06.12.2019 | 05:00 Uhr Azubis aus Sachsen und Frankreich tauschen Heimat

Einfach mal über den eigenen Tellerrand hinaus schauen, andere Tradtionen und Sprachen kennenlernen - das alles spricht für den Schüleraustausch, der inzwischen fest im sächsischen Schulalltag verankert ist. Doch bei den Lehrlingen ist das noch die Ausnahme. Vertane Chance, meint das Landesamt für Schule und Bildung und will nun verstärkt Azubis zum Austausch ermuntern. Die ersten Erfahrungen von jungen Franzosen wurden jetzt hier in Sachsen gesammelt und dabei wurde eines deutlich: die Azubis lernen viel - für den Job und fürs Leben.

Französischer Auszubildender in Mittelsachsen

Antoine Coudiere, ist Auszubildender im französischen Annecy. Er hat den Schritt nach Sachsen gewagt und arbeitet jetzt im Unternehmen "Holz, Klang und Spiel" in Seelitz bei Rochlitz. "Ich habe hier eine neue Sprache gelernt. Und neben der Sprache auch ein neues Unternehmen und eine neue Umgebung kennengelernt", erklärte er MDR SACHSEN. "Ich habe andere Maschinen ausprobieren können. Und es ist immer interessant, etwas Neues zu lernen. Das ist auch gut für den Lebenslauf."

Verständigung in englischer Sprache

Im Gegenzug besucht Philip Lohmann, Auszubildender im dritten Lehrjahr in Seelitz im März Antoine in Annecy. Die Auszubildenden haben sich in englisch verständigt. Die Zusammenarbeit sei gut gewesen. "Über das Englische haben wir viel machen können", erklärte Lohmann.

Duale Berufsausbildung aus Deutschland in Europa bekannt

"Die duale Berufsausbildung aus Deutschland ist in ganz Europa bekannt", erklärte Heike Paul, Landesamt für Schule und Bildung Chemnitz. In Frankreich überlege man derzeit, die Berufsausbildung zu reformieren. Natürlich gehe der Blick dabei auch nach Deutschland. Die deutsche Berufsausbildung sei für ihre Qualität bekannt.

Quelle: MDR/kt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 05.12.2019 | 19:00 Uhr

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