Landesumweltamt Weniger Gebiete als Atommüll-Endlager in Sachsen geeignet

Im Zwischenlager des Kernkraftwerks Gundremmingen stehen Castor-Behälter mit verbrauchten Kernbrennstäben.
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung sucht nach Lagerstätten für radioaktive Abfälle. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Die Gebiete für ein mögliches Atommüll-Endlager in Sachsen sind deutlich kleiner als ursprünglich von der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) veranschlagt. Das geht aus einer vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfLUG) veranlassten Prüfung hervor. Die hat das BGE-Gutachten vom September 2020 unter die Lupe genommen.

Gebiete um die Hälfte reduziert

Die fachliche Prüfung durch den Staatlichen Geologischen Dienst des LfULG habe demnach ergeben, dass 6.155 Quadratkilometer dieser Gesamtfläche nicht die erforderlichen Kriterien nach dem Standortauswahlgesetz erfüllen. Die Abweichung liege darin begründet, dass die Gesteine Steinsalz, Tongestein und Kristallingestein in einigen Regionen der in Sachsen ausgewiesenen Teilgebiete nicht vorkommen. Demnach würde sich die Fläche der potenziellen Teilgebiete zur Endlagerung in Sachsen von aktuell 62 Prozent auf 29 Prozent der Landesfläche reduzieren.

Endlager für radioaktive Abfälle

Anlass für die Untersuchung waren die von der BGE im vergangenen Jahr bekanntgegebenen potenziellen Gebiete in Deutschland, die allein aufgrund ihrer geologischen Gegebenheiten grundsätzlich als Endlager für hochradioaktive Abfälle in Frage kommen. Insgesamt hatte die BGE 90 Teilgebiete für Deutschland ermittelt, die 54 Prozent der Fläche der Bundesrepublik einnehmen. Sachsen hat Anteil an drei Teilgebieten, die laut BGE insgesamt 62 Prozent der Landesfläche einnehmen.

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.01.2021 | 12:00 Uhr in den Nachrichten

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