16.11.2019 | 18:32 Uhr Sächsische Steinkäuze in Brandenburg ausgewildert

Vier kleine Steinkäuze aus dem Zoo Hoyerswerda sind flügge geworden. Die Vögel konnten nach Zoo-Angaben im Naturpark Nuthe-Nieplitz in Brandenburg ausgewildert werden. Es ist schon die zweite Nachzucht, die in der Natur ihr neues Zuhause findet.

Schon mit der erfolgreichen Auswilderung im letzten Jahr, ging für mich ein Herzenswunsch in Erfüllung. Für jeden Zoologen ist diese Form des Naturschutzes die schönste Verwirklichung seiner Arbeit.

Eugène Bruins Leiter Zoo Hoyerswerda

Das Männchen und die drei Weibchen sollen in Brandenburg weiter gezüchtet werden. Der Nachwuchs aus Sachsen soll den Bestand auffrischen, erklärt der Projektleiter der Wiederansiedlung im Naturpark Nutze-Nieplitz, Peter Koch.

Steinkauz-Nachwuchs Zoo Hoyerswerda
Zooleiter Eugène Bruins übergibt die Steinkäuze an den Projektleiter der Wiederansiedlung in Brandenburg, Robert Koch. Bildrechte: Zoo Hoyerswerda

Weniger Lebensraum für Steinkäuze

In den vergangenen Jahrzehnten ist die Zahl der Steinkäuze immer mehr zurückgegangen. Als Grund für diese Entwicklung nennt Zooleiter Bruins mangelnde Nahrung und fehlenden Lebensraum. Die Eulen-Art braucht beispielsweise alte Bäume zum Brüten, die immer weniger werden. Hinzu komme, dass viele Vögel auch im Straßenverkehr sterben. Um dem Negativtrend entgegen zu wirken, engagiere sich der Zoo für den Schutz der Steinkäuze.

Quelle: MDR/cb

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