Ein Streckenwart trägt auf dem Hof einer Autobahnmeisterei ein blaues Ausfahrt-Schild.
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23.08.2019 | 17:57 Uhr Bund gibt grünes Licht für Ausbau der A4 in Sachsen

Ein Streckenwart trägt auf dem Hof einer Autobahnmeisterei ein blaues Ausfahrt-Schild.
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Das Bundesverkehrsministerium hat der Aufnahme der Planungen für den Ausbau der A4 zwischen dem Autobahndreieck Nossen und Bautzen-Ost zugestimmt. Das teilte das sächsische Verkehrsministerium am Freitagnachmittag mit. Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig sagte dazu, "mit diesem großen Erfolg untermauern wir unsere Bestrebungen für einen erfolgreichen Strukturwandel."

Ein Aufschieben auf den nächsten Bundesverkehrswegplan wäre unverantwortlich gewesen, auch vor dem Hintergrund der Verbesserung der Erreichbarkeit des ostsächsischen Raumes und zur Unterstützung des Strukturwandels in der Lausitz.

Martin Dulig Sächsischer Verkehrsminister

A4 ächzt unter Lkw-Verkehr

Im September 2018 hatte der Freistaat Sachsen die Aufnahme des Ausbaus der A4 zwischen Nossen und Pulsnitz in die Straßenbaupläne des Bundes beantragt. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens, vor allem durch Lkw, - 2018 waren das etwa 42 Prozent der täglich 27.000 Fahrzeuge - wurde im Mai 2019 der Antrag auf einen weiterführenden Ausbau bis Bautzen-Ost gestellt. Für den kompletten Ausbau von Nossen bis Bautzen-Ost werden die Kosten auf rund 1,23 Milliarden Euro geschätzt.

Das sind die aktuellen Pläne für den Ausbau der A4

Teilabschnitt Spuren Länge Kosten
A4 AD Nossen (A14) – AD Dresden-West (A17) achtspurig 18,2 km 233,9 Millionen Euro
A4 AD Dresden-West (A17) – AD Dresden-Nord (A13) achtspurig 14,2 km 487,1 Millionen Euro
A4 AD Dresden-Nord (A13) – AS Pulsnitz (S95) sechsspurig 15,3 km 145,3 Millionen Euro
AS Pulsnitz (S95) - AS Bautzen-Ost sechsspurig 38,1 km 366 Millionen Euro
Gesamt   85,8 km 1,23 Milliarden Euro

Ausbau bis zur polnischen Grenze geplant

Langfristig soll die A4 bis zur polnischen Landesgrenze sechsspurig ausgebaut werden. So ist es im Entwurf des Strukturstärkungsgesetzes des Bundes vorgesehen. Die Kosten zwischen der AS Bautzen-Ost und der Bundesgrenze Deutschland/Polen werden derzeit nochmals auf etwa 900 Millionen Euro geschätzt.

Quelle: MDR/cnj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.08.2019 | 18:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 23. August 2019, 17:57 Uhr

3 Kommentare

Erzstar vor 3 Wochen

Das ist zwar erstmal schön, macht den Verkehr flüssiger, aber ein Ausbau der Autobahn führt keinesfalls zur Senkung der Verkehrsfrequenz, das eigentliche Urproblem !! Ich hoffe man arbeitet parallel auch an einem Plan für einer neuen Bahntrasse entlang der Autobahn, damit endlich die LKW von der Straße kommen.
@sylvie: gründlich nochmal durchlesen, da steht deutlich, „langfristig bis Görlitz“.

Felix vor 3 Wochen

Eine gute Nachricht?? Diese Meldung passt überhaupt nicht in die heutige Zeit. Wir brauchen keinen Ausbau der A4 und dann noch mehr Verkehr. NEIN! Die Zerstörung unserer Erde muss endlich aufhören. Güterverkehr gehört auf die Schiene. Und es sollen wieder mehr regionale Produkte gekauft werden - Import und Export soll sich nicht mehr lohnen. Arbeitsplätze müssen Vorort entstehen - kein Pendelverkehr mehr in diesem Umfang wie jetzt (und wenn, dann mit Zug). Ich hoffe sehr, dass die Verantwortlichen noch zum Umdenken kommen oder andersweitig gestoppt werden. Die A4 darf unter keinen Umständen verbreitert werden. Das Geld wird dazu noch für wichtigere Dinge gebraucht und dort auch viel mehr wert.

sylvie vor 3 Wochen

Warum geht der Ausbau der A4 nur bis Bautzen ? Die A4 geht bis Görlitz und die meisten Lkw s fahren nach Polen????

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