Polizisten nehmen das Unfallgeschehen auf.
Von der Polizei wurden auf Sachsen-Anhalts Straßen im vergangenen Jahr insgesamt 73.503 Verkehrsunfälle registriert; Das sind 1.608 Fälle weniger als im Vorjahr. Bildrechte: Matthias Strauß

Verkehrsunfallbilanz 2018 Weniger Unfälle, mehr Tote

Im vergangenen Jahr wurden in Sachsen-Anhalt zwar weniger Unfälle, dafür aber mehr Verkehrstote registriert als im Jahr zuvor. Hauptunfallursachen bleiben Wildunfälle sowie das Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit.

Polizisten nehmen das Unfallgeschehen auf.
Von der Polizei wurden auf Sachsen-Anhalts Straßen im vergangenen Jahr insgesamt 73.503 Verkehrsunfälle registriert; Das sind 1.608 Fälle weniger als im Vorjahr. Bildrechte: Matthias Strauß

Auf den ersten Blick liest sich die Verkehrsunfallbilanz 2018 sehr gut. Auf Sachsen-Anhalts Straßen wurden weniger Unfälle registriert und weniger Menschen schwerverletzt. Sachsen-Anhalts Minister für Inneres und Sport, Holger Stahlknecht, der die Bilanz am Dienstag in Magdeburg vorgestellt hat, sprach deshalb auch von "Teilerfolgen".

Denn auf den zweiten Blick offenbart die Unfallstatistik auch: Im vergangenen Jahr starben 140 Menschen bei Verkehrsunfällen, acht mehr als im Jahr zuvor.

Wildunfälle und Raser sind Hauptunfallursache

Nahezu jeder fünfte Unfall fiel in die Kategorie "Wildunfall", zum dritten Mal in Folge die Hauptunfallursache in Sachsen-Anhalt. Umgerechnet sind Autofahrer voriges Jahr im Schnitt fast 39 Mal pro Tag mit Wildtieren zusammengestoßen. Betrachtet man hingegen nur die Unfälle mit schwerem Personenschaden und Getöteten, so waren diese vor allem auf überhöhte Geschwindigkeit und Vorfahrtsverletzungen zurückzuführen.

Holger Stahlknecht
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Raser sind uns ein Dorn im Auge. Ihr rücksichtsloses Verhalten gilt als Ursache Nummer eins, wenn es um Unfälle mit schwerem Personenschaden geht. Diesem von Egoismus gekennzeichnetem Verhalten müssen wir noch intensiver entgegen wirken.

Holger Stahlknecht, Innenminister Sachsen-Anhalt

Zweiradfahrer in mehr Unfälle verwickelt

Laut Innenministerium waren witterungsbedingt mehr Motorradfahrer in Unfälle verwickelt, 23 starben im vergangenen Jahr auf Sachsen-Anhalts Straßen. Ebenfalls zugenommen haben die Unfallzahlen bei Rad- und Pedelec-Fahrern. Fußgänger hingegen waren 2018 deutlich sicherer unterwegs als noch im Jahr 2017.

Als eine von mehreren Maßnahmen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sollen weitere neue, hochmoderne Blitzer beschafft werden.

Quelle: MDR/mm

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 19. März 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. März 2019, 16:28 Uhr

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2 Kommentare

20.03.2019 15:14 Steiger 2

trotzdem wird die Versicherungswirtschaft die
Preise anheben. Was sagte mal ein Versicherungsvertreter: "Wir finden immer einen Grund, um die Preise nach oben zu bringen".

19.03.2019 21:57 mattotaupa 1

"acht mehr als im Jahr zuvor" bei insgesamt etwa 90 betroffenen weniger, könnten mehr besetzte fahrzeuge betroffen sein (gut für umwelt, schlecht beim unfall) oder es hatten bei weniger betroffenen - so makaber es klingt - mehr leute größeres unglück als im jahr zuvor (wie entwickelt sich das durchschnittsalter und somit die körperliche widerstandsfähigkeit oder mehr motorradfahrer?). lange rede, kurzer sinn ... auf den dritten blick ist die statistik nur mit diesen eckdaten nicht verwertbar.

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