Weniger Bußgelder gegen Parksünder Verstöße gegen Corona-Regeln: Neue Einnahmen für Kommunen und Landkreise

Zu große Gruppen oder ein fehlender Mund-Nasen-Schutz: Die Ordnungsämter hatten im abgelaufenen Jahr ganz andere Dinge zu kontrollieren als üblich. Kein Wunder, dass wegen Fällen wie diesen viele Bußgelder verhängt worden sind – und die Zahl der Knöllchen wegen Falschparkens heruntergegangen ist.

FFP2-Maske an einer Uniform des Ordnungsamtes
Die Aufgaben der Ordnungsämter haben sich in den vergangenen Monaten wegen der Corona-Pandemie stark verändert. (Symbolbild) Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

Die Kommunen und Landkreise in Sachsen-Anhalt haben wegen Verstößen gegen Corona-Beschränkungen im abgelaufenen Jahr neue Einnahmen gemacht. Zugleich zeigt die Jahresbilanz: In 2020 haben viele Städte weniger Verfahren wegen Falschparkens und zu schnellen Fahrens verzeichnet. Nach Zahlen der Deutschen Presse-Agentur hat allein Halle – die größte Stadt Sachsen-Anhalts – im vorigen Jahr 73.000 Euro wegen Verstößen gegen Corona-Regeln eingenommen. Das teilte ein Sprecher mit.

Demnach wurden 1.687 Verfahren eingeleitet, weil Menschen keine Maske trugen, sich in zu großen Gruppen trafen oder auf andere Weise gegen die Corona-Regeln verstießen. Auch in der Saalestadt wurden demnach aber deutlich weniger Verstöße gegen Parkregeln registriert. Aus Bußgeldern flossen in Halle etwa 2,1 Millionen Euro in die Stadtkasse, etwas weniger als noch im Jahr zuvor.

Weniger Verstöße wegen Falschparkens auch in Magdeburg und Dessau

Eine ähnliche Entwicklung hat auch die Stadt Magdeburg festgestellt: In der Landeshauptstadt wurden gut 500 Menschen wegen Verstößen gegen die Corona-Eindämmungsverordnung zur Kasse gebeten – mit Forderungen in Höhe von knapp 100.000 Euro. Laut Stadt ist davon in etwa die Hälfte bislang auch tatsächlich eingenommen worden.

In der drittgrößten Stadt des Landes, Dessau-Roßlau, haben Ordnungshüter im abgelaufenen Jahr knapp 90 Verfahren wegen Corona-Verstößen eingeleitet, für die Stadt bedeutete das Einnahmen von rund 9.000 Euro. Auch in der Bauhausstadt ist demnach die Zahl der festgestellten Verstöße wegen Falschparkens und Co. heruntergegangen.

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Quelle: MDR, dpa/ld

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 16. Januar 2021 | 10:00 Uhr

3 Kommentare

DanielSBK vor 7 Wochen

Wie wärs mal damit die KFZ-Zulassungsstellen aufzustocken, anstatt die Bürger in Coronazeiten mit Bußgeldern zu gängeln. Nicht mal die Gewerbehändler können hier Zeitnah in MD ein Auto anmelden .... richtige Raubritter seit ihr und Wegelagerer sind ein Fliegenschiss dagegen..

Kritiker vor 7 Wochen

Eigentlich eine klare Sachlage das weniger Falschparker usw. zur Kasse gebeten werden.
1. Ordnungsamtsmitglieder haben andere Vorgaben = Arbeitsbereiche
2. Weniger Autos auf der Strasse, heißt automatisch auch weniger Parkplatzprobleme
3. Kleine Läden, ganze Strassenzüge sind ja bestenfalls dicht, also für Bequemlichkeit bei Einkaufsmöglichkeiten keine notwendige Grundlage.

jackblack vor 7 Wochen

Na da kann man ja STOLZ sein.

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