Hintergrund Advent und Weihnachten: Fragen und Antworten

Vorfreude, Lichterglanz und Gemütlichkeit: Die Advents- und Weihnachtszeit bildet den krönenden Abschluss jedes Jahres. Familien und Freunde finden zusammen, beschenken sich, genießen die gemeinsame Zeit. In Sachsen-Anhalt unterstützen geschmückte Innenstädte, sowie Advents- und Weihnachtsmärkte diese besinnlichen Wochen. Was wann und wieso gefeiert wird, erklärt MDR SACHSEN-ANHALT:

Weihnachtsmarkt Wernigerode
Der Harz ist für eine besonders stimmungsvolle Advents- und Weihnachtszeit bekannt – so auch Wernigerode. Bildrechte: imago/Frank Drechsler

Wann ist Weihnachten?

Weihnachten ist ab dem 25. Dezember. Da liturgisch gesehen der Tag am Abend beginnt, startet der Weihnachtstag am Abend des 24. Dezembers. Davor liegt die Adventszeit. Sie beginnt am 4. Sonntag vor dem 25. Dezember – also frühestens am 27. November, spätestens am 3. Dezember.


Was wird zu Weihnachten gefeiert?

Weihnachten ist das Fest der Geburt Jesu Christi und neben Ostern das Hauptfest im Kirchenjahr. Der Name kommt vom mittelhochdeutschen «ze wihen nahten» und bedeutet «in den heiligen Nächten». Die erste Kalendernotiz, die die Geburt Jesu auf den 25. Dezember festlegt, findet sich im Chronographen des Kopisten Furius Dionysius Filocalus aus dem Jahre 354. Ab dem 7. Jahrhundert setzte sich der Brauch, die Geburt Christi an diesem Datum zu feiern, auch in Deutschland durch. In den Weihnachtsgottesdiensten wird die biblische Überlieferung der Geburt Jesu aus dem Lukas-Evangelium verlesen. Danach wurde Jesus in Bethlehem in einer Krippe geboren. (Quelle: dpa)


Wer ist der Nikolaus?

Die Christen feiern am 6. Dezember den Gedenktag des am meisten verehrten Heiligen St. Nikolaus, um den sich viele Legenden ranken. So soll er etwa drei verarmten jungen Mädchen nachts heimlich Geldspenden für ihre Aussteuer zukommen gelassen haben. Daraus hat sich vermutlich die Tradition entwickelt, die Kinder am Vorabend des Nikolaustages zu beschenken. Im Mittelalter wählten Klosterschüler am Vorabend des 6. Dezember einen "Kinderbischof", der mit Mitra und Gewändern eines Bischofs bekleidet in die Klosterschule kam, um Schüler zu bestrafen und zu belohnen. Ab dem 17. Jahrhundert entstand der Brauch, dass Nikolaus mit Gefolge die Häuser besuchte und den Kindern Geschenke brachte. Sein bekanntester Begleiter war dabei Knecht Ruprecht. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde aus der Verschmelzung der beiden Figuren die Gestalt des Weihnachtsmanns. Auf dessen einstiges Bischofsgewand verweist heute nur noch die rote Farbe der Kleidung, Kapuze und Pelzbesatz stammen von Knecht Ruprecht. Historisch sicher ist, dass Nikolaus im vierten Jahrhundert Bischof von Myra war, das an der heutigen türkischen Mittelmeerküste liegt. Sein Todestag war ein 6. Dezember zwischen 345 und 351. Am stärksten verehrt wurde er ab dem 8. Jahrhundert in Russland, dessen Patron er seitdem auch ist. (Quelle: dpa)


Was sind beliebte Weihnachtsgeschenke?

Laut Handelsverband Deutschland werden 2019 die größten Geschenke-Umsätze mit Geld und Gutscheinen erzielt. Auf Platz 2 liegen Elektroartikel. Platz 3 machen Spielwaren aus.


Wann dürfen die Geschäfte am Sonntag öffnen?

In Sachsen-Anhalt dürfen Geschäfte an höchstens vier Sonn- und Feiertagen pro Jahr öffnen. Ausgenommen sind der Neujahrstag, der Karfreitag, der Ostersonntag, der Ostermontag, der Volkstrauertag, der Totensonntag, der 1. und 2. Weihnachtsfeiertag sowie der Heiligabend, wenn dieser auf einen Sonntag fällt. Voraussetzung für die Öffnung ist laut Gesetz ein besonderer Anlass. In Einzelfällen können Geschäfte auch dann öffnen, "wenn dies im öffentlichen Interesse notwendig ist". Für anerkannte Kur- und Erholungsorte gibt es Sonderregeln, ebenso für bestimmte Branchen – etwa Bäckereien.

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Bildrechte: imago/Frank Drechsler

Quelle: MDR/ap

Dieses Thema im Programm: MDR S-ANHALT | MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 25. November 2019 | 19:00 Uhr

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