr 166 Verstöße festgestellt.

Verstöße mit Bußgeld geahndet

Städte und Kommunen können seit dem 1. Januar 2008 Fahrverbote in den Umweltzonen erlassen. In den ausgeschilderten Bereichen dürfen nur Fahrzeuge mit einer farbigen Feinstaubplakette fahren. Die Aufkleber für die Windschutzscheibe gibt es je nach Schadstoffklasse in rot, gelb und grün. Auf dem Verkehrszeichen für die Umweltzone ist ersichtlich, welche Schadstoffklasse zugelassen ist. Wer ohne Plakette in der Umweltzone erwischt wird oder mit der falschen Farbe unterwegs ist, muss seit Mai 2014 ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro bezahlen. Einen Punkt in Flensburg gibt es allerdings nicht. Die Strafe wird auch bei parkenden Autos fällig.

Die Umweltzonen in Magdeburg und Halle waren schrittweise eingeführt worden. Seit Januar 2013 dürfen nur noch Fahrzeuge mit einer grünen Plakette in beide Innenstädte fahren. Zuvor waren noch Fahrzeuge mit gelber Plakette in den Zonen erlaubt.

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Quelle: MDR,dpa/cw

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 03. März 2018 | 13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. März 2018, 07:53 Uhr

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11 Kommentare

04.03.2018 22:49 Ich trinke lieber ein Radler 11

Liebe Radler, zahlt doch einfach eine hohe Radsteuer, dann könne daraus auch Eure Parkplätze finanziert werden! Und nehmt endlich den Unsinn raus, daß es für die Einfahrt in die Umweltzone Punkte gebe. Sind alle Eure Beiträge so schlampig recherchiert?

Anmerkung MDR SACHSEN-ANHALT: Nein, sind sie nicht. In diesem Fall hat sich leider ein Fehler in die Zwischenüberschrift geschlichen. Der Text stimmt aber: "Einen Punkt in Flensburg gibt es allerdings nicht." Dennoch Danke für den Hinweis.

04.03.2018 22:45 Falschnachrichten beim MDR! 10

So, da Ihr Eure Fake-news nicht richtigstellt, habe ich Euch angezeigt. Es gibt keine Punkte für die Einfahrt in die Umweltzone, das könnt Ihr in jedem Bußgeldkatlog nachlesen. Aber da Ihr so arrogant seid und den Artikel trotz mehrfacher Aufforderung nicht ändert und meine Kommentare grundgesetzwidrig wegzensiert, blieb nur dieser Weg! So werdet Ihr es auch lernen!

Anmerkung MDR SACHSEN-ANHALT: Wir haben Ihre Kommentare nicht freigeschaltet, weil sie externe Links beinhaltet haben und Sie unsere Redakteure beschimpft haben. Damit haben Sie gegen unsere Netiquette verstoßen (https://www.mdr.de/service/rechtliche-hinweise/artikel124572.html). Wir machen jetzt eine Ausnahme, um auf den inhaltlichen Teil Ihrer Kritik reagieren zu können. Wir haben auf Ihren Hinweis hin den Text am Sonntag um 19 Uhr 49 geändert. Die Zwischenüberschrift blieb aber auf dem alten Stand, leider haben wir das nicht gleich korrigiert. Das ist ein Fehler, den wir bedauern.

04.03.2018 15:42 Einer aus Halle 9

Das ist schon so ein Ding mit den Feinstaubplacketten ,es soll ja noch immer Menschen geben die wirklich denken die Schadstoffe machen an den Schildern halt auch wenn die Autos nicht rein dürfen.