31.03.2020 | 18:02 Uhr MDR-Umfrage: Dutzende Bürgermeister werden bedroht oder beschimpft

Computertaste mit der Aufschrift Hass
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Innerhalb der vergangenen zwölf Monate sind mindestens 180 Bürgermeister und Amtspersonen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Bedrohungen oder Beschimpfungen ausgesetzt gewesen. Das hat eine MDR-Umfrage unter 795 Kommunen in den drei Ländern ergeben, an der sich 484 beteiligt haben.

Anstieg in den vergangenen fünf Jahren

Die Umfrage fand im Februar anlässlich der MDR-Dokumentation "Exakt - Die Story: Hetzen, Drohen, Einschüchtern - Sind wir schutzlos gegen den Hass im Netz? " statt. Demnach gaben 150 Umfrageteilnehmer an, ein bis fünf Mal von Bedrohungen oder Beschimpfungen betroffen gewesen zu sein, 23 waren dem sechs bis zehn Mal ausgesetzt und 14 sogar öfter. Bei rund zwei Dritteln der Betroffenen hat die Häufigkeit der Anfeindungen innerhalb der vergangenen fünf Jahre zugenommen.

Städtetagpräsident Burkhard Jung hat die Vorfälle verurteilt und zu einem stringenteren Vorgehen gegen die Bedrohungen aufgerufen. "Drohungen und Verleumdungen müssen strafrechtlich verfolgt werden", sagte Jung dem MDR. Es sei gut, dass die Bundesregierung nun mit mehreren Gesetzesänderungen entschlossener gegen Hasskommentare und Beleidigungen, gegen Drohungen und Volksverhetzung vorgeht.

Quelle: MDR/dk

Dieses Thema im Programm MDR FERNSEHEN | Exakt - Die Story | 01. April 2020 | 20:45 Uhr

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