Man blickt auf einen Altar in einer Kirche. Davor steht ein predigender PFarrer. Auf den Stuhlbänken davor sitzen vier Menschen.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

20.06.2019 | 09:53 Uhr Gottesdienst erinnert an entführte Familie aus Meschwitz

Man blickt auf einen Altar in einer Kirche. Davor steht ein predigender PFarrer. Auf den Stuhlbänken davor sitzen vier Menschen.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Bei einem Gedenkgottesdienst für Christen in Not haben Mitglieder der Bautzner Michaeliskirche am Mittwochabend auch an ein vor zehn Jahren im Jemen entführtes Ehepaar aus Meschwitz erinnert. Das Ehepaar und seine drei Kinder waren am 12. Juni 2009 verschleppt worden. Zwei Töchter - damals drei und fünf Jahre alt - konnten im Mai 2010 aus der Geiselhaft befreit werden und leben heute bei Verwandten. Das Auswärtige Amt geht davon aus, dass die Eltern und der jüngere Bruder nicht mehr am Leben sind. Die Krankenschwester und der studierte Maschinenbauer arbeiteten im Jemen für eine kleine christliche Hilfsorganisation. Der Gottesdienst zum Jahrestag der Entführung hat seit 2010 Tradition. Anfangs versammelten sich dazu rund 250 Menschen in der Bautzener Michaeliskirche, wo das Paar geheiratet hatte. Am Mittwochabend waren etwa 60 Besucher anwesend.

Familie Hentschel (Archivbild 2009)
Familienvater Johannes Hentschel und seine Ehefrau Sabine mit ihren Kindern Lydia, Anna und Simon (auf dem Arm der Mutter) aufgenommen am 15.04.2009 im Jemen. Bildrechte: dpa

Quelle: MDR/sth

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 19.06.2019 | 18:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen
MDR SACHSENSPIEGEL | 20.06.19 | 19 Uhr

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3 Kommentare

21.06.2019 09:34 Schnibbler 3

@2 Guy Montag
ansonsten bei Ihnen alles im lot?
wenn sie nicht wollen das "muttis weg" zu breit wird sollte vor ort hilfe geleistet werden und zwar nicht nur mit kohle versenden... gern auch auf malle wenn sie glauben das nutzt was

20.06.2019 18:57 Guy Montag 2

Auf Malle waer das nicht passiert.
Die dachten wohl auch, dass die ganzen alten Karikaturen von Missionaren im Kochtopf "nix als fremdenfeindliche Hetze" ist.

Ein abschreckendes Beispiel was den Gut-Glaeubigen auch bei uns passiert, wenn wir auf "Muttis gutem Weg" weiter (schlaf)wandeln.

20.06.2019 12:16 Maria A. 1

Erinnere mich noch daran, wie erschüttert man damals über diese schlimme Nachricht war. Man möchte gar nicht wissen, was diese Menschen während ihrer Entführung durchgemacht haben. Dabei hatten sie ihr Dasein der guten Sache verschrieben, waren in dieses Land gegangen um dort, aus christlicher Überzeugung heraus, humanitäre Hilfe zu leisten. Dieser Fall macht sehr betroffen. Den beiden Töchtern, allen anderen Angehörigen, Freunden und Bekannten, nochmals mein Mitgefühl.

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