27.01.2020 | 07:51 Uhr Sächsischer Bauernverband grenzt sich von AfD ab

Landwirte stehen auf der Marienbrücke neben ihren Traktoren.
Bildrechte: dpa

Der sächsische Bauernverband hat sich von der AfD abgegrenzt. Präsident Torsten Krawczyk sagte dem MDR, der Verband wolle sich nicht parteipolitisch instrumentalisieren lassen. Die sächsische Landwirtschaft müsse insgesamt in der Mitte der Gesellschaft stehen. Der Bauernverband sei nicht dafür da, dass er rechte Tendenzen unterstütze oder gesellschaftsfähig mache.

Krawcyk reagiert damit auf die Unterstützung der Bauernproteste durch die AfD. So verlangt die sächsische AfD, die geplante Verschärfung der Düngeregeln zurückzunehmen. Ihr agrarpolitischer Sprecher Jörg Dornau erklärte, der Schutz des Trinkwassers sei unbestritten. Die Messstellen müssten aber überprüft werden.

Die Bundesregierung will die Düngung weiter einschränken, um die Nitratbelastung des Grundwassers zu senken.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.01.2020 | ab 8:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 27. Januar 2020, 07:51 Uhr

86 Kommentare

der_Silvio vor 3 Wochen

@Eulenspiegel; "Dem Bauernverband ist die AfD viel zu einseitig rechts so das er mit dieser Partei nichts zu tun haben will."
Sie sagen es selbst; dem Bauernverband geht es nicht um Inhalte, sondern um eine parteipolitische Position!
Also doch nur plumpe Popule gegen die AfD!
Oder hätte ihrer Meinung nach der Bauernverband genauso reagiert, wenn der gleiche Vorschlag von einer der anderen Parteien gekommen wäre? Einfache Frage – einfache Antwort bitte, wenn Sie dazu in der Lage sind.

Anita L. vor 3 Wochen

Dann soll die AfD doch bitte erst einmal ihre Arbeit in den entsprechenden Ausschüssen machen und sich nicht nur dann medienwirksam für ein Thema interessieren, wenn sie daraus öffentlich Kapital schlagen kann. Dieses Vorgehen nennt man nun einmal "Instrumentalisierung".

DER Beobachter vor 3 Wochen

Der AfD-Landwirt hat allerdings offenbar eher als Pg. gesprochen und nicht als Landwirt. Das ist der Unterschied zu den CDU- und grünnahen Landwirten!

Mehr aus Sachsen