Verdacht auf Umweltstraftat 13 Tonnen Forellen in der Lausitz verendet

Fischsterben in Forellenzucht in Nedaschütz
In der Forellenzucht Nedaschütz ist der komplette Fischbestand verendet. Ein unbekannter Stoff, der in den Fluss Schwarzwasser gelangt war, soll das Fischsterben ausgelöst haben. Bildrechte: RocciPix

In einer Forellenzucht im ostsächsischen Nedaschütz sind 13 Tonnen Fisch verendet. Wie die Polizei mitteilte, soll ein bisher noch unbekannter Stoff vermutlich oberhalb der Fischzuchtanlagen in den Fluss Schwarzwasser gelangt sein. Dieser könnte das Sterben der Fische verursacht haben. Die sommerlichen Temperaturen spielen den Angaben zufolge keine Rolle. Auch im Schwarzwasser wurden Fischkadaver gefunden. Die Einsatzkräfte konnten den Startpunkt der Verureinigung flussaufwärts in Spittwitz ausfindig machen.

Der Schaden liegt im fünfstelligen Bereich

Neben der Feuerwehr und Spezialkräften wurde auch das Umweltamt Bautzen hinzugezogen, so die Polizei. Wasserproben wurden entnommen und werden derzeit untersucht. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor. Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen bei mehreren zehntausend Euro. Alle Fische der Zucht sind infolge der Verunreinigung gestorben. Die Becken wurden abgelassen und die 13 Tonnen Fisch abtransportiert. Ob auch der Schlamm aus den Becken kontaminiert ist und abgetragen werden muss, ist derzeit noch unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung.

Unbekannter Stoff verursacht Fischsterben in Nedaschütz

Fischsterben in Forellenzucht in Nedaschütz
Das Fischsterben in der Forellenzucht Nedaschütz wurde vermutlich durch ein Umweltgift ausgelöst. Bildrechte: RocciPix
Fischsterben in Forellenzucht in Nedaschütz
Das Fischsterben in der Forellenzucht Nedaschütz wurde vermutlich durch ein Umweltgift ausgelöst. Bildrechte: RocciPix
Fischsterben in Forellenzucht in Nedaschütz
Welcher Stoff für das Sterben der Fische verantwortlich ist, wird derzeit vom Umweltamt Bautzen untersucht. Bildrechte: RocciPix
Fischsterben in Forellenzucht in Nedaschütz
Nach dem Massensterben müssen die Fischkadaver aus dem Zuchtbetrieb entfernt werden. Die Aufräumarbeiten dauern an. Viele Menschen aus dem Dorf haben mitgeholfen. Bildrechte: RocciPix
Fischsterben in Forellenzucht in Nedaschütz
Der Schaden liegt nach Angaben des Eigentümers bei mehreren zehntausend Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung. Bildrechte: RocciPix
Fischsterben in Forellenzucht in Nedaschütz
Anliegern des Schwarzwassers wird empfohlen, vorerst kein Wasser aus dem Fluss zu nutzen. Bildrechte: RocciPix
Alle (5) Bilder anzeigen

Gesundheitsgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden

Das Landratsamt Bautzen informierte nach dem Vorfall vorsorglich die Landestalsperrenverwaltung, die angrenzenden Teichwirtschaften sowie die umliegenden Anglerverbände. Der Leiter des Umweltamtes Georg Richter kann nach derzeitigem Stand eine Umwelt- und Gesundheitsgefährdung nicht ausschließen. Den Anliegern von Nedaschütz bis zum Zusammenfluss des Schwarzwassers in die Schwarze Elster empfiehlt er, vorerst kein Wasser aus dem Fluss zu nutzen. Das Landratsamt Bautzen kündigte an, über die Ergebnisse der Wasserproben zeitnah zu informieren.

Quelle: MDR/mar

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 09.06.2018 | 14:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 11. Juni 2018, 16:46 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

3 Kommentare

12.06.2018 11:39 Sigismund 3

Hallo,man sollte vorsichtig sein mit Kommentaren,welche Unternehmen und Einzelpersonen schaden können, wenn man die Fakten noch nicht hundertprozentig belegen kann. Es ist natürlich traurig , wenn so etwas passiet und schnelle Hilfe ist wichtig. Aber korrekt rechachierte Hintergründe eben auch.

10.06.2018 11:58 Sachse43 2

Jetzt werden Lebewesen in Tonnen angegeben...

09.06.2018 17:33 Susann 1

Ein Verbrechen.

Mehr aus Bautzen, Hoyerswerda und Kamenz