Unwetterwarnung Live-Ticker zum Sturmtief "Sabine": Erste Schäden im Harz

Das Sturmtief "Sabine" hat Sachsen-Anhalt erreicht. Am Sonntagabend gab es erste Schäden im Harz. Die Unwetterwarnung gilt noch bis Montagnachmittag. Das ist die aktuelle Situation in Sachsen-Anhalt.

Ein Wanderer hilft einem Radfahrer mit seinem Fahrrad.
Trotz der Unwetterwarnung sind einige Personen auf dem Brocken unterwegs. Bildrechte: dpa

Das wird für Montag wichtig:

  • Die Unwetterwarnung gilt bis Montagnachmittag. Beachten Sie also weiterhin die Sicherheitshinweise auf der Sturm-Checkliste.
  • Es kann Verkehrsbehinderungen geben, sowohl auf der Straße durch umgestürzte Bäume, als auch bei der Bahn. Besonders betroffen sind die Züge des Fernverkehrs.
  • Informieren Sie sich frühzeitig, wie es um Ihre Kita steht. In anderen Bundesländern bleiben einige geschlossen, für Sachsen-Anhalt liegen bisher keine Informationen vor.
  • Der Bergzoo und das Theater in Halle bleiben geschlossen.

Der Ticker am Montagmorgen

Über alles Wichtige zu Sturmtief "Sabine" informieren wir Sie auch am Montagmorgen im Ticker.

22:35 Uhr | Kommen Sie gut durch die Nacht!

Das war es für heute erst einmal mit dem Live-Ticker zum Sturmtief "Sabine". Ich hoffe, dass sie davon verschont geblieben sind und es Ihnen gut geht.

Morgenfrüh ab 5 Uhr berichten wir hier weiter für Sie und thematisieren, was gegebenenfalls heute Nacht noch durch den Sturm passiert ist. Denn: Die Unwetterwarnung besteht ja bis zum Nachmittag.

Meine Kollegen von "MDR SACHSEN-ANHALT Heute" haben diese Sturm-Aufnahmen aus Sachsen-Anhalt für Sie gedreht:

22:30 Uhr | Update: Unwetterwarnung gilt länger

Und zwar bis Montagnachmittag. Zuvor hieß es, dass die Sturmböen bis Montagmorgen, 8 Uhr andauern können. Gerade eben hat der Deutsche Wetterdienst seine amtliche Gefahrenmeldung aktualisiert. Derzeit geht er davon aus, dass es bis zum Nachmittag orkanartige Böen geben kann. Diese sollen dann zum Abend hin nachlassen.

22:15 Uhr | Keine Übernachtungszüge in Magdeburg

Schauen wir auf den Bahnhof in Magdeburg: Dort stehen keine Übernachtungszüge bereit. Das hänge auch damit zusammen, dass keine Züge dort gestrandet, sondern durchgefahren sind, sagte ein Bahnsprecher gegenüber MDR SACHSEN-ANHALT. Der Nahverkehr verläuft weitestgehend planmäßig. Wie der Bahnsprecher weiter erklärte, soll es im Morgengrauen erste Kontrollgänge geben. Dabei würden auch Helikopter eingesetzt. Sobald sich die Bahn einen Überblick über die Lage verschafft habe, würden die Strecken nach und nach für den Fernverkehr wieder freigegeben.

21:55 Uhr | Update der Unwetterzentrale

Die Unwetterzentrale hat ihre Werte aktualisiert. Neben dem Brocken, der weiterhin Spitzenreiter bleibt, und Ilsenburg steht jetzt auch Wernigerode auf ihrer Liste. Dort werden die Orte gezeigt, an denen in der vergangenen Stunde die stärksten Böen gemessen wurden. Waren es am Brocken vor einigen Stunden noch 156 Kilometer pro Stunde, die beim Sturm gemessen wurden, sind es jetzt 167.

21:30 Uhr | Sachsen-Anhalter berichten

Auf Instagram haben wir in unserer Story ebenfalls gefragt, wie die Situation bei Ihnen vor Ort ist. Hier ein paar der Antworten:

  • Gardelegen: "Sehr windig. Der Wind hat sehr doll zugenommen." (Instagram-User fehse1993)
  • Bahrendorf: "Bis jetzt zum Glück noch nicht ganz so schlimm." (Instagram-User _dana_ilgs_)
  • Westeregeln: "Westeregeln hat ordentlich Sturm." (Instagram-User evafranka)
  • Weißenfels: "In Weißenfels geht's langsam los." (Instagram-User b.s.wsf)

Erzählen Sie uns gerne in den Kommentaren, ob das Sturmtief auch bei Ihnen vor Ort ist. Bisher zeigt die Umfrage von vorhin, dass es bei 57 Prozent der Live-Ticker-Leser stürmisch ist.

20:45 Uhr | Landstraßen von und nach Schierke blockiert

Im Harz wiederum spitzt sich die Situation zu: Auf der Straße von und nach Schierke liegen so viele umgestürzte Bäume, dass niemand vorbei kommt, berichtet Elke Kürschner, Reporterin bei MDR SACHSEN-ANHALT. Der Strom in Unterschierke ist ausgefallen. Außerdem wurde ein Auto von einem Baum getroffen, verletzt wurde niemand, so die Harzer Feuerwehr.

Zuvor hatten sie ja 48 Einsätze vermeldet, über die wir hier gesprochen haben. Mittlerweile sind es 78. In Ilsenburg und Wernigerode sind Bäume umgekippt, in Wernigerode wurde zusätzlich ein Carport vom Sturm abgedeckt.

20:40 Uhr | Zwölf Feuerwehr-Einsätze in der Altmark

Wie die Feuerwehr gegenüber MDR SACHSEN-ANHALT erklärt, gab es in der Altmark bisher zwölf Einsätze. Vier davon waren im Landkreis Stendal, acht im Kreis Salzwedel. Bei allen ging es um umgestürzte Bäume.

20:30 Uhr | Ortsfeuerwehr Biere bereit für mögliche Einsätze

Ortsfeuerwehr Biere in Einsatzbereitschaft für das Sturmtief "Sabine"
Die Ortsfeuerwehr Biere ist in Einsatzbereitschaft im Gerätehaus. Bildrechte: Ortsfeuerwehr Biere/Julien Kadenbach

Gerade hat uns dieses Foto erreicht: Die Ortsfeuerwehr Biere aus dem Salzlandkreis ist in Einsatzbereitschaft. Ihr Kamerad Julien Kadenbach erzählt, dass sie im Gerätehaus sind, um im Notfall ausrücken und die möglichen Einsätze schneller abarbeiten zu können. Kadenbach: "Der Wind ist bei uns aktuell zunehmend. Akutell messen wir in Biere 67 Kilometer pro Stunde. Zum Glück sind wir bisher einsatzfrei geblieben."

Auf Ihrer Homepage informieren die Einsatzkräfte zusätzlich über die Situation bei Ihnen im Ort. Dort steht auch folgende Notrufnummer für Unwetter im Bördeland: 03927/599973

20:05 Uhr | Checkliste für mehr Sicherheit

Meine Kollegen von MDR SACHSEN haben Ihnen diese Checkliste zusammengestellt. Gehen Sie die gerne eben durch. Und noch lieber: Halten Sie sich daran. Es geht um Ihre Sicherheit.

Checkliste Orkantief Sabine
Bildrechte: MDR/dpa

20:00 Uhr | Wie sieht es bei Ihnen aus?

Im Harz gab es 48 Einsätze, in anderen Teilen Sachsen-Anhalts ist kaum etwas vom Sturm zu spüren. Deshalb wüsste ich gerne, wie es bei Ihnen so aussieht. Nehmen Sie dafür gerne mit einem Klick an der Umfrage Teil und schreiben Sie Ihre Erfahrungen in die Kommentare dieses Live-Tickers. Ich freue mich von Ihnen zu lesen!

19:50 Uhr | Halberstadt: Parkhausdach-Teile drohten abzustürzen

Laut Informationen der Volksstimme drohten mehrere Teile eines Parkhausdachs in Halberstadt abzustürzen. Wie Chris Buchold, Sprecher der Halberstädter Feuerwehr, dem Medienhaus sagte, war die Hauptberufliche Wachbereitschaft bei der Rathauspassage im Zentrum im Einsatz. Die Straße wurde voll gesperrt und lockere Teile von der Feuerwehr entfernt. Was die Einsatzkräfte dabei verärgert habe: Trotz der Absperrungen fuhren Autos mit erhöhter Geschwindigkeit vorbei und gefährdeten die Personen vor Ort damit.

19:25 Uhr | Feuerwehr zählt 48 Ereignisse im Harz

Im Harz gab es bisher 48 Ereignisse, wie die Feuerwehrleitstelle der Region gegenüber MDR SACHSEN-ANHALT erklärt. Darunter seien vor allem umgestürzte Bäume. In Rieder, einem Ortsteil von Ballenstedt, wurde ein Dach zum Großteil abgedeckt und eine Solaranlage heruntergerissen. Verletzt wurde dabei niemand, so die Harzer Feuerwehr.

Im Burgenlandkreis und Mansfeld-Südharz wurden der Feuerwehr bisher keine Vorkommnisse gemeldet.

19:20 Uhr | Kein Schulausfall, da Ferien – Kita-Situation unklar

In einigen Bundesländern sorgt "Sabine" dafür, dass an Schulen kein Unterricht stattfindet. In Sachsen-Anhalt sind Winterferien und deshalb sowieso schulfrei. Was die Kitas betrifft: Da liegen bisher keine Infos vor. Besprechen Sie die Situation am besten frühzeitig mit Ihrer Kindertagesstätte.

19:05 Uhr | Harzer Schmalspurbahnen fahren erst ab Dienstag

Wie die Harzer Schmalspurbahnen mitteilen, sind die Brockenbahn, die Harzquer- und die Selketalbahn bis Dienstag nicht in Betrieb. Auf ihrer Homepage schreibt das Unternehmen: "Liebe Gäste,
aufgrund des angekündigten Sturmes, bitten wir Sie, für die Daten vom 09. bis 11. Februar keine Online-Tickets zu erwerben. Vielen Dank für Ihr Verständnis!"

18:55 Uhr | Montag: Theater und Bergzoo Halle geschlossen

Der Bergzoo Halle entschloss sich bereits heute dafür, vorzeitig zu schließen. Auch morgen wolle er nicht öffnen, so die Information der Deutschen Presseagentur. Auch das Theater in Halle reagiert auf die Unwetterwarnung: Die Vorstellung von "Die Benennung der Tiere" für Montag wurde abgesagt.

18:45 Uhr | Die Situation in Sachsen und Thüringen

Werfen wir einen Blick rüber zu unseren Nachbarn: In Thüringen gibt es beispielsweise Probleme auf der A71, Wohnmobile und Lastwagen sollen hier laut Polizei am besten nicht mehr fahren. In Sachsen gibt es neben der Deutschen Bahn auch Einschränkungen bei der Länderbahn und der Mitteldeutschen Regionalbahn.

Meine MDR-Kollegen halten sie dort ebenfalls mit einem Live-Ticker auf dem Laufenden:

Situation in Thüringen & Sachsen

Deutschlandweit bekommen Sie auch einen Überblick im Live-Blog der Tagesschau.

18:35 Uhr | Update in Sachen Bahnverkehr

Auf Sachsen-Anhalts Schienen sieht die Lage derzeit so aus:

Im Regionalverkehr rollt fast der gesamte Verkehr normal. Ausnahme ist die Strecke Magdeburg-Berlin. Sie ist seit dem Nachmittag unterbrochen. Dort war bei Wusterwitz ein Baum in die Oberleitung gestürzt. Hier soll noch am Abend zumindest ein Gleis wieder freigegeben werden.

Im Fernverkehr nehmen die Zugausfälle an den Stationen Halle und Magdeburg stündlich zu. Hintergrund ist, dass die Bahn ihre IC- und ICE-Züge schrittweise zum Stillstand bringt. Viele Fahrten enden vorzeitig an großen Bahnhöfen oder starten gar nicht erst. Das wird auch Auswirkungen auf den Schnellzugverkehr am Montagmorgen haben – da einige Züge nicht am geplanten Ort starten können.

18:25 Uhr | Sturmtief so schlimm wie "Friederike" und "Kyrill"?

Das Unwetter sollte auf jeden Fall nicht unterschätzt werden. MDR-Wetterexpertin Josefine Bechler meinte vorab, dass es so schwerwiegend wie der Orkan "Kyrill" (2007) und das Orkantief "Friederike" (2018) werden könnte. Falls Sie sich daran nicht mehr so genau erinnern können, hier ein Überblick:

18:00 Uhr | Deutsche Bahn stellt Verkehr ein

Tagsüber fuhr die Bahn zum Großteil nach Plan, jetzt kapituliert sie doch vor dem Sturm. Wie das Unternehmen mitteilte, wird der Fernverkehr bis zum Abend deutschlandweit eingestellt. Bahn-Sprecher Achim Strauß sagte, die Züge würden "in geeigneten Bahnhöfen" ihre Reise beenden – sprich: an den großen Stationen. Dies sei besser, als Gefahr zu laufen, dass Züge auf freier Strecke stehen bleiben. "Wir bieten Hotelübernachtungen, wir bieten Übernachtungszüge in vielen Bahnhöfen", so der Sprecher.

Sollten Sie aktuell noch auf die Bahn angewiesen sein um zu Ihrem Ziel zu gelangen: Das Unternehmen hat einen eigenen Blog eingerichtet, und hält Sie dort auf dem Laufenden. Allerdings ist die Homepage stark überlastet, weshalb es Schwierigkeiten beim Abrufen geben kann.

17:30 Uhr | Sturmböen auf Brocken und in Ilsenburg

Die Unwetterzentrale hat in einem Tweet die aktuellen Sturmböen der vergangenen drei Stunden veröffentlicht. Mit dabei: Der Brocken und Ilsenburg, beide Lila eingefärbt. Laut der Legende der Zentrale bedeutet das, dass in diesen Regionen Spitzenböen über 130 Kilometer pro Stunde erwartet werden.

17:00 Uhr | Die Situation in Sachsen-Anhalt vor 18 Uhr

Den gesamten Tag hat das Sturmtief "Sabine" Sachsen-Anhalts bereits beschäftigt, ab 18 Uhr werden orkanartige Böen erwartet. Der Betrieb der Brockenbahn wurde eingestellt, es gab Verkehrsbehinderungen wegen umgestürzter Bäume. Der Bergzoo Halle hat seine Lichterwelten unterbrochen, nur bis 14 Uhr wurden Besucher hereingelassen. Ein geplantes Winterfest am Josephskreuz bei Stolberg im Südharz wurde vorsorglich abgesagt.

Zum aktuellen Zeitpunkt wird vorhergesagt, dass die Unwetterlage bis Montagvormittag anhält. In der Nacht auf Montag seien 120 Kilometer pro Stunde wahrscheinlich. Deshalb gilt die Unwetterwarnung zunächst bis Montag 8:00 Uhr.

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Der Deutsche Wetterdienst (DWD) informiert laufend über die Warnsituation in Deutschland. Regionale Warnungen werden sehr kurzfristig herausgegeben, um möglichst genau sein zu können. Wenn Sie einen Punkt auf der Karte auswählen, werden Ihnen die entsprechenden Warnungen angezeigt.

Haben Sie Feedback? Lassen Sie uns gerne einen Kommentar da oder schreiben Sie uns bei Twitter oder Facebook. #tickeriki

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 09. Februar 2020 | 17:00 Uhr

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