Eine grafische Darstellung eines Mannes in Hemd und Krawatte, der im Meer in Not geraten ist. Ein Rettungsring wird ihm zugeworfen.
Bildrechte: Colourbox.de

Badeunfälle Weniger Menschen in Sachsen ertrunken

Sobald die Temperaturen sommerlich werden, gehen viele Menschen baden. Allerdings ist das nicht ungefährlich. Immer wieder gibt es tödliche Badeunfälle. Entgegen dem Bundestrend ist ihre Zahl in Sachsen gesunken.

Eine grafische Darstellung eines Mannes in Hemd und Krawatte, der im Meer in Not geraten ist. Ein Rettungsring wird ihm zugeworfen.
Bildrechte: Colourbox.de

In der diesjährigen Badesaison sind bis Ende August 20 Menschen in Sachsen beim Schwimmen und Baden ertrunken. Das ist ein Rückgang um drei Tote gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitteilte. Sachsen und Nordrhein-Westfalen sind damit die einzigen Bundesländer, in denen die Zahl der Ertrunkenen gesunken ist. "Das könnte mit den niedrigen Pegelständen der Flüsse zusammenhängen", sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese.

Für Aufsehen sorgte in diesem Jahr in Sachsen unter anderem, als im Dippelsdorfer Teich in Moritzburg im Juli kurz hintereinander zwei Männer zu Tode kamen. Tragisch war auch der Fall eines zehnjährigen Jungen, der ebenfalls im Juli in der Elbe ertrank.

Mehr tote Grundschüler

Deutschlandweit beläuft sich die Zahl der Toten den Angaben zufolge auf 445 und ist damit so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Das liege auch an dem außergewöhnlich guten Sommer, erklärte Wiese. "Jeder, der die Möglichkeit hatte, ist natürlich Schwimmen gegangen." Besonders die Zahl der ertrunkenen Vor- und Grundschulkinder stieg um 100 Prozent auf 26. "Diese Zahlen sind das Ergebnis der Bäderschließungen und der damit verbundenen Ausfälle von Schwimmunterricht an den Schulen", sagte DLRG-Präsident Achim Haag.

80 Prozent der Badetoten sind Männer

Die meisten Menschen ertrinken laut DLRG, weil sie zu leichtsinnig und risikobereit sind oder die eigene Leistungsfähigkeit überschätzen. Am häufigsten gingen Menschen an unbewachten Gewässern wie Seen und Flüssen unter. Beunruhigend sei aber auch die Zahl der Toten in Schwimmbädern: Dort ertranken bundesweit 19 Menschen mehr als 2017. Rund 80 Prozent der Badetoten sind Männer.

Quelle: MDR/sth/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 13.09.2018 | 20:00 Uhr in den Nachrichten

AKTUELLES AUS SACHSEN

Zuletzt aktualisiert: 14. September 2018, 13:56 Uhr

Mehr aus Sachsen