Nuzterkommentare, die nicht freigegeben werden konnten, unter einem Artikel, in dem über einen gewaltsamen Übergriff von Sicherheitspersonal in der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber (ZASt) in Halberstadt berichtet wird.
Beispiel eines Leser-Kommentars, der unter einem Artikel nicht freigegeben werden konnte. Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT

Warum wir bestimmte Kommentare nicht freigeben Nutzer-Kommentare: "Ihr Dreckslügner; widerliche Zensiervotz*. Möget ihr in Kürze bestraft werden"

Gerade häufen sie sich wieder – Kommentare unter unseren Artikeln, in denen beleidigt, beschimpft oder einfach nur provoziert wird. Der Anlass (fast wie immer): Ein Vorfall, bei dem Flüchtlinge oder Menschen mit Migrationshintergrund beteiligt sind. Wir zeigen hier eine Auswahl, welche Kommentare wir eigentlich nicht veröffentlichen würden.

von Martin Paul, MDR SACHSEN-ANHALT

Nuzterkommentare, die nicht freigegeben werden konnten, unter einem Artikel, in dem über einen gewaltsamen Übergriff von Sicherheitspersonal in der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber (ZASt) in Halberstadt berichtet wird.
Beispiel eines Leser-Kommentars, der unter einem Artikel nicht freigegeben werden konnte. Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT

"Ihr Dreckslügner; widerliche Zensierv[!]otz* […] Möget ihr und euer grüner Nachwuchs in Kürze bestraft werden, vor Gericht oder von euren Migrantenfreunde auf der Straße", so lautet ein Kommentar unter einem Artikel, in dem über einen gewaltsamen Übergriff von Sicherheitspersonal in der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber (ZASt) in Halberstadt berichtet wird.

Ein anderer Kommentar wünscht, dass Flüchtlinge nur noch "Schweinekopffleisch und Brot" bekommen sollen, es wird von "Gesindel" gesprochen oder man sollte "Immigranten mal nach ihrem Landesgesetz bestrafen: Hände abhacken Köpfen und so weiter!". In einem weiteren Kommentar wird ein anderer Leser  beschimpft: "du  Arschloch von M[...]aber von diesem Mistkerl M[...] der gar nicht weiß was Arbeit bedeutet." All diese Leser-Kommentare haben wir nicht freigegeben.

Knapp 70 Prozent nicht freigegeben

Die Kommentarfunktion unter unseren Artikeln soll eine Möglichkeit sein, zusammen mit unseren Zuhörern, Lesern und Zuschauern über ein Thema zu diskutieren. Aber die Mehrheit der Nutzer-Kommentare zu dem Halberstadt-Artikel konnten wir nicht freigeben, bisher knapp 70 Prozent aller eingereichten Kommentare (Stand: 10. August 2019).

Aus welchen Gründen, haben wir in der Netiquette, unseren Verhaltensrichtlinien für ein Miteinander in der Diskussion, zusammengefasst. Trotzdem werden andere Kommentatoren und wir als Redaktion immer wieder beleidigt und bedroht. Und, wenn ein Kommentar nicht freigeschaltet wird, lautet oft der Vorwurf: Zensur.

Beispiele der Leser-Kommentare

Nuzterkommentare, die nicht freigegeben werden konnten, unter einem Artikel, in dem über einen gewaltsamen Übergriff von Sicherheitspersonal in der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber (ZASt) in Halberstadt berichtet wird.
Wir wünschen uns ein konstruktives und faires Gespräch – unter unseren Lesern und mit uns. Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT
Nuzterkommentare, die nicht freigegeben werden konnten, unter einem Artikel, in dem über einen gewaltsamen Übergriff von Sicherheitspersonal in der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber (ZASt) in Halberstadt berichtet wird.
Wir wünschen uns ein konstruktives und faires Gespräch – unter unseren Lesern und mit uns. Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT
Nuzterkommentare, die nicht freigegeben werden konnten, unter einem Artikel, in dem über einen gewaltsamen Übergriff von Sicherheitspersonal in der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber (ZASt) in Halberstadt berichtet wird.
Aus diesem Grund gibt es eine sogenannte Netiquette, wo detailliert aufgelistet ist, nach welchen Gesprächsgrundsätzen wir die Kommentare moderieren. Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT
Nuzterkommentare, die nicht freigegeben werden konnten, unter einem Artikel, in dem über einen gewaltsamen Übergriff von Sicherheitspersonal in der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber (ZASt) in Halberstadt berichtet wird.
Oft akzeptieren Nutzer diese Regeln nicht – in ihren Beiträgen beleidigen sie, rufen zu Gewalt auf... Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT
Nuzterkommentare, die nicht freigegeben werden konnten, unter einem Artikel, in dem über einen gewaltsamen Übergriff von Sicherheitspersonal in der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber (ZASt) in Halberstadt berichtet wird.
... oder lenken mit anderen Themen von dem ursprünglichen Thema ab. Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT
Nuzterkommentare, die nicht freigegeben werden konnten, unter einem Artikel, in dem über einen gewaltsamen Übergriff von Sicherheitspersonal in der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber (ZASt) in Halberstadt berichtet wird.
Unsere Aufgabe in der Redaktion ist nicht, zu regulieren welche Meinung jemand zu einem bestimmten Thema hat – wie immer wieder vorgeworfen wird. Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT
Nuzterkommentare, die nicht freigegeben werden konnten, unter einem Artikel, in dem über einen gewaltsamen Übergriff von Sicherheitspersonal in der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber (ZASt) in Halberstadt berichtet wird.
... wir begrüßen konstruktive Kritik und Diskussionen – geben aber Beschimpfungen und entwürdigende Kommentare nicht frei. Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT
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Kurz: No Spamming, Trolling, Bashing

In der Einleitung zu unserer Netiquette auf unserer Facebook-Seite haben wir formuliert: "Geht respektvoll miteinander um: Beleidigungen und Beschimpfungen haben auf dieser Seite nichts zu suchen. Konstruktive Kritik hingegen ist erwünscht. […] Kurz zusammengefasst: No Spamming, Trolling, Bashing." Und in der Netiquette des MDR wird detailliert beschrieben, wie eine offene Diskussionskultur unter unseren Artikeln aussehen kann.

In diesem Sinne hoffen wir, immer noch und immer weiter, auf gute Gespräche und einen interessanten Austausch mit unseren Nutzern.

Quelle: MDR/mp

Zuletzt aktualisiert: 10. August 2019, 19:59 Uhr

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44 Kommentare

13.08.2019 11:38 ralf meier 44

@ Dieter Nr. 36 Sie schreiben: 'Sorry, Dieter, aber das ist nun wirklich sehr unredlich, was Sie hier machen! Die "Nazi-Keule" habe gar nicht ich "ausgepackt", sondern bin in meinem Kommentar Nr. 16 nur auf einen Foristen (#5 u. 14) eingegangen, der selber den Begriff ins Spiel gebracht hat.'

Gestatten sie mir, das ich als Angesprochener eher ihre 'Argumentation' als unredlich empfinde. Ich habe die Nazikeule nicht ins Spiel gebracht und schon gar nicht geschwungen.
ich habe wie der Forist Dieter Kritik an denen geübt, die diese Nazikeule so ungehemmt schwingen wie Sie es in ihrer Rückmeldung an mich getan haben.

Was versprechen Sie sich eigentlich von Ihrem permanenten Derailing und ihren durchschaubaren diffamierenden Unterstellungen ?

13.08.2019 10:11 Der Matthias 43

@ Dieter Nr. 36 # Sorry, Dieter, aber das ist nun wirklich sehr unredlich, was Sie hier machen! Die "Nazi-Keule" habe gar nicht ich "ausgepackt", sondern bin in meinem Kommentar Nr. 16 nur auf einen Foristen (#5 u. 14) eingegangen, der selber den Begriff ins Spiel gebracht hat. Das kam also urspr. gar nicht von mir! Also, bitte bleiben Sie einfach mal bei den "Fakten", wenn Sie den Begriff schon selber bemühen! Zum anderen beschweren Sie sich über verm. Hetze " von der anderen Seite" (welche soll das sein?), holen aber selber die 'Gutmenschen-Keule' hervor, indem Sie von "inksgrünen Phrasen" u. Hetze sprechen! Bemerken Sie den Widerspruch in Ihrer eigenen Argumentation? Im Übrigen, nur für Ihr Notizbuch: Ich bin weder links, noch grün! Soviel dann zu dem üblichen Schubladendenken, das einige hier praktizieren! Der "Rassismusvorwurf" scheint btw eben doch virulent zu, sonst gäbe es diesen MDR-Artikel ja wohl kaum!

13.08.2019 10:01 Benutzer 42

12.08.2019 19:47 Fakt

warum haben Linke immer ein Problem als Links betitelt zu werden. Wo doch die doch jeden als Rechts oder Rechtspopulist betiteln der nicht ihrer Meinung ist?!

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