10.12.2019 | 06:02 Uhr BASF plant Batteriefabrik in Schwarzheide

In Schwarzheide, im brandenburgischen Teil der Lausitz, soll eine Zulieferfabrik für Batteriezellen entstehen. Der Chemiekonzern BASF will rund 500 Millionen Euro investieren, um Kathoden für Batteriezellen zu produzieren. Zuerst hatte die Berliner Zeitung berichtet.

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Brandenburgs Vize-Regierungschef Michael Stübgen (CDU) sprach mit Blick auf den Kohleausstieg von einem "Signal für die Lausitz". "Die Menschen sehen jetzt, dass wir die angekündigten Struktur-Entscheidungen auch umsetzen", so der CDU-Politiker im Gespräch mit der Berliner Zeitung.

Zulieferung für 300.000 Elektroautos im Jahr

Eigenen Angaben zufolge wolle der Konzern Batterie-Kathoden für rund 300.000 Elektroautos im Jahr herstellen. Gemeint sind etwa Materialien wie Nickel-Kobalt-Aluminiumoxid und Nickel-Kobalt-Manganoxid. Die Ausgangsmaterialien sollen aus der Fabrik im finnischen Harjavalta kommen. In die Endfertigung von Batterien oder Batteriezellen wolle man dagegen nicht einsteigen, so der Konzern.

EU-Kommission unterstützt vorhaben.

Hintergrund für die Millionen-Investition ist eine Entscheidung der EU-Kommission, wonach die Batteriezellenfertigung in Europa mit bis zu 3,2 Milliarden Euro bezuschusst werden kann. Mit Hilfe der sogenannten Batterieallianz (Sieben europäische Länder - darunter Deutschland und Frankreich) soll der Anteil bei der Fertigung von Batteriezellen für Elektroautos bis 2031 erhöht werden. Schätzungen zufolge werden derzeit mehr als 80 Prozent der Batterien weltweit in Asien produziert.

Quelle: MDR/bz/dpa/fg

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 10.12.2019 | 06:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 10. Dezember 2019, 06:02 Uhr

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