Adventszeit Arbeitsagenturen vermitteln immer seltener Weihnachtsmänner

Zu einer besinnlichen Vorweihnachtszeit gehört ein Weihnachtsmann für viele Menschen einfach dazu. Nur: Wie können Familien und Vereine ihren Weihnachtsmann am besten buchen? Über die Arbeitsagentur geht das nur noch in seltenen Fällen. Sie setzt eher auf die Vermittlung von nachhaltigen Jobs.

Weihnachtsmänner neben Jobcenter-Logo und Weihnachtsbaum
Immer weniger Arbeitsagenturen in Sachsen-Anhalt vermitteln Weihnachtsmänner. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO

Sie gehören in der Adventszeit auf Weihnachtsmärkten einfach dazu – und trotzdem gibt es immer weniger von ihnen: Die Zahl der Weihnachtsmänner in Sachsen-Anhalt sinkt. Das zeigen Zahlen der Arbeitsagenturen in Sachsen-Anhalt. Ein Grund dafür ist demnach, dass immer weniger Arbeitsagenturen überhaupt eine Vermittlung von Weihnachtsmännern anbieten.

Arbeitsagentur vermittelt lieber nachhaltige Jobs

Der Markt habe sich in Zeiten von Internetbörsen und Kleinanzeigenportalen verändert, heißt es zur Begründung. Darüber hinaus stehe die Vermittlung von nachhaltigen Jobs im Fokus der Arbeitsagenturen. Ein Nebenjob als Weihnachtsmann in der Adventszeit ist eben nicht besonders nachhaltig.

Die Folge: Es gibt immer weniger Weihnachtsmänner. Allerdings gibt es trotz der Entwicklung auch in Sachsen-Anhalt noch Arbeitsagenturen, die Weihnachtsmänner vermitteln – in Halle, Magdeburg, Stendal, Sangerhausen und Halberstadt. Und die haben auch noch zu tun. Laut Regionaldirektion der Agentur für Arbeit wurden in Stendal voriges Jahr 20 Weihnachtsmänner vermittelt, in Magdeburg gab es für neun Weihnachtsmänner 150 Einsätze. So viele seien es 2018 auch in Halle gewesen. In Halberstadt kamen die Weihnachtsmänner demnach auf rund 30 Einsätze. Was alle Weihnachtsmänner eint: Sie werden vorwiegend von Familien oder aber von Vereinen gebucht – um im Advent Kinder zu beschenken und die Adventszeit einzuläuten.

Weihnachtsmänner müssen empathisch und kinderfreundlich sein

Die Arbeitsagentur weist übrigens darauf hin, dass der Job als Weihnachtsmann nicht gerade einfach ist: Um ein "authentischer und guter Weihnachtsmann" zu sein, brauche es Empathie, Kommunikationsvermögen und Kinderfreundlichkeit – sowie eine "gehörige Portion Idealismus".

Gute Weihnachtsmänner sind rar wie Goldstaub.

Heike Wunschik Sprecherin der Agentur für Arbeit in Bernburg

Wer nur aus finanziellen Gründen Weihnachtsmann werden wolle, kann diesen Plan schnell wieder abhaken. Der Verdienst reiche einfach nicht aus, meldet die Arbeitsagentur.

Quelle: MDR, epd/ld

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