Polizei warnt Betrüger geben sich als Mitarbeiter der Krankenkasse aus

Klingeln an der Haustür
Die Polizei warnt immer wieder vor Haustürgeschäften. Bildrechte: colourbox

Die Polizeidirektion Görlitz warnt vor einer neuen Betrugsmasche. Wie die Behörde mitteilte, hat ein bislang Unbekannter eine 89-Jährige in Schirgiswalde um 1.300 Euro Erspartes gebracht. Der Täter habe sich als Mitarbeiter der AOK Sachsen ausgegeben.

300 Euro und EC-Karte gestohlen

Die Seniorin hat den Angaben zufolge auf Post von der AOK gewartet. Als sie zu ihrem Briefkasten ging, sei sie von einem Mann angesprochen worden. Weil sie schlecht hören kann, habe sie angenommen, dass es sich bei ihm um einen Mitarbeiter der AOK handelte. "Um die Unterlagen prüfen zu können, begleitete der Unbekannte die Geschädigte ins Haus", heißt es im Polizeibericht. "Hier bat er sie, verschiedene Unterlagen für den Pflegeantrag herauszusuchen." Als die 89-Jährige den Mann allein ließ, um die Unterlagen zu holen, habe er sich unbemerkt 300 Euro Bargeld sowie die EC-Karte seines Opfers genommen. Als der Dieb die Seniorin später aufforderte, einen noch offenen Betrag zu zahlen, damit ihr Antrag bearbeitet werden könne, weigerte sie sich und verwies den Täter des Hauses.

Ähnlicher Fall in Bischofswerda

Nachdem die Frau ihrem Sohn von dem Vorfall erzählte, stellte er das Fehlen des Geldes und der Bankkarte seiner Mutter fest. Eine Nachfrage bei dem Geldinstitut ergab, dass der Unbekannte inzwischen 1.000 Euro vom Konto erbeutet hatte. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Erst in der vergangenen Woche gab es einen ähnlichen Vorfall in Bischofswerda. Auch dort gab sich ein Betrüger als Mitarbeiter einer Krankenkasse aus. Die 83-Jährige schöpfte keinen Verdacht, da sie kurz zuvor eine Pflegestufe für ihren Mann beantragt hatte. Der Betrüger sagte der Frau, sie müsste fehlende Beiträge zahlen, damit die Bewilligung der Pflegestufe erfolgen könne. Die Frau übergab ihm das Geld in bar - 500 Euro.

Warnung der Polizei Die Polizei rät zur Wachsamkeit. Sensibilisieren sie Familie und Freunde. Gerade ältere Menschen benötigen dabei Ihre Unterstützung. Willigen Sie in keine Geschäfte an der Haustür ein. Lassen Sie niemanden in Ihre Wohnung, den Sie nicht kennen.

Quelle: MDR/dk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 06.07.2020 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

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