Eine kleine Wölfin und ein Hund spielen auf einer Wiese.
Fürs Leben lernen: Hündin "Vega" soll dem Wolfsfindling aus Sachsen arttypisches Verhalten beibringen. Bildrechte: dpa

22.07.2019 | 15:00 Uhr Hündin soll kleinem Wolfsfindling aus Sachsen auf die Sprünge helfen

Eine kleine Wölfin und ein Hund spielen auf einer Wiese.
Fürs Leben lernen: Hündin "Vega" soll dem Wolfsfindling aus Sachsen arttypisches Verhalten beibringen. Bildrechte: dpa

Die kleine Wölfin, die in einem Wald in Ostsachsen gefunden wurde, bekommt beim Einleben im Wildpark Lüneburger Heide Hilfe von einer Hündin. Eine Sprecherin des Parks in Niendorf sagte, die tierische Betreuerin heiße "Vega" und sei wolfserfahren. "Sie vermittelt dem Welpen Sicherheit, Geborgenheit"und helfe dem Wolfswelpen dabei, "anzukommen". Behutsam werde die Wölfin derzeit mit neuen Reizen bekannt gemacht.

Wolfswelpe sucht ausgehungert Hilfe

Die kleine Wölfin war am 10. Juni bei Burkau zwischen Bautzen und Dresden gefunden worden. Winselnd war sie auf Waldspaziergänger zugelaufen, die die Behörden alarmierten. Der Wolfswelpe kam erst in eine Auffangstation und dann nach Nindorf, weil es keine Hinweise auf den Verbleib des Rudels gab. Das damals drei bis vier Wochen alte Tier habe nur 1.100 Gramm gewogen, als es gefunden wurde, sagte die Sprecherin. Es sei kurz vor dem Verhungern gewesen. Seitdem habe die Wölfin schon fast vier Kilogramm zugenommen.

Junge Wölfin muss noch viel lernen

Wolfswelpe bleibt im Wildpark
Der Wolfswelpe war bei Burkau gefunden worden. Bildrechte: Tanja Askani

Wolfsbetreuerin Tanja Askani sagte, "die Prägungsphase bei Wolfswelpen verläuft zwischen der zweiten und vierten Lebenswoche". Diese Zeit habe die Wölfin wahrscheinlich noch mit ihrer Familie verbracht. "Die nicht weniger wichtige Sozialisierungsphase beginnt mit der vierten Lebenswoche und ist mit acht Wochen beendet", sagte Askani. Zunächst habe die kleine Wölfin allein in der Auffangstation gelebt. "Sie sollte keinen Kontakt zu Menschen haben, da ja noch die Absicht bestand, sie wieder in ihre Familie zu integrieren", erklärte Askani. "Das macht es für uns jetzt nicht einfacher, die Kleine muss noch viel lernen." Sie sei verspielt, wachsam und intelligent. Noch wird die bislang namenlose Wölfin den Besuchern nicht gezeigt.

Quelle: MDR/lam/dpa

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5 Kommentare

23.07.2019 12:08 Kirchenmitglied 5

@ths (1), es lernt eher ein Wolf, keine Schafe zu reißen als ein Mensch, keine Schlachten gegen seinesgleichen zu führen.

23.07.2019 09:10 Sr.Raul 4

Alles Gute und halte Dich vom Menschen fern!
Schwachfug @1 (ths), der Wolf ist nun mal ein Jäger und durch den Menschen werden wohl mehr Schafe getötet, als es alle Wölfe auf diesem Planeten je schaffen werden.

22.07.2019 21:48 G.Schmitz an ths 3

Sehr merkwürdig Ihr Kommtar!
Wollen Sie einer Katze beibringen keine Mäuse oder Vögel mehr zu jagen. Oder ein Huhn trainieren, dass es nicht mehr auf den Hof sch...

22.07.2019 20:54 mattotaupa 2

@#1: genau, man tötet schafe mit messer oder bolzen. macht das einen unterschied fürs schaf?

22.07.2019 17:27 ths 1

Na hoffentlich lernt der junge Wolf dann auch, dass man keine Schafe reißt.

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