24.05.2019 | 17:30 Uhr "Fridays for Future" in Bautzen: "Es geht um meine Zukunft."

Die "Fridays-for-Future"- nun auch in Bautzen. Knapp 400 Schülerinnen und Schüler kamen am Freitag zum Theaterplatz, um von dort aus durch die Innenstadt zu ziehen.

Schülerin mit Plakat beim Fridays for Future in Bautzen
Die 18-jährige Lena steht voll hinter der Fridays-for-Future-Bewegung. Bildrechte: MDR/Ann-Kathrin Canjé

"Ich bin auch hier wegen des Gemeinschaftsgefühls, weil man denkt immer, dass man als einzelne Person nicht so viel ausrichten kann", erzählt die 18-jährige Lena auf der ersten "Fridays-for-Future"-Demonstration in Bautzen. "Und wenn man mit mehreren Menschen geht, hat man das Gefühl, dass man auch etwas verändern kann."

Junger Mann beim Fridays for Future in Bautzen
Der 18-jährige Anton will sich für "Fridays for Future" engagieren. Bildrechte: MDR/Ann-Kathrin Canjé

Mit knapp 400 anderen ist sie am Freitag in Bautzen vom Theaterplatz durch die Innenstadt unterwegs, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Viele der Teilnehmer freuen sich, dass so viele Menschen gekommen sind. So auch der 18-jährige Anton. "Es geht um meine Zukunft und ich möchte gerne für meine Welt da sein, damit sie nicht untergeht", sagt er außerdem.

Neben Bautzen gab es auch in Annaberg-Buchholz, Chemnitz, Dresden, Freiberg, Leipzig und Zwickau "Fridays-for-Future"-Demonstrationen. Tausende sächsische Schüler folgten damit dem Aufruf der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg, die am Freitag zu einem weltweiten Protest aufgerufen hatte. 

Impressionen der Fridays-for-Future-Demonstrationen in Sachsen

Bildergalerie "Fridays-for-Future"-Demonstrationen in Sachsen

Am Freitag gingen wieder Tausende Schüler auf die Straße. In Leipzig, Bautzen, Annaberg-Buchholz, Chemnitz, Dresden, Freiberg und Zwickau demonstrierten sie für mehr Klimaschutz.

 Schülerinnen und Schüler demonstrieren mit Protestplakaten vor dem Goldenen Reiter während des Fridays for Future in Dresden
In Dresden versammelten sich die Demonstranten vor dem Goldenen Reiter. Bildrechte: dpa
 Schülerinnen und Schüler demonstrieren mit Protestplakaten vor dem Goldenen Reiter während des Fridays for Future in Dresden
In Dresden versammelten sich die Demonstranten vor dem Goldenen Reiter. Bildrechte: dpa
Protestplakat mit der Aufschrift «Fear Us» und dem Bild der Schwedin Greta Thunberg während des Fridays for Future in Dresden
Auf einem Protestplakat steht die Aufschrift "Fear Us" neben dem Bild der Schwedin Greta Thunberg. Bildrechte: dpa
Schülerinnen und Schüler demonstrieren mit einem Banner und Protestplakaten auf der Carolabrücke während des Fridays for Future in Dresden
Die Schüler zogen zum Goldenen Reiter. Bildrechte: dpa
Fridays for Future Demo in Chemnitz.
Mehrere Hundert Schüler demonstrierten am Freitag in Chemnitz für den Klimaschutz. Bildrechte: MDR/Anett Linke
Schüler mit gebastelten und bemalten Pappschildern auf der Fridays for Future Demo in Chemnitz.
"Handeln statt schön reden" fordern die Schüler in Chemnitz von der Politik. Bildrechte: MDR/Anett Linke
Ein als Eisbär und ein als Biene verkleiderter Schüler halten ein Schild "Meine Freundinnen sind alle tot" auf der Fridays for Future Demo in Chemnitz.
Die Biene und der Eisbär in Chemnitz betrauern ihre Artgenossen, die wohl dem Klimawandel zum Opfer fallen werden. Bildrechte: MDR/Anett Linke
Fridays for Future in Leipzig.
In Leipzig versammelten sich laut Organisatoren über 3.000 Schüler. Bildrechte: MDR/Moritz Arand
Fridays for Future Demo in Leipzig
Die Schüler zogen in Leipzig durch die Innenstadt, um mehr Klimaschutz zu fordern. Bildrechte: MDR/Moritz Arand
Fridays for Future in Leipzig
Das Schild "Klima retten" fasst das Anliegen der "Fridays-for-Future"-Demonstranten in Leipzig zusammen. Bildrechte: MDR/Moritz Arand
Fridays for Future in Leipzig.
Die Schüler bastelten kreative Schilder für die Demonstration in Leipzig. Bildrechte: MDR/Moritz Arand
Fridays for Future Demo in Bautzen
Rund 400 Teilnehmer versammelten sich am Freitag auf dem Theaterplatz zur erten "Fridays-for-Future"-Demonstration in Bautzen. Bildrechte: MDR/Ann-Kathrin Canjé
Schüler mit Plakaten beim Fridays for Future in Bautzen
"Uns macht es Spaß, hier zu sein und es ist schön, dass sich so viele Menschen einsetzen, hier etwas zu bewegen", erzählt die Schülergruppe in Bautzen. Bildrechte: MDR/Ann-Kathrin Canjé
Schild "Früher war der Fisch in der Packung, huete ist die Packung im Fisch"
Auch in Bautzen gestalteten die Schüler kreative Schilder für ihre Klimademonstration. Bildrechte: MDR/Ann-Kathrin Canjé
Fridays for Future Demo in Bautzen
Die Demonstration in Bautzen führte durch die Innenstadt. Bildrechte: MDR/Ann-Kathrin Canjé
Personengruppe mit Plakaten.
In Annaberg-Buchholz fand am Freitag zum ersten Mal eine "Fridays-for-Future"-Demonstration statt. Bildrechte: Fridays for Future Annaberg-Buchholz
Personengruppe mit Plakaten.
Rund 150 Schüler folgten dem Aufruf zur Klimademosntration in Annaberg-Buchholz. Bildrechte: Fridays for Future Annaberg-Buchholz
Alle (16) Bilder anzeigen

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 24.05.2019 | 15:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

AKTUELLES AUS SACHSEN

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

9 Kommentare

25.05.2019 11:20 Torsten 9

1980 Rettet den Baum
1990 Rettet den Regenwald
2000 Rettet den Eisbären
2010 Rettet den Euro
2013 Rettet Griechenland
2015 Rettet die Flüchtlinge
2019 Rettet das Klima
--- Merkt Ihr was? ---
Ich sag dazu:
2020 RETTE SICH, WER KANN!!!

25.05.2019 10:17 Dorothea 8

Die Schüler in Bautzen haben NACH der Schule demonstriert! Also alle 400, die da waren, haben das in ihrer Freizeit getan. Warum: das haben die dort deutlich gesagt: für eine saubere Umwelt. Umweltzerstörung und Verschmutzung kann niemand leugnen. Und da kamen auch ganz konkrete Vorschläge für ihren eigenen Beitrag. Einfach mal hingehen und zuhören!

25.05.2019 09:47 Nick 7

TOLL dass es nun auch in Bautzen engagierte Schüler gibt, die für ihre Zukunft kämpfen.
Der Freitag ist gut gewählt. Auch der Arbeitskampf der erst die für viele selbstverständlich gewordenen Errungenschaften wie 5 Arbeitstage, Urlaub und steigende Löhne erstritten hat, findet während normaler Arbeitzeit statt. Es muss den Entscheidern weh tun, sonst ändert sich nichts. Das Klima wird nicht warten bis wir bereit sind den Kopf aus dem Sand zu ziehen.
Warum wissen das unsere Kinder die auf dem Hauptmarkt stehen während wir Erwachsenen daneben im Café sitzen?

25.05.2019 08:51 Jan 6

@weißer Tiger und Dieter - Was tun Ihnen die ie Menschen, die für einen besseren Umgang mit der Natur auf die Straße gehen, dass sie mit solchen Beleidigungen, wie Klimahysterie oder Schwachsinn diesen Artikel kommentieren.
Sie können doch ganz einfach sagen, dass nicht dazu stehen.
Ich finde Friday for Future gut!

25.05.2019 08:49 Hans 5

Da kann nach den Sommerferien richtig durchgestartet werden. Vielleicht sollte auch der Montag, pardon Monday, genutzt werden.

25.05.2019 08:08 Sami 4

In 15 Jahren oder eher wenn das letzte Kraftwerk vom Netz gegangen ist... Die Atomkraftwerke in Deutschland aus sind werden genau diese jugendliche jetzt wahnsinnigen dann wieder auf die strasse gehen um zu demonstrieren weil man für die Kilowattstunde Strom 1euro bezahlen muss Weil dieser aus anderen ländern der Welt wo zurzeit im übrigen ca 600neue Kraftwerke die mit Kohle betrieben werden, zukaufen muss. Die Jugend ist völlig von der Politik ausgenutzt worden für die schwachsinnige klimadebatte. Ich selbst werde mir mal die Mühe machen bei uns in Görlitz 200 Handzettel in Schulen verteilen und an einem Samstag im Sommer gegen 13uhr zur Demo für Klima aufrufen. Ich schätze ich werde vergebens auf die Kids warten... Wetten?

24.05.2019 22:00 Paule 3

Wir waren alle einmal jung und für jeden Unfug zu haben, wenn die Schule ausfiel. Nicht so verbissen sehen.

24.05.2019 18:57 Dieter 2

Verehrter MDR, dass sie die Verletzung der Schulplicht, also einem Verstoß gegen unsere Gesetze rechtfertigen, halte ich für skandalös. Wenn Politiker das tun, tun sie das meist, um Wählerstimmen zu erhalten- aber der MDR sollte politisch neutral sein (auch wenn das schwer fällt). Eine ausgewogene Klimadebatte wäre wünschenswert - die Klimahysterie nimmt mittlerweile absurde Züge an.

[Lieber Dieter, die Schulpflicht halten wir für wichtig, da Sie allen Kindern den Zugang zu Bildung ermöglicht. Ebenso wichtig ist es, die Möglichkeiten einer Demokratie zu nutzen und seine Meinung zu vertreten. Das Recht gilt für alle Menschen - auch für Schüler. Über alles andere entscheiden die Schulleitungen beziehungsweise die Bildungsminister der Länder.
Und sehen wir die Proteste doch einfach als Beginn einer ausgewogenen Klimadebatte. ;-) Die Proteste haben immerhin zu einer hohen Aufmerksamkeit für das Thema geführt.
Liebe Grüße aus der MDR.de-Redaktion]

24.05.2019 18:12 Weißer Tiger 1

So ein Schwachsinn! Warum heißt es nicht Saturdays for Future? Da würde wahrscheinlich nur ein Bruchteil demonstrieren gehen von den tollen so umweltbewussten Schülern! Freitag Schulfrei ist doch geil da geh ich natürlich demonstrieren! Samstag will man ja lieber ausschlafen wenn man die ganze Nacht in den sozialen Netzwerken unterwegs war! Die,die Samstag auch demonstrieren würden vor denen zieh ich den Hut für alle anderen Mitläufer gibt's einen Daumen nach unten!

[Lieber User, die Schüler demonstrieren für eine gerechte und konsequente Klimapolitik, weil sie mit der aktuellen Politik nicht zufrieden sind. Denn es geht um ihre Zukunft auf diesem Planeten. Diesem Aufruf sind viele gefolgt und die Schüler demonstrieren weltweit. Den zehntausenden Schülern pauschal vorzuwerfen, dass Sie nur schulfrei haben wollen, halten wir für zu kurz gedacht. Viele der Schüler haben sogar Freistellungen von der Schule erhalten, haben außerhalb der Schulzeiten demonstriert und erhielten Rückendeckung von Politikern. Natürlich ist die Schulpflicht ebenso wichtig. Aber die Proteste hätten ohne die Kontroverse um die Schulpflicht wahrscheinlich nur halb so viel Aufmerksamkeit erhalten.
Liebe Grüße aus der MDR.de-Redaktion]

Mehr aus Bautzen, Hoyerswerda und Kamenz

Mehr aus Sachsen